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Dienstag, 26. Dezember 2023

Manuskript zu Vlog 27: Die Science-Fiction der Zukunft. Der Mensch ist multidimensional.

Hallo Leute

herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe 27. Das wird heute eine sehr kontroverse Folge werden, weil ich eine gewagte Behauptung aufstellen werde. Nämlich es gibt keine ECHTE Science-Fiction. Das heißt, es gibt fast keine Bücher, Filme und Fernsehserien, die wirklich in die Zukunft hinausblicken. Die meisten dieser Produkte handeln nur von der jeweiligen Gegenwart, in der sie entstanden sind.


 

Das liegt nicht daran, dass die Autoren zu wenig Fantasie oder Weitblick besaßen, sondern daran, dass sich die Menschheit immer noch auf einer sehr niedrigen Entwicklungsstufe befindet. Die wichtigsten naturwissenschaftlichen Entdeckungen sind noch nicht gemacht worden.

Welche das sind, erkläre ich in dieser Folge. Also, los geht’s.

 

Kapitel 1: Die bisherige Science-Fiction

Fangen wir am Anfang an. Die Zeitmaschine von H.G. Wells gilt als einer der ersten SF-Romane. Darin geht es um einen Erfinder, der die titelgebende Zeitmaschine gebaut hat. Er reist damit weit in die Zukunft und trifft auf eine Gesellschaft, die in zwei Gruppen gespalten ist: die Eloi und die Morlocks.


 

Die Eloi leben in fast paradiesischen Verhältnissen auf der Erdoberfläche. Sie brauchen nicht zu arbeiten und geben sich ganz dem Vergnügen hin. Die Morlocks sind affenartige Wesen, die unter der Erdoberfläche leben. An dieser Stelle kürze ich ein bisschen ab. Die Geschichte läuft darauf hinaus, dass sich die Morlocks als Menschenfresser entpuppen. Die Eloi sind ihre Nahrung.

Man könnte jetzt sagen, dass H.G. Wells einfach eine negative Sicht auf die Zukunft hatte. Das stimmt aber nicht. Er hat nicht über die Zukunft geschrieben, sondern über seine Gegenwart. Das England des späten 19. Jahrhunderts war eine extreme Klassengesellschaft. Es gab die reiche Oberschicht, bestehend aus altem Adel und Industriellen, und eine verarmte Unterschicht, die als Arbeiter und Bauern lebte bzw. vegetierte.


 

Davon handelt die Zeitmaschine. Sie ist im Grunde eine Groteske, die das Unrecht der damaligen Zeit anprangerte. Mit Science-Fiction hat das nicht viel zu tun. Weder werden neue Techniken oder wissenschaftliche Erkenntnisse vorgestellt – abgesehen davon, dass die Zeit als vierte Raumdimension betrachtet wird – noch werden gesellschaftliche Utopien erdacht. Es ist einfach nur Unterhaltung, wenn auch eine gut gemachte.

In Deutschland gilt Kurd Laßwitz als Begründer des Genres. Sein Roman Auf zwei Planeten erschien ebenfalls Ende des 19. Jahrhunderts. Darin geht es vordergründig um die Begegnung einer deutschen Expedition mit Marsmenschen. Nach allerlei Verwicklungen kommt es zum Krieg zwischen den Marsmenschen und den Engländern, den die Außerirdischen aufgrund ihrer überlegenen Technologie gewinnen. Später bricht ein weiterer Krieg zwischen den europäischen Mächten aus, weil sie alle die Kolonien der Engländer übernehmen wollen. Das eigentliche Thema des Romans ist also der Imperialismus des 19. Jahrhunderts.   


 

Zu den bekanntesten SF-Filmen gehört die Krieg der Sterne-Reihe. Ich will die Geschichte nicht nacherzählen, ihr kennt sie alle. Luke Skywalker, Darth Vader, „Ich bin dein Vater, Luke“, Han Solo, Prinzessin Leia, alle sind miteinander verwandt und so weiter.

Ist das wenigstens SF? Nein, ist es nicht. Die Motive, die hier abgearbeitet werden, stammen aus Grimms Märchen und den Westernfilmen des 20. Jahrhunderts. Es ist der ewige Kampf Gut gegen Böse, den man hier mit Laserschwertern führt statt mit Pistolen, und statt Pferden benutzt man Raumschiffe. Sehr innovativ ist das nicht.

 


Auffällig ist, dass bei den meisten SF-Büchern und Filmen eine negative Weltsicht vorherrscht. Es gibt sehr viele Dystopien, die von Atomkriegen, Diktaturen oder der Unterdrückung durch Außerirdische handeln. Demgegenüber stehen nur sehr wenige Utopien, also positive Visionen unserer Zukunft. Aber die sind wesentlich wahrscheinlicher, als die negativen. Warum das so ist, erfahrt ihr im nächsten Kapitel.

 

Kapitel 2: Die Science-Fiction der Zukunft

Die Wissenschaft wird bald zwei bedeutende Entdeckungen machen.

1. Der Mensch ist multidimensional. Wir alle leben an vielen Orten, zu vielen Zeiten. Der Tod ist nicht endgültig, er ist lediglich der Übergang in eine andere Welt. Im Anschluss an eine Ruhephase erfolgt eine weitere Geburt. All das geschieht in der Matrix, in der Illusionswelt. Der Mensch nutzt die materielle Welt, um durch viele Leben zu lernen und zu wachsen. Heute ordnet man diese Erkenntnisse noch in die Schubladen von Religion und Esoterik ein. Bald wird man sie dort herausholen und in die Schublade der Wissenschaft einordnen.


 

2. Der Mensch ist ein untrennbarer Teil der Umwelt. Seine Haut ist nicht die Grenze des Körpers. Das Leben ist ein Prozess. Wir befinden uns ständig im Austausch mit allen anderen Wesen und Dingen. Das Gefühl von Trennung ist eine Illusion. Der Energiekörper des Menschen befindet sich im gesamten Universum. Es hat keinen Anfang und kein Ende. Hinter der Matrix befindet sich eine „bunte Energiewolke“, bestehend aus unendlich vielen Energieteilchen, die die Basis unseres Universums bildet.

 


Die Menschen der Zukunft werden völlig anders fühlen und denken, als wir es heute tun. Deshalb wird bald auch eine andere Form der Science-Fiction entstehen.

1. Es wird keine Bücher und Filme mehr geben, die von Kriegen handeln. Höher entwickelte Menschen würden niemals ihre Mitmenschen angreifen, weil sie sich dann selbst angreifen würden. Sie würden ihre Mitmenschen auch nicht in Kategorien einteilen wie Gut und Böse, Schuldig und Unschuldig, Rechts und Links, Kommunisten und Kapitalisten und so weiter.


 

Und schon gar nicht würden sie auf die Idee kommen, den anderen etwas vorzuenthalten, z.B. Land, Wasser, Energie oder auch Sicherheit. Letztlich würden sie sich dadurch nur selbst schaden. Deshalb wird es in der SF der Zukunft keine Todessterne und Sternenzerstörer geben.

Stattdessen werden neue Kategorien auftauchen wie Samensetzer. Das sind Raumschiffe, die das Weltall durchqueren und Leben auf bisher unfruchtbare Planeten bringen. In manchen Fällen wird es zur Vermischung von Lebewesen kommen. Das heißt, die Besucher von fremden Planeten werden die DNS der Einheimischen mit ihrer eigenen anreichern.

 


2. Es wird keine Dystopien mehr geben wie in George Orwells Roman 1984. Diktaturen basieren auf Angst. Der Große Bruder aus 1984 hat einen Überwachungsstaat eingerichtet, weil er sich vor seinem eigenen Volk fürchtet. Das ist ein typisches Verhalten von Diktatoren. Sie haben Angst davor, dass es zu einer Revolution kommt und sie gestürzt werden. Und im Anschluss daran fürchten sie, dass sie getötet werden.

