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Montag, 7. August 2023

Manuskript zu Folge 23: Das Böse existiert nicht. Die Philosophie des Aufstiegs.

Hallo Leute,

herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe 23. Heute möchte ich ein neues Projekt von mir vorstellen: Die Philosophie des Aufstiegs. Sie basiert auf zwei Säulen:

  1. Erkennen, wo wir uns im Prozess der Evolution befinden.
  2. Bewusstes Steuern unserer Entwicklung.

Das Ziel besteht darin, die nächste Stufe der Evolution schnell und einfach zu erreichen, ohne dass es zu unnötig vielen Opfern kommt.




Im ersten Teil dieser lockeren Serie geht um die Illusion des Bösen. Ich werde erklären, was die wahren Ursachen des Bösen sind und wie man sie auflösen kann.

Also, los geht’s.

Kapitel 1: Der ewige Kampf Gut gegen Böse

Seit Jahrtausenden wird die Menschheit von der Angst vor dem Bösen geplagt. Wir fürchten uns vor dunklen Mächten, vor dem Teufel und seinen Dämonen und vor Menschen, die in den Bann dieser Mächte gelangt sind. Sie könnten uns bestehlen, uns verletzten oder töten, oder noch schlimmer, sie könnten uns dazu verführen, Sünden zu begehen, sodass unsere Seelen für immer in der Hölle schmoren werden.

Aber zum Glück gibt es eine Gegenkraft: das Gute. Zwar kann das Gute das Böse nicht endgültig besiegen, aber es kann das Böse in Schach halten, es kann verhindern, dass die dunklen Mächte die Weltherrschaft übernehmen. Das Gute wird symbolisch vom Weißen Ritter verkörpert. Seine Aufgabe besteht darin, Feuer speiende Drachen zu bekämpfen und unschuldige Jungfrauen zu befreien.

 


Dieses Märchen wird heute noch in unzähligen Variationen erzählt. Man hört es jeden Tag, im Unterhaltungsprogramm ebenso wie in den Nachrichten. Die Gesichter wechseln, die Namen wechseln, aber im Kern geht es immer nur um den Kampf Gut gegen Böse.

Doch stimmt das wirklich? Gibt es wirklich einen Kampf Gut gegen Böse? Ich kann die Antwort vorweg nehmen. Nein, es stimmt nicht. Einen solchen Kampf hat es niemals gegeben. Mehr noch, die Spaltung in Gut und Böse ist eine Illusion. Wir haben immer nur gegen uns selbst gekämpft.


Kapitel 2: Gefühle sind die Grundlage von allem

Neben dem Mythos von Gut und Böse gibt es noch eine zweiten großen Irrtum: die Idee vom Menschen als vernunftbasiertes Wesen. Der Mensch trifft seine Entscheidungen nicht auf Grundlage von rationalen Überlegungen, sondern auf Grund von Gefühlen. Das kann man jeden Tag beobachten.

Nehmen wir als Beispiel den Straßenverkehr. Seit Jahren verzeichnen wir einen Trend zum SUV. In unseren Städten tauchen immer mehr dieser Pseudogeländewagen auf, obwohl man sie dort am wenigsten braucht. Welchen Sinn ergeben Allradantrieb und hohe Bodenfreiheit in einem gut ausgebauten Straßensystem? Gar keinen.


Der Sinn ist ein rein psychologischer. SUVs versprechen Sicherheit. Man sitzt hoch, umgeben von viel Blech. Man bildet sich ein, im Falle eines Unfalls besser geschützt zu sein. Die Statistik sagt etwas anderes. SUVs sind genauso häufig in Unfälle verwickelt wie andere Fahrzeugtypen, die Folgen für die Insassen sind dieselben. Würden wir unsere Entscheidungen auf Basis der Vernunft treffen, dann würden wir alle Kleinwagen mit sparsamen Motoren fahren.

Beispiel Schönheit: Warum investieren Frauen so viel Zeit und Geld in ihr Äußeres? Warum kaufen sie teure Kleider, warum tragen sie aufwendige Frisuren, warum unterziehen sie sich sogar Schönheitsoperationen? Der Grund ist Angst. Sie haben Angst vor Einsamkeit, Alter und Tod. Deshalb wollen sie möglichst jung und attraktiv erscheinen.

 


Beispiel Unterhaltung: Warum schauen sich Millionen Menschen Filme und Fernsehserien an? Warum lesen sie Romane und Kurzgeschichten? Der Grund sind natürlich die Gefühle, die darin aufbereitet werden. Es geht um Liebe und Hass, um Neid und Eifersucht. Wir erleben diese Gefühle stellvertretend durch die Film- und Romanfiguren.

Die Liste der Beispiele ließe sich noch lange fortsetzen. Es läuft immer wieder auf dieselbe Erkenntnis hinaus: Gedanken sind Hilfskonstruktionen. Es ist nicht wichtig, ob eine Frau ein teures Modellkleid trägt oder eine Kittelschürze, oder ob ein Mann ein neues Auto mit einem Stern auf der Motorhaube fährt oder einen rostigen Gebrauchtwagen. Wichtig sind die Gefühle, die wir dadurch ausleben. Gefühle sind unsere wahre Realität.

 

Kapitel 3: Wir kämpfen gegen uns selbst

Zu den dunkelsten Kapiteln der Geschichte zählt der Kalte Krieg, der vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Ende der Sowjetunion dauerte. Während dieser Zeit standen sich zwei Parteien gegenüber: die Westmächte unter Führung der USA und der Ostblock unter Führung der Sowjetunion.

Beide Seiten betrieben Hochrüstung. Sie entwickelten immer neue Panzer und Raketen, Millionen Männer wurden zu Soldaten ausgebildet. Es wurden sogar Atombomben gebaut, die das Potenzial besaßen, alles Leben auf der Erde auszulöschen. Zum Glück kam es nicht dazu. An manchen Orten wurde aus dem Kalten Krieg ein heißer. In Korea und Vietnam und fanden Stellvertreterkriege statt, die Millionen Opfer forderten.

Was war der Grund für den Kalten Krieg? Die einfache Antwort lautet: der Wunsch nach Sicherheit. Die Westmächte wollten sich im Kriegsfall gegen den Ostblock verteidigen, und der Ostblock wollte sich gegen die Westmächte verteidigen.

 


Aber was war der tiefere Grund für den Kalten Krieg? Beide Parteien fühlten sich vom anderen bedroht. Sie fühlten sich bedroht. Das ist die wahre Ursache. Sie hatten Angst. Angst ist ein Gefühl, und Gefühle suchen nach Ausdruck. Männer fahren deshalb protzige Autos, Frauen tragen teure Kleider, und Politiker führen Kriege – kalte und heiße.

Aber wer steht denn auf der anderen Seite? Steht dort der Teufel? Oder steht dort eine Armee aus Dämonen? Nein, da stehen Menschen wie wir. Wir kämpfen gegen unsere eigene Familie. Wir geben den anderen ein hässliches Gesicht. Wir drehen Filme über sie, wir schreiben Bücher über sie, wir nennen sie Kommunisten oder Kapitalisten. Der ehemalige US-Präsident Ronald Reagan nannte die Sowjetunion einmal das Reich des Bösen. Damit hat er unfreiwillig einen tiefen Einblick in die menschliche Psyche gegeben.

 


Heute ist es nicht anders. Warum hat Wladimir Putin die Ukraine angegriffen? Weil er Angst hat. Sein Drache ist die Nato, und er hält sich für den Weißen Ritter. Jeder Krieger glaubt, dass er der Gute ist, der die Welt rettet, und sein Feind ist der Böse, der die Welt bedroht. Aber wenn beide Seiten das glauben, kann es nicht stimmen. Dieses Denken und Fühlen ist einfach nur primitiv. Es ist Ausdruck einer Zivilisation, die sich auf einer niedrigen Stufe befindet. Aber wir müssen nicht dort stehen bleiben, wir können den nächsten Schritt machen. Wir können Frieden mit uns selbst schließen.

 

Kapitel 4: Nicht kämpfen, sondern auflösen

Was kann man tun, um aus dem Kreislauf der Gewalt auszubrechen? Grundsätzlich muss man sagen, dass jeder, der angegriffen wird, das Recht hat, sich zu verteidigen. Wenn man abends durch einen dunklen Park geht und jemand stürmt mit einem Messer in der Hand auf einen zu und ruft „Ich bring dich um, du Schwein!“, dann sollte man nicht zulassen, dass man zum Opfer wird. Man sollte dem Angreifer ausweichen und ihn entwaffnen –  notfalls mit Gewalt.

Auch Staaten haben das Recht, sich zu verteidigen – so wie die Ukraine im Falle des Angriffs durch die Russen. Besser ist es aber, eine Kultur zu schaffen, in der so etwas nicht mehr passiert. Das ist die Philosophie des Aufstiegs. Erkennen, wo wir uns in der Evolution befinden, und die Entwicklung zielgenau lenken.


 

Das heißt konkret: Wir müssen uns immer wieder vor Augen halten, dass Gefühle unsere wahre Realität sind. Wir treffen Entscheidungen auf Basis von Gefühlen. Wenn jemand Angst hat – wie Wladimir Putin –, dann wird er versuchen, diese Angst zu bekämpfen – auch durch einen Krieg, den er anzettelt. Und wenn ein ganzes Volk Angst hat, dann wird es ihm folgen.

Das Wissen darüber müssen wir in unserer Kultur fest verankern. Historiker dürfen sich nicht darauf beschränken zu sagen, wer den ersten Schuss abgegeben hat und wie viele Menschen getötet wurden. Das ist nicht nur dumm, sondern auch gefährlich. Denn durch diese unvollständige Sicht der Dinge können neue Ängste entstehen. Menschen werden sagen: „Seht ihr. Das Böse existiert. Wir müssen uns dagegen schützen. Wir brauchen mehr Waffen und Soldaten.“ Und damit geht der Kampf in die nächste Runde.


 

Das Fach Geschichte besteht zu einem großen Teil auch aus dem Fach Psychologie. Letztlich ist alles nur Psychologie. Das müssen wir den jungen Menschen sagen. In einer früheren Ausgabe dieser Reihe hatte ich gefordert, in der Schule das Fach Gefühlskunde einzuführen. Den Kindern werden darin zwei Grundwahrheiten vermittelt:

1. Gefühle sind unsere wahre Realität. Sie beeinflussen unsere Wahrnehmung der Welt und sie steuern unsere Entscheidungen.

