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Montag, 7. August 2023

Manuskript zu Folge 23: Das Böse existiert nicht. Die Philosophie des Aufstiegs.

Hallo Leute,

herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe 23. Heute möchte ich ein neues Projekt von mir vorstellen: Die Philosophie des Aufstiegs. Sie basiert auf zwei Säulen:

  1. Erkennen, wo wir uns im Prozess der Evolution befinden.
  2. Bewusstes Steuern unserer Entwicklung.

Das Ziel besteht darin, die nächste Stufe der Evolution schnell und einfach zu erreichen, ohne dass es zu unnötig vielen Opfern kommt.




Im ersten Teil dieser lockeren Serie geht um die Illusion des Bösen. Ich werde erklären, was die wahren Ursachen des Bösen sind und wie man sie auflösen kann.

Also, los geht’s.

Kapitel 1: Der ewige Kampf Gut gegen Böse

Seit Jahrtausenden wird die Menschheit von der Angst vor dem Bösen geplagt. Wir fürchten uns vor dunklen Mächten, vor dem Teufel und seinen Dämonen und vor Menschen, die in den Bann dieser Mächte gelangt sind. Sie könnten uns bestehlen, uns verletzten oder töten, oder noch schlimmer, sie könnten uns dazu verführen, Sünden zu begehen, sodass unsere Seelen für immer in der Hölle schmoren werden.

Aber zum Glück gibt es eine Gegenkraft: das Gute. Zwar kann das Gute das Böse nicht endgültig besiegen, aber es kann das Böse in Schach halten, es kann verhindern, dass die dunklen Mächte die Weltherrschaft übernehmen. Das Gute wird symbolisch vom Weißen Ritter verkörpert. Seine Aufgabe besteht darin, Feuer speiende Drachen zu bekämpfen und unschuldige Jungfrauen zu befreien.

 


Dieses Märchen wird heute noch in unzähligen Variationen erzählt. Man hört es jeden Tag, im Unterhaltungsprogramm ebenso wie in den Nachrichten. Die Gesichter wechseln, die Namen wechseln, aber im Kern geht es immer nur um den Kampf Gut gegen Böse.

Doch stimmt das wirklich? Gibt es wirklich einen Kampf Gut gegen Böse? Ich kann die Antwort vorweg nehmen. Nein, es stimmt nicht. Einen solchen Kampf hat es niemals gegeben. Mehr noch, die Spaltung in Gut und Böse ist eine Illusion. Wir haben immer nur gegen uns selbst gekämpft.


Kapitel 2: Gefühle sind die Grundlage von allem

Neben dem Mythos von Gut und Böse gibt es noch eine zweiten großen Irrtum: die Idee vom Menschen als vernunftbasiertes Wesen. Der Mensch trifft seine Entscheidungen nicht auf Grundlage von rationalen Überlegungen, sondern auf Grund von Gefühlen. Das kann man jeden Tag beobachten.

Nehmen wir als Beispiel den Straßenverkehr. Seit Jahren verzeichnen wir einen Trend zum SUV. In unseren Städten tauchen immer mehr dieser Pseudogeländewagen auf, obwohl man sie dort am wenigsten braucht. Welchen Sinn ergeben Allradantrieb und hohe Bodenfreiheit in einem gut ausgebauten Straßensystem? Gar keinen.


Der Sinn ist ein rein psychologischer. SUVs versprechen Sicherheit. Man sitzt hoch, umgeben von viel Blech. Man bildet sich ein, im Falle eines Unfalls besser geschützt zu sein. Die Statistik sagt etwas anderes. SUVs sind genauso häufig in Unfälle verwickelt wie andere Fahrzeugtypen, die Folgen für die Insassen sind dieselben. Würden wir unsere Entscheidungen auf Basis der Vernunft treffen, dann würden wir alle Kleinwagen mit sparsamen Motoren fahren.

Beispiel Schönheit: Warum investieren Frauen so viel Zeit und Geld in ihr Äußeres? Warum kaufen sie teure Kleider, warum tragen sie aufwendige Frisuren, warum unterziehen sie sich sogar Schönheitsoperationen? Der Grund ist Angst. Sie haben Angst vor Einsamkeit, Alter und Tod. Deshalb wollen sie möglichst jung und attraktiv erscheinen.

 


Beispiel Unterhaltung: Warum schauen sich Millionen Menschen Filme und Fernsehserien an? Warum lesen sie Romane und Kurzgeschichten? Der Grund sind natürlich die Gefühle, die darin aufbereitet werden. Es geht um Liebe und Hass, um Neid und Eifersucht. Wir erleben diese Gefühle stellvertretend durch die Film- und Romanfiguren.

Die Liste der Beispiele ließe sich noch lange fortsetzen. Es läuft immer wieder auf dieselbe Erkenntnis hinaus: Gedanken sind Hilfskonstruktionen. Es ist nicht wichtig, ob eine Frau ein teures Modellkleid trägt oder eine Kittelschürze, oder ob ein Mann ein neues Auto mit einem Stern auf der Motorhaube fährt oder einen rostigen Gebrauchtwagen. Wichtig sind die Gefühle, die wir dadurch ausleben. Gefühle sind unsere wahre Realität.

 

Kapitel 3: Wir kämpfen gegen uns selbst

Zu den dunkelsten Kapiteln der Geschichte zählt der Kalte Krieg, der vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Ende der Sowjetunion dauerte. Während dieser Zeit standen sich zwei Parteien gegenüber: die Westmächte unter Führung der USA und der Ostblock unter Führung der Sowjetunion.

Beide Seiten betrieben Hochrüstung. Sie entwickelten immer neue Panzer und Raketen, Millionen Männer wurden zu Soldaten ausgebildet. Es wurden sogar Atombomben gebaut, die das Potenzial besaßen, alles Leben auf der Erde auszulöschen. Zum Glück kam es nicht dazu. An manchen Orten wurde aus dem Kalten Krieg ein heißer. In Korea und Vietnam und fanden Stellvertreterkriege statt, die Millionen Opfer forderten.

Was war der Grund für den Kalten Krieg? Die einfache Antwort lautet: der Wunsch nach Sicherheit. Die Westmächte wollten sich im Kriegsfall gegen den Ostblock verteidigen, und der Ostblock wollte sich gegen die Westmächte verteidigen.

 


Aber was war der tiefere Grund für den Kalten Krieg? Beide Parteien fühlten sich vom anderen bedroht. Sie fühlten sich bedroht. Das ist die wahre Ursache. Sie hatten Angst. Angst ist ein Gefühl, und Gefühle suchen nach Ausdruck. Männer fahren deshalb protzige Autos, Frauen tragen teure Kleider, und Politiker führen Kriege – kalte und heiße.

Aber wer steht denn auf der anderen Seite? Steht dort der Teufel? Oder steht dort eine Armee aus Dämonen? Nein, da stehen Menschen wie wir. Wir kämpfen gegen unsere eigene Familie. Wir geben den anderen ein hässliches Gesicht. Wir drehen Filme über sie, wir schreiben Bücher über sie, wir nennen sie Kommunisten oder Kapitalisten. Der ehemalige US-Präsident Ronald Reagan nannte die Sowjetunion einmal das Reich des Bösen. Damit hat er unfreiwillig einen tiefen Einblick in die menschliche Psyche gegeben.

 


Heute ist es nicht anders. Warum hat Wladimir Putin die Ukraine angegriffen? Weil er Angst hat. Sein Drache ist die Nato, und er hält sich für den Weißen Ritter. Jeder Krieger glaubt, dass er der Gute ist, der die Welt rettet, und sein Feind ist der Böse, der die Welt bedroht. Aber wenn beide Seiten das glauben, kann es nicht stimmen. Dieses Denken und Fühlen ist einfach nur primitiv. Es ist Ausdruck einer Zivilisation, die sich auf einer niedrigen Stufe befindet. Aber wir müssen nicht dort stehen bleiben, wir können den nächsten Schritt machen. Wir können Frieden mit uns selbst schließen.

 

Kapitel 4: Nicht kämpfen, sondern auflösen

Was kann man tun, um aus dem Kreislauf der Gewalt auszubrechen? Grundsätzlich muss man sagen, dass jeder, der angegriffen wird, das Recht hat, sich zu verteidigen. Wenn man abends durch einen dunklen Park geht und jemand stürmt mit einem Messer in der Hand auf einen zu und ruft „Ich bring dich um, du Schwein!“, dann sollte man nicht zulassen, dass man zum Opfer wird. Man sollte dem Angreifer ausweichen und ihn entwaffnen –  notfalls mit Gewalt.

Auch Staaten haben das Recht, sich zu verteidigen – so wie die Ukraine im Falle des Angriffs durch die Russen. Besser ist es aber, eine Kultur zu schaffen, in der so etwas nicht mehr passiert. Das ist die Philosophie des Aufstiegs. Erkennen, wo wir uns in der Evolution befinden, und die Entwicklung zielgenau lenken.


 

Das heißt konkret: Wir müssen uns immer wieder vor Augen halten, dass Gefühle unsere wahre Realität sind. Wir treffen Entscheidungen auf Basis von Gefühlen. Wenn jemand Angst hat – wie Wladimir Putin –, dann wird er versuchen, diese Angst zu bekämpfen – auch durch einen Krieg, den er anzettelt. Und wenn ein ganzes Volk Angst hat, dann wird es ihm folgen.

Das Wissen darüber müssen wir in unserer Kultur fest verankern. Historiker dürfen sich nicht darauf beschränken zu sagen, wer den ersten Schuss abgegeben hat und wie viele Menschen getötet wurden. Das ist nicht nur dumm, sondern auch gefährlich. Denn durch diese unvollständige Sicht der Dinge können neue Ängste entstehen. Menschen werden sagen: „Seht ihr. Das Böse existiert. Wir müssen uns dagegen schützen. Wir brauchen mehr Waffen und Soldaten.“ Und damit geht der Kampf in die nächste Runde.