Die Menschen der Zukunft werden wissen, dass sie multidimensional sind. Sie leben an vielen Orten und zu vielen Zeiten, sie können niemals sterben. Deshalb muss man auch keine Angst vor dem Tod haben. Man muss auch nicht gierig oder gewalttätig sein, um die eigene Macht zu sichern. Macht brauchen nur diejenigen, die schwach und ängstlich sind. Starke und weise Menschen brauchen keine Macht, keine Armee und keinen Staatsapparat. Diese Erkenntnisse werden sich schrittweise durchsetzen und eine neue Gesellschaft formen.


 

Es wird auch zu einem neuen politischen System kommen. Bisher kennen wir ausschließlich Machtpyramiden. Das heißt, an der Spitze steht eine Regierung, die getrennt von dem Volk ist, das unter ihr an der Basis lebt. Ob diese Regierung von einem König angeführt wird, einem Diktator oder einem demokratisch gewählten Präsidenten, ist eine zweitrangige Frage.

An dieser Stelle werden viele Leute protestieren und sagen: Die Demokratie ist die beste Staatsform, die wir bisher hatten. Stimmt, aber auch sie kann noch verbessert werden. Wenn ein ängstlicher und wütender Mann zum Präsidenten gewählt wird, ist das ein Nachteil für das gesamte Land. Als Beispiel könnte man Donald Trump anführen. Wahrscheinlich fallen euch noch weitere Personen ein, die nicht für hohe Staatsämter geeignet sind, aber dennoch in diese Ämter gewählt wurden.


 

In Zukunft wird es keine Herrschaftssysteme mehr geben, sondern nur noch Ausgleichssysteme. Dabei stehen alle Menschen auf derselben Stufe. Es gibt keine starken Führer mehr, weil die Menschen selbst stark und mutig sind. Sie wissen, dass sie multidimensional sind, dass sie zu vielen Zeiten an vielen Orten leben. Wer keine Angst vor dem Tod hat, hat auch keine Angst vor dem Leben.

Außerdem wissen sie, dass sie ein untrennbarer Teil ihrer Umwelt sind. Die Haut ist nicht die Grenze des menschlichen Körpers. Jeder Mensch ist Teil des Universums, mehr noch, JEDER MENSCH IST DAS GESAMTE UNIVERSUM. Deshalb wird man in Zukunft die Menschheit nicht mehr in Gut und Böse einteilen und den Guten das Gute und den Schlechten das Schlechte geben. Man wird allen Menschen Gutes tun, ebenso allen Pflanzen und Tieren. Wenn man seiner Umgebung hilft, hilft man sich selbst.

DAVON handelt die Science-Fiction der Zukunft.

 

Zusammenfassung:

 

  1. Die Menschheit befindet sich in einem Aufstiegsprozess. Alles verändert sich, auch die Kultur. Science-Fiction-Bücher und -Filme werden in Zukunft nicht mehr von Krieg, Gewalt und Unterdrückung handeln, sondern von Weisheit, Mitgefühl und Wohlwollen.
  2. Es wird in Zukunft zu zwei großen wissenschaftlichen Entdeckungen kommen. Der Mensch ist multidimensional, er lebt an vielen Orten, zu vielen Zeiten und ist deshalb unsterblich. Außerdem ist er ein untrennbarer Teil des gesamten Universums. Was er aussendet, kehrt zu ihm zurück. Diese Erkenntnisse werden das menschliche Verhalten von Grund auf verändern.

 

Wenn ihr gute Science-Fiction lesen wollt, dann schaut mal auf meine Seite Konrad-Pilger.blogspot.com. Dort findet ihr zwei Bücher, die ich geschrieben habe.

So, das war’s mal wieder für heute. Ich sage: Danke für die Aufmerksamkeit und wünsche wie immer alles Gute

Euer

Konrad Pilger

 

 

Mittwoch, 31. Mai 2023

Manuskript zu Folge 21: Die Raumfahrt der Zukunft. Was ist eine Massemaschine? Was ist das Überall?

 Hallo Leute,

herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe 21. Das ist eine ganz besondere Folge. Heute werde ich eines der größten Geheimnisse aller Zeiten lüften. Welche Technik benutzen hoch entwickelte Zivilisationen, um das Weltall zu durchqueren? Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, und die werde ich gleich beschreiben.




Ich erwarte aber nicht, dass meine heutigen Zuschauer verstehen, wovon ich rede – abgesehen von einer kleinen Gruppe. Die Dinge, die ich enthülle, sind noch zu weit entfernt von der Realität des frühen 21. Jahrhunderts. Aber die Menschen der Zukunft werden es verstehen.

Was ich in dieser Folge mache, ist Potenziale beschreiben. Die Informationen können während der nächsten Jahrzehnte genutzt werden oder erst in fünfhundert Jahren. Das hängt von vielen Faktoren ab. Wir werden sehen, wie sich die Menschheit entwickelt.

Also, los geht’s.

 

Kapitel 1: Pioniertaten

Alle hoch entwickelten Raumschiffe nutzen dasselbe Prinzip: Sie verändern die Masse von Objekten. Die Maschinen, die dazu notwendig sind, nennt man Massemaschinen. Sie sind der Menschheit nicht unbekannt. Einige Science-Fiction-Autoren haben darüber geschrieben, einige Wissenschaftler haben mit ihnen Experimente gemacht.

 


Der erste war vermutlich Kurd Laßwitz. Sein Roman Auf zwei Planeten erschien bereits im Jahr 1897. Laßwitz erwähnt darin eine Methode, mit der die Gravitation verändert wird. Allerdings waren seine Kenntnisse noch sehr beschränkt. Laßwitz macht einen großen Fehler: Er lässt seine primitiven Raumschiffe in der Raumzeit fliegen, also in der vierdimensionalen Welt. Hoch entwickelte Raumschiffe benutzen aber das Überall und die Überzeit, die ich gleich erklären werde.

In der Praxis hat Nikola Tesla die ersten Erfolge erzielt. Der berühmte Erfinder erschuf einige masselose Objekte, die in seinem Labor Schäden anrichteten. Tesla gelang es nicht, die Objekte unter Kontrolle zu bringen. Was ihm fehlte, waren leistungsfähige Computer. Die sind unbedingt nötig, um die gewaltige Menge an Rechenoperationen durchzuführen, die Massemaschinen erfordern. Leider sind Teslas Erkenntnisse heute nicht mehr zugänglich.

 


Einen Vorgeschmack auf diese Technik hat die Menschheit bereits erhalten. Ich spreche von Magnetbahnen. Mit ihnen kann man hohe Geschwindigkeiten erzielen und große Entfernungen überbrücken. Das ist aber nichts verglichen mit dem, was in Zukunft möglich sein wird.

 

Kapitel 2: Unbekannte Physik – das Überall

Seit Jahrhunderten bemühen sich Wissenschaftler, die physikalische Welt zu erforschen. Den Teil des Universums, der für uns sichtbar ist, haben sie recht gut beschrieben. Allerdings sind ihnen einige schwere Fehler unterlaufen. So hat es beispielsweise keinen Urknall gegeben, aus dem alles entstanden ist.

Außerdem gibt es immer noch viele Dinge, von denen unsere Wissenschaftler keine Ahnung haben. Die größte Wissenslücke ist wahrscheinlich das Überall bzw. die Überzeit. Ich habe es bereits in Ausgabe 19 von Blick in die Zukunft beschrieben.

 


Hier noch einmal eine Zusammenfassung: Wir leben in der Raumzeit. Hier gibt es drei räumliche Dimensionen – Länge, Breite, Höhe – und die Zeit als vierte Dimension. Jeder von uns kennt diese Ebene aus dem Alltag. Wir stehen morgens auf, gehen zur Schule oder zur Arbeit und erleben dabei, wie die Zeit verstreicht.

Darüber existiert eine Ebene, die heute noch kein Mensch kennt: das Überall. Wer dort ist, befindet sich nicht an einem bestimmten Punkt im Raum, sondern überall. Man erlebt auch nicht einen bestimmten Zeitpunkt, sondern befindet sich in der gesamten Zeit. Alle Kompasse und alle Uhren stehen dort auf null.