2. Man sollte seine Gefühle weder verdrängen, noch sollte man sich von ihnen beherrschen lassen. Stattdessen sollte man sie bewusst wahrnehmen und ein inneres Gleichgewicht herstellen.

 


Die Erneuerung unserer Kultur klingt ganz einfach, aber es ist eine Herkules-Aufgabe. Sie wird gewaltige Anstrengungen erfordern, und sie wird sich über eine lange Zeit erstrecken. Es ist immer leicht zu sagen: „Der andere ist schuld, der andere ist böse.“ Dadurch fühlt man sich besser, man fühlt sich überlegen.

Viel schwerer ist es, dem anderen die Hand zu reichen und gemeinsam mit ihm die nächste Stufe zu erklimmen. Aber es lohnt sich. Auf der nächsten Stufe warten unter anderem: Raumschiffe, mit denen man in Windeseile das Universum durchqueren kann, und eine Medizin, die alle Krankheiten heilt. Aber das sind Themen für andere Folgen dieser Reihe.

 

Zusammenfassung:

1. Die Menschheit steigt auf der Evolutionsleiter immer weiter empor. Diese Entwicklung kann man nicht aufhalten, aber man kann sie bewusst steuern.

2. Grundlage des Menschseins sind Gefühle, nicht Gedanken.

3. Das Böse als mythische Urkraft existiert nicht. Es ist eine Illusion.

4. Verbrechen werden aufgrund von negativen Gefühlen begangen. Man sollte sie nicht bekämpfen, sondern auflösen.

So, das war’s mal wieder für heute. Mehr zur Philosophie des Aufstiegs gibt es in den nächsten Folgen. Ich sage danke für die Aufmerksamkeit, und alles Gute wünscht eurer

Konrad Pilger

 

Dienstag, 10. Mai 2022

Manuskript zu Podcast Folge 10: Die Zukunft der Medizin. Kann man sich selbst heilen?

 Hallo Leute,

herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe Nr. 10. Heute beantworte ich zwei wichtige Fragen: Wie sieht die Zukunft der Medizin aus? Und: Ist es möglich, sich selbst von schweren Krankheiten zu heilen? Ich kann euch versprechen, dies wird eine sehr aufschlussreiche Folge werden, die – auf lange Sicht – eine große Wirkung entfalten wird. Aber jetzt schwinge ich keine großen Vorreden, sondern steige direkt ins Thema ein.

 


Heutzutage wird die Medizin von zwei Faktoren geprägt: der sogenannten Apparatemedizin und der Pharmaindustrie. Apparatemedizin bedeutet, dass sich Ärzte bei der Heilung ihrer Patienten vor allem auf technische Geräte verlassen, womit alles vom Personalcomputer bis hin zum Kernspintomographen gemeint ist. Die Pharmaindustrie ist ein bedeutender Wirtschaftszweig, der zwar hervorragende Arzneimittel produziert, aber auch in der Kritik steht, weil viele Unternehmen mehr Geld in Marketing investieren als in die Forschung. Diese beiden Faktoren – Apparatemedizin und Pharmaindustrie – werden in der Zukunft keine große Rolle mehr spielen. 

Die kommende Revolution

In früheren Folgen dieser Reihe habe ich zwei wichtige Erkenntnisse aus der Naturwissenschaft vorhergesagt, die heute noch unbekannt sind, aber bald schon großes Aufsehen erregen werden: die Vesmas und das wahre Wesen der Zeit. Vesmas sind winzig kleine Energieeinheiten, aus denen der Raum, die Zeit und die Materie bestehen. Die Zeit vergeht nicht, sie ist immer, und sie wächst wie ein Baum in alle Richtungen.

Die gesamte Materie besteht aus extrem feinen und flüchtigen Partikeln, die noch kleiner als die Elementarteilchen sind. Die Vesmas habe ich in Folge sechs von Blick in die Zukunft vorgestellt. Das bedeutet, dass auch alle biologischen Körper aus diesen Emanationen erschaffen werden – und mit ihnen die Krankheiten, unter denen sie leiden.


Letztendlich ist alles Psychologie. Jedes Ding, jedes Wesen und jedes Ereignis besteht aus Gedanken und Gefühlen. Die Energieströme werden von jeder Bewusstseinsform ausgesandt. Wenn sie stark genug sind, manifestieren sie sich mit Hilfe der Vesmas in unserer Welt. Wir nehmen sie wahr als Häuser, Bäume oder Menschen, wir erleben sie als gesund oder als krank. Das ist im Grunde alles, was existiert: Gedanken und Gefühle.

Später einmal – in etwa fünfzig bis hundert Jahren – wird man in der Lage sein, diesen Schöpfungsprozess mit technischen Mitteln abzubilden. Erst wird man die Vesmas hören, dann wird man sie sehen. Die Menschen der späteren Generationen – die jetzt bereits leben – werden die Energieströme in Töne und Bilder umsetzen. Dadurch erkennen sie, ob sich ein Patient im energetischen Gleichgewicht befindet. Wenn die Energien, also die Gedanken und Gefühle ausgeglichen sind, ist der Mensch gesund. Sind sie im Ungleichgewicht, ist er krank. Das ist das Geheimnis der Gesundheit. 

Esoterik oder Wissenschaft?

Es gibt eine Heilungsmaschine, die sich bereits unzählige Male bewährt hat. Man kennt sie in vielen realen und wahrscheinlichen Welten, und man kennt sie auf vielen Planeten, in vielen Universen. Ich schlage einen Namen für sie vor: die Aura-Waage. Die Aura ähnelt dem Astralleib, den wir aus der vedischen Philosophie kennen. Damit ist ein strahlend leuchtender Körper gemeint, der den biologischen Körper umgibt und von hellsichtig begabten Menschen wahrgenommen werden kann. Einige Zuhörer werden jetzt vielleicht sagen: Das ist mir zu esoterisch. Das glaube ich nicht. Aber das ist ein Irrtum. Die Aura wird im Moment noch in den Bereich der Esoterik eingeordnet. Bald schon wird sie von der Wissenschaft anerkannt sein.

 

Die Entwicklung ist vergleichbar mit der Entdeckung der Neutrinos. Diese Elementarteilchen waren der Wissenschaft lange unbekannt. Wolfgang Pauli hat sie 1930 erstmals vorgeschlagen, 1956 wurden sie im Experiment nachgewiesen. Neutrinoreaktionen zu messen ist extrem schwierig, weil sie nur sehr kleine Wirkungsquerschnitte haben. Man braucht dafür riesige Maschinen, die sehr gut abgeschirmt sein müssen, und die müssen auch noch viele Jahre in Betrieb sein, um brauchbare Daten zu ermitteln.

Mit den Vesmas wird es ähnlich sein. Die ersten Detektoren werden so groß wie ein Haus sein, viel Energie verschlingen und wahnsinnig viel Geld kosten. Aber mit der Zeit werden sie schrumpfen und ihre Leistung vervielfachen. Die Aura-Waage wird einmal so groß sein, dass man sie in jeder Arztpraxis installieren kann. Und dann wird ein goldenes Zeitalter der Medizin anbrechen.

 

Der Patient der Zukunft stellt sich vor oder legt sich unter eine Maschine, die ein wenig einem Röntgenapparat ähnelt. Sensoren messen die Aura des Körpers und stellen sie auf einem Bildschirm dar. Der Arzt erhält Informationen über jedes einzelne Organ. Anhand von Farben und Tönen erkennt man, in welcher Verfassung sich der Patient befindet. Krebsgeschwüre beispielsweise erscheinen als dunkle Schatten. Um sie zu beseitigen, ist keine Operation, keine Bestrahlung und kein Medikament notwendig. Das wichtigste Instrument sind die Gedanken und Gefühle des Patienten, die er nach Anweisungen des Arztes bewusst verändert. Dabei spielen auch Geräusche eine wichtige Rolle. Für heutige Zeitgenossen ist es schwer zu verstehen, aber ein Patient dieser Einrichtungen wird sogar ein bisschen singen, um sich selbst zu heilen. Ich sagte ja bereits, dass Vesmas auch in Tönen dargestellt werden. Mithilfe der Aura-Waage erhält der Patient sein Gleichgewicht zurück. Die Erfolgsquote einer solchen Behandlung liegt bei einhundert Prozent. 

Selbstheilung – aber nur für Könner

Das Grundprinzip kann man heute schon anwenden. An dieser Stelle muss ich einen Einschub machen. Wer heute krank wird, sollte auf jeden Fall zu einem Arzt oder einer Ärztin gehen. Und zwar zu jemanden, der sein Handwerk an einer Universität gelernt hat, einen Abschluss und eine Zulassung besitzt. Man sollte sich keinesfalls in die Hände eines Wunderheilers oder Quacksalbers begeben. Diese Leute richten meist nur Schaden an und verlangen dafür auch noch eine Menge Geld.

Trotzdem ist es möglich die Selbstheilungskräfte zu aktivieren, über die jeder Mensch verfügt. Spontanheilungen und der Placeboeffekt sind der Wissenschaft längst bekannt. Es sind zahlreiche Fälle dokumentiert worden, in denen sogar schwere Krebserkrankungen beinahe über Nacht verschwanden. Auch hier waren Vesmas beteiligt. Bald werden Wissenschaftler diese Fälle genauer unter die Lupe nehmen und zu erstaunlichen Erkenntnissen gelangen. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

Zunächst einmal muss man sich darüber bewusst sein, was eine Krankheit ist – nämlich das äußere Abbild eines inneren Zustands. Es gilt ein ganz einfacher Grundsatz: Wie innen, so außen. Jede Krankheit – vom Schnupfen bis zum bösartigen Tumor – wird immer von demjenigen erschaffen, der sie erlebt. Es gibt keine Ausnahme. Alles ist Psychologie, alles besteht aus Gedanken und Gefühlen.

 

Man könnte nun einwenden, dass bestimmte Ereignisse – beispielsweise eine Viruserkrankung – von außen kommen. Das ist teilweise richtig. Es stimmt, das Virus springt von einem Menschen auf den anderen. Trotzdem sind hier gewaltige psychische Prozesse im Gange, die der Wissenschaft noch völlig unbekannt sind. Eine Pandemie – etwa AIDS oder Corona – ist das Ergebnis einer emotionalen und gedanklichen Schieflage der gesamten Menschheit. Diese Schieflage wird uns jeden Tag in den Nachrichten angezeigt, die nur so strotzen vor  Konflikten, Streit, Gewalt und Verbrechen. Es scheint so, als ob die Erdbevölkerung ständig einen Krieg gegen sich selbst führen würde. Energien suchen nach Ausdruck – positive ebenso wie negative. Angst und Wut können sich in äußeren Vorgängen entladen: Stürme, Erdbeben und Viruserkrankungen. Spätere Generationen von Wissenschaftlern werden über dieses Phänomen ganze Bibliotheken verfassen. 