 

Das Fach Geschichte besteht zu einem großen Teil auch aus dem Fach Psychologie. Letztlich ist alles nur Psychologie. Das müssen wir den jungen Menschen sagen. In einer früheren Ausgabe dieser Reihe hatte ich gefordert, in der Schule das Fach Gefühlskunde einzuführen. Den Kindern werden darin zwei Grundwahrheiten vermittelt:

1. Gefühle sind unsere wahre Realität. Sie beeinflussen unsere Wahrnehmung der Welt und sie steuern unsere Entscheidungen.

2. Man sollte seine Gefühle weder verdrängen, noch sollte man sich von ihnen beherrschen lassen. Stattdessen sollte man sie bewusst wahrnehmen und ein inneres Gleichgewicht herstellen.

 


Die Erneuerung unserer Kultur klingt ganz einfach, aber es ist eine Herkules-Aufgabe. Sie wird gewaltige Anstrengungen erfordern, und sie wird sich über eine lange Zeit erstrecken. Es ist immer leicht zu sagen: „Der andere ist schuld, der andere ist böse.“ Dadurch fühlt man sich besser, man fühlt sich überlegen.

Viel schwerer ist es, dem anderen die Hand zu reichen und gemeinsam mit ihm die nächste Stufe zu erklimmen. Aber es lohnt sich. Auf der nächsten Stufe warten unter anderem: Raumschiffe, mit denen man in Windeseile das Universum durchqueren kann, und eine Medizin, die alle Krankheiten heilt. Aber das sind Themen für andere Folgen dieser Reihe.

 

Zusammenfassung:

1. Die Menschheit steigt auf der Evolutionsleiter immer weiter empor. Diese Entwicklung kann man nicht aufhalten, aber man kann sie bewusst steuern.

2. Grundlage des Menschseins sind Gefühle, nicht Gedanken.

3. Das Böse als mythische Urkraft existiert nicht. Es ist eine Illusion.

4. Verbrechen werden aufgrund von negativen Gefühlen begangen. Man sollte sie nicht bekämpfen, sondern auflösen.

So, das war’s mal wieder für heute. Mehr zur Philosophie des Aufstiegs gibt es in den nächsten Folgen. Ich sage danke für die Aufmerksamkeit, und alles Gute wünscht eurer

Konrad Pilger

 

Sonntag, 30. Oktober 2022

Manuskript zu Podcast Folge 14: Was ist der Mensch? Was ist der Sinn des Lebens? Die wahre Evolution.

Hallo Leute,

herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe Nummer vierzehn. Heute geht es um die grundlegenden Fragen: Was ist der Mensch? Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Und was ist der Sinn des Lebens? Auch heute kann ich mal wieder versprechen, dass zu großen Überraschungen kommen wird.




Wenn man einen Wissenschaftler nach der Definition des Menschen fragen würde, würde er wahrscheinlich sagen, dass der Mensch ein Säugetier ist, das zur Familie der Menschenaffen gehört. Er ist ein Zweibeiner, der aufrecht geht und auf dem Planeten Erde das intelligenteste Wesen ist. Entstanden ist der Mensch mehr oder weniger zufällig durch den Prozess der Evolution. Alles begann in der sogenannten Ursuppe, einer Mischung aus anorganischen Substanzen, in der sich einzellige Lebewesen bildeten, es kam zur ersten Zellteilung, später entwickelten sich höhere Lebewesen, die das Meer verließen, um das Land zu besiedeln.

An Land erwies es sich als praktisch, aufrecht zu gehen, weil man so einen besseren Überblick hat und leichter auf Bäume klettern kann. Ein ominöses Wesen tauchte auf, das heute als gemeinsamer Vorfahr von Menschen und Affen gilt. Aus ihm entwickelte sich über mehrere Stufen hinweg der Homo sapiens, der heute lebende, moderne Mensch, der die Erde beherrscht und sich anschickt, den Weltraum zu erobern.

Das ist eine sehr interessante Geschichte, doch leider ist sie zu großen Teilen falsch. Der Mensch ist nicht zufällig entstanden, sondern er ist das Ergebnis einer bewussten Planung. Der Mensch hat sich selbst erschaffen. Er ist auf die Erde gekommen, weil er auf diesem Planeten leben wollte, weil er hier sich hier selbst erfahren wollte - in seiner gesamten Vielfalt, mit all seinen Möglichkeiten.

Die Zeit vergeht nicht

Einer der wesentlichen Gründe für die Unwissenheit des Menschen ist, dass wir versuchen, alles in unsere Erfahrungswelt hineinzuzwängen. Jede neue wissenschaftliche Entdeckung wird mit menschlichen Maßstäben beurteilt. Das ist nicht von Vorteil. Besser wäre es, wenn man die Dinge aus einer universellen Perspektive beurteilen würde.

 


Das beste Beispiel dafür ist die Zeit. Noch immer haben wir das Phänomen der Zeit nicht verstanden. Was wir als Verstreichen der Zeit empfinden, ist nichts anderes als Bewegung. Ein Tag ist eine Drehung der Erde um ihre eigene Achse. Der Alterungsprozess ist Bewegung. Wenn Falten in unserem Gesicht auftreten, ist das eine sehr langsame Bewegung unserer Haut.

Dabei gibt es deutliche Hinweise darauf, dass die Zeit nicht vergeht. Vorgänge, die sich vorwärts ereignen, können sich auch rückwärts ereignen. Immer mehr Wissenschaftler zweifeln an dem Konzept des Zeitpfeils, in dem die Zeit nur in eine Richtung verläuft. Schon Albert Einstein sagte, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nur Illusionen sind, wenn auch sehr hartnäckige.

Das sollte uns zu denken geben. Wenn die Zeit nicht verstreicht, kann es auch keine Evolution geben. Jedenfalls nicht in dem Sinn, dass das eine aus dem anderen heraus entstanden ist. Der Mensch ist nicht in diese Welt gekommen, weil er und der Affe denselben Vorfahren hatten. Was wir als Entwicklungsgeschichte bezeichnen, ist nichts weiter als ein Ausdrücken verschiedener Formen. Es findet durchaus eine Evolution statt, aber sie wird heutzutage vollkommen falsch verstanden. Ursache des Problems ist auch hier das lineare Denken. Der Prozess des Erlebens oder des sich Ausdrückens ereignet sich nicht auf einer einzigen Zeitschiene.

Die wahre Evolution

Besser ist es, wenn man sich die Evolution ebenso wie die Zeit als einen Baum vorstellt. Der Baum besitzt keinen Anfang und kein Ende. Er wächst aus einem Mittelpunkt heraus, und er besitzt unendlich viele Äste, die sich in alle Richtungen ausbreiten. Der Baum wird immer größer, aber er wird niemals sterben.


Ein Beispiel: Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei? Die Antwort lautet: Weder noch. Nach unserer Zeitvorstellung ist das Ei mit der festen Schale in einem langen Evolutionsprozess entstanden. Zuerst gab es nur eine Art Schleim, mit zahllosen weichen Eiern. Die Hülle der Eier wurde im Laufe der Zeit – genauer gesagt im Laufe der Bewegung – zu der festen Schale, die wir heute kennen. Aus Tausenden Eiern wurde ein einziges. Aber diese Vorstellung ist falsch, weil wir das Leben nur aus unserer persönlichen Perspektive heraus betrachten.

Tatsächlich existiert die Bewegung in ihren vollen Breite, das heißt, der gesamte Prozess, mit allen Varianten des Eis – von weich bis hart. Die Bewegung hat immer existiert, und sie wird immer existieren. Darüber hinaus gibt es noch sehr viel mehr Ei- und Hühnervarianten, doch die können wir mit unseren Sinnen nicht wahrnehmen. Auf anderen Ästen des Baumes der Zeit leben wahrscheinlich Hühner, die grüne oder blaue Eier legen. Oder es gibt Hühner, die nicht einzelne Eier legen, sondern die sich aus einem Schleim heraus entwickeln, der dem Laich der Fische ähnelt. Dies geschieht in den wahrscheinlichen Welten, die ebenfalls eine Form von Realität besitzen. 

Das multidimensionale Wesen

All diese Welten zusammen – die materielle Welt, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen –  und die wahrscheinlichen Welten, ergeben zusammen eine Gesamtwirklichkeit. Der Mensch hat diese Gesamtwirklichkeit bewusst erschaffen, er ist kein zufälliges Produkt davon. Ursache war der Wunsch, sich selbst in allen Facetten zu erfahren.

 


In einem Leben, das nur in einer Version gelebt wird, ist der Erfahrungsprozess nicht zu bewältigen. Deshalb leben wir alle viele Leben in verschiedenen Varianten. Ich sprach bereits in Ausgabe dreizehn von Blick in die Zukunft über das Thema Wiedergeburt. Der Begriff selbst ist nicht ganz korrekt, weil er beinhaltet, dass die Geburt wiederholt in einer bestimmten Reihenfolge geschieht. Das ist falsch. Weil die Zeit sich nicht linear bewegt, können sich die Leben auch nicht nacheinander ereignen.

Besser ist der Begriff Parallelpersönlichkeit. Jeder Mensch lebt zu vielen Zeiten an vielen Orten. Wir sind Männer und Frauen, wir sind arm und reich, glücklich oder unglücklich, gebildet oder ungebildet, manchmal sterben wir schon als Kinder, und manchmal werden wir hundert Jahre alt.