Die meisten Menschen verstehen heute nicht, wovon ich rede. Viele machen sich sogar darüber lustig. Aber die Entdeckung des Überalls wird zu den wichtigsten Ereignissen in der Geschichte der Menschheit zählen.

 


Man kann es noch auf eine andere Weise erklären: Wir leben im sogenannten Makrokosmos. In unserem Universum gibt es Sonnen, Planeten und Monde. Daran wird niemand zweifeln.

Unter uns besteht eine Ebene, die Mikrokosmos genannt wird. Man kann sie nur mit dem Mikroskop sehen, dort leben die Mikroben. Darunter befindet sich eine weitere Ebene, der Nanokosmos. Das ist die Welt der Zellen und Makromoleküle, sie liegt außerhalb des sichtbaren Lichts. Darunter befindet sich noch eine Ebene, die der Atome und Elementarteilchen. Dort gelten andere physikalische Gesetze. Beispielsweise kann ein Elektron an mehreren Orten zugleich sein.

Wenn es unter uns noch weitere physikalischen Ebenen gibt, in der teils andere Gesetze herrschen, warum soll es über uns dann nicht auch noch eine Ebene geben? Was spricht dagegen? Nichts – ausgenommen nur, dass diese Ebene noch nicht entdeckt wurde. Aber es wird noch in diesem Jahrhundert geschehen.

 

Kapitel 3: Unbekannte Physik – Gravitation

Ein weiteres Gebiet, das kaum erforscht wurde, ist die Gravitation oder die Anziehungskraft. Kein heutiger Wissenschaftler ist sich darüber bewusst, wie wichtig sie für unser Leben ist und welche Rolle sie in Zukunft spielen wird. Wer die Gravitation vollständig versteht, kann alle Energieprobleme lösen und kann in Windeseile das Universum durchqueren.

Die Gravitation bestimmt den Ort, an dem sich ein Objekt befindet. Wenn ich einen Stein in die Hand nehme und loslasse, fällt er zu Boden. Das ist eine alltägliche Erfahrung. Der Planet Erde besitzt eine hohe Anziehungskraft, der Stein eine niedrige.

 


Die Gravitation bestimmt aber auch den Zeitpunkt, an dem sich ein Objekt befindet. Hätte der Stein andere Gravitationseigenschaften, würde er sich nicht in unserer Gegenwart befinden, sondern vielleicht 1.000 Jahre in der Zukunft oder 1.000 Jahre in der Vergangenheit.

Die Gravitation wird durch die Masse eines Objekts bestimmt. Masse wird heutzutage vor allem über das Volumen und das Gewicht definiert. Also: Länge, Breite, Höhe in Zentimetern, und das Gewicht in Kilogramm oder Tonnen.

Es gibt aber noch weitere Eigenschaften der Masse, die durch Magnetismus bestimmt werden. Magnetfelder sind an der Entstehung jedes Objektes beteiligt. Wenn man diese Eigenschaften entdeckt und verstanden hat, kann man sie mit den Massemaschinen verändern. Das heißt: Eine Massemaschine versetzt ein Objekt an einem beliebigen Ort und einen beliebigen Zeitpunkt. Jedes hoch entwickelte Raumschiff ist zugleich eine Zeitmaschine.


An dieser Stelle muss ich noch einmal die dreifache Verschränkung erwähnen. Jedes Ding und jedes Wesen ist auf dreifache Weise verschränkt. Es ist mit dem Raum verschränkt, mit der Zeit verschränkt und mit sich selbst verschränkt. Verschränkung bedeutet, eine starke Verbindung einzugehen. Die Verschränkung mit dem Raum und der Zeit erfolgt über die Gravitation.

Skeptiker werden sagen: Das ist völlig unmöglich. Das sind Hirngespinste. Oder das ist Esoterik oder Pseudowissenschaft. Diese Leute haben nichts verstanden. Es ist Wissenschaft. Die Wissenschaft der Zukunft.

Wenn die Gravitation den Ort bestimmt, an dem sich ein Gegenstand befindet, warum soll sie dann nicht auch die Zeit bestimmen, in der er sich befindet? Was spricht dagegen? Nichts – außer, dass es noch nicht entdeckt wurde. Aber auch das wird noch in diesem Jahrhundert geschehen.

 

Kapitel 4: Wie funktioniert eine Massemaschine?

Grundsätzlich muss man zwei Arten von Massemaschinen unterscheiden: Kraftmaschinen und Feldmaschinen. Kraftmaschinen dienen zur Erzeugung von elektrischer Energie. Damit werden wir in Zukunft alle Energieprobleme lösen. Massemaschinen erzeugen unbegrenzte Mengen an Energie, sie sind einfach, billig und ungefährlich – abgesehen von der Strahlung, die sie freisetzen. Aber die Menschheit ist noch nicht reif dafür. Ich werde das Prinzip in einer späteren Folge erklären.


Heute beschränke ich mich auf Feldmaschinen. Sie erzeugen frei programmierbare Magnetfelder, mit denen man Fahrzeuge an jeden Punkt des Universums versetzen kann. In meinem SF-Roman Land der Frauen kommt ein Raumschiff mit dem Namen Tucana Express vor. Das Schiff besitzt eine dreieckige Grundform. Ich habe diese Form gewählt, weil das Prinzip damit am einfachsten zu erklären ist. Die Massemaschinen können aber auch auf andere Weise installiert werden.

Die Tucana Express verfügt über vier Feldmaschinen. Drei sind in den Ecken des Rumpfes installiert. Sie erzeugen gemeinsam ein Magnetfeld, das auf eine bestimmte Weise ausgerichtet ist. Die vierte Feldmaschine befindet sich in der Mitte des Rumpfes. Sie erzeugt ebenfalls ein Magnetfeld, das aber anders ausgerichtet ist.

Die vier Feldmaschinen kommunizieren miteinander. Man kann sagen, dass sie eine kleine Sinfonie aufführen. Die Sinfonie besteht aber nicht aus Tönen, sondern aus Magnetfeldern. Dadurch verändern sie die Masse des gesamten Raumschiffs. Weil die Masse eines Objektes den Ort und den Zeitpunkt bestimmt, an dem es sich aufhält, können sie dadurch jeden beliebigen Punkt erreichen.

 


Ganz wichtig ist: Ein solches Raumschiff fliegt nicht durch das Universum. Es bewegt sich nicht von A nach B nach C, sondern es bestimmt den Ort und den Zeitpunkt, an dem es sein möchte. Das geschieht mit zwei Schritten.

Mit dem ersten Schritt betreten sie das Überall. Das ist die Ebene, auf der der gesamte Raum und die gesamte Zeit existieren. Beim Start beendet das Raumschiff die Verschränkung mit dem Raum und der Zeit, es ist gewissermaßen neutralisiert. Das Schiff befindet sich an keinem bestimmten Ort und zu keiner bestimmten Zeit. Weil es immer noch mit sich selbst verschränkt ist, bleibt es unbeschädigt und die Besatzung ist nicht in Gefahr. Mit dem zweiten Schritt betreten sie wieder die vierdimensionale Welt. Das Raumschiff wird jetzt auf die Gravitationswerte des Zielortes und des Zielzeitpunktes eingestellt.


 

Das ist das grundsätzliche Prinzip, nach dem jedes hoch entwickelte Raumschiff funktioniert. Die Zahl der Massemaschinen kann unterschiedlich sein, ebenso wie die Form des Raumschiffes. Aber es gibt keine andere Möglichkeit, um große Entfernungen im Weltall zu überwinden.

 

Kapitel 5: Offene Fragen

In den vorigen Kapiteln habe ich eine Menge Fragen beantwortet, aber auch viele Fragen offen gelassen. So sagte ich beispielsweise, dass die Magnetfelder der Massemaschinen „auf eine bestimmte Weise“ ausgerichtet sind. Damit kann man nicht viel anfangen. Das habe ich absichtlich getan.