Bereit zum Andocken?

Aber warum erkranken einige Menschen an dem Virus und andere nicht? Warum sterben einige daran, während andere die Infektion nicht einmal bemerken? Auch hier ist die Antwort sehr einfach: Weil die Opfer die Krankheit selbst einladen. Sie öffnen die Türen, sie machen die Andockstation bereit, sie lassen sich überfallen. Obwohl die Patienten von diesen Vorgängen nicht einmal den Hauch einer Ahnung haben, obwohl sie vermutlich alles abstreiten würden, wenn sie davon wüssten, wurde doch der gesamte Krankheitsverlauf von ihnen selbst erschaffen.

Ursache ist immer ein gedankliches und emotionales Ungleichgewicht. Wer Angst empfindet, schwächt seinen Körper. Wer in der Zeitung von einer Pandemie liest und sich denkt „Mich erwischt es bestimmt auch bald“, der legt das Fundament für seine Erkrankung. Das Virus – das auch eine schwache Form von Bewusstsein besitzt – erkennt die Lücke in der Abwehr und marschiert gnadenlos hindurch. Die Folge ist eine Grippe, eine HIV-Erkrankung oder eine Infektion mit COVID-19.

Bei Krebs verhält es sich ähnlich. Körperzellen mutieren nicht ohne Grund. Sie machen das, was ihnen vom inneren Selbst vorgegeben wird. Das innere Selbst ist ein psychisches Gebilde, das ich in späteren Folgen vom Blick in die Zukunft erklären werde. Für heute reicht es zu wissen, dass jeder Mensch über ein inneres und ein äußeres Selbst verfügt. Das äußere Selbst ist der Körper, den wir sehen können. Das innere Selbst lässt sich nur indirekt nachweisen, mithilfe von psychologischen Methoden, die noch entwickelt werden müssen. Auch hier steht der Menschheit am Anfang eines langen Weges.

Ein einfaches Beispiel: Wenn ein Mensch Lungenkrebs bekommt, steckt dahinter oft der jahrelange Konsum von Tabak. Das Rauchen von Zigaretten ist eine Sucht. Eine Suchterkrankung ist ein Zeichen eines inneren Ungleichgewichts. Ein Mensch, der mit sich selbst im Reinen ist, braucht seinem Körper nicht ständig eine Droge zuzuführen und erleidet deshalb auch keine Folgeerkrankung.

Dasselbe Prinzip gilt auch für die Fälle, in denen der Auslöser nicht so leicht zu erkennen ist. Magen- oder Darmkrebs kann beispielsweise durch eine tiefe Unzufriedenheit ausgelöst werden. Ein Mensch ist mit seiner Lebenssituation nicht zufrieden. Im Beruf kommt er nicht voran, die Familie macht nicht, was er will, das Geld ist knapp, die Nachbarn sind viel besser gestellt, und jetzt wird vor dem Haus auch noch eine Baustelle eingerichtet, die ihm furchtbar auf die Nerven geht. Das alles erzeugt negative Gefühle: Neid, Angst, Wut, tief sitzender Ärger. Diese Gefühle besitzen eine Form von Energie, nämlich Vesmas, die irgendwo hinmüssen. Das innere Selbst entscheidet, sie in den Bauch zu lenken. Die Folge ist vielleicht ein Magengeschwür. Auf diese Weise versucht das innere Selbst, das Gleichgewicht wiederherzustellen.

 

Der Geist, der den Körper bewohnt, hat nun die Chance, sein Leben zu verändern und sich selbst zu heilen. Wenn er es nicht tut, wird die Sache schlimmer werden. Am Ende entsteht vielleicht Magenkrebs und es folgt ein zu früher Tod. Damit ist selbstverständlich keinerlei Schuld verbunden. Niemand ist schuld an einer Krankheit, man wird auch nicht für irgendetwas bestraft, für eine Sünde oder ein Verbrechen. Aber es gilt das Prinzip von Ursache und Wirkung. Jeder Mensch ist selbst der Urheber seines Schicksals.

Für heutige Ohren klingt das noch ziemlich unwahrscheinlich. Später einmal werden Mediziner für die Erforschung dieser Zusammenhänge Nobelpreise gewinnen. Nicht nur zwei oder drei, sondern Dutzende. Alles ist bereits in wahrscheinlichen Welten vorgeformt.

Bis diese komplexen Vorgänge von der Wissenschaft verstanden werden, werden noch mindestens hundert Jahre vergehen. Erst einmal muss man die Vesmas entdecken, dann muss man ihren Einfluss auf die menschliche Gesundheit begreifen, und dann erst kann man sich daran machen, die von mir erwähnte Aura-Waage zu entwickeln. Es kann aber auch sehr viel früher geschehen. Zwar existieren bereits alle zukünftigen Ereignisse, aber die Zukunft ist dennoch nicht vorherbestimmt. Vesmas sind enorm flexibel. Wir können die Entdeckungen und Erfindungen von uns wegstoßen, wir können sie aber auch näher an uns heranziehen. Es kommt darauf an, wie wir uns entscheiden. 

Die sechs Schritte der Heilung

Die Frage stellt sich auch bei der Selbstheilung. Glaubt man an diese Urkraft, die jeder menschliche Körper besitzt, oder glaubt man nicht daran? Wenn man glaubt, heilt man sich selbst. Wenn man nicht glaubt, ist man auf die Schulmedizin angewiesen. Es gibt aber einige Tricks, mit denen man die Selbstheilungskräfte entfesseln kann. Ich verrate sie jetzt.

1. Ratschlag: Die Zellen direkt ansprechen. Was ich jetzt sage, klingt für die meisten Zeitgenossen wahrscheinlich ziemlich verrückt, aber auch unsere Körperzellen besitzen ein Bewusstsein. Jede einzelne der Billionen Zellen kann bis zu einem gewissen Grad denken und fühlen, sie kennt ihre Aufgabe und sie kennt den Menschen, dessen Körper sie gemeinsam mit anderen Zellen bildet. Auch diese Aussage ist im Moment nicht zu beweisen.


Ich stelle euch eine kurze Zwischenfrage: Wo ist die untere Grenze des Bewusstseins? Ein Mensch besitzt zweifellos eine Form von Bewusstsein. Ihr hört oder lest diese Worte, denkt darüber nach, amüsiert euch vielleicht darüber oder – was das Beste ist – ihr lernt daraus. Intelligente Tiere wie Affen, Delfine oder Krähen besitzen ebenfalls ein Bewusstsein. Sie können Werkzeuge gebrauchen, erkennen ihr Spiegelbild und besitzen ein Sozialverhalten. Viele Tiere sind in der Lage Emotionen auszudrücken. Hunde freuen sich, wenn ihre Besitzer nach Hause kommen. Was ist mit Ratten oder Mäusen? Sie kümmern sich hingebungsvoll um ihren Nachwuchs. Besitzen sie ein Bewusstsein? Was ist mit Insekten? Mit Viren und Bakterien? Und was ist mit Pflanzen? Haben sie einen Willen zum Leben? Oder laufen Prozesse wie die Fotosynthese automatisch ab? Und was ist mit Sand und Gestein? Sind sie vollkommen leblos oder steckt vielleicht auch in ihnen ein Funken Bewusstsein?

Die Antwort lautet in sämtlichen Fällen: Ja, es sind bewusste Seinsformen. In allen Wesen und Dingen steckt eine Form von Bewusstsein. Es variiert sehr stark, man kann einen Menschen nicht mit einem Felsbrocken gleichsetzen. Aber trotzdem ist sich alles und jedes seiner Selbst bewusst. Sonst würde es nicht existieren. Auch das ist ein gewaltiges Forschungsgebiet, das bislang kaum beachtet wurde.

Zurück zu den Körperzellen. Sie sind faszinierende Geschöpfe, die uns einen großen Dienst erweisen. Ohne sie könnten wir unsere Leben nicht leben. Deshalb schulden wir ihnen Respekt und Dankbarkeit. Und das sollten wir auch zum Ausdruck bringen. Wir sollten jeden Tag zu unseren Zellen sprechen. Nicht bloß in Gedanken, sondern laut und deutlich ausgesprochen. Wir sollten Dinge sagen wie: „Hallo, liebe Körperzellen. Ich danke euch für eure Dienste. Auch heute haben wir einen wundervollen Tag vor uns, den wir gemeinsam erleben werden.“ Oder am Abend: „Ich danke euch, dass ihr mir ermöglicht habt, diesen Tag zu erleben.“


Im Falle einer Krankheit sollte man sagen: „Danke, liebe Körperzellen, dass ihr mir diese Botschaft überbracht habt. Ich verstehe den Sinn dieser Krankheit. Ich weiß, dass ich ihr Schöpfer bin. Ich werde in Zukunft sorgsamer leben, ich werde mich wieder ins Gleichgewicht begeben. Bitte helft mir dabei, gesund zu werden.“

Wenn ihr das zum ersten Mal tut, werdet ihr euch wahrscheinlich lächerlich vorkommen. Andere werden vielleicht sogar darüber lachen. Für Außenstehende sieht es so aus, als ob ihr Selbstgespräche führen würdet, aber das stimmt nicht. Ihr habt Zuhörer, Billionen Zuhörer. Jede einzelne Zelle wartet nur darauf, dass ihr sie anerkennt und euch meldet. Laut, deutlich und regelmäßig. Das ist das Zeichen eines geistigen Wachstums.

2. Der zweite Ratschlag hängt eng mit dem ersten zusammen: Ihr solltet die Medizin und die Heilmethoden begrüßen. Eine Kopfschmerztablette oder eine Salbe besitzt kein eigenes Bewusstsein, sondern lediglich ihre Bestandteile verfügen darüber. Aber auch in diesem Fall sind die Körperzellen beteiligt. Sie merken, da kommt etwas, das den Organismus beeinflusst. Die Medizin sollte angekündigt werden, und es sollte beschrieben werden, was das Ziel ihrer Einnahme ist. Beispiel: „Hallo, liebe Tablette. Ich grüße dich. Du wirst uns dabei helfen, unsere Krankheit zu heilen.“ Jedes einzelne Wort wird von Billionen Zellen gehört und verstanden werden und einen Heilungsprozess auslösen.