Manch ein Hörer wird diese Aussage nicht verstehen. Er wird sagen, Parallelpersönlichkeiten gehören in den Bereich der Religion oder Esoterik. Das ist falsch. Die multidimensionale Persönlichkeit des Menschen ist Teil der Wissenschaft – nur noch nicht der heutigen Wissenschaft, sondern der „zukünftigen“.

Über das Thema Wiedergeburt ist schon viel publiziert worden. Das Problem ist, dass man sie derzeit nicht eindeutig beweisen kann. Auf verschiedenen Wegen ist es möglich, Erinnerungen an frühere Leben wachzurufen. Einer davon ist Hypnose. Ich rate jedoch davon ab. Man sollte verschiedene Leben nicht durcheinanderbringen. Jedes Leben hat eine bestimmte Aufgabenstellung, der man sich widmen sollte. Damit hat man genug zu tun. 

Der Planer

Der Prozess verläuft keineswegs zufällig, sondern geplant und koordiniert. Eine sehr wichtige Rolle spielt dabei das Höhere Selbst. Damit ist ein Teil unserer Persönlichkeit gemeint, der gewissermaßen über uns steht. Er entscheidet, wann und wo wir geboren werden, und er stellt einen Lebensplan auf. Dieser Plan beinhaltet Erfahrungen, die gemacht werden sollten. Zum Beispiel die Erfahrung von Überfluss, wenn wir ein reiches Leben führen, oder die Erfahrung von Mangel, wenn wir in Armut leben.

 


Das Höhere Selbst ist aber kein Puppenspieler, der uns an Fäden festhält und uns durch das Leben führt. Der freie Wille ist keine Illusion. Wir können den geplanten Weg einschlagen – oder einen völlig anderen. Die gewünschte Erfahrung muss dann aber in einer anderen Welt nachgeholt werden.

Interessanterweise ist dieser Teil unserer Persönlichkeit der Menschheit schon längst bekannt. In der indischen Philosophie bezeichnet man ihn als Atman. Laut Wikipedia handelt es sich dabei um das absolute Selbst, die unzerstörbare ewige Essenz des Geistes. Dieser Wesenskern ist nicht erkennbar, er ist unveränderlich und existiert ewig.

Jetzt stellt sich die Frage, warum wir nichts von Atman oder dem Höheren Selbst wissen? Warum zeigt sich dieser Teil von uns nicht? Warum gibt er uns nicht Tipps und Hinweise, die das Leben erleichtern könnten? Die Antwort ist einfach: Weil das Gesamtkonzept dann nicht funktionieren würde. Wir könnten zum Beispiel nicht die Erfahrung von Einsamkeit machen, wenn wir wüssten, dass wir ständig von Wesen aller Art umgeben sind. Es würde auch niemand ein Fußballspiel ansehen, wenn das Ergebnis schon vorher feststeht. Kein Wissenschaftler würde eine komplizierte Versuchsanordnung errichten, wenn ihm das Ergebnis einfach so in den Schoß fallen würde. Wir müssen uns selbst anstrengen. 

Angst als Machtmittel

Eine weitere Frage drängt sich auf: Warum bringt man im westlichen Kulturraum der Idee der Wiedergeburt oder der Parallelpersönlichkeiten so wenig Wertschätzung entgegen? Das hängt mit unserem Entwicklungsstand zusammen. Der Mensch ist primitiv, er lebt noch immer seine niederen Instinkte aus. Das sieht man zum Beispiel an den vielen Kriegen, die rund um den Erdball geführt werden, und an den vielen Verbrechen, die in allen Gesellschaften verübt werden.

Wir beschäftigen uns noch immer damit, Angst und Wut auszuleben. Ängstliche Menschen versuchen, Macht zu gewinnen. Macht bedeutet Reichtum. Wer reich ist, muss nicht hungern oder unter freiem Himmel campieren. Macht bedeutet auch, über andere zu herrschen. Wer andere beherrscht, fühlt sich nicht von ihnen bedroht.


 

Ein wichtiges Herrschaftsmittel ist die Vorstellung vom einmaligen Leben. Wer nur einmal lebt, bekommt keine zweite Chance. Alles muss in diesem einen Leben erledigt werden. Im Weltlichen heißt das: Du musst möglichst viel Erfolg haben, beruflich und privat. Du musst viel Geld verdienen, eine Karriere machen, ein großes Haus besitzen, ein schnelles Auto fahren, jedes Jahr einen aufregenden Urlaub verbringen.

In der Theologie heißt das: Du musst ein gottgefälliges Leben führen. Du musst anständig sein, darfst keine Sünde begehen. Falls dein Leben Gott nicht gefällt, kommst du in die Hölle. Du wirst für immer leiden. Also tu das, was wir – die Theologen – dir sagen. Dafür erwarten wir natürlich eine Entschädigung. Du musst uns Geld spenden oder Kirchensteuern zahlen. Es ist ja nur zu deinem Besten.

Um es klar und deutlich zu sagen: Es handelt sich hierbei nicht um eine organisierte Verschwörung. Politiker und Theologen kommen nicht zusammen, um gemeinsam zu planen, wie man die Bevölkerung mithilfe von Religion unterdrücken kann. Diese Menschen leben unbewusst ihre Gefühle aus. Sie haben Angst. Und die Angst bekämpfen sie, indem sie Macht anhäufen. 

Unendliche Freiheit

Im Vergleich dazu bietet das Konzept der Parallelpersönlichkeiten viel mehr Vorteile. Man kann frei von Angst leben. Wir werden niemals sterben. Der Tod ist nur ein Übergang in eine andere Welt. Wir werden auch nicht endgültig von unseren Lieben getrennt sein. Wenn ein Freund oder ein Familienangehöriger stirbt, ist das nur eine Trennung auf Zeit. Er oder sie ist vorangegangen, man selbst kommt später nach. Man sieht sich immer wieder.

Es ist auch nicht schlimm, wenn etwas in diesem Leben nicht gelingt. Angenommen, jemand träumt davon, eine große Karriere als Musiker zu machen. Aus irgendeinem Grund gelingt es nicht. Vielleicht, weil man falsche Entscheidungen getroffen hat. Man engagiert einen Manager, der mit der Kasse durchbrennt, oder man spielt Musik, die nicht den Geschmack des Publikums trifft. Völlig egal. Wenn es in diesem Leben nicht gelingt, dann eben im nächsten.

 


Das soll nicht heißen, dass man sich als Musiker nicht anstrengen soll. Oder dass man nicht um einen geliebten Menschen trauern soll. Aber es bedeutet, dass man nicht übermäßig leiden muss unter Erfolglosigkeit oder Trauer. Und schon gar nicht muss man daran verzweifeln. Es gibt immer Auswege. Das Multiversum stellt uns unendlich viel Zeit und Energie zur Verfügung.

Angesichts dieser phänomenalen Größe eines jeden Menschen erscheinen die Konflikte, die uns hier auf der Erde beschäftigen, als kleingeistig, dumm und lächerlich. Wir streiten uns über Land, wir streiten uns darüber, ob eine Grenze etwas weiter östlich oder westlich verlaufen sollte, wer in einer politischen Frage recht hat, wer in einem Konflikt angefangen hat oder wie die korrekte Bezeichnung einer Person lautet. All das basiert auf Angst. Angst davor, dass man nicht genügend Platz zum Leben hat, genug zu Essen oder zu Trinken. Angst davor, dass jemand einem etwas wegnehmen könnte. Angst davor, dass ein schlechter oder böser Mensch Macht gewinnen könnte.

Die Idee von Mangel, die Idee der einen Chance und des einen Lebens ist ein gewaltiger Irrtum. Tatsächlich ist es so, dass alles in unendlicher Fülle zur Verfügung steht. Es gibt mehr als genug Raum, Zeit und Energie. Wir müssen uns nur darüber bewusst werden. 

Der göttliche Kreislauf

Zwei Fragen sind noch offen: Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Beide Fragen sind eng miteinander verknüpft. Bei der Beantwortung hilft uns wieder die indische Philosophie. Dort kennt man den Begriff Brahman. Damit ist die höchste Bewusstseinsebene gemeint. Das, was ganz oben ist, der Himmel, die Chefetage. Die unveränderliche, die unendliche Wirklichkeit, die für uns leider unvorstellbar ist.

 


Wir alle sind von dort oben aufgebrochen und wir werden dorthin zurückkehren. In der Zwischenzeit machen wir unsere Erfahrungen in der realen Welt, die wir täglich mit unseren Sinnen erfahren, und in unzähligen wahrscheinlichen Welten, die auch sinnlich erfahrbar sind – nur nicht mit dem Tagesbewusstsein, das jetzt diese Worte hört oder liest.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Mensch ein multidimensionales Wesen ist. Wir alle leben an vielen Orten und zu vielen Zeiten. Wir erfahren uns selbst in zahllosen Varianten, als Männer, Frauen, Kinder, Kleine, Große, Arme, Reiche, Kluge und Dumme. Wir besitzen unendlich viel Zeit und Energie. Es besteht kein Anlass, um vor irgendetwas Angst zu haben. Es ist auch nicht nötig, um etwas zu trauern oder zu verzweifeln. Alles wird von uns selbst erschaffen. Ein Mal oder eine Million Mal. Die Erfahrung kann einen Tag dauern oder ein ganzes Jahrtausend. Man kann einen Fehler unendlich oft wiederholen, oder man lernt schon beim ersten Mal daraus. Es liegt alles in unserer Hand. Das ist der Sinn des Lebens. Sich selbst erfahren und dabei lernen und wachsen.