Wenn ich sie genau beschrieben hätte, könnte man heute schon Massemaschinen bauen. Aber was würde dann geschehen? Schauen wir uns kurz den Zustand der Welt an. Aktuell gibt es einen großen Konflikt: Den Krieg in der Ukraine. Jeden Tag werden dort unzählige Menschen verletzt oder getötet. Das ist ein Merkmal einer Zivilisation, die sich auf einer sehr niedrigen Stufe befindet.

Was würde passieren, wenn solche Menschen in den Besitz von Massemaschinen gelangen würden? Natürlich würden sie die Maschinen für kriegerische Zwecke einsetzen. Ein Raumschiff wie die Tucana Express kann ohne Zeitverlust jeden Punkt des Planeten erreichen. Und mehr noch, es kann sogar fremde Planeten in weit entfernten Galaxien erreichen.


 

Heutige Politiker und Militärs hätten dadurch die Möglichkeit, überall im Universum Krieg zu führen. Und glaubt mir, sie würden Gründe dafür finden. Es ist kein Zufall, dass die Sonnensysteme so weit voneinander entfernt sind. Die riesigen Entfernungen wurden geschaffen, damit sie nur geistig und moralisch hoch entwickelte Völker überwinden können. Die Menschheit ist noch immer unterwickelt.

Deshalb müssen viele Informationen verborgen bleiben. Was ich heute enthüllt habe, sind die Grundlagen der Raumfahrt der Zukunft. Bis ein Raumschiff wie die Tucana Express auf der Erde gebaut werden kann, wird noch viel Zeit vergehen. Wie lange es dauert, hängt von uns ab. Sind wir friedlich, nur ein paar Jahrzehnte. Führen wir weiterhin Kriege, wird es viele Jahrhunderte dauern.

 

Zusammenfassung:

1. Jedes Ding und jedes Wesen ist mit dem Raum, der Zeit und sich selbst verschränkt.

2. Die Verschränkung erfolgt durch die Masse eines Objektes.

3. Jedes hoch entwickelte Raumschiff ist zugleich eine Zeitmaschine.

4. Der Antrieb erfolgt durch Massemaschinen.

5. Hoch entwickelte Raumschiffe fliegen nicht durch das Weltall, sondern versetzen sich durch Manipulation ihrer Masse an das gewünschte Ziel.

 

So, das war genug für heute. Wer mehr über diese Dinge erfahren will, sollte meinen Blog besuchen oder meinen SF-Roman lesen. Der Titel lautet: Land der Frauen, Band eins der Vera Cresta-Reihe.

Für heute sage ich mal wieder: Danke für die Aufmerksamkeit. Und: Alles Gute wünscht euer Konrad Pilger

Montag, 10. April 2023

Manuskript zu Folge 19: Was ist nichtlineare Raumfahrt? Was ist das Überall? Gibt es Ufos?

Hallo Leute,

herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft. Heute spreche ich über das Ufo-Phänomen, und ich erkläre, wie man im Weltall gewaltige Distanzen zurücklegen kann – ohne Zeitverlust, und ohne viel Energie zu verbrauchen.

Doch zuvor muss ich eine Sache noch mal wiederholen: Ich werde immer wieder dafür kritisiert, dass ich auf meinem Kanal Thesen ausbreite, die ich nicht beweisen kann. Das ist richtig. Deshalb heißt der Kanal ja auch Konrad Pilgers Blick in die Zukunft und nicht Blick in die Gegenwart.

Wenn jeder nur über das spricht, was bereits bewiesen ist, wird es keinen Fortschritt geben. Es muss auch Leute geben, die mutig sind, die innovativ sind, die sich weit aus dem Fenster lehnen. Das sind die Pioniere, die die Entwicklung vorantreiben. Ich bin einer dieser Pioniere. Also, los geht’s.

 


Kapitel 1: Was sind Ufos?

Per Definition sind Ufos unidentifizierte Flugobjekte. Für die meisten findet sich hinterher eine Erklärung. Gesehen wurden Flugzeuge, Hubschrauber, Wetterphänomene usw. Ein kleiner Teil der Sichtungen kann aber nicht erklärt werden, und um die geht es in dieser Folge.

Viele Menschen haben darüber spekuliert, ob es sich um außerirdische Raumschiffe handeln könnte. Bisher galten solche Spekulationen als unseriös, aber in jüngster Zeit hat sich etwas verändert. Zum ersten Mal haben offizielle Stellen der USA die Alien-Theorie in Erwägung gezogen.

NASA-Chef Bill Nelson sagte: „Wer bin ich denn, behaupten zu können, die Erde sei der einzige bewohnte Planet im Universum.“ Fast zur selben Zeit veröffentlichte das Verteidigungsministerium Videos von Flugobjekten, die der Physik zu trotzen scheinen. Was steckt dahinter? Kommen sie wirklich aus dem Weltraum?


Falls ja, kommen die Ufos nicht aus unserer Nachbarschaft, sprich aus unserem Sonnensystem. Mars, Saturn, Jupiter usw. sind definitiv unbewohnt. Dann müssten sie also eine längere Strecke zurückgelegt haben.

Das nächstgelegene Sonnensystem ist Proxima Centauri. Die Entfernung zur Erde beträgt 4,24 Lichtjahre. Mit der Technik, die uns heute zur Verfügung steht, würde eine Reise dorthin mehr als 6.000 Jahre dauern.

Das ist zugleich auch das Hauptargument gegen die Alien-Theorie: die gewaltigen Entfernungen im Weltall. Angeblich ist es unmöglich, ein anderes Sonnensystem in einer vertretbaren Zeit zu erreichen. Was für ein Blödsinn! Es ist kinderleicht, Millionen Lichtjahre zu überwinden. Unzählige Völker sind dazu in der Lage. Eines Tages werden auch wir dazugehören.


 

Kapitel 2: Lineare und nichtlineare Raumfahrt

Die Raumfahrt kann man grundsätzlich in zwei Kategorien unterscheiden: lineare und nichtlineare Raumfahrt. Primitive Völker betreiben lineare Raumfahrt. Sie fliegen von A nach B nach C. Zum Beispiel von der Erde zum Mond und danach zum Mars. Diese Art der Raumfahrt ist langsam, gefährlich und teuer.

Das schnellste Raumschiff, das bisher von Menschen gebaut wurde, eine unbemannte Sonde, erreichte eine Geschwindigkeit von etwa 600.000 km/h. Das klingt schnell, ist aber langsam. Angesichts der riesigen Entfernungen ist das praktisch Parken im Weltall. Es würde immer noch mehrere Jahrtausende dauern, um damit das nächste Sonnensystem zu erreichen. Zu lang für ein Menschenleben.

Das nächste Problem ist die Strahlung im Weltall. Sie ist gefährlich für Menschen, weil sie Krebs auslösen kann. Außerdem ist das Weltall nicht leer. Es ist angefüllt mit Gas und Staub, und das ist ein weiteres großes Problem. Angenommen, es gelingt uns, ein Prozent der Lichtgeschwindigkeit zu erreichen. Das wären rund drei Millionen Meter pro Sekunde.


Wenn ein Raumschiff mit diesem Tempo auf ein Staubkorn treffen würde, hätte es eine Wirkung wie eine Sprenggranate. Es würde ein riesiges Loch in die vordere Wand reißen. Das Raumschiff müsste also gepanzert sein.

Eine Panzerung erhöht aber das Gewicht des Raumschiffs. Man müsste mehr Treibstoff mitnehmen, um das gewünschte Tempo zu erreichen. Und das würde wieder mehr Geld kosten. Heutige Missionen zum Mars kosten bereits Milliarden Dollar. Eine Reise zum nächsten Sonnensystem würde unvorstellbare Summen verschlingen.

Wie gesagt: Lineare Raumfahrt ist langsam, gefährlich und teuer.

Hoch entwickelte Zivilisationen betreiben deshalb nichtlineare Raumfahrt. Sie fliegen nicht von A nach B nach C, sondern begeben sich in den Zustand A bis Z. Sie benutzen das Überall und die Überzeit.



Kapitel 3: Was ist das Überall?

Wir leben in der sogenannten Raumzeit. Damit sind die drei räumlichen Dimensionen gemeint – Länge, Breite, Höhe – plus die Zeit als vierte Dimension. Kurz gesagt: 4D.