3. Bildlich vorstellen. Ihr dürft das, was ich hier erkläre, nicht einfach nur so vor euch hinbrabbeln, so wie man nebenbei ein Liedchen summt. Ihr müsst euch die Krankheit und den Heilungsprozess in möglichst starken Bildern vorstellen. Hier ein paar Beispiele: Ein Geschwür könnt ihr euch wie einen Schatten vorstellen. Erst ist er dunkel und bedrohlich, aber dann geht die Sonne auf und der Schatten verschwindet. Oder: Mutierte Zellen breiten sich wie Seifenblasen in eurem Körper aus. Aber dann kommt die richtige Medizin und die richtige Behandlung und die Seifenblasen tun das, was sie immer tun: sie zerplatzen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Denkt euch selbst Bilder aus, unterlegt sie mit Tönen und Gerüchen, sprecht das, was ihr denkt, laut aus und wiederholt es. Je öfter ihr eure geistigen Übungen macht, umso schneller werdet ihr gesund.

4. Eine heilsame Umgebung erschaffen. Dieser Ratschlag bezieht sich vor allem auf die Menschen, die euch umgeben. Krankheiten entstehen durch Vesmas. Damit sind winzig kleine Energieeinheiten gemeint, die von jedem Bewusstsein ausgestoßen werden. Menschen erschaffen damit die Welt, in der sie leben – obwohl sich die meisten darüber nicht bewusst sind. Sie merken auch nicht, dass ihre Gedanken und Worte den Gesundheitszustand anderer Menschen beeinflussen. Vielleicht kommen euch folgende Sätze bekannt vor: „Du warst doch schon immer kränklich, dein ganzes Leben lang.“ Oder: „Diese Krankheit ist in eurer Familie weit verbreitet. Du wirst sie bestimmt auch kriegen.“ Oder: „Du hast deine Medizin zu früh oder zu spät genommen, du hast zu viel oder zu wenig Wasser getrunken, du hast dich falsch ernährt, den falschen Arzt konsultiert, die falschen Freunde, die falsche Lebensweise, Mecker, Mecker, Mecker.“

Von dieser Sorte Mensch gibt es leider sehr viele. Sie torpedieren bewusst oder unbewusst eure Versuche, gesund zu werden. Vesmas bilden Muster. Je mehr Menschen daran beteiligt sind, umso stärker sind sie. Deshalb müsst ihr – auch wenn es schwerfällt – diese Menschen aus eurer Umgebung verbannen. Erst nach erfolgter Heilung könnt ihr wieder Kontakt mit ihnen aufnehmen.

5. Sich selbst ins Gleichgewicht bringen. Dieses Thema habe ich bereits angeschnitten. Viele Menschen verspüren eine tiefsitzende Unzufriedenheit. Sie wollen mehr Geld haben, mehr Anerkennung, mehr Macht, mehr freie Zeit, mehr von irgendetwas. Denkt über euch selbst nach. Macht eine Analyse eurer Lage. Stellt euch wichtige Dinge vor – eure Wohnung, euer Auto, euer Arbeitsplatz, eure Freunde und Familie – und achtet dabei auf eure Gefühle. Sind sie positiv oder negativ? Freut ihr euch, oder empfindet ihr Ärger und Wut? Stellt euch eine Waage vor. Sind die Schalen im Gleichgewicht, oder berührt eine den Boden, während die andere hoch oben in der Luft baumelt?


Die Aussagekraft dieses Bildes ist enorm. Jeder sollte wissen, was er zu tun hat, wenn die Waage nicht ausgeglichen ist. Macht klar Schiff. Werft überflüssigen Ballast über Bord. Und wenn es mal ganz schlimm kommt: Dreht das Schiff in den Sturm. Durchschneidet mit eurem Bug die Wellen. Trotzt dem Wind. Nach jeder Ebbe kommt die Flut. Ihr merkt sicher schon, was ich hier tue. Ich erschaffe eine bildliche Vorstellung. Jedes starke Bild wird Wirklichkeit. Aber auch hier gilt: Es reicht nicht, wenn man es nur einmal macht. Die Waage muss dauerhaft im Gleichgewicht sein. Wenn ihr es nicht tut, übernimmt euer Körper den Job – und das könnte unangenehm werden.

6. Und das ist die größte Herausforderung: das plärrende Radio. Viele von euch werden jetzt vielleicht sagen: „Das ist ja alles ganz interessant, was der Konrad Pilger da von sich gibt. Aber“, und jetzt kommt es, „aber das ist ja gar nicht bewiesen. Das ist doch total unwissenschaftlich. Das ist Esoterik. Der Kerl will doch nur Geld verdienen. Das kennt man doch schon aus diesen Lebenshilferatgebern. Die behaupten auch immer, man kann alles erreichen, wenn man nur fest genug daran glaubt. Aber bei mir hat das nie funktioniert. Ich habe mir immer gewünscht, sechs Richtige im Lotto zu haben, und ich bin immer noch arm wie eine Kirchenmaus.“

Genau das ist das Problem: der bohrende Zweifel. Man muss an dieser Stelle fragen: Was ist der Kerngedanke? Was ist das Kerngefühl? Noch mal zur Erinnerung: Alles besteht aus Gedanken und Gefühlen. Sie formen mithilfe der Vesmas die Welt, in der wir leben. Wenn der Kerngedanke lautet: „Das ist alles Quatsch, daran glaube ich nicht, es kann nicht funktionieren“ und das Kerngefühl ist ein Widerwille oder Angst vor dem Unbekannten, dann wird auch genau das verwirklicht werden. Es funktioniert nicht, die Heilung findet nicht statt.


Es ist so ähnlich wie ein plärrendes Radio in der Nachbarschaft. Ständig hört man diese furchtbare Stimme oder diese schreckliche Musik, die man nicht ertragen kann, aber der Nachbar weigert sich, das Radio abzuschalten. Morgens, mittags, abends, nachts, immer ist der bohrende Zweifel vorhanden. Damit sabotiert ihr euch selbst.

Kann man denn gar nichts tun, um das Radio abzuschalten? Doch, man kann sogar sehr viel machen, einiges habe ich bereits erwähnt. Starke Bilder schaffen, es laut aussprechen und es ständig wiederholen. Auch dazu verrate ich einige Tricks und Kniffe.

Beispiel a: Erfolgserlebnisse analysieren. Jeder Mensch hat in seinem Leben Erfolge erzielt. Vielleicht ist es euch schon mal gelungen, einen Marathon zu laufen. Dann stellt euch die Frage: Was war hier der Kerngedanke und das Kerngefühl? Vielleicht habt ihr gedacht: Wenn andere Menschen einen Marathon laufen können, kann ich das auch. Vielleicht habt ihr es euren Freunden gegenüber laut ausgesprochen. Vielleicht habt ihr es auch viele Male wiederholt. Und dann seid ihr angefangen zu laufen. Erst einen Kilometer, dann zwei, dann drei, später folgte ein Halbmarathon, und schließlich seid ihr einen ganzen gelaufen. Das ist der Prozess der Schöpfung. Diesen Kerngedanken und dieses Kerngefühl müsst ihr wieder in euch hervorholen und abermals zum Ausdruck bringen.


Beispiel b: Vorbilder suchen. Auch das mag kurios erscheinen, aber denkt mal an eine Person wie Donald Trump. Er war Präsident der Vereinigten Staaten, obwohl es kaum einen Menschen gibt, der weniger für diesen Posten geeignet ist. Neben einigen anderen Faktoren war vor allem eines für seinen Wahlsieg verantwortlich: Trumps starker Wille. Ihr kennt alle sein Auftreten, seine Körpersprache, seine Mimik, die Aussagen in seinen Interviews. Trump hat den Willen zur Macht. Deshalb ist er ins Weiße Haus eingezogen. Und wenn der Typ so etwas zustande bringt, dann könnt ihr auch gesund werden.

Beispiel c: Fortschritte anerkennen. Wenn ihr die Methoden, die ich hier vorstelle, anwendet und sich erste Erfolge einstellen, dann sagt nicht: „Och, das war Zufall.“ Oder: „Die Medikamente haben endlich angeschlagen.“ Sondern sagt: „Ja, Konrad Pilger hat recht. Es funktioniert. Meine Körperzellen und ich haben zusammengearbeitet. Ich danke euch, liebe Zellen. Wir sind stark und gesund. Wir führen ein langes und glückliches Leben.“

Wenn ihr all das beherzigt, was ich in diesem Podcast oder Video erklärt habe, dann verbessert ihr nicht bloß eure Chancen auf Heilung, sondern ihr werdet geheilt. Hundertprozentig, mit absoluter Sicherheit. Und wenn es nicht auf Anhieb klappt, dann habt Geduld und probiert es wieder und wieder, bis sich die gewünschten Resultate einstellen.

Ich wiederhole es noch einmal im Schnelldurchlauf.

1. Sprecht mit euren Körperzellen. Sie haben ein Bewusstsein und hören jedes Wort.

2. Begrüßt die Medizin und die Heilmethoden.

3. Stellt euch die Heilung bildlich vor und sprecht es laut und deutlich aus.

4. Schafft eine heilsame Umgebung. Trennt euch von Menschen, Dingen und Angewohnheiten, die euch nicht gut tun.

5. Bringt euch selbst ins Gleichgewicht. Löst Wut und Ängste auf, ersetzt sie durch Liebe und Zuversicht.

6. Bringt das plärrende Radio zum Verstummen. Achtet auf euren Kerngedanken und das Kerngefühl.


Erinnert euch bitte an das, was ich am Anfang dieser Folge sagte. Später einmal wird es möglich sein, die Vesmas mit technischen Mitteln sichtbar zu machen. Man wird sehen, welche Organe von negativen Energien befallen sind. Danach wird die Wissenschaft die Aura-Waage entwickeln, mit deren Hilfe man die Patienten ins Gleichgewicht bringen kann. Das wird aber noch fünfzig bis hundert Jahre dauern. Solange sollte man unbedingt die Ratschläge berücksichtigen, die ich heute gegeben habe.