Mehr lernen könnt ihr auch in den nächsten Folgen von Blick in die Zukunft. Ich kann euch versprechen, es wird auch weiterhin zu großen Überraschungen kommen. Für heute sage ich mal wieder: Danke für eure Aufmerksamkeit. Und: Alles Gute wünscht

Euer Konrad Pilger

Dienstag, 10. Mai 2022

Manuskript zu Podcast Folge 10: Die Zukunft der Medizin. Kann man sich selbst heilen?

 Hallo Leute,

herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe Nr. 10. Heute beantworte ich zwei wichtige Fragen: Wie sieht die Zukunft der Medizin aus? Und: Ist es möglich, sich selbst von schweren Krankheiten zu heilen? Ich kann euch versprechen, dies wird eine sehr aufschlussreiche Folge werden, die – auf lange Sicht – eine große Wirkung entfalten wird. Aber jetzt schwinge ich keine großen Vorreden, sondern steige direkt ins Thema ein.

 


Heutzutage wird die Medizin von zwei Faktoren geprägt: der sogenannten Apparatemedizin und der Pharmaindustrie. Apparatemedizin bedeutet, dass sich Ärzte bei der Heilung ihrer Patienten vor allem auf technische Geräte verlassen, womit alles vom Personalcomputer bis hin zum Kernspintomographen gemeint ist. Die Pharmaindustrie ist ein bedeutender Wirtschaftszweig, der zwar hervorragende Arzneimittel produziert, aber auch in der Kritik steht, weil viele Unternehmen mehr Geld in Marketing investieren als in die Forschung. Diese beiden Faktoren – Apparatemedizin und Pharmaindustrie – werden in der Zukunft keine große Rolle mehr spielen. 

Die kommende Revolution

In früheren Folgen dieser Reihe habe ich zwei wichtige Erkenntnisse aus der Naturwissenschaft vorhergesagt, die heute noch unbekannt sind, aber bald schon großes Aufsehen erregen werden: die Vesmas und das wahre Wesen der Zeit. Vesmas sind winzig kleine Energieeinheiten, aus denen der Raum, die Zeit und die Materie bestehen. Die Zeit vergeht nicht, sie ist immer, und sie wächst wie ein Baum in alle Richtungen.

Die gesamte Materie besteht aus extrem feinen und flüchtigen Partikeln, die noch kleiner als die Elementarteilchen sind. Die Vesmas habe ich in Folge sechs von Blick in die Zukunft vorgestellt. Das bedeutet, dass auch alle biologischen Körper aus diesen Emanationen erschaffen werden – und mit ihnen die Krankheiten, unter denen sie leiden.


Letztendlich ist alles Psychologie. Jedes Ding, jedes Wesen und jedes Ereignis besteht aus Gedanken und Gefühlen. Die Energieströme werden von jeder Bewusstseinsform ausgesandt. Wenn sie stark genug sind, manifestieren sie sich mit Hilfe der Vesmas in unserer Welt. Wir nehmen sie wahr als Häuser, Bäume oder Menschen, wir erleben sie als gesund oder als krank. Das ist im Grunde alles, was existiert: Gedanken und Gefühle.

Später einmal – in etwa fünfzig bis hundert Jahren – wird man in der Lage sein, diesen Schöpfungsprozess mit technischen Mitteln abzubilden. Erst wird man die Vesmas hören, dann wird man sie sehen. Die Menschen der späteren Generationen – die jetzt bereits leben – werden die Energieströme in Töne und Bilder umsetzen. Dadurch erkennen sie, ob sich ein Patient im energetischen Gleichgewicht befindet. Wenn die Energien, also die Gedanken und Gefühle ausgeglichen sind, ist der Mensch gesund. Sind sie im Ungleichgewicht, ist er krank. Das ist das Geheimnis der Gesundheit. 

Esoterik oder Wissenschaft?

Es gibt eine Heilungsmaschine, die sich bereits unzählige Male bewährt hat. Man kennt sie in vielen realen und wahrscheinlichen Welten, und man kennt sie auf vielen Planeten, in vielen Universen. Ich schlage einen Namen für sie vor: die Aura-Waage. Die Aura ähnelt dem Astralleib, den wir aus der vedischen Philosophie kennen. Damit ist ein strahlend leuchtender Körper gemeint, der den biologischen Körper umgibt und von hellsichtig begabten Menschen wahrgenommen werden kann. Einige Zuhörer werden jetzt vielleicht sagen: Das ist mir zu esoterisch. Das glaube ich nicht. Aber das ist ein Irrtum. Die Aura wird im Moment noch in den Bereich der Esoterik eingeordnet. Bald schon wird sie von der Wissenschaft anerkannt sein.

 

Die Entwicklung ist vergleichbar mit der Entdeckung der Neutrinos. Diese Elementarteilchen waren der Wissenschaft lange unbekannt. Wolfgang Pauli hat sie 1930 erstmals vorgeschlagen, 1956 wurden sie im Experiment nachgewiesen. Neutrinoreaktionen zu messen ist extrem schwierig, weil sie nur sehr kleine Wirkungsquerschnitte haben. Man braucht dafür riesige Maschinen, die sehr gut abgeschirmt sein müssen, und die müssen auch noch viele Jahre in Betrieb sein, um brauchbare Daten zu ermitteln.

Mit den Vesmas wird es ähnlich sein. Die ersten Detektoren werden so groß wie ein Haus sein, viel Energie verschlingen und wahnsinnig viel Geld kosten. Aber mit der Zeit werden sie schrumpfen und ihre Leistung vervielfachen. Die Aura-Waage wird einmal so groß sein, dass man sie in jeder Arztpraxis installieren kann. Und dann wird ein goldenes Zeitalter der Medizin anbrechen.

 

Der Patient der Zukunft stellt sich vor oder legt sich unter eine Maschine, die ein wenig einem Röntgenapparat ähnelt. Sensoren messen die Aura des Körpers und stellen sie auf einem Bildschirm dar. Der Arzt erhält Informationen über jedes einzelne Organ. Anhand von Farben und Tönen erkennt man, in welcher Verfassung sich der Patient befindet. Krebsgeschwüre beispielsweise erscheinen als dunkle Schatten. Um sie zu beseitigen, ist keine Operation, keine Bestrahlung und kein Medikament notwendig. Das wichtigste Instrument sind die Gedanken und Gefühle des Patienten, die er nach Anweisungen des Arztes bewusst verändert. Dabei spielen auch Geräusche eine wichtige Rolle. Für heutige Zeitgenossen ist es schwer zu verstehen, aber ein Patient dieser Einrichtungen wird sogar ein bisschen singen, um sich selbst zu heilen. Ich sagte ja bereits, dass Vesmas auch in Tönen dargestellt werden. Mithilfe der Aura-Waage erhält der Patient sein Gleichgewicht zurück. Die Erfolgsquote einer solchen Behandlung liegt bei einhundert Prozent. 

Selbstheilung – aber nur für Könner

Das Grundprinzip kann man heute schon anwenden. An dieser Stelle muss ich einen Einschub machen. Wer heute krank wird, sollte auf jeden Fall zu einem Arzt oder einer Ärztin gehen. Und zwar zu jemanden, der sein Handwerk an einer Universität gelernt hat, einen Abschluss und eine Zulassung besitzt. Man sollte sich keinesfalls in die Hände eines Wunderheilers oder Quacksalbers begeben. Diese Leute richten meist nur Schaden an und verlangen dafür auch noch eine Menge Geld.

Trotzdem ist es möglich die Selbstheilungskräfte zu aktivieren, über die jeder Mensch verfügt. Spontanheilungen und der Placeboeffekt sind der Wissenschaft längst bekannt. Es sind zahlreiche Fälle dokumentiert worden, in denen sogar schwere Krebserkrankungen beinahe über Nacht verschwanden. Auch hier waren Vesmas beteiligt. Bald werden Wissenschaftler diese Fälle genauer unter die Lupe nehmen und zu erstaunlichen Erkenntnissen gelangen. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

Zunächst einmal muss man sich darüber bewusst sein, was eine Krankheit ist – nämlich das äußere Abbild eines inneren Zustands. Es gilt ein ganz einfacher Grundsatz: Wie innen, so außen. Jede Krankheit – vom Schnupfen bis zum bösartigen Tumor – wird immer von demjenigen erschaffen, der sie erlebt. Es gibt keine Ausnahme. Alles ist Psychologie, alles besteht aus Gedanken und Gefühlen.

 

Man könnte nun einwenden, dass bestimmte Ereignisse – beispielsweise eine Viruserkrankung – von außen kommen. Das ist teilweise richtig. Es stimmt, das Virus springt von einem Menschen auf den anderen. Trotzdem sind hier gewaltige psychische Prozesse im Gange, die der Wissenschaft noch völlig unbekannt sind. Eine Pandemie – etwa AIDS oder Corona – ist das Ergebnis einer emotionalen und gedanklichen Schieflage der gesamten Menschheit. Diese Schieflage wird uns jeden Tag in den Nachrichten angezeigt, die nur so strotzen vor  Konflikten, Streit, Gewalt und Verbrechen. Es scheint so, als ob die Erdbevölkerung ständig einen Krieg gegen sich selbst führen würde. Energien suchen nach Ausdruck – positive ebenso wie negative. Angst und Wut können sich in äußeren Vorgängen entladen: Stürme, Erdbeben und Viruserkrankungen. Spätere Generationen von Wissenschaftlern werden über dieses Phänomen ganze Bibliotheken verfassen. 

Bereit zum Andocken?

Aber warum erkranken einige Menschen an dem Virus und andere nicht? Warum sterben einige daran, während andere die Infektion nicht einmal bemerken? Auch hier ist die Antwort sehr einfach: Weil die Opfer die Krankheit selbst einladen. Sie öffnen die Türen, sie machen die Andockstation bereit, sie lassen sich überfallen. Obwohl die Patienten von diesen Vorgängen nicht einmal den Hauch einer Ahnung haben, obwohl sie vermutlich alles abstreiten würden, wenn sie davon wüssten, wurde doch der gesamte Krankheitsverlauf von ihnen selbst erschaffen.