Darüber steht etwas, das der Wissenschaft noch völlig unbekannt ist: das Überall. Andere Namen dafür lauten: der Überraum, die Überzeit, die Nullzeit, der multidimensionale Zustand oder der interdimensionale Zustand. Kurz gesagt: xD.

Auf dieser Ebene bilden der Raum und die gesamte Zeit (also die scheinbare Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) eine Einheit. Wer dort ist, ist überall und nirgendwo, zu jeder Zeit und zu keiner Zeit. Alle Kompasse und alle Uhren stehen dort auf null.

Diesen Trick benutzen hoch entwickelte Völker, um durchs Weltall zu reisen. Sie fliegen nicht von A nach B. Stattdessen bestimmen sie den Ort, an dem sie sein möchten, und sie bestimmen die Zeit, in der sie sein möchten. Dafür benutzen sie eine Technologie, die ich in der nächsten Folge von Blick in die Zukunft vorstellen werde.

 


Kapitel 4: Welche Beweise gibt es für das Überall?

Daran fehlt es noch. Momentan gibt es keine eindeutigen Beweise für das Überall, aber wenn man danach sucht, entdeckt man eine ganze Reihe von Hinweisen. Ich werde mich in dieser Folge auf drei Hinweise konzentrieren.

1. Fremde Raumschiffe: Viele Ufos, die gesichtet wurden, bewegen sich nach einem ähnlichen Muster. Sie tauchen aus dem Nichts auf, bleiben dann eine Zeitlang in der Luft stehen oder vollführen extreme Flugmanöver, danach verschwinden sie scheinbar wieder im Nichts. Dieses Nichts ist das Überall.

Einige Militärpiloten sagten, sie hätten den Eindruck, dass für diese Ufos eine andere Physik gelten würde. Tatsächlich ist es keine andere Physik, sondern nur ein höheres Verständnis der Physik. Die Wissenschaftler der fremden Planeten kennen das Überall und die Überzeit. Die Besatzungen der Ufos wissen, wie sie diesen Zustand erreichen. Später wird die Menschheit dazu auch imstande sein.

 


2. Die Stringtheorie. Dabei handelt es sich um einen Teilbereich der theoretischen Physik. Die Anhänger dieser Theorie glauben, dass die Grundbausteine der Natur keine punktförmigen Teilchen sind, sondern dass sie sich wie eindimensionale Strings (also Fäden oder Saiten) verhalten.

Diese Wissenschaftler sind auf dem richtigen Weg. Eines Tages werden sie eine Quantenfeldtheorie entwickeln, die alle Fragen beantwortet. Derzeit vermuten Mathematiker und Physiker, dass es zehn oder elf Raumzeitdimensionen geben könnte, manche gehen sogar von einer beliebigen Anzahl aus. Wenn sie diesem Weg folgen, werden sie die Multidimensionalität entdecken. Im Überall existieren unendlich viele Dimensionen. Man kann sie nicht zählen. Deshalb sollte man diese Ebene xD nennen.

3. Philosophie: Der griechische Philosoph Platon hat eine Ideenlehre entwickelt. Er sagte, dass Ideen (oder Formen) vollkommen und unveränderlich sind. Das stimmt. Ihre Urbilder existieren im Reich der Ideen und sind nur dem Denken zugänglich. Das stimmt nicht. Im Überall sind die Formen auch körperlich zugänglich.


Ein Beispiel. Ein Kreis scheint auf unserer Ebene, also in 4D, perfekt zu sein. Geht man jedoch näher heran, erkennt man Fehler. Bei einer Zeichnung sieht man Farbspritzer, bei einem Foto sieht man einzelne Pixel. Nicht so in xD. Dort ist der Kreis überall, man kann nicht noch näher herangehen. Dort existiert der Kreis in seiner perfekten und reinen Form.

Das Überall oder die Überzeit zu entdecken, gehört zu den größten Leistungen einer Zivilisation. Es ist vergleichbar mit der Erfindung des Rades oder des Computers. Aus dieser Erkenntnis leiten sich eine Fülle von Schlussfolgerungen ab. Ich werde sie in späteren Folgen von Blick in die Zukunft vorstellen.

Zusammenfassung:

1. Ja, es gibt Raumschiffe mit Alien-Besatzungen. Sie kommen aus fremden Sonnensystem oder Galaxien.

2. Lineare Raumfahrt ist langsam, gefährlich und teuer. Wir sollten sie so schnell wie möglich hinter uns lassen.

3. Nichtlineare Raumfahrt ist die Zukunft. Mit geringem Kosten- und Energieaufwand kann man gewaltige Strecken zurücklegen.

4. Das Überall ist eine Ebene, die der Raumzeit übergeordnet ist. Die Entdeckung dieser Welt wird unsere Wissenschaft in ihren Grundfesten erschüttern.

Wer mehr über diese Dinge erfahren will, sollte meinen Blog besuchen oder meinen Science-Fiction-Roman lesen. Der Titel lautet: Land der Frauen, Band 1 der Vera Cresta-Reihe.

Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit. Tschüß, bis zum nächsten Mal.

 

 

Mittwoch, 28. September 2022

Manuskript zu Podcast Folge 13: Die Welt der Träume. Mein Hörbuch.

Hallo Leute,

herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe Nummer dreizehn. Heute mache ich ein bisschen Werbung für mich selbst und ich werde viele Informationen zu einem Thema geben, zu dem noch nicht viel bekannt ist. Ich spreche von der Welt der Träume.

Vor kurzem ist mein erstes Hörbuch erschienen. Das heißt, ich habe den Text dazu geschrieben, vertont wurde es von Gregor Schweitzer von der GM Factory. Ihr könnt es kostenlos bei YouTube hören. Der Titel lautet: Die Juwelen von Xahnos.


 

Schnell ein paar Worte zum Inhalt. Ein Mann namens Leo erwacht aus einem lebhaften Traum. Er erinnert sich an einen Kampf, den er gegen einen Zauberer geführt hat. Sein Ziel war es, dem Zauberer einen Edelstein abzunehmen, um ihn einer unbekannten Frau zu schenken. Der Traum war aufregend, trotzdem beachtet Leo ihn nicht weiter. Das ändert sich Minuten später, als er sich an seinen Schreibtisch setzt. Denn dort findet er unter einem Stück Papier genau jenen Edelstein, den er dem Zauberer gestohlen hat.

Die Geschichte ist hochgradig mit Symbolen aufgeladen. Eines davon ist der Edelstein, der seinen Weg aus der Traumwelt in die reale Welt gefunden hat. Grundsätzlich muss man sagen, dass die Ebene der Träume kaum erforscht ist. Es geschieht dort sehr viel mehr, als sich die meisten Menschen vorstellen können. Wenn wir mehr darüber wüssten, hätten wir weit weniger Probleme auf unserem Planeten.

 


Träume werden oft als Spiegel der Psyche bezeichnet. Das sind sie unter anderem auch. Die Wissenschaft geht heute davon aus, dass Träume dazu dienen, die Erlebnisse des Tages zu verarbeiten. Bis zu einem gewissen Grad können sie dabei helfen, psychische Spannungen aufzulösen und damit zu unserer geistigen Gesundheit beitragen. Das ist prinzipiell richtig, beschreibt aber nur einen sehr kleinen Teil der Funktionen unserer Traumwelt. In Wirklichkeit ist alles viel größer, bedeutender und aufregender.

Der Kardinalfehler, den unsere Wissenschaftler machen, ist wieder einmal der, dass sie glauben, nur die materielle Welt würde existieren, also die, die sie anfassen, messen und beschreiben können. Tatsächlich existiert sehr viel mehr. Es gibt unendlich viele Welten, und viele von denen haben eine Verbindung zu unserer physikalischen Welt. 

Systematik der Träume

Zunächst einmal sollte man die verschiedenen Arten der Träume aufzählen. Es bieten sich diverse Kategorien an. Ich unterscheide Träume danach, wer daran beteiligt ist, welche Funktionen sie haben und ob sich die Traumwelten von uns gestalten lassen oder nicht.