Wer selbst gesund ist aber jemanden kennt, der unter einer Krankheit leidet, sollte diesen Podcast, das Video oder den Artikel in meinem Blog verbreiten. Keines meiner Worte wird einen Schaden verursachen, aber der Erfolg kann gewaltig sein. Entscheidend sind allein eure Gedanken und eure Gefühle.

So, das war genug für diese Ausgabe von Blick in die Zukunft. Das Thema Medizin werde ich aber noch viele Male behandeln. Für heute sage ich mal wieder: Danke für die Aufmerksamkeit. Und: Alles Gute wünscht

Euer Konrad Pilger

 

Montag, 2. Mai 2022

Lebensweisheit: Druck als Chance begreifen


Viele von uns stehen beruflich oder privat unter starkem Druck. Nicht wenige leiden darunter und beklagen sich lautstark über ihr "Schicksal". Das ist die falsche Einstellung. Besser ist es, den Druck als Chance, als Herausforderung zu begreifen. Wir können daran wachsen und ungeahnte Erfolge erzielen. Das ist kein hohles Gerede, es funktioniert mit absoluter Sicherheit. Alles besteht aus Gedanken und Gefühlen. Sie lenken Vesmas (Energieeinheiten) und erschaffen das, was wir uns wünschen oder was wir fürchten. Das Ergebnis stammt zu 100 % von uns selbst.

Sonntag, 10. April 2022

Lebensweisheit: Gewinner

 


Die Welt besteht aus Vesmas. Diese winzig kleinen Energieeinheiten, die von allen Bewusstseinsformen ausgesandt werden, formen den Raum, die Zeit und die Materie. Wir beeinflussen die Vesmas mit unseren Gedanken und Gefühlen. Je öfter wir eine "Sache" versuchen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir Erfolg haben.

Sonntag, 3. April 2022

Manuskript zu Podcast Folge 8: Was ist Zeit? Der Baum der Zeit

 Hallo Leute,

herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe Nr. 8. Heute spreche ich über das Wesen der Zeit. Ich werde den Unterschied zwischen der physikalischen und der psychologischen Zeit erklären, ich werde den größten Irrtum der Menschheit korrigieren, und ich werde einen Weg zum ewigen Frieden aufzeigen.

Doch zuvor möchte ich daran erinnern, dass Menschen in Bildern denken. Wenn wir uns die Zeit vorstellen, haben wir oftmals einen Pfeil vor Augen. Er beginnt in der Vergangenheit und weist über die Gegenwart in die Zukunft. Die Zeit ist unumkehrbar, glauben wir. Was vergangen ist, kann nie wieder erreicht werden, und was die Zukunft bringt, wissen wir nicht, wir müssen die Zukunft abwarten. Die Idee vom Zeitpfeil ist über den gesamten Globus verbreitet und in der Wissenschaft allgemein anerkannt. Bis hierhin würden vermutlich die meisten „Zeitgenossen“ zustimmen.

 


Diese Vorstellung ist der größte Schwachsinn aller Zeiten, und sie ist ein Beweis dafür, auf was für einer niedrigen Evolutionsstufe wir uns befinden. Tatsächlich ist es so, dass die Zeit überhaupt nicht vergeht. Sie ist immer. Es gibt nur einen großen Moment, er hat keinen Anfang und kein Ende. Ein Ereignis ist niemals wirklich vorbei, es besteht andauernd und kann jederzeit umgeformt werden. Alle Menschen haben Zugriff auf die Vergangenheit und die Zukunft. Wir alle verändern ständig das, was wir erlebt haben und erleben werden. Nichts hört jemals auf. Einige Wissenschaftler haben bereits ähnliche Vermutungen angestellt und sie unter Namen wie Präsentismus oder Blockuniversum zusammengefasst. Keine dieser Theorien reicht jedoch aus, um das Phänomen der Zeit auch nur annähernd zu beschreiben.

Der Baum der Zeit

Wenn wir schon ein Symbol für die Zeit brauchen, sollten wir uns einen Baum vorstellen. Dieser Baum hat unzählige Äste, die in alle Richtungen wachsen und immer neue Zweige bilden. Die Äste sind nicht unbeweglich oder gar morsch, sondern sie sind vital, voller Energie, sie verändern ständig ihr Aussehen. Der Baum hat keinen Anfang und kein Ende, er wird niemals sterben und kann in keiner Weise begrenzt werden. Dieser Baum ist alles, was ist. Es gibt nichts, was außerhalb davon existiert.

 


Ich erkläre das Prinzip anhand eines praktischen Beispiels. Wir gehen in ein Museum der Griechischen Antike und betrachten dort eine Statue. Genauer gesagt ist es ein Rest davon. Wir sehen einen Torso, der aus weißem Marmor besteht. Der Kopf, die Arme und die Beine fehlen, wir erkennen aber noch, dass es sich um eine Frau handelt. Nach unserer Vorstellung ist der Torso das, was der Lauf der Zeit von der Statue übrig gelassen hat. Die vollständige Statue existiert nicht mehr, sie ist für immer verloren. Diese Annahme ist grundfalsch. Tatsächlich existiert die Statue noch immer, und sie wird niemals aufhören zu existieren.


Eine richtige Vorstellung vom Wesen der Zeit sieht folgendermaßen aus: Im antiken Griechenland wählt ein Bildhauer in einem Steinbruch einen Marmorblock aus. Er engagiert eine Frau, die für ihn Modell steht, und fertigt nach ihrem Vorbild eine Statue an. Anschließend bemalt er die Statue. Für ihre Haare verwendet er ein dunkles Braun, das Kleid, das die Frau trägt, erhält ein blaugelbes Rautenmuster. Nach zwei Wochen erklärt der Bildhauer das Werk für vollendet.


Die Geschichte der Statue ist damit aber nicht beendet. Von nun an entwickelt der Baum der Zeit unendlich viele Äste, die alle mit dieser Statue zu tun haben. Damit dieses Beispiel nicht zu kompliziert wird, konzentriere ich mich auf drei Äste: Im ersten wird die Statue von einem Erdbeben zerstört, im zweiten wird sie durch einen Krieg beschädigt, und im dritten bleibt sie über Jahrtausende hinweg vollkommen intakt. All diese Szenarien besitzen eine Form von Realität. In jeder dieser drei Zeitlinien können wir die Statue, oder das was davon übrig geblieben ist, ansehen und anfassen.


 Zu Anfang sagte ich, dass wir in ein Museum gehen und dort einen Torso aus weißem Marmor betrachten. Wir befinden uns also auf dem Ast Nummer eins: Die Statue wurde kurz nach ihrer Erschaffung durch ein Erdbeben zerstört. Zweitausend Jahre später wird sie von Archäologen entdeckt und ausgegraben. Allerdings fehlen der Kopf, die Arme und Beine. Außerdem hat sich die Farbe fast vollständig gelöst, man findet nur ein paar winzige blaugelbe Partikel. Deshalb wird nur der Rest der Statue in dem Museum ausgestellt.

Später einmal – in etwa zehntausend Jahren – wird es möglich sein, die Statue vollständig zu rekonstruieren. Die Archäologen dieser Epoche werden nicht irgendeinen Kopf auf den Rumpf setzen, sondern genau den, den der Bildhauer im antiken Griechenland erschaffen hat und der nach unseren Vorstellungen unrettbar verloren ist. Spätere Generationen werden sich darüber bewusst sein, dass alles für immer besteht und – wenn es gewünscht wird – immer wieder erlebt werden kann. Aber das ist ein Thema für eine andere Ausgabe von Blick in die Zukunft.

 

Damit ist das Prinzip deutlich geworden. Wir sitzen heute auf einem ganz bestimmten Punkt eines Astes der Zeit. Wir sehen nur das, was sich in unmittelbarer Nähe befindet, nämlich den weißen Torso. Trotzdem existiert heute noch die Originalstatue, die der Bildhauer vor zweitausend Jahren geschaffen hat, und heute existiert schon die Originalstatue, die die Archäologen in zehntausend Jahren erschaffen werden. Das ist der Zeitast Nummer eins. Außerdem existieren die Äste Nummer zwei und drei, in denen die Statue durch einen Krieg beschädigt wird, beziehungsweise in der sie vollkommen intakt bleibt. Alle drei Äste wachsen unabhängig voneinander. 

Reale und wahrscheinliche Welten

 Bis hierhin war die Sache noch relativ einfach, jetzt fängt es an, kompliziert zu werden. Wir müssen grundsätzlich zwei Arten von Welten unterscheiden: reale und wahrscheinliche Welten. In einer realen Welt kann man die Statue ansehen und anfassen, man kann sie mit Farbe bemalen, man kann sie umstoßen und kaputt schlagen. In einer solchen Welt sind die Vesmas stark genug, um sich als Materie zu manifestieren. Vesmas sind winzig kleine Energieeinheiten, die von allen Bewusstseinsformen erzeugt werden. Wer mehr über Vesmas erfahren will, sollte meinen Podcast Nummer sechs hören oder sich das Video ansehen.

Aus den Vesmas bestehen neben der Materie auch der Raum und alle Ereignisse, die wir gemeinsam erleben. Allerdings nur, wenn die Gedanken und Gefühle, die sie hervorbringen, stark genug sind. Wenn sie zu schwach sind, manifestieren sie sich nicht in einer realen Welt. In unserem Beispiel betrachtet der Künstler später noch einmal sein Werk. Er ist nicht zufrieden damit. Die Farbe des Kleides gefällt ihm nicht. Er stellt sich vor, wie er statt eines blaugelben Kleides ein rotes oder ein schwarzes Kleid gemalt hätte. In diesem Fall erschafft er zwei wahrscheinliche Welten: eine mit einem roten und eine mit einem schwarzen Kleid. Anders ausgedrückt: Auf dem Baum der Zeit wachsen zwei weitere Äste. Wenn er anschließend die Farbe von der Statue kratzt und sie rot anmalt, wird aus einer der wahrscheinlichen Welten eine reale Welt.


Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass seine Gedanken und Gefühle so stark sind, dass er zurück in den Schöpfungsprozess springt und die Statue von Anfang an mit einem roten Kleid bemalt. In diesem Fall würden wir in unserer Welt keine blaugelben Farbspuren finden, sondern rote. Die Vergangenheit ist also nicht festgeschrieben, der Zeitverlauf ist nicht unumkehrbar. Jedes Ereignis kann verändert werden. Grundlage hierfür sind die Vesmas. Sie sind extrem flexibel. Die kleinen Energieeinheiten dehnen sich aus und ziehen sich zusammen, man kann sie wie Marmor bearbeiten – nur dass man dafür keinen Hammer und keinen Meißel braucht. Die Werkzeuge sind unsere Gedanken und Gefühle. Mit ihnen können wir alles erschaffen, was wir wollen, und gleich wieder verändern.