Ursache ist immer ein gedankliches und emotionales Ungleichgewicht. Wer Angst empfindet, schwächt seinen Körper. Wer in der Zeitung von einer Pandemie liest und sich denkt „Mich erwischt es bestimmt auch bald“, der legt das Fundament für seine Erkrankung. Das Virus – das auch eine schwache Form von Bewusstsein besitzt – erkennt die Lücke in der Abwehr und marschiert gnadenlos hindurch. Die Folge ist eine Grippe, eine HIV-Erkrankung oder eine Infektion mit COVID-19.

Bei Krebs verhält es sich ähnlich. Körperzellen mutieren nicht ohne Grund. Sie machen das, was ihnen vom inneren Selbst vorgegeben wird. Das innere Selbst ist ein psychisches Gebilde, das ich in späteren Folgen vom Blick in die Zukunft erklären werde. Für heute reicht es zu wissen, dass jeder Mensch über ein inneres und ein äußeres Selbst verfügt. Das äußere Selbst ist der Körper, den wir sehen können. Das innere Selbst lässt sich nur indirekt nachweisen, mithilfe von psychologischen Methoden, die noch entwickelt werden müssen. Auch hier steht der Menschheit am Anfang eines langen Weges.

Ein einfaches Beispiel: Wenn ein Mensch Lungenkrebs bekommt, steckt dahinter oft der jahrelange Konsum von Tabak. Das Rauchen von Zigaretten ist eine Sucht. Eine Suchterkrankung ist ein Zeichen eines inneren Ungleichgewichts. Ein Mensch, der mit sich selbst im Reinen ist, braucht seinem Körper nicht ständig eine Droge zuzuführen und erleidet deshalb auch keine Folgeerkrankung.

Dasselbe Prinzip gilt auch für die Fälle, in denen der Auslöser nicht so leicht zu erkennen ist. Magen- oder Darmkrebs kann beispielsweise durch eine tiefe Unzufriedenheit ausgelöst werden. Ein Mensch ist mit seiner Lebenssituation nicht zufrieden. Im Beruf kommt er nicht voran, die Familie macht nicht, was er will, das Geld ist knapp, die Nachbarn sind viel besser gestellt, und jetzt wird vor dem Haus auch noch eine Baustelle eingerichtet, die ihm furchtbar auf die Nerven geht. Das alles erzeugt negative Gefühle: Neid, Angst, Wut, tief sitzender Ärger. Diese Gefühle besitzen eine Form von Energie, nämlich Vesmas, die irgendwo hinmüssen. Das innere Selbst entscheidet, sie in den Bauch zu lenken. Die Folge ist vielleicht ein Magengeschwür. Auf diese Weise versucht das innere Selbst, das Gleichgewicht wiederherzustellen.

 

Der Geist, der den Körper bewohnt, hat nun die Chance, sein Leben zu verändern und sich selbst zu heilen. Wenn er es nicht tut, wird die Sache schlimmer werden. Am Ende entsteht vielleicht Magenkrebs und es folgt ein zu früher Tod. Damit ist selbstverständlich keinerlei Schuld verbunden. Niemand ist schuld an einer Krankheit, man wird auch nicht für irgendetwas bestraft, für eine Sünde oder ein Verbrechen. Aber es gilt das Prinzip von Ursache und Wirkung. Jeder Mensch ist selbst der Urheber seines Schicksals.

Für heutige Ohren klingt das noch ziemlich unwahrscheinlich. Später einmal werden Mediziner für die Erforschung dieser Zusammenhänge Nobelpreise gewinnen. Nicht nur zwei oder drei, sondern Dutzende. Alles ist bereits in wahrscheinlichen Welten vorgeformt.

Bis diese komplexen Vorgänge von der Wissenschaft verstanden werden, werden noch mindestens hundert Jahre vergehen. Erst einmal muss man die Vesmas entdecken, dann muss man ihren Einfluss auf die menschliche Gesundheit begreifen, und dann erst kann man sich daran machen, die von mir erwähnte Aura-Waage zu entwickeln. Es kann aber auch sehr viel früher geschehen. Zwar existieren bereits alle zukünftigen Ereignisse, aber die Zukunft ist dennoch nicht vorherbestimmt. Vesmas sind enorm flexibel. Wir können die Entdeckungen und Erfindungen von uns wegstoßen, wir können sie aber auch näher an uns heranziehen. Es kommt darauf an, wie wir uns entscheiden. 

Die sechs Schritte der Heilung

Die Frage stellt sich auch bei der Selbstheilung. Glaubt man an diese Urkraft, die jeder menschliche Körper besitzt, oder glaubt man nicht daran? Wenn man glaubt, heilt man sich selbst. Wenn man nicht glaubt, ist man auf die Schulmedizin angewiesen. Es gibt aber einige Tricks, mit denen man die Selbstheilungskräfte entfesseln kann. Ich verrate sie jetzt.

1. Ratschlag: Die Zellen direkt ansprechen. Was ich jetzt sage, klingt für die meisten Zeitgenossen wahrscheinlich ziemlich verrückt, aber auch unsere Körperzellen besitzen ein Bewusstsein. Jede einzelne der Billionen Zellen kann bis zu einem gewissen Grad denken und fühlen, sie kennt ihre Aufgabe und sie kennt den Menschen, dessen Körper sie gemeinsam mit anderen Zellen bildet. Auch diese Aussage ist im Moment nicht zu beweisen.


Ich stelle euch eine kurze Zwischenfrage: Wo ist die untere Grenze des Bewusstseins? Ein Mensch besitzt zweifellos eine Form von Bewusstsein. Ihr hört oder lest diese Worte, denkt darüber nach, amüsiert euch vielleicht darüber oder – was das Beste ist – ihr lernt daraus. Intelligente Tiere wie Affen, Delfine oder Krähen besitzen ebenfalls ein Bewusstsein. Sie können Werkzeuge gebrauchen, erkennen ihr Spiegelbild und besitzen ein Sozialverhalten. Viele Tiere sind in der Lage Emotionen auszudrücken. Hunde freuen sich, wenn ihre Besitzer nach Hause kommen. Was ist mit Ratten oder Mäusen? Sie kümmern sich hingebungsvoll um ihren Nachwuchs. Besitzen sie ein Bewusstsein? Was ist mit Insekten? Mit Viren und Bakterien? Und was ist mit Pflanzen? Haben sie einen Willen zum Leben? Oder laufen Prozesse wie die Fotosynthese automatisch ab? Und was ist mit Sand und Gestein? Sind sie vollkommen leblos oder steckt vielleicht auch in ihnen ein Funken Bewusstsein?

Die Antwort lautet in sämtlichen Fällen: Ja, es sind bewusste Seinsformen. In allen Wesen und Dingen steckt eine Form von Bewusstsein. Es variiert sehr stark, man kann einen Menschen nicht mit einem Felsbrocken gleichsetzen. Aber trotzdem ist sich alles und jedes seiner Selbst bewusst. Sonst würde es nicht existieren. Auch das ist ein gewaltiges Forschungsgebiet, das bislang kaum beachtet wurde.

Zurück zu den Körperzellen. Sie sind faszinierende Geschöpfe, die uns einen großen Dienst erweisen. Ohne sie könnten wir unsere Leben nicht leben. Deshalb schulden wir ihnen Respekt und Dankbarkeit. Und das sollten wir auch zum Ausdruck bringen. Wir sollten jeden Tag zu unseren Zellen sprechen. Nicht bloß in Gedanken, sondern laut und deutlich ausgesprochen. Wir sollten Dinge sagen wie: „Hallo, liebe Körperzellen. Ich danke euch für eure Dienste. Auch heute haben wir einen wundervollen Tag vor uns, den wir gemeinsam erleben werden.“ Oder am Abend: „Ich danke euch, dass ihr mir ermöglicht habt, diesen Tag zu erleben.“


Im Falle einer Krankheit sollte man sagen: „Danke, liebe Körperzellen, dass ihr mir diese Botschaft überbracht habt. Ich verstehe den Sinn dieser Krankheit. Ich weiß, dass ich ihr Schöpfer bin. Ich werde in Zukunft sorgsamer leben, ich werde mich wieder ins Gleichgewicht begeben. Bitte helft mir dabei, gesund zu werden.“

Wenn ihr das zum ersten Mal tut, werdet ihr euch wahrscheinlich lächerlich vorkommen. Andere werden vielleicht sogar darüber lachen. Für Außenstehende sieht es so aus, als ob ihr Selbstgespräche führen würdet, aber das stimmt nicht. Ihr habt Zuhörer, Billionen Zuhörer. Jede einzelne Zelle wartet nur darauf, dass ihr sie anerkennt und euch meldet. Laut, deutlich und regelmäßig. Das ist das Zeichen eines geistigen Wachstums.

2. Der zweite Ratschlag hängt eng mit dem ersten zusammen: Ihr solltet die Medizin und die Heilmethoden begrüßen. Eine Kopfschmerztablette oder eine Salbe besitzt kein eigenes Bewusstsein, sondern lediglich ihre Bestandteile verfügen darüber. Aber auch in diesem Fall sind die Körperzellen beteiligt. Sie merken, da kommt etwas, das den Organismus beeinflusst. Die Medizin sollte angekündigt werden, und es sollte beschrieben werden, was das Ziel ihrer Einnahme ist. Beispiel: „Hallo, liebe Tablette. Ich grüße dich. Du wirst uns dabei helfen, unsere Krankheit zu heilen.“ Jedes einzelne Wort wird von Billionen Zellen gehört und verstanden werden und einen Heilungsprozess auslösen.


