Sonntag, 29. Januar 2023
Samstag, 28. Januar 2023
Manuskript zu Folge 17: Sind Reisen mit dem Bewusstsein möglich? Wie werden Erfindungen gemacht? Platons Ideenlehre.
Hallo Leute,
herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe Nummer 17. Heute muss ich zuerst eine Warnung aussprechen. Nach dem Verständnis vieler Zeitgenossen wird diese Folge vernünftig beginnen und dann immer verrückter werden. Das hat aber nichts mit mir zu tun, sondern liegt daran, dass sich die Menschheit immer noch auf einem niedrigen Bewusstseinsniveau befindet. Vieles, was heute als verrückt gilt, wird später einmal Teil des Alltags sein. Meine Aufgabe ist vergleichbar mit dem Zeitreisenden, der ins Mittelalter reist und den Menschen erklären möchte, was das Internet ist oder wie ein Computer funktioniert. Doch zum Glück muss ich nicht damit rechnen, auf dem Scheiterhaufen zu landen.
Die heutigen Fragen lauten: Sind Reisen mit dem Bewusstsein möglich? Sind diese Reisen real oder nur eingebildet? Und: Bringen sie einen Vorteil, oder sind sie vielleicht sogar gefährlich?
Diese Ausgabe ist die Fortsetzung der Nummer 16. Damals ging es um die Frage, ob es außer unserem Universum noch weitere Universen gibt. Ich sagte ja, sehr viele sogar, und ich beschrieb sie auch zum Teil. Das bessere Wort dafür ist jedoch Realitätsrahmen, weil diese Ansammlungen von Energie sehr unterschiedlich erlebt werden. In einigen Realitätsrahmen trifft man auf fantastische Phänomene wie zum Beispiel die synästestischen Konzerte, die aus Tönen und Farben bestehen. Und ich sagte, dass man diese Realitätsrahmen auf zwei Wegen erreichen kann: mit hochentwickelten Raumschiffen und mit der Kraft des Bewusstseins. Die überlichtschnellen Raumschiffe wird die Menschheit erst bekommen, wenn sie dafür reif ist. Das wird vermutlich noch einige Jahrhunderte dauern. Die Bewusstseinsreisen jedoch können wir heute schon unternehmen.
Reisen ohne Körper
Die Idee klingt im ersten Moment widersinnig. Wie sollte man sich in einem physikalischen Universum mit dem Bewusstsein fortbewegen? In dieser Frage steckt ein Denkfehler. Das physikalische Universum besteht in seinem Kern aus Gedanken und Gefühlen. Statt Gedanken und Gefühlen kann mach auch sagen: aus Informationen. Ein Planet ist eine Ansammlung von Informationen. Er besteht aus einer bestimmten Menge an Gestein, Wasser und Gas. Ein Lebewesen besteht aus Informationen. Sie sind im Erbgut programmiert und drücken sich aus in Fleisch und Blut oder in Holz und Blättern.
Diese Informationen sind jedoch nicht an einen bestimmten Träger oder an ein Medium gebunden. Meine Texte beispielsweise existieren in verschiedenen Formaten. Es gibt sie als Podcast, als Video, als Blog und als gedrucktes Buch. Vier unterschiedliche Medien, die man nicht alle anfassen kann, die aber alle eine Form von Realität besitzen.
Unsere biologischen Körper sind gewissermaßen der vierdimensionale Ausdruck einer Menge an Informationen. Aber das Gebilde, das dahinter steckt – der Geist oder die Seele –, existiert auch ohne Fleisch und Blut. Das Geistwesen kann sehr gut ohne seinen biologischen Körper leben. Alle Menschen machen diese Erfahrung, wenn sie sterben. Aber das ist nicht Thema dieser Ausgabe.
Heute geht es um Bewusstseinsreisen. Weil letztlich alles aus Informationen besteht, kann man auch alle Informationen zugänglich machen. Man muss nur die richtige Methode verwenden. Ich persönlich benutze vier Methoden. Eine davon werde ich hier ausführlich erklären, zwei andere werde ich kurz vorstellen, und die vierte werde ich nur kurz erwähnen, weil sie große Risiken birgt. Die ersten beiden sind jedoch völlig ungefährlich und können von jedem praktiziert werden.
Gegenständliche
Meditation
Die Methode, die ich am häufigsten benutze, ist die Meditation. In unserem Kulturkreis kennt man vor allem die Stille- und Ruhemeditation. Dabei geht es darum, zu entspannen und sämtliche Gedanken zu vertreiben. Diese Technik ist sehr empfehlenswert. Ich nutze sie, weil sie die mentalen Kräfte stärkt.