Das tun wir auch, ständig, in jedem Augenblick unseres Lebens. Ihr alle, liebe Hörerinnen und Hörer, seid gerade mitten in einem Schöpfungsprozess. Ihr erschafft jetzt eine wahrscheinliche Welt, in der ein weißer Torso in einem Museum steht. Und noch eine, in der eine vollständige Statue in dem Museum steht, und eine, in der sie ein blaugelbes Kleid trägt, und eine, in der sie ein rotes Kleid trägt, und immer so weiter. Diese wahrscheinlichen Welten sind nicht vollendet, nicht abgeschlossen. Wenn ihr später diese Folge noch einmal hört oder darüber nachdenkt, werdet ihr die Welt ein bisschen verändern. Vielleicht hat die Frau einmal glatte Haare und einmal eine Lockenfrisur, vielleicht trägt sie einmal Sandalen und ist ein anderes Mal barfuss. Alles wird von euch gestaltet. 

Eine gigantische Kraft

Mit diesem Beispiel habe ich ganz nebenbei noch eine weitere Frage beantwortet: Haben wir einen freien Willen, oder ist die Zukunft vorherbestimmt? Die Antwort liegt auf der Hand: Natürlich ist unser Willen frei und unbegrenzt, die Zukunft lässt sich ebenso wie die Vergangenheit unendlich oft umgestalten. Viel wichtiger ist eine andere Frage: Wie hoch sind wir entwickelt? Sind wir uns über unsere Möglichkeiten bewusst, oder torkeln wir wie Betrunkene durch eine Welt, die wir nicht verstehen?

Ein letztes Beispiel: In einem beliebigen Land tobt ein blutiger Krieg. In den Nachrichten sehen wir Bilder von Tod und Zerstörung. Bomben fallen auf Städte herab, Häuser stehen in Flammen, Zivilisten fliehen vor den Kämpfen. Viele Menschen sind nun geneigt zu glauben, dass die Ereignisse unausweichlich sind. Der Krieg wird erst enden, wenn eine von beiden Parteien besiegt ist.

 

Ein solches Denken ist falsch. Was wir in den Nachrichten sehen, ist nur ein Ast der Zeit. Daneben sprießen unendlich viele weitere Äste, und auf den meisten herrscht Frieden. Er wird zum Beispiel dadurch erreicht, dass die militärische Führung des Angreifers einsieht, dass der Krieg nicht zu gewinnen ist. Oder dadurch, dass es im Heimatland zu Protesten und Streiks kommt. Oder dadurch, dass ein internationaler Boykott der Wirtschaft großen Schaden zufügt. Oder durch eine Kombination dieser Faktoren.

Diese alternativen Zeitverläufe müssen nicht erst geschaffen werden, sie existieren bereits. In dem Moment, in dem Bomben auf die Städte fallen, gibt es parallel dazu eine Welt, in der ein Friedensabkommen geschlossen wird. Wir alle gemeinsam haben sie mit unseren Gefühlen und Gedanken geschaffen. Die Vesmas bilden ein gigantisches Netzwerk, an dem die gesamte Weltbevölkerung beteiligt ist. Jeder Mensch trägt zum Weltgeschehen bei. Niemand ist unbeteiligt, niemand ist von den Ereignissen abgeschnitten.


Der Normalzustand ist Frieden. Wenn wir aber davon überzeugt sind, dass von Zeit zu Zeit ein Krieg ausbricht, wir das Ereignis also in einer wahrscheinlichen Welt vorbereiten, dann wird es auch in der realen Welt geschehen. Wenn wir davon überzeugt sind, dass die Einwohner eines bestimmten Landes schlecht sind, dann werden sie auch schlecht sein. Sie werden Terroranschläge begehen, Aufstände anzetteln und Kriege beginnen. Wir haben mit unseren Vesmas, die wir ständig aussenden, dazu beigetragen. 

Jeder Mensch besitzt Macht

Umgekehrt können wir die Macht der Vesmas auch für positive Zwecke nutzen. Wir können jederzeit von einem Ast auf den anderen springen. Besonders wichtig ist dabei die Rolle der Medien. In einer hoch entwickelten Gesellschaft würden Zeitungen und Fernsehsender nicht ständig Bilder von Tod und Zerstörung zeigen, sondern Bilder von Leben und Aufbau. Das heißt nicht, dass sie Nachrichten verschweigen würden. Die wesentlichen Fakten müssen genannt werden. In einer solchen Zivilisation kennt man aber die Macht der Vesmas, man weiß, dass die Grundbausteine des Lebens zu einem großen Teil von Gefühlen gesteuert werden.

Deshalb werden die Medien dort keine Angst machen, sondern Mut. Sie werden auf die tieferen Ursachen hinweisen, die Kriege erzeugen. Machtgier ist die Folge von Angst. Sie bringt Menschen dazu, eine Machtpyramide zu errichten und andere Menschen zu unterdrücken und auszubeuten. In hoch entwickelten Gesellschaften gibt es deshalb keine Machtpyramiden, sondern Systeme des Ausgleichs. Die stärkste Gesellschaft ist nicht die, in der wenige Menschen Macht besitzen, sondern die, in der alle Menschen Macht besitzen.


Das System der Ausgleicher werde ich in späteren Folgen von Blick in die Zukunft näher erläutern. Für heute reicht es zu sagen, dass alle Menschen mit ihren Emanationen die Welt gestalten, in der sie leben. Das geschieht auf individueller und auf kollektiver Basis. Diese Botschaft kann man gar nicht oft genug wiederholen. Wir selbst sind die Schöpfer unseres Schicksals. Keine äußere Macht ist einzig und allein schuld an einer Situation. Das heißt nicht, dass die Soldaten, die ein fremdes Land überfallen, unschuldig sind, und dass die Opfer des Angriffs die eigentlichen Verursacher des Leids sind. Auch die Invasoren haben die freie Wahl, auch für sie gibt es wahrscheinliche Welten, in denen sie den Krieg nicht beginnen. Wenn sich die Kämpfer für einen Angriff entscheiden, tragen sie dafür die moralische und juristische Verantwortung.

Die Opfer sind aber nicht dazu verdammt, Oper zu sein. Wenn ihr Wille stark genug ist, wenn sie die richtigen Gefühle zulassen – Mut, Tapferkeit, Solidarität, Mitgefühl –, wenn sie in Gedanken die richtigen Bilder erzeugen – Bilder des Sieges, des Wiederaufbaus und des Friedens – dann können sie von einem Zeitverlauf zu einem anderen wechseln. Dann wird aus einer wahrscheinlichen Welt sehr schnell eine reale Welt.

Die Frage nach dem Wesen der Zeit muss also auf zweifache Weise beantwortet werden. Es gibt eine physikalische und eine psychologische Zeit. Im physikalischen Sinne ist die Zeit ein Baum, der in alle Richtungen wächst. Im psychologischen Sinne ist die Zeit ein winzig kleiner Abschnitt eines Astes, den wir sehen, hören und anfassen können. Unsere kleinen menschlichen Gehirne sind nicht dazu in der Lage, den gesamten Baum der Zeit mit all seinen Verästelungen zu erfassen, so wie wir auch nicht den gesamten Raum erfassen können.


Wenn wir unser Bewusstsein jedoch ausdehnen, können wir auch andere Äste, andere Zeitverläufe erahnen – auch wenn wir sie mit unseren äußeren Sinnen nicht wahrnehmen. Die Emanationen unserer Psyche erlauben es uns, die Zeitverläufe zu manipulieren und sogar in sie einzutauchen. Die scheinbare Vergangenheit ist nicht vorbei, sie lässt sich verändern. Auch die scheinbare Zukunft ist nicht vorherbestimmt, wir sind imstande sie frei zu gestalten. Die einzigen Grenzen, die für uns existieren, sind die Grenzen unserer Vorstellungskraft.

Weitere Tipps zur Manipulation von Raum, Zeit und Materie werde ich in den nächsten Folgen von Blick in die Zukunft geben. Für heute sage ich mal wieder: Danke für die Aufmerksamkeit und alles Gute wünscht

Euer Konrad Pilger


Donnerstag, 17. Februar 2022

Manuskript zu Podcast Folge 6: Die größte Entdeckung aller Zeiten, Der Kern aller Dinge, Vesmas als Urkraft

 Hallo Leute,

herzlich willkommen zur Ausgabe Nummer sechs von Blick in die Zukunft. Heute werde ich über die größte Entdeckung aller Zeiten sprechen. Damit ist nicht die Elektrizität gemeint, auch nicht die Penicilline, oder die Tatsache, dass die Erde eine Kugel ist, obwohl das wichtige Meilensteine in der Entwicklung der Menschheit waren. Die größte und bedeutsamste Entdeckung ist noch gar nicht gemacht worden. Sie liegt vor uns im Feld der Möglichkeiten und wartet darauf, endlich von uns bemerkt zu werden. Es geht um die Frage, was die Welt im Innersten zusammenhält, oder woraus die Welt eigentlich besteht. Die Antwort lautet nicht Feuer, Wasser, Luft und Erde, auch nicht Gravitationskraft oder Elektromagnetismus. Ich nehme die Antwort an dieser Stelle vorweg und werde sie später näher erläutern: Es ist eine unbekannte Energieform, die die Grundlage von Raum, Zeit und Materie bildet. Sie ist extrem flüchtig, sie ändert ständig ihre Erscheinungsform und ist deshalb sehr schwer fassbar. Ich gebe ihr den vorläufigen Namen Vesmas. Auch diesen Begriff werde ich gleich genauer erklären.

Doch zuvor ist es nötig, einen kurzen Blick in die Geschichte zu werfen. Die Vesmas sind der Menschheit nicht völlig unbekannt. Ein besonderes Merkmal dieser Energie ist, dass sie mithilfe von Gedanken bewegt werden kann. Diese Idee haben bereits einige Wissenschaftler, Künstler und Mystiker vor mir formuliert. Stellvertretend für sie alle möchte ich Fritz Giese nennen. Giese war ein deutscher Psychologe, der von 1890 bis 1935 gelebt hat. Ab 1929 lehrte er als Professor an der TH Stuttgart, wo er ein Psychotechnisches Laboratorium betrieb. Fritz Giese hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, eines davon trägt den Titel: Die Lehre von den Gedankenwellen. 