Erstens: individuelle Träume und kollektive Träume

Individuelle Träume werden nur von einer Person erlebt. Dazu zählt der bereits erwähnte Spiegel der Psyche. Gleich verrate ich mehr zu diesem Thema.

Kollektive Träume sind der Wissenschaft heute völlig unbekannt, dabei haben sie einen großen Einfluss auf unsere Gesellschaft. Das Meiste von dem, was wir in unserer physischen Welt erleben, wird auf der Traumebene vorbereitet. Ich gebe dazu zwei Beispiele: die Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika und der Sowjet Union. Beides waren Massenträume, die von Millionen Menschen geträumt wurden, bevor die Ereignisse in unserer Welt in Erscheinung traten. Die Motivation war in beiden Fällen vergleichbar.


Seit langer Zeit schon träumen Menschen von einer idealen Gesellschaft. Für die meisten bedeutet es, ein Höchstmaß von Freiheit und Gerechtigkeit zu erleben und dabei keine wirtschaftlichen Sorgen zu haben. Man wünscht sich genug zu essen, Kleidung, ein Dach über dem Kopf, eine sinnvolle Arbeit und eine gute Ausbildung für die Kinder.

Die Wege dazu waren höchst unterschiedlich. In Nordamerika entschied man sich für den Kapitalismus, in Russland für den Kommunismus. Im ersten Fall hat das Experiment recht gut funktioniert, weshalb es bis heute andauert. Im zweiten Fall hat es schlecht funktioniert, weshalb es längst beendet wurde.

Die Massenträume werden von all den Menschen geträumt, die die reale Welt später erleben wollen. Dazu treffen sie sich in einer wahrscheinlichen Welt, das heißt in einem Universum, das eine schwache Form von Realität besitzt. Dort werden Vorschläge gemacht und es wird darüber diskutiert, ähnlich wie in unseren politischen Debatten. Die Umsetzung in unserer realen Welt bleibt meist weit hinter den Idealbildern zurück. Trotzdem sind solche Massenträume von enormer Bedeutung. Ohne sie würden wir immer noch in der Steinzeit leben. 

Träume sind physikalische Universen

In unserem nächtlichen Schlaf sind Massenträume die Ausnahme. Viel öfter erleben wir Individualträume, die auf eine Person beschränkt sind. Unsere heutigen Wissenschaftler glauben, dass sich Träume nur im Kopf des Schlafenden abspielen. Das ist ein kolossaler Irrtum, der wieder einmal zeigt, wie primitiv wir sind, wie wenig wir von der Wirklichkeit wissen. Tatsächlich ist es so, dass jeder Traum ein eigenes kleines Universum bildet. Grundlage sind auch hier die Vesmas. Regelmäßige Hörer dieser Reihe kennen den folgenden Satz bereits auswendig, aber ich muss ihn noch einmal wiederholen, weil immer wieder neue Leute hinzukommen: Vesmas sind winzig kleine Energieeinheiten, aus denen der Raum, die Zeit und die Materie bestehen.


Mit den Vesmas werden unser physikalisches Universum geformt – also die Ebene, auf der ihr jetzt diese Worte hört – und sämtliche Traumwelten. Die Traumwelten sind ebenso vierdimensional wie die reale Welt, sie besitzen Raum, Zeit und Materie. Allerdings sind sie weniger massiv. Traumgebilde besitzen ein geringes Gewicht und sie erzeugen eine schwache Gravitation.

Daraus ergeben sich eine Reihe interessanter Schlussfolgerungen. Beispielsweise besteht das, was von uns im nächtlichen Traum geschaffen wird, auch noch nachdem wir bereits aufgewacht sind. Es hört niemals auf zu existieren. Energie ist unzerstörbar. Vesmas sind stabil, sie behalten ihre Form. Es sei denn, sie werden auf bewusste Weise umgestaltet.

Die größte Herausforderung, vor der die heutige Menschheit steht, ist nicht der Klimawandel, nicht das Artensterben und auch nicht die Corona-Pandemie. Sondern zu erkennen, dass zu jeder materiellen Welt immer auch unzählige wahrscheinliche Welten gehören, die nicht materieller Natur sind. In diesen Welten sind die Schlüssel zur Lösung der eben genannten Probleme enthalten.

Ein gigantisches Potenzial

Das bringt mich zu der zweiten Kategorie der Träume: die Unterscheidung nach ihrem Inhalt. In diesem Beitrag beschränke ich mich auf fünf Arten von Träumen. Erlebnisträume, Heilträume, Zukunftsträume, Kommunikationsträume und Reiseträume. Im Folgenden werde ich die Traumarten näher erklären.

Punkt 1. Erlebnisträume:

Zu Anfang sprach ich davon, dass Träume der Spiegel der Psyche sind, mit denen wir die Ereignisse des Tages aufarbeiten. Hierbei handelt es sich um Erlebnisträume. Sie sind die Art von Träumen, die am häufigsten vorkommen. Ein typisches Beispiel ist die Klärung von Streitereien. Angenommen, wir erleben einen Konflikt mit einem Familienangehörigen oder einem Kollegen, der uns emotional belastet. Dann ist es nicht ungewöhnlich, dass wir im nächtlichen Traum den Streit noch einmal nachspielen, entweder sehr realistisch, mit den echten Personen, oder abstrakt, indem wir Symbole benutzen.


Ein beliebtes Traumsymbol ist der König, der für einen autoritären Vater oder Chef steht. Wenn wir den König von seinem Thron stoßen, lösen wir dadurch unsere Wut auf oder wir heilen die psychische Verletzung, die wir in dem Streit erlitten haben. Die Grenze zwischen Erlebnisträumen und Heilträumen ist fließend. Mehr zum Thema Selbstheilung erfahrt ihr gleich unter Punkt zwei.

Die Erlebnisträume sind sehr viel komplexer und bedeutsamer, als es sich die heutigen Wissenschaftler vorstellen. Es ist sogar möglich, Traumfiguren zu erschaffen, die eine eigene Identität und sogar ein eigenes Bewusstsein besitzen. Auch das werde ich gleich anhand eines Beispiels erklären. 

Ausleben aller Wünsche

Viele Menschen begeistern sich für Musik. Sie hören sie gerne beim Frühstück oder beim Autofahren, sie singen den Text mit oder trommeln mit den Fingern auf den Tisch oder das Lenkrad. Nicht wenige träumen davon, selbst eine Karriere als Musiker zu machen. Es gibt aber eine Reihe von Gründen, die dagegen sprechen. Berufsmusiker kann nur werden, wer echtes Talent besitzt. Außerdem muss man viel üben, was eine Menge Zeit und Energie erfordert. Abschreckend ist auch, dass die meisten Musiker nicht viel Geld verdienen. Nur sehr wenige Künstler werden reich und berühmt.

Aber es gibt eine Alternative: die Musikkarriere im Traumreich. Die Gesamtpersönlichkeit jedes Menschen strebt danach, sich selbst zu erfahren – und zwar in jeder möglichen Facette. Es ist nicht entscheidend, wo die Erfahrungen gemacht werden, ob in einer realen Welt, einer wahrscheinlichen Welt oder einer Traumwelt. Aus der Sicht des Gesamtselbst ist jede Erfahrung gleichermaßen wertvoll. Manchmal werden Erlebnisse aus nächtlichen Träumen sogar höher eingestuft als solche, die wir in der realen Welt machen.

Die Traumwelt bietet einige unbestreitbare Vorteile. Gedanken und Gefühle werden dort unmittelbar erfahren, sie werden sofort umgesetzt, ohne zeitliche Verzögerung und sie werden nicht verfälscht oder abgemildert, etwa durch die Mitwirkung anderer Menschen. In der individuellen Traumwelt macht man alles selbst, weshalb das Ergebnis zu hundert Prozent authentisch ist. In der Welt hingegen, in der ihr jetzt diese Worte hört, ist jeder Mensch nur ein Mitschöpfer. Perfekte Harmonie zum Beispiel kann man in der realen Welt nicht erfahren, weil immer jemand auftaucht, der die Harmonie stört, etwa durch Lärm, unfreundliche Worte oder aggressives Verhalten. In Träumen hingegen kann man alle negativen Einflüsse außen vor halten. Das ist einer der Gründe, weshalb wir morgens meistens gut erholt aufwachen.