3. Bildlich vorstellen. Ihr dürft das, was ich hier erkläre, nicht einfach nur so vor euch hinbrabbeln, so wie man nebenbei ein Liedchen summt. Ihr müsst euch die Krankheit und den Heilungsprozess in möglichst starken Bildern vorstellen. Hier ein paar Beispiele: Ein Geschwür könnt ihr euch wie einen Schatten vorstellen. Erst ist er dunkel und bedrohlich, aber dann geht die Sonne auf und der Schatten verschwindet. Oder: Mutierte Zellen breiten sich wie Seifenblasen in eurem Körper aus. Aber dann kommt die richtige Medizin und die richtige Behandlung und die Seifenblasen tun das, was sie immer tun: sie zerplatzen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Denkt euch selbst Bilder aus, unterlegt sie mit Tönen und Gerüchen, sprecht das, was ihr denkt, laut aus und wiederholt es. Je öfter ihr eure geistigen Übungen macht, umso schneller werdet ihr gesund.

4. Eine heilsame Umgebung erschaffen. Dieser Ratschlag bezieht sich vor allem auf die Menschen, die euch umgeben. Krankheiten entstehen durch Vesmas. Damit sind winzig kleine Energieeinheiten gemeint, die von jedem Bewusstsein ausgestoßen werden. Menschen erschaffen damit die Welt, in der sie leben – obwohl sich die meisten darüber nicht bewusst sind. Sie merken auch nicht, dass ihre Gedanken und Worte den Gesundheitszustand anderer Menschen beeinflussen. Vielleicht kommen euch folgende Sätze bekannt vor: „Du warst doch schon immer kränklich, dein ganzes Leben lang.“ Oder: „Diese Krankheit ist in eurer Familie weit verbreitet. Du wirst sie bestimmt auch kriegen.“ Oder: „Du hast deine Medizin zu früh oder zu spät genommen, du hast zu viel oder zu wenig Wasser getrunken, du hast dich falsch ernährt, den falschen Arzt konsultiert, die falschen Freunde, die falsche Lebensweise, Mecker, Mecker, Mecker.“

Von dieser Sorte Mensch gibt es leider sehr viele. Sie torpedieren bewusst oder unbewusst eure Versuche, gesund zu werden. Vesmas bilden Muster. Je mehr Menschen daran beteiligt sind, umso stärker sind sie. Deshalb müsst ihr – auch wenn es schwerfällt – diese Menschen aus eurer Umgebung verbannen. Erst nach erfolgter Heilung könnt ihr wieder Kontakt mit ihnen aufnehmen.

5. Sich selbst ins Gleichgewicht bringen. Dieses Thema habe ich bereits angeschnitten. Viele Menschen verspüren eine tiefsitzende Unzufriedenheit. Sie wollen mehr Geld haben, mehr Anerkennung, mehr Macht, mehr freie Zeit, mehr von irgendetwas. Denkt über euch selbst nach. Macht eine Analyse eurer Lage. Stellt euch wichtige Dinge vor – eure Wohnung, euer Auto, euer Arbeitsplatz, eure Freunde und Familie – und achtet dabei auf eure Gefühle. Sind sie positiv oder negativ? Freut ihr euch, oder empfindet ihr Ärger und Wut? Stellt euch eine Waage vor. Sind die Schalen im Gleichgewicht, oder berührt eine den Boden, während die andere hoch oben in der Luft baumelt?


Die Aussagekraft dieses Bildes ist enorm. Jeder sollte wissen, was er zu tun hat, wenn die Waage nicht ausgeglichen ist. Macht klar Schiff. Werft überflüssigen Ballast über Bord. Und wenn es mal ganz schlimm kommt: Dreht das Schiff in den Sturm. Durchschneidet mit eurem Bug die Wellen. Trotzt dem Wind. Nach jeder Ebbe kommt die Flut. Ihr merkt sicher schon, was ich hier tue. Ich erschaffe eine bildliche Vorstellung. Jedes starke Bild wird Wirklichkeit. Aber auch hier gilt: Es reicht nicht, wenn man es nur einmal macht. Die Waage muss dauerhaft im Gleichgewicht sein. Wenn ihr es nicht tut, übernimmt euer Körper den Job – und das könnte unangenehm werden.

6. Und das ist die größte Herausforderung: das plärrende Radio. Viele von euch werden jetzt vielleicht sagen: „Das ist ja alles ganz interessant, was der Konrad Pilger da von sich gibt. Aber“, und jetzt kommt es, „aber das ist ja gar nicht bewiesen. Das ist doch total unwissenschaftlich. Das ist Esoterik. Der Kerl will doch nur Geld verdienen. Das kennt man doch schon aus diesen Lebenshilferatgebern. Die behaupten auch immer, man kann alles erreichen, wenn man nur fest genug daran glaubt. Aber bei mir hat das nie funktioniert. Ich habe mir immer gewünscht, sechs Richtige im Lotto zu haben, und ich bin immer noch arm wie eine Kirchenmaus.“

Genau das ist das Problem: der bohrende Zweifel. Man muss an dieser Stelle fragen: Was ist der Kerngedanke? Was ist das Kerngefühl? Noch mal zur Erinnerung: Alles besteht aus Gedanken und Gefühlen. Sie formen mithilfe der Vesmas die Welt, in der wir leben. Wenn der Kerngedanke lautet: „Das ist alles Quatsch, daran glaube ich nicht, es kann nicht funktionieren“ und das Kerngefühl ist ein Widerwille oder Angst vor dem Unbekannten, dann wird auch genau das verwirklicht werden. Es funktioniert nicht, die Heilung findet nicht statt.


Es ist so ähnlich wie ein plärrendes Radio in der Nachbarschaft. Ständig hört man diese furchtbare Stimme oder diese schreckliche Musik, die man nicht ertragen kann, aber der Nachbar weigert sich, das Radio abzuschalten. Morgens, mittags, abends, nachts, immer ist der bohrende Zweifel vorhanden. Damit sabotiert ihr euch selbst.

Kann man denn gar nichts tun, um das Radio abzuschalten? Doch, man kann sogar sehr viel machen, einiges habe ich bereits erwähnt. Starke Bilder schaffen, es laut aussprechen und es ständig wiederholen. Auch dazu verrate ich einige Tricks und Kniffe.

Beispiel a: Erfolgserlebnisse analysieren. Jeder Mensch hat in seinem Leben Erfolge erzielt. Vielleicht ist es euch schon mal gelungen, einen Marathon zu laufen. Dann stellt euch die Frage: Was war hier der Kerngedanke und das Kerngefühl? Vielleicht habt ihr gedacht: Wenn andere Menschen einen Marathon laufen können, kann ich das auch. Vielleicht habt ihr es euren Freunden gegenüber laut ausgesprochen. Vielleicht habt ihr es auch viele Male wiederholt. Und dann seid ihr angefangen zu laufen. Erst einen Kilometer, dann zwei, dann drei, später folgte ein Halbmarathon, und schließlich seid ihr einen ganzen gelaufen. Das ist der Prozess der Schöpfung. Diesen Kerngedanken und dieses Kerngefühl müsst ihr wieder in euch hervorholen und abermals zum Ausdruck bringen.


Beispiel b: Vorbilder suchen. Auch das mag kurios erscheinen, aber denkt mal an eine Person wie Donald Trump. Er war Präsident der Vereinigten Staaten, obwohl es kaum einen Menschen gibt, der weniger für diesen Posten geeignet ist. Neben einigen anderen Faktoren war vor allem eines für seinen Wahlsieg verantwortlich: Trumps starker Wille. Ihr kennt alle sein Auftreten, seine Körpersprache, seine Mimik, die Aussagen in seinen Interviews. Trump hat den Willen zur Macht. Deshalb ist er ins Weiße Haus eingezogen. Und wenn der Typ so etwas zustande bringt, dann könnt ihr auch gesund werden.

Beispiel c: Fortschritte anerkennen. Wenn ihr die Methoden, die ich hier vorstelle, anwendet und sich erste Erfolge einstellen, dann sagt nicht: „Och, das war Zufall.“ Oder: „Die Medikamente haben endlich angeschlagen.“ Sondern sagt: „Ja, Konrad Pilger hat recht. Es funktioniert. Meine Körperzellen und ich haben zusammengearbeitet. Ich danke euch, liebe Zellen. Wir sind stark und gesund. Wir führen ein langes und glückliches Leben.“

Wenn ihr all das beherzigt, was ich in diesem Podcast oder Video erklärt habe, dann verbessert ihr nicht bloß eure Chancen auf Heilung, sondern ihr werdet geheilt. Hundertprozentig, mit absoluter Sicherheit. Und wenn es nicht auf Anhieb klappt, dann habt Geduld und probiert es wieder und wieder, bis sich die gewünschten Resultate einstellen.

Ich wiederhole es noch einmal im Schnelldurchlauf.

1. Sprecht mit euren Körperzellen. Sie haben ein Bewusstsein und hören jedes Wort.

2. Begrüßt die Medizin und die Heilmethoden.

3. Stellt euch die Heilung bildlich vor und sprecht es laut und deutlich aus.

4. Schafft eine heilsame Umgebung. Trennt euch von Menschen, Dingen und Angewohnheiten, die euch nicht gut tun.

5. Bringt euch selbst ins Gleichgewicht. Löst Wut und Ängste auf, ersetzt sie durch Liebe und Zuversicht.

6. Bringt das plärrende Radio zum Verstummen. Achtet auf euren Kerngedanken und das Kerngefühl.


Erinnert euch bitte an das, was ich am Anfang dieser Folge sagte. Später einmal wird es möglich sein, die Vesmas mit technischen Mitteln sichtbar zu machen. Man wird sehen, welche Organe von negativen Energien befallen sind. Danach wird die Wissenschaft die Aura-Waage entwickeln, mit deren Hilfe man die Patienten ins Gleichgewicht bringen kann. Das wird aber noch fünfzig bis hundert Jahre dauern. Solange sollte man unbedingt die Ratschläge berücksichtigen, die ich heute gegeben habe.