Fritz Giese - ein großer Denker

Darin stellt Giese die Behauptung auf, dass - wie der Titel schon ankündigt - Gedanken aus Wellen bestehen. Ich zitiere: Und zwar Schwingungen, deren Natur den elektro-optischen gleicht und deren Wellenlänge zwischen denen der Elektrizität und denen des Lichtes steht. Man fasst Licht und Elektrizität als Energie auf. Folglich muss die Gedankenkraft auch Energie sein, da sie ja ein Mittelding von beiden ist. Wenn sie Energie ist, muss sie den Gesetzen über Energie folgen. Vor allem dem eingangs erwähnten: sie muss sich in andere Energieformen umwandeln lassen. Ende des Zitats, entnommen aus Seite 13.

Das Buch ist 1924 erschienen, es ist also schon längst überholt. Heutiger Stand der Wissenschaft ist, dass sich Gedanken bilden, wenn Nervenzellen im Gehirn interagieren. Elektromagnetische Wellen wie Radiowellen entstehen dabei nicht. Außerdem sind diese Wellen sehr gut erforscht. Würden sich dort irgendwo Gedankenwellen tummeln, hätte man das sicher bemerkt. Allerdings hat Giese einige sehr interessante Ideen formuliert, über die sich nachzudenken lohnt. Zwei davon möchte ich herausgreifen.

1. Wenn die Gedankenkraft Energie ist, muss sie den Gesetzen über Energie folgen, sie muss sich in andere Energieformen umwandeln lassen.

2. Das Nervensystem als Antenne.

Auf Seite 21 schreibt Giese: Gedankenwellen durcheilen den Raum, treffen auf Menschen. Der Mensch hat, wie das Licht, ganz besondere Empfindungsorgane auch für Gedanken: Nerven. Die Wellen treffen auf den menschlichen Körper. Sie finden dort einen Empfangsapparat, eine Antenne, ein Nervennetzwerk vor: das vegetative Nervensystem des Menschen. Ende des Zitats.

Damit ist Giese der Wahrheit bereits auf der Spur gewesen. Es stimmt: Gedankenkraft ist eine Form von Energie, und das Nervensystem funktioniert tatsächlich als Antenne, mit der man senden und empfangen kann. Aber es sind keine Wellen, die gesendet und empfangen werden.

Was ist es dann? Und wie soll man diese geistigen Emanationen nennen? Ich schlage vorläufig den Begriff Vesmas vor. Dabei handelt es sich um ein Akronym, gebildet aus den englischen Worten VE-ry, SMA-ll und S-tructures - zusammen Vesmas. Englisch ist die Weltsprache Nummer eins, deshalb habe ich mich für dieses Kunstwort entschieden.

Der Kern aller Dinge

Die Vesmas besitzen Eigenschaften von Teilchen und Wellen, aber sie sind weder Teilchen noch Welle. Sie sind die Vorstufe der Materie, etwas, das im Entstehen begriffen ist, aber noch nicht ganz angekommen ist in unserer Welt. Die Vesmas sind sehr klein, noch kleiner als die Elementarteilchen, sie durchziehen das gesamte Universum, und sie sind so fein strukturiert, dass sie durch Gedanken und sogar durch Gefühle bewegt werden können. Wenn sie sich vor unseren Augen manifestiert haben, nehmen wir sie wahr als Materie. Am ehesten kann man die Vesmas mit Wasser vergleichen. Wasser ist imstande, seinen Aggregatzustand zu verändern. Wir kennen es in gasförmiger, flüssiger und fester Form. Wasser kann beliebig oft seine Form wechseln, aber es wird niemals vollständig verschwinden – so wie die Vesmas.

Ein weiteres Kennzeichen der Vesmas ist ihre extreme Beweglichkeit. Sie ziehen sich auseinander und ballen sich zusammen, sie kommen in kleinen Gruppen vor oder in gewaltigen Mengen. Sie bilden den Raum, die Zeit und alles, was sich darin befindet. Weil dieses Erkenntnis so wichtig ist, wiederhole ich sie noch einmal: Die Vesmas bilden den Raum, die Zeit und alles, was sich darin befindet. Die Vesmas sind die Urkraft allen Lebens, sie sind der Grund, warum Existenz möglich ist.

Daraus ergibt sich, dass alles eine große Einheit bildet. Alle Menschen sind miteinander verbunden, die Menschen sind mit den Tieren und Pflanzen verbunden und mit dem Planeten Erde. Die Erde wiederum ist mit dem Mond verbunden, mit der Sonne, mit unserem Sonnensystem, unserer Galaxie, der Milchstraße, und die ist mit allen anderen Galaxien verbunden.

Außerdem sind wir mit anderen Welten verbunden. Andere Welten bedeutet: Paralleluniversen unterschiedlicher Art, sowie Welten, die wir selbst mit unseren Emanationen erzeugen. Diese Welten können vollständig eingerichtet sein oder nur in Form von Bruchstücken existieren. Das Thema „Andere Welten“ ist äußerst kompliziert und umfangreich. Ich werde es deshalb in späteren Folgen von Blick in die Zukunft behandeln.

Die Vesmas funktionieren ähnlich wie elektromagnetische Felder, sie ziehen an und stoßen ab, aber sie sind nicht magnetisch. Hier gilt dasselbe, was ich bereits zu den Wellen sagte. Wären die Vesmas elektromagnetisch geladen, hätten wir sie bereits entdeckt. Trotzdem besitzen sie eine Art von Ladung. Gleiches zieht Gleiches an, Ungleiches wird abgestoßen. Die Vesmas sind der Baustoff, mit dem alles erschaffen wird: jedes Lebewesen, jedes Ding und jedes Ereignis.

Die Baumeister sind alle Wesen und Dinge, die über ein Bewusstsein verfügen. Weil aber alles aus Vesmas besteht, besitzen auch alle Wesen und Dinge ein Bewusstsein. Das heißt: Selbst scheinbar unbelebte Dinge wie Wasser oder Gestein besitzen ein Bewusstsein, das sich allerdings stark von dem der Menschen unterscheidet. Ein Felsbrocken weiß nicht, dass er ein Felsbrocken ist. Begriffe wie Felsen, Mensch oder Tier kann er nicht unterscheiden. Aber der Felsbrocken weiß, dass er existiert. Deshalb können wir ihn sehen und anfassen. Auch der Felsbrocken erzeugt Vesmas und formt daraus seine äußere Gestalt. Das Baumaterial wird vom Bewusstsein erschaffen. In einem Satz zusammengefasst: Jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze und jedes Stück Materie funktioniert ähnlich wie ein Kraftwerk, das Energie aussendet, um damit seinen physischen Körper zu formen und gemeinsam mit anderen die Ereignisse seines Lebens zu erschaffen.

Reale und wahrscheinliche Welten

Ich werde das Prinzip anhand von zwei Beispielen erläutern. Erstens: Ein Mann plant, den Abend mit seiner Frau zu verbringen. Er hat zwei Ideen. Entweder will er mit ihr einen Film im Kino anschauen oder in einem Restaurant ein dreigängiges Menü einnehmen. Deshalb geht er ins Internet, um einen Blick auf das Programm des örtlichen Filmtheaters zu werfen. Drei Filme werden gezeigt: ein Krimi, eine Komödie und ein Fantasyfilm. Der Mann stellt sich vor, wie er die Karten am Eingang kauft, das Foyer betritt, etwas Popcorn kauft und schließlich gemeinsam mit seiner Frau den Film in einem der Säle ansieht. Danach besucht er die Webseite eines Restaurants. Auf der Speisekarte ist eine Fülle von Gerichten aufgeführt, es gibt Fisch, Fleisch und vegetarische Speisen. Der Mann stellt sich vor, wie er und seine Frau ein Fischgericht auswählen und es gemeinsam bei Kerzenschein verzerren.

In dem Moment, in dem der Mann an seinen Computer sitzt und über den Verlauf des Abends nachdenkt, setzt er einen Schöpfungsprozess in Gang, der ihm selbst nicht bewusst ist. Mithilfe seines Nervensystems sendet er unzählige Vesmas aus, die zwei verschiedene Zukunftswelten erschaffen. In der einen Welt geht er mit seiner Frau ins Kino, in der anderen besucht er ein Restaurant. Der Begriff Zukunftswelt ist aber nicht ganz korrekt, weil die Zeit nicht in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft geteilt ist. Es gibt nur einen großen Moment, und der ist immer. In der Quantenphysik wird häufig von Wahrscheinlichkeiten gesprochen, z. B. von der Aufenthaltswahrscheinlichkeit,  mit der ein Teilchen an einem bestimmten Ort zu finden ist. Deshalb empfiehlt es sich, das Prinzip auch hier zu übernehmen. Im Moment der Planung erschafft der Mann zwei wahrscheinliche Welten. Es sind Ereignisse, die eintreten werden - oder auch nicht.

Später trifft sich der Mann mit seiner Frau. Sie entscheidet, dass beide den Abend im Kino verbringen werden. Das Ehepaar zieht sich an, verlässt das Haus und betritt das Filmtheater. Jetzt wird aus einer wahrscheinlichen Welt eine reale Welt. Sie wurde allerdings nicht vollständig von dem Mann erschaffen, sondern von allen, die an dem Vorgang beteiligt sind. Also auch von dem Architekten, der das Haus entworfen hat, von den Bauarbeitern, die es errichtet haben, von den Filmvorführern und Kartenverkäufern, die für den Betrieb notwendig sind, von all den Zuschauern, die es an diesem Abend betreten, und nicht zuletzt auch von dem Baumaterial selbst, also den Steinen, Teppichen und Fensterscheiben. Jeder einzelne Mauerstein besitzt ein Bewusstsein, mit dem er das Gebäude zusammenhält. In diesem Beispiel überschneiden sich viele Felder, die aus unzähligen Vesmas bestehen und gemeinsam eine reale Welt bilden.


Die andere wahrscheinliche Welt, die der Mann geschaffen hat, als er am Computer saß und über den Abend nachdachte, existiert aber ebenso und wird in alle Ewigkeit bestehen bleiben. Es ist jene Welt, in der das Ehepaar das Restaurant betritt und gemeinsam ein Fischgericht verspeist. Die Vesmas haben diese Welt vorgefertigt, als eine Art unfertigen Entwurf. Die Strukturen waren nicht stark genug, um daraus eine reale Welt zu erschaffen.