Die Schöpfungen in Erlebnisträumen können sehr komplex werden. Sie sind eigenständige Universen, die teilweise von echten Lebewesen bevölkert werden. Jetzt zu einem konkreten Beispiel. Angenommen, ihr erschafft einen Folkmusiker. Der Mann oder die Frau schnallt sich eine Gitarre um, tritt auf eine Bühne und singt vor einem kleinen Publikum. Nach fünf Liedern ist das Programm beendet, das Publikum spendet Applaus und fordert eine Zugabe. Ihr spielt noch ein weiteres Lied, danach gehen alle nach Hause und ihr erwacht aus eurem Traum.

 

Jetzt könnte man denken, dass die Sache für immer vorbei ist. Ihr steht auf, setzt euch an den Frühstückstisch, hört Musik und schenkt euch eine Tasse Kaffee ein. Der Folkmusiker existiert nicht mehr, weil ihr den Traum bereits vergessen habt. Irrtum! Energie kann nicht zerstört werden. Alles existiert für immer. Der Musiker aus eurem Traum lebt noch immer, ebenso das Publikum. Auch der Konzertsaal steht noch in der Traumwelt. Die gesamte Szenerie wurde aus Vesmas erschaffen, deshalb wird sie in alle Ewigkeit fortbestehen. Es sei denn, ihr kommt zurück und verändert die Personen oder das Gebäude. 

Parallele Persönlichkeiten

In meiner Kurzgeschichte Die Juwelen von Xahnos entdeckt ein Mann, dass er eine weitere Persönlichkeit besitzt, die in seinen Träumen lebt. Das ist nicht ungewöhnlich, viele Menschen besitzen solche Traumgeschwister. Der erwähnte Musiker gehört dazu. Es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, dass es sich dabei um eigenständige Lebewesen handelt. Sie setzen ihre Leben fort, auch wenn wir nicht von ihnen träumen.

Trotzdem können wir den Faden jederzeit wieder aufnehmen. Wenn ihr wollt, könnt ihr in der nächsten Nacht wieder in die Rolle des Folkmusikers schlüpfen. Vielleicht möchtet ihr das nächste Konzert geben, vielleicht möchtet ihr den Musikstil ändern, etwa in Heavy Metal, Schlager oder Klassik. Ihr könnt euch aber auch mit etwas anderem beschäftigen und den Musiker erst nach zehn Jahren unserer Zeit wieder besuchen, um euch erneut mit ihm zu vereinigen. Alles ist möglich.


Das gleiche Prinzip gilt natürlich auch für Alpträume. Wenn ihr nachts ein Monster erschafft, lebt es ebenso nach dem Erwachen weiter. Eine Gefahr geht davon jedoch nicht aus. Ich sagte ja bereits, dass Energie nicht zerstört werden kann – aber man kann sie verändern. Jedes Monster verwandelt sich in ein harmloses Geschöpf, wenn der Träumer es möchte. Der Gedanke daran reicht schon aus. 

Punkt zwei: Heilträume

Erkrankungen oder Verletzungen der Psyche sind genauso physikalisch oder materiell wie die des Körpers. Wie immer sind Vesmas die Grundlage. Aus diesen winzig kleinen Energieeinheiten besteht die gesamte Materie, die sichtbare ebenso wie die unsichtbare. Wenn wir uns den Arm brechen, sehen wir den Bruch auf dem Röntgenschirm.

Eine psychische Verletzung können wir derzeit noch nicht mit technischen Mitteln abbilden. Spätere Generationen werden dazu in der Lage sein. In Folge zehn dieser Reihe habe ich über die Zukunft der Medizin gesprochen. Darin stellte ich die sogenannte Aura-Waage vor, mit der man die psychische Verfassung eines Menschen sehen kann, und ich erklärte einige Heilmethoden. 

Planen und Umsetzen

Besonders wichtig ist das bildliche Vorstellen des Heilungsprozesses. Das kann und sollte man jeden Tag tun, und zwar mit dem Tagesbewusstsein, das jetzt diesen Beitrag hört. Beispiel: Ihr seid an Krebs erkrankt. Stellt euch die mutierten Zellen als Seifenblasen vor, die sich langsam in eurem Körper ausbreiten. Plötzlich erscheinen ein paar Kinder und bringen die Seifenblasen zum Platzen, indem sie schreien und herumtoben. Der Krebs verschwindet allmählich. Diese Methode ist im Traum sogar noch effektiver, weil das Ergebnis sehr schnell sichtbar ist.


Aber auch in diesem Fall gilt: Wer ernsthaft erkrankt ist, sollte einen Arzt aufsuchen. Die hier vorgestellten Methoden sind nur eine Ergänzung zur Schulmedizin.

Punkt drei: Zukunftsträume.

Der Übergang zwischen Heilträumen und Zukunftsträumen ist fließend. Bei dieser Art von Träumen planen wir das, was nach unserer Zeitvorstellung in der Zukunft liegt. Streng betrachtet ist der Begriff Zukunft falsch, denn so etwas gibt es nicht. Bereits in Folge acht dieser Reihe habe ich das wahre Wesen der Zeit ausführlich erklärt. Hier eine kurze Zusammenfassung.

Das Symbolbild vom Pfeil der Zeit, das viele Menschen vor Augen haben, ist falsch. Die Zeit fließt nicht, sie bewegt sich nicht von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft. Es gibt nur einen großen Moment, und der ist immer. Besser ist es, wenn wir uns die Zeit als einen Baum vorstellen, der in alle Richtungen wächst. Er besitzt unendlich viele Äste, und wir haben immer die Möglichkeit, von einem zum anderen zu wechseln.


Das ist es, was in Zukunftsträumen passiert. Wir erschaffen einen neuen Ast der Zeit. Kommen wir noch einmal zu dem Heiltraum zurück. Tagsüber seid ihr vielen negativen Einflüssen ausgesetzt. Ihr hört zum Beispiel Geschichten über andere Menschen, die dieselbe Krebsart hatten und daran gestorben sind. Oder ihr geht in einem Krankenhaus über die Krebsstation und seht Patienten, die schwer leiden, denen die Haare ausgefallen sind und die extrem abgemagert sind. Damit scheint euer Weg vorgezeichnet zu sein. Auf diesem Ast am Baum der Zeit werdet ihr an Krebs sterben. 

Die nächtlichen Träume bieten euch die Möglichkeit, einen anderen Ast zu erschaffen. Wie bereits erwähnt, stellt ihr euch die Krebszellen als Seifenblasen vor, die von Kindern zum Platzen gebracht werden. Damit erschafft ihr eine alternative „Zukunft“. Das funktioniert auch mit vielen anderen Dingen. Wenn ihr finanzielle Sorgen habt, dann solltet ihr nicht jeden Tag an eure leere Geldbörse denken und euch darüber beklagen, wie teuer alles geworden ist.

Besser ist es, vom Wohlstand zu träumen – am Tag und in der Nacht. Die nächtlichen Träume sind besonders effektiv, weil man dort die negativen Einflüsse abstellen kann. Eine Luxusvilla ist nicht nur ein Traumsymbol, wie der bereits erwähnte König, den man von seinem Thron stürzen möchte. Die Villa kann auch ein Entwurf für eine bessere Zukunft sein. Wichtig ist, dass man daran glaubt, dass man es sich möglichst lebhaft vorstellt und dass man es oft wiederholt. 

Die multidimensionale Persönlichkeit

Punkt vier: Kommunikationsträume.