Wer selbst gesund ist aber jemanden kennt, der unter einer Krankheit leidet, sollte diesen Podcast, das Video oder den Artikel in meinem Blog verbreiten. Keines meiner Worte wird einen Schaden verursachen, aber der Erfolg kann gewaltig sein. Entscheidend sind allein eure Gedanken und eure Gefühle.

So, das war genug für diese Ausgabe von Blick in die Zukunft. Das Thema Medizin werde ich aber noch viele Male behandeln. Für heute sage ich mal wieder: Danke für die Aufmerksamkeit. Und: Alles Gute wünscht

Euer Konrad Pilger

 

Montag, 2. Mai 2022

Lebensweisheit: Druck als Chance begreifen


Viele von uns stehen beruflich oder privat unter starkem Druck. Nicht wenige leiden darunter und beklagen sich lautstark über ihr "Schicksal". Das ist die falsche Einstellung. Besser ist es, den Druck als Chance, als Herausforderung zu begreifen. Wir können daran wachsen und ungeahnte Erfolge erzielen. Das ist kein hohles Gerede, es funktioniert mit absoluter Sicherheit. Alles besteht aus Gedanken und Gefühlen. Sie lenken Vesmas (Energieeinheiten) und erschaffen das, was wir uns wünschen oder was wir fürchten. Das Ergebnis stammt zu 100 % von uns selbst.

Sonntag, 10. April 2022

Lebensweisheit: Gewinner

 


Die Welt besteht aus Vesmas. Diese winzig kleinen Energieeinheiten, die von allen Bewusstseinsformen ausgesandt werden, formen den Raum, die Zeit und die Materie. Wir beeinflussen die Vesmas mit unseren Gedanken und Gefühlen. Je öfter wir eine "Sache" versuchen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir Erfolg haben.

Sonntag, 3. April 2022

Manuskript zu Podcast Folge 8: Was ist Zeit? Der Baum der Zeit

 Hallo Leute,

herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe Nr. 8. Heute spreche ich über das Wesen der Zeit. Ich werde den Unterschied zwischen der physikalischen und der psychologischen Zeit erklären, ich werde den größten Irrtum der Menschheit korrigieren, und ich werde einen Weg zum ewigen Frieden aufzeigen.

Doch zuvor möchte ich daran erinnern, dass Menschen in Bildern denken. Wenn wir uns die Zeit vorstellen, haben wir oftmals einen Pfeil vor Augen. Er beginnt in der Vergangenheit und weist über die Gegenwart in die Zukunft. Die Zeit ist unumkehrbar, glauben wir. Was vergangen ist, kann nie wieder erreicht werden, und was die Zukunft bringt, wissen wir nicht, wir müssen die Zukunft abwarten. Die Idee vom Zeitpfeil ist über den gesamten Globus verbreitet und in der Wissenschaft allgemein anerkannt. Bis hierhin würden vermutlich die meisten „Zeitgenossen“ zustimmen.

 


Diese Vorstellung ist der größte Schwachsinn aller Zeiten, und sie ist ein Beweis dafür, auf was für einer niedrigen Evolutionsstufe wir uns befinden. Tatsächlich ist es so, dass die Zeit überhaupt nicht vergeht. Sie ist immer. Es gibt nur einen großen Moment, er hat keinen Anfang und kein Ende. Ein Ereignis ist niemals wirklich vorbei, es besteht andauernd und kann jederzeit umgeformt werden. Alle Menschen haben Zugriff auf die Vergangenheit und die Zukunft. Wir alle verändern ständig das, was wir erlebt haben und erleben werden. Nichts hört jemals auf. Einige Wissenschaftler haben bereits ähnliche Vermutungen angestellt und sie unter Namen wie Präsentismus oder Blockuniversum zusammengefasst. Keine dieser Theorien reicht jedoch aus, um das Phänomen der Zeit auch nur annähernd zu beschreiben.

Der Baum der Zeit

Wenn wir schon ein Symbol für die Zeit brauchen, sollten wir uns einen Baum vorstellen. Dieser Baum hat unzählige Äste, die in alle Richtungen wachsen und immer neue Zweige bilden. Die Äste sind nicht unbeweglich oder gar morsch, sondern sie sind vital, voller Energie, sie verändern ständig ihr Aussehen. Der Baum hat keinen Anfang und kein Ende, er wird niemals sterben und kann in keiner Weise begrenzt werden. Dieser Baum ist alles, was ist. Es gibt nichts, was außerhalb davon existiert.

 


Ich erkläre das Prinzip anhand eines praktischen Beispiels. Wir gehen in ein Museum der Griechischen Antike und betrachten dort eine Statue. Genauer gesagt ist es ein Rest davon. Wir sehen einen Torso, der aus weißem Marmor besteht. Der Kopf, die Arme und die Beine fehlen, wir erkennen aber noch, dass es sich um eine Frau handelt. Nach unserer Vorstellung ist der Torso das, was der Lauf der Zeit von der Statue übrig gelassen hat. Die vollständige Statue existiert nicht mehr, sie ist für immer verloren. Diese Annahme ist grundfalsch. Tatsächlich existiert die Statue noch immer, und sie wird niemals aufhören zu existieren.


Eine richtige Vorstellung vom Wesen der Zeit sieht folgendermaßen aus: Im antiken Griechenland wählt ein Bildhauer in einem Steinbruch einen Marmorblock aus. Er engagiert eine Frau, die für ihn Modell steht, und fertigt nach ihrem Vorbild eine Statue an. Anschließend bemalt er die Statue. Für ihre Haare verwendet er ein dunkles Braun, das Kleid, das die Frau trägt, erhält ein blaugelbes Rautenmuster. Nach zwei Wochen erklärt der Bildhauer das Werk für vollendet.


Die Geschichte der Statue ist damit aber nicht beendet. Von nun an entwickelt der Baum der Zeit unendlich viele Äste, die alle mit dieser Statue zu tun haben. Damit dieses Beispiel nicht zu kompliziert wird, konzentriere ich mich auf drei Äste: Im ersten wird die Statue von einem Erdbeben zerstört, im zweiten wird sie durch einen Krieg beschädigt, und im dritten bleibt sie über Jahrtausende hinweg vollkommen intakt. All diese Szenarien besitzen eine Form von Realität. In jeder dieser drei Zeitlinien können wir die Statue, oder das was davon übrig geblieben ist, ansehen und anfassen.


 Zu Anfang sagte ich, dass wir in ein Museum gehen und dort einen Torso aus weißem Marmor betrachten. Wir befinden uns also auf dem Ast Nummer eins: Die Statue wurde kurz nach ihrer Erschaffung durch ein Erdbeben zerstört. Zweitausend Jahre später wird sie von Archäologen entdeckt und ausgegraben. Allerdings fehlen der Kopf, die Arme und Beine. Außerdem hat sich die Farbe fast vollständig gelöst, man findet nur ein paar winzige blaugelbe Partikel. Deshalb wird nur der Rest der Statue in dem Museum ausgestellt.

Später einmal – in etwa zehntausend Jahren – wird es möglich sein, die Statue vollständig zu rekonstruieren. Die Archäologen dieser Epoche werden nicht irgendeinen Kopf auf den Rumpf setzen, sondern genau den, den der Bildhauer im antiken Griechenland erschaffen hat und der nach unseren Vorstellungen unrettbar verloren ist. Spätere Generationen werden sich darüber bewusst sein, dass alles für immer besteht und – wenn es gewünscht wird – immer wieder erlebt werden kann. Aber das ist ein Thema für eine andere Ausgabe von Blick in die Zukunft.

 

Damit ist das Prinzip deutlich geworden. Wir sitzen heute auf einem ganz bestimmten Punkt eines Astes der Zeit. Wir sehen nur das, was sich in unmittelbarer Nähe befindet, nämlich den weißen Torso. Trotzdem existiert heute noch die Originalstatue, die der Bildhauer vor zweitausend Jahren geschaffen hat, und heute existiert schon die Originalstatue, die die Archäologen in zehntausend Jahren erschaffen werden. Das ist der Zeitast Nummer eins. Außerdem existieren die Äste Nummer zwei und drei, in denen die Statue durch einen Krieg beschädigt wird, beziehungsweise in der sie vollkommen intakt bleibt. Alle drei Äste wachsen unabhängig voneinander. 

Reale und wahrscheinliche Welten

 Bis hierhin war die Sache noch relativ einfach, jetzt fängt es an, kompliziert zu werden. Wir müssen grundsätzlich zwei Arten von Welten unterscheiden: reale und wahrscheinliche Welten. In einer realen Welt kann man die Statue ansehen und anfassen, man kann sie mit Farbe bemalen, man kann sie umstoßen und kaputt schlagen. In einer solchen Welt sind die Vesmas stark genug, um sich als Materie zu manifestieren. Vesmas sind winzig kleine Energieeinheiten, die von allen Bewusstseinsformen erzeugt werden. Wer mehr über Vesmas erfahren will, sollte meinen Podcast Nummer sechs hören oder sich das Video ansehen.