Auf diese Weise funktioniert das gesamte Weltgeschehen. Alles wird in Gedanken vorgeplant und in Gefühlen vorerlebt. Wenn die Muster eine bestimmte Intensität erreichen, wird daraus das, was wir als Wirklichkeit bezeichnen. Der Begriff Wirklichkeit ist überaus passend gewählt. Er besagt, dass jemand da ist, der etwas bewirkt – also in Gang setzt – und zugleich dessen Ergebnis – die Wirkung – erfährt. Nichts im Universum geschieht zufällig. Alles wird von uns erschaffen, bewusst oder unbewusst.

Selbst gewähltes Schicksal

Das zweite Beispiel handelt von einer unbewussten Schöpfung. Eine Frau geht nachts durch einen Stadtteil, der als unsicher bezeichnet wird. In den Medien hat sie viele Berichte über Raubüberfälle, Vergewaltigungen und Morde gesehen. Die Frau spürt Angst in sich aufsteigen, sie erinnert sich an Bilder von Mordopfern, die auf dem Asphalt lagen, und sie fürchtet, sie könnte das nächste Opfer sein. In Gedanken sieht sie sich blutend unter einer Laterne liegen. In diesem Augenblick sendet sie über ihr Nervensystem eine Fülle von Vesmas aus. Die kleinen Energieeinheiten bilden eine wahrscheinliche Welt, in der diese Frau von einem Räuber überfallen und niedergeschossen wird.

Zur selben Zeit bricht im selben Viertel ein Mann auf, um einen Raubüberfall zu begehen. Er weiß nichts von der ängstlichen Frau, die nur wenige Straßen entfernt ist. Mit seinem Nervensystem nimmt er ihre Vesmas auf und wird dadurch zielsicher zu seinem Opfer geführt. Verstärkt werden die Strukturen noch von all den Medienkonsumenten, die ebenfalls die Berichte über die Raubüberfälle gesehen haben und davon überzeugt sind, dass in diesem Stadtteil der Aufenthalt besonders gefährlich ist. All die ängstlichen Gedanken und Gefühle erzeugen schließlich genau das, was ihre Absender erwarten: Die Frau wird von dem Mann überfallen. Er richtet eine Pistole auf sie, sie gibt ihm all ihre Wertsachen. Allerdings drückt der Räuber nicht ab. Er dreht sich um und läuft davon.


In diesem Fall hat sich eine wahrscheinliche Welt teilweise in eine reale Welt umgewandelt. Die Frau wurde zwar überfallen, aber nicht niedergeschossen. Der erste Teil ihrer Emanationen war stark genug, um Wirklichkeit zu werden, der zweite nicht. Die Frau, der Mann und alle Medienkonsumenten haben zu dieser Schöpfung beigetragen.

Das bedeutet aber nicht, dass der Mann moralisch oder juristisch entlastet ist. Er hat die freie Wahl gehabt, entweder die Frau zu überfallen oder ein Leben ohne Kriminalität zu führen. Auch wenn die Zeit nicht vergeht und es keine Zukunft gibt, so wie es sich die meisten Menschen vorstellen, heißt das nicht, dass unser Leben vorherbestimmt ist. Wir können uns entscheiden zwischen unendlich vielen wahrscheinlichen Welten. Die Frage ist nur, inwieweit wir uns unserer Gedanken und Gefühle bewusst sind. Letztlich bestimmen wir selbst unser Schicksal.

Wo sind die Beweise?

Manch ein Hörer wird sich nun fragen: Wo sind die Beweise für all die kühnen Behauptungen? Die Existenz der Vesmas nachzuweisen, ist extrem schwierig. Wenn sie sich zu Materie zusammengeschlossen haben, sind sie keine Vesmas mehr und deshalb auch nicht mehr als solche messbar. Solange sie noch in ihrer Reinform existieren, sind sie extrem flüchtig. An dieser Stelle drängt sich der Vergleich mit den Neutrinos auf. Dabei handelt es sich um Elementarteilchen mit sehr geringer Masse. Eine gigantische Anzahl von Neutrinos bewegt sich ständig durch das Weltall. Jede Sekunde wird jeder Quadratzentimeter unserer Haut von mehr als sechzig Milliarden Neutrinos durchdrungen – und wir bemerken nichts davon. Auch die Wissenschaft hat sie lange nicht bemerkt. Im Jahr 1930 hat der Physiker Wolfgang Pauli sie erstmals vorgeschlagen, um atomare Zerfallsprozesse zu erklären. Nachgewiesen wurden die Neutrinos schließlich 1956 bei einem Experiment in einem Kernreaktor.

Die Vesmas werden eine ähnliche Entwicklung nehmen. Die heutigen Detektoren sind nicht in der Lage Vesmas wahrzunehmen, weil sie vollkommen anders sind als alles, was bisher bekannt ist. Außerdem wird nicht gezielt danach gesucht, weil die meisten Wissenschaftler glauben, dass Geist und Materie voneinander getrennt sind. Wer etwas anderes behauptet, landet ganz schnell in der Esoterikecke. Und der Esoterikvorwurf ist der größte Karrierekiller in der Wissenschaft.

Beweisen kann man die Vesmas derzeit noch nicht. Aber die Wissenschaftler sind ihnen bereits auf der Spur - sie wissen es nur noch nicht. In der Quantenphysik kennt man das Phänomen der Verschränkung. Zwei verschränkte Teilchen zeigen dasselbe Verhalten, und zwar unabhängig von ihrem Ort. Wenn man die Eigenschaften des einen Teilchens ermittelt, stehen zeitgleich auch die Eigenschaften des zweiten Teilchens fest - selbst wenn es Millionen Lichtjahre entfernt ist.


Bislang gab es das Phänomen nur in der Welt des Mikrokosmos, also des winzig Kleinen. Vor Kurzem wurde es erstmals im Makrokosmos, in unserer Welt, nachgewiesen. Ein Team um den Wissenschaftler John Teufel vom National Institute of Technology in Boulder, Colorado, gelang es, die Schwingungsmuster von zwei jeweils zwanzig Mikrometer großen Aluminiumtrommeln zu verknüpfen. Die beiden Membrane oszillierten eine Millisekunde lang perfekt in der Phase mit der gleichen Frequenz. Hob oder senkte sich die eine, dann tat es die andere auch.

Jetzt stellt sich die Frage, woher weiß die zweite Membrane, dass sie sich ebenfalls heben oder senken muss. Es besteht doch keine Verbindung zwischen den beiden. Hier tappt die Wissenschaft noch im Dunklen. Die Antwort sind die Vesmas. Die beiden Trommeln besitzen ein sehr schwaches Bewusstsein. Sie wissen nicht, dass sie Trommeln sind, aber sie wissen, dass sie existieren. Deshalb können wir sie in unserer Welt wahrnehmen. Durch die Verschränkung haben die Wissenschaftler eine Verbindung zwischen den Trommeln hergestellt. Es ist nicht nur eine Verbindung von A nach B, sondern ein regelrechtes Netzwerk, das auch vom Bewusstsein der Wissenschaftler geschaffen wird, von allen Lesern der Artikel, die in den Fachzeitschriften erschienen sind, und sogar von allen Menschen, die jetzt diesen Podcast hören, das Video sehen oder den Artikel auf meinem Blog lesen. Wir alle sind an diesem Ereignis beteiligt. Ihr, liebe Hörerinnen und Hörer, wart sogar schon daran beteiligt, bevor ihr davon wusstest. Ihr habt also an einem „zukünftigen“ Ereignis teilgenommen, das jetzt schon wieder „Vergangenheit“ ist, aber immer noch existiert, weil es nur einen großen Moment gibt.

Diese ganze Geschichte klingt jetzt noch ziemlich verrückt. Genauso verrückt wie die Idee der Neutrinos, die Wolfgang Pauli 1930 vorgeschlagen hat. Aber schon 1956 wurden sie nachgewiesen. Wie lange dauert es, bis die Vesmas von der Wissenschaft entdeckt werden? Das ist schwer zu sagen, weil die Zukunft nicht vorherbestimmt ist. Das Netzwerk der Vesmas ist enorm flexibel. Ereignisse können „früher oder später“ - in Anführungsstrichen - stattfinden. Auf der Skala der Glaubwürdigkeit befinden sich die Vesmas derzeit noch auf minus neun. Wer mehr über diese Skala erfahren will, sollte meinen Podcast Nummer fünf hören. Je mehr Menschen über die Vesmas nachdenken und über sie sprechen, desto schneller werden sie von den Fachleuten entdeckt und anerkannt. Und dann wird es zu einem gewaltigen Schub in Wissenschaft und Technik kommen. Man wird Erfindungen machen, die heute noch unvorstellbar sind.


Zum Schluss möchte ich noch einen Appell an alle Wissenschaftler und Studenten richten. Konzentriert eure gesamte Aufmerksamkeit auf die Vesmas. Das solltet ihr nicht nur tun, weil ihr die Menschheit damit voranbringt, sondern auch aus eigenem Interesse. Für die Erforschung der Vesmas wird es Nobelpreise hageln. Nicht nur zwei oder drei, sondern Hunderte. Woher ich das weiß? Ganz einfach. Es ist bereits geschehen. Bei einer dieser Preisverleihungen war ich selbst anwesend, bzw. werde ich selbst anwesend sein. Es ist schwer, dafür die richtige grammatikalische Form zu wählen, weil es sich hierbei um ein vergangenes Ereignis aus der Zukunft handelt.

Bevor dieser Beitrag endet, fasse ich noch einmal die wichtigsten Aussagen zusammen:

1. Alles verfügt über ein Bewusstsein. Jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze und jede Form von Materie ist sich seiner selbst bewusst.

2. Alles bildet eine große Einheit, alles ist miteinander verbunden.

3. Vesmas werden von allen Bewusstseinsformen ausgesandt.

4. Wenn die Vesmas stark genug sind, entsteht daraus unsere sinnlich wahrnehmbare Welt.

All das, was ich in diesem Podcast erklärt habe, hört sich für heutige Ohren noch sehr unwahrscheinlich an, in etwa hundert Jahren jedoch wird es Allgemeinwissen sein. Mehr dazu in den späteren Folgen von Blick in die Zukunft. Für heute sage ich mal wieder: Danke für die Aufmerksamkeit. Alles Gute wünscht

Euer Konrad Pilger