Diese Art von Träumen stößt heute auf besonderes Unverständnis, weil sich die Menschheit auf einer sehr niedrigen Evolutionsstufe befindet. Die meisten Menschen wissen nicht, dass sie in der Traumwelt Parallelpersönlichkeiten besitzen wie etwa den Folksänger, den ich vorhin erwähnte. Sie wissen auch nicht, dass dasselbe Prinzip in der realen Welt gilt. Alle Menschen leben mehr als nur einmal auf diesem Planeten. Wir alle werden viele Male geboren und sterben viele Male. Der Begriff Wiedergeburt ist aber nicht korrekt, weil die Zeit nicht vergeht. Alles geschieht innerhalb des einen großen Moments.

 


Deshalb ist auch in diesem Fall der Begriff Parallelpersönlichkeit zutreffend. Man kann aber ebenso gut von Personen sprechen. Alle zusammen ergeben die Gesamtperson, die jeder von uns ist. In einer späteren Folge vom Blick in die Zukunft werde ich die Gesamtperson näher erklären.

Im nächtlichen Traum hat man die Möglichkeit, sich selbst zu begegnen und Erfahrungen auszutauschen. Ich gebe ein ganz banales Beispiel: Wenn man in dieser realen Welt nicht schwimmen kann oder vielleicht sogar Angst vor dem Wasser hat, kann man eine Parallelpersönlichkeit um Hilfe bitten. Mit der würde man sich an einem Traumstrand treffen und dort Schritt für Schritt das Schwimmen erlernen und die Scheu vor dem Wasser verlieren. Diese Methode ist bereits viele Male praktiziert worden.

Aus der Tatsache, dass jeder Mensch viele Leben auf der Erde lebt, ergibt sich eine weitere interessante Schlussfolgerung. Wir alle leben ewig. Der Tod ist nicht das Ende, sondern nur der Übergang in eine andere Welt. Daraus entsteht zwangsläufig die Frage, wo sich die Toten befinden? Die Antwort lautet: In einer jenseitigen Welt, die von uns Lebenden nicht betreten werden kann. Es besteht aber die Möglichkeit, „tote“ Menschen – tote in Anführungszeichen – in unseren nächtlichen Träumen zu treffen. Jedoch nur, sofern diese auch dazu bereit sind.


Damit aber nicht genug, es wird noch verrückter. In der Reihe Blick in die Zukunft habe ich bereits mehrfach vom Leben auf anderen Planeten gesprochen. Es gibt eine große Anzahl außerirdischer Zivilisationen, die sich auf unterschiedlichen Entwicklungsstufen befinden. Einige Wesen mit einem hohen Bewusstsein sind daran interessiert, mit uns zu kommunizieren. Das tun sie auf unterschiedlichen Wegen, unter anderen auch dadurch, dass sie uns in unseren Träumen besuchen. Wer dazu bereit ist, kann lange und intensive Gespräche mit diesen Wesen führen.

An dieser Stelle drängt sich eine extrem wichtige Frage auf. Woran erkennt man, ob man im Traum einen Außerirdischen, einen Toten oder eine Parallelpersönlichkeit trifft, oder ob es sich um ein Symbol handelt, das man im Rahmen eines Erlebnistraumes selbst geschaffen hat? Es gibt einen einfachen Trick. Wenn man versucht, diese Person mithilfe seiner Gedanken in etwas anderes zu verwandeln – etwa in einen Stuhl oder in eine Kokosnuss – dann hat man ein Symbol vor sich. Wenn die Person aber stabil bleibt, handelt es sich um ein echtes, fremdes Wesen, das man nicht selbst erträumt hat.


Voraussetzung hierfür ist allerdings ein starkes Traumbewusstsein, das man nur durch intensives Training erlangen kann. Viele Menschen haben das bereits getan und ihre Erfahrungen unter dem Begriff Luzides Träumen zusammengefasst. Beim luziden Träumen weiß der Schlafende, dass er träumt und er kann die Inhalte seines Traumes bewusst steuern. Wer an dieser Technik interessiert ist, sollte sich eines der vielen guten Bücher besorgen, die zu dem Thema erschienen sind.

Punkt fünf: Reiseträume.

Das luzide Träumen kann man auch dazu benutzen, um an echte Orte zu reisen. Der Begriff Echt muss jedoch näher erläutert werden. Die reale Welt, in der ihr jetzt diese Worte hört, ist nur eine Schnittmenge aus den Projektionen, die von all denen hervorgebracht werden, die daran teilnehmen – also alle Menschen, Tiere, Pflanzen und scheinbar tote Gegenstände. Anders ausgedrückt: Alles ist Psychologie. Alles besteht aus Gedanken und Gefühlen, die stark genug sind, um sich als Materie zu manifestieren.


Das heißt, es besteht auch eine Vorstufe zu dieser Welt, in der Gedanken und Gefühle latent vorhanden sind und noch nicht zu fester Materie geworden sind. Und diese Welt kann man besuchen. In meiner Geschichte Die Juwelen von Xahnos reist der Held unter anderem an den Times Square in New York und hält sich dort längere Zeit auf. Diese Orte kann grundsätzlich jeder Mensch erreichen. Aber auch Reiseträume erfordern ein langes und intensives Training. Es ist sogar möglich, fremde Planeten zu besuchen und sich dort ein bisschen umzuschauen. Das allerdings ist die hohe Kunst des Träumens, die nur von wenigen beherrscht wird. 

Träume sind manchmal echte Reisen

Diese fünf Traumarten kann man auch nach den Kriterien der dritten Kategorie unterscheiden, die ich eingangs erwähnte: gestaltbare Traumwelten und stabile, reale Welten. Die ersten drei Traumarten - Erlebnisträume, Heilträume und Zukunftsträume - gehören zur ersten Gruppe. Die Umwelten und die Personen, die darin erscheinen, wurden von uns geschaffen und können jederzeit verändert werden.

Die letzten beiden Traumarten - Kommunikationsträume und Reiseträume - gehören teilweise oder ganz zur zweiten Gruppe, den stabilen, realen Welten. Die verstorbenen Menschen und die Außerirdischen, denen wir manchmal in unseren Träumen begegnen, wurden nicht von uns erschaffen, sie sind keine Traumsymbole, sondern eigenständige Lebewesen. Die Länder und die fremden Planeten, die wir manchmal besuchen, sind ebenfalls keine Produkte unserer Fantasie, sondern existieren als eigenständige Orte.

 


Abschließend möchte ich noch eine Bemerkung machen, die sich ebenfalls auf mein Hörbuch bezieht. Gegen Ende der Geschichte kommt es zu einem Crossover. Der Held dringt in eine andere Kurzgeschichte ein, die von dem Schriftsteller Algernon Blackwood geschrieben wurde. Ihr Titel lautet Die Weiden, sie stammt aus dem Jahr 1907. Während eines kurzen Augenblicks sieht mein Held am Himmel eine Vielzahl von Personen, die auf den Ort des Geschehens – eine Insel in der Donau – herabschauen. Dabei handelt es sich um die Leser, die bis heute die Geschichte gelesen haben und es in Zukunft tun werden. Der Held hat dabei das Gefühl, dass all diese Menschen die eigentlichen Schöpfer der Donauinsel sind, dass sie den Ort und die Personen mit Energie ausstatten.

Und genau so ist es auch. Auf diese Weise entstehen Universen. Unsere Wissenschaftler glauben heute, dass das Universum mehr oder weniger zufällig durch den Urknall entstanden ist. Das ist falsch. Ein Universum wird immer von denjenigen erschaffen, die darin leben wollen, die darin ihre Erfahrungen machen wollen. Das geschieht außerhalb von Raum und Zeit, mehr noch, Raum und Zeit sind die Produkte einer absichtsvollen Konstruktion. Mehr dazu erfahrt ihr in einer späteren Folge von Blick in die Zukunft.

Ich wiederhole noch einmal den Namen meines Hörbuchs: Die Juwelen von Xahnos von Konrad Pilger. Ihr könnt es kostenlos hören auf dem Kanal der GM Factory. Vorgelesen wurde es in brillanter Weise von Gregor Schweitzer.

Für heute sage ich mal wieder: Danke für eure Aufmerksamkeit. Und: Alles Gute wünscht

Euer Konrad Pilger.