Aus den Vesmas bestehen neben der Materie auch der Raum und alle Ereignisse, die wir gemeinsam erleben. Allerdings nur, wenn die Gedanken und Gefühle, die sie hervorbringen, stark genug sind. Wenn sie zu schwach sind, manifestieren sie sich nicht in einer realen Welt. In unserem Beispiel betrachtet der Künstler später noch einmal sein Werk. Er ist nicht zufrieden damit. Die Farbe des Kleides gefällt ihm nicht. Er stellt sich vor, wie er statt eines blaugelben Kleides ein rotes oder ein schwarzes Kleid gemalt hätte. In diesem Fall erschafft er zwei wahrscheinliche Welten: eine mit einem roten und eine mit einem schwarzen Kleid. Anders ausgedrückt: Auf dem Baum der Zeit wachsen zwei weitere Äste. Wenn er anschließend die Farbe von der Statue kratzt und sie rot anmalt, wird aus einer der wahrscheinlichen Welten eine reale Welt.


Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass seine Gedanken und Gefühle so stark sind, dass er zurück in den Schöpfungsprozess springt und die Statue von Anfang an mit einem roten Kleid bemalt. In diesem Fall würden wir in unserer Welt keine blaugelben Farbspuren finden, sondern rote. Die Vergangenheit ist also nicht festgeschrieben, der Zeitverlauf ist nicht unumkehrbar. Jedes Ereignis kann verändert werden. Grundlage hierfür sind die Vesmas. Sie sind extrem flexibel. Die kleinen Energieeinheiten dehnen sich aus und ziehen sich zusammen, man kann sie wie Marmor bearbeiten – nur dass man dafür keinen Hammer und keinen Meißel braucht. Die Werkzeuge sind unsere Gedanken und Gefühle. Mit ihnen können wir alles erschaffen, was wir wollen, und gleich wieder verändern.


Das tun wir auch, ständig, in jedem Augenblick unseres Lebens. Ihr alle, liebe Hörerinnen und Hörer, seid gerade mitten in einem Schöpfungsprozess. Ihr erschafft jetzt eine wahrscheinliche Welt, in der ein weißer Torso in einem Museum steht. Und noch eine, in der eine vollständige Statue in dem Museum steht, und eine, in der sie ein blaugelbes Kleid trägt, und eine, in der sie ein rotes Kleid trägt, und immer so weiter. Diese wahrscheinlichen Welten sind nicht vollendet, nicht abgeschlossen. Wenn ihr später diese Folge noch einmal hört oder darüber nachdenkt, werdet ihr die Welt ein bisschen verändern. Vielleicht hat die Frau einmal glatte Haare und einmal eine Lockenfrisur, vielleicht trägt sie einmal Sandalen und ist ein anderes Mal barfuss. Alles wird von euch gestaltet. 

Eine gigantische Kraft

Mit diesem Beispiel habe ich ganz nebenbei noch eine weitere Frage beantwortet: Haben wir einen freien Willen, oder ist die Zukunft vorherbestimmt? Die Antwort liegt auf der Hand: Natürlich ist unser Willen frei und unbegrenzt, die Zukunft lässt sich ebenso wie die Vergangenheit unendlich oft umgestalten. Viel wichtiger ist eine andere Frage: Wie hoch sind wir entwickelt? Sind wir uns über unsere Möglichkeiten bewusst, oder torkeln wir wie Betrunkene durch eine Welt, die wir nicht verstehen?

Ein letztes Beispiel: In einem beliebigen Land tobt ein blutiger Krieg. In den Nachrichten sehen wir Bilder von Tod und Zerstörung. Bomben fallen auf Städte herab, Häuser stehen in Flammen, Zivilisten fliehen vor den Kämpfen. Viele Menschen sind nun geneigt zu glauben, dass die Ereignisse unausweichlich sind. Der Krieg wird erst enden, wenn eine von beiden Parteien besiegt ist.

 

Ein solches Denken ist falsch. Was wir in den Nachrichten sehen, ist nur ein Ast der Zeit. Daneben sprießen unendlich viele weitere Äste, und auf den meisten herrscht Frieden. Er wird zum Beispiel dadurch erreicht, dass die militärische Führung des Angreifers einsieht, dass der Krieg nicht zu gewinnen ist. Oder dadurch, dass es im Heimatland zu Protesten und Streiks kommt. Oder dadurch, dass ein internationaler Boykott der Wirtschaft großen Schaden zufügt. Oder durch eine Kombination dieser Faktoren.

Diese alternativen Zeitverläufe müssen nicht erst geschaffen werden, sie existieren bereits. In dem Moment, in dem Bomben auf die Städte fallen, gibt es parallel dazu eine Welt, in der ein Friedensabkommen geschlossen wird. Wir alle gemeinsam haben sie mit unseren Gefühlen und Gedanken geschaffen. Die Vesmas bilden ein gigantisches Netzwerk, an dem die gesamte Weltbevölkerung beteiligt ist. Jeder Mensch trägt zum Weltgeschehen bei. Niemand ist unbeteiligt, niemand ist von den Ereignissen abgeschnitten.


Der Normalzustand ist Frieden. Wenn wir aber davon überzeugt sind, dass von Zeit zu Zeit ein Krieg ausbricht, wir das Ereignis also in einer wahrscheinlichen Welt vorbereiten, dann wird es auch in der realen Welt geschehen. Wenn wir davon überzeugt sind, dass die Einwohner eines bestimmten Landes schlecht sind, dann werden sie auch schlecht sein. Sie werden Terroranschläge begehen, Aufstände anzetteln und Kriege beginnen. Wir haben mit unseren Vesmas, die wir ständig aussenden, dazu beigetragen. 

Jeder Mensch besitzt Macht

Umgekehrt können wir die Macht der Vesmas auch für positive Zwecke nutzen. Wir können jederzeit von einem Ast auf den anderen springen. Besonders wichtig ist dabei die Rolle der Medien. In einer hoch entwickelten Gesellschaft würden Zeitungen und Fernsehsender nicht ständig Bilder von Tod und Zerstörung zeigen, sondern Bilder von Leben und Aufbau. Das heißt nicht, dass sie Nachrichten verschweigen würden. Die wesentlichen Fakten müssen genannt werden. In einer solchen Zivilisation kennt man aber die Macht der Vesmas, man weiß, dass die Grundbausteine des Lebens zu einem großen Teil von Gefühlen gesteuert werden.

Deshalb werden die Medien dort keine Angst machen, sondern Mut. Sie werden auf die tieferen Ursachen hinweisen, die Kriege erzeugen. Machtgier ist die Folge von Angst. Sie bringt Menschen dazu, eine Machtpyramide zu errichten und andere Menschen zu unterdrücken und auszubeuten. In hoch entwickelten Gesellschaften gibt es deshalb keine Machtpyramiden, sondern Systeme des Ausgleichs. Die stärkste Gesellschaft ist nicht die, in der wenige Menschen Macht besitzen, sondern die, in der alle Menschen Macht besitzen.


Das System der Ausgleicher werde ich in späteren Folgen von Blick in die Zukunft näher erläutern. Für heute reicht es zu sagen, dass alle Menschen mit ihren Emanationen die Welt gestalten, in der sie leben. Das geschieht auf individueller und auf kollektiver Basis. Diese Botschaft kann man gar nicht oft genug wiederholen. Wir selbst sind die Schöpfer unseres Schicksals. Keine äußere Macht ist einzig und allein schuld an einer Situation. Das heißt nicht, dass die Soldaten, die ein fremdes Land überfallen, unschuldig sind, und dass die Opfer des Angriffs die eigentlichen Verursacher des Leids sind. Auch die Invasoren haben die freie Wahl, auch für sie gibt es wahrscheinliche Welten, in denen sie den Krieg nicht beginnen. Wenn sich die Kämpfer für einen Angriff entscheiden, tragen sie dafür die moralische und juristische Verantwortung.

Die Opfer sind aber nicht dazu verdammt, Oper zu sein. Wenn ihr Wille stark genug ist, wenn sie die richtigen Gefühle zulassen – Mut, Tapferkeit, Solidarität, Mitgefühl –, wenn sie in Gedanken die richtigen Bilder erzeugen – Bilder des Sieges, des Wiederaufbaus und des Friedens – dann können sie von einem Zeitverlauf zu einem anderen wechseln. Dann wird aus einer wahrscheinlichen Welt sehr schnell eine reale Welt.

Die Frage nach dem Wesen der Zeit muss also auf zweifache Weise beantwortet werden. Es gibt eine physikalische und eine psychologische Zeit. Im physikalischen Sinne ist die Zeit ein Baum, der in alle Richtungen wächst. Im psychologischen Sinne ist die Zeit ein winzig kleiner Abschnitt eines Astes, den wir sehen, hören und anfassen können. Unsere kleinen menschlichen Gehirne sind nicht dazu in der Lage, den gesamten Baum der Zeit mit all seinen Verästelungen zu erfassen, so wie wir auch nicht den gesamten Raum erfassen können.


Wenn wir unser Bewusstsein jedoch ausdehnen, können wir auch andere Äste, andere Zeitverläufe erahnen – auch wenn wir sie mit unseren äußeren Sinnen nicht wahrnehmen. Die Emanationen unserer Psyche erlauben es uns, die Zeitverläufe zu manipulieren und sogar in sie einzutauchen. Die scheinbare Vergangenheit ist nicht vorbei, sie lässt sich verändern. Auch die scheinbare Zukunft ist nicht vorherbestimmt, wir sind imstande sie frei zu gestalten. Die einzigen Grenzen, die für uns existieren, sind die Grenzen unserer Vorstellungskraft.

Weitere Tipps zur Manipulation von Raum, Zeit und Materie werde ich in den nächsten Folgen von Blick in die Zukunft geben. Für heute sage ich mal wieder: Danke für die Aufmerksamkeit und alles Gute wünscht

Euer Konrad Pilger