Es gibt aber noch weitere Formen der Meditation. Ich verwende eine Technik, die ich als gegenständliche Meditation bezeichne. Andere würden sie vielleicht als transzendentale Meditation oder Konzentrationsmeditation bezeichnen. Der Name ist unwichtig.
Entscheidend bei dieser Methode ist, dass man vorher sagt, was man erreichen möchte. Nicht nur ein Mal, sondern viele Male. Und es muss korrekt formuliert werden. Nämlich als Feststellung darüber, dass es geschehen wird. Zum Beispiel: Ich erfahre mehr über das Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit. Das Universum hört jedes unserer Worte, und es reagiert darauf. Alles hat ein Bewusstsein. Vesmas bilden gigantische Strukturen. Sie sind in der Lage, uns zu unserem Ziel zu führen. Das geschieht auf unterschiedliche Weise.
Auch hier wieder eine kleine Geschichte als Beispiel. Dayton, USA, im Jahr 1902. Die Gebrüder Wright sitzen in ihrer Fahrradwerkstatt und überlegen, wie sie ihren Flugapparat verbessern können. Wilbur Wright geht im Kreis umher und wiederholt immer wieder einen Satz: Gebt mir eine Kraftquelle. Gebt mir eine Kraftquelle. Dann fällt ihm ein, dass er am Morgen einen Artikel über das erste Auto in Dayton gelesen hat. Er läuft rüber ins Wohnzimmer und schlägt die Zeitung auf. Die wichtigste Information findet er im letzten Absatz: Das Auto wird von einem Benzinmotor angetrieben. Wilbur Wright hat seine Kraftquelle gefunden.
Es war kein Zufall, dass ausgerechnet an diesem Tag ein Artikel über das Auto erschienen ist. Es gibt keine Zufälle. Das Universum liefert immer. Manchmal sogar schon, bevor wir überhaupt gefragt haben. Wilburs Bruder Orville sitzt später an seinen Zeichentisch und überlegt, wie er die Kraft des Benzinmotors nutzen kann. Er starrt auf ein leeres Blatt Papier. Die weiße Fläche entwickelt eine hypnotische Wirkung. Orvilles Gedanken beginnen zu wandern. Bilder tauchen vor ihm auf. Er sieht Schiffsschrauben und die Flügel von Windmühlen, außerdem erinnert er sich an den primitiven Hubschrauber, den Leonardo da Vinci gezeichnet hat. Damit ist die Sache klar. Der Benzinmotor wird das Flugzeug mithilfe von Propellern antreiben.
Hierbei handelt es sich um eine gegenständliche Meditation. Orville Wright hat sich sehr stark in ein Thema versenkt. Mit seinem Bewusstsein folgte er Strukturen, die bereits existierten. Das bedeutet: Kein Mensch erfindet irgendetwas. Alle Maschinen wurden entwickelt, bevor unser Universum entstanden ist. Sie existieren außerhalb von Raum und Zeit. Der Erfinder ist also kein Schöpfer von Dingen, sondern ihr Entdecker.
Auch diese Information ist keineswegs neu. Der griechische Philosoph Platon hat bereits vor über zweitausend Jahren seine Ideenlehre entwickelt. Sie besagt – stark vereinfacht –, dass es ein Reich der Ideen gibt, das die Urbilder aller Dinge enthält. Zum Beispiel die Urbilder vom Pferd, vom Haus oder vom Flugzeug. Diese Urbilder sind unkörperlich, sie sind der sinnlichen Wahrnehmung entzogen und sind nur durch geistige Einsicht erfassbar.
Das heißt: Im Jahr 1902 konnten die Brüder Wright die Flugzeuge mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Händen nicht anfassen. Aber sämtliche Flugzeuge – auch die Jumbojets und die Überschallflugzeuge – existierten bereits. Aus der Perspektive der beiden Brüder waren sie Teil einer wahrscheinlichen Welt. Die wahrscheinliche Welt ist die Vorstufe der realen Welt.
Durch intensives Nachdenken – oder durch eine gegenständliche Meditation – haben sie ihre reale Welt verlassen und eine wahrscheinliche Welt betreten. Es handelt sich hierbei buchstäblich um eine Reise, weil sie ihren Ort und ihre Zeit – Dayton, Ohio, im Jahr 1902 – verlassen haben. Ihre Körper blieben an Ort und Stelle, aber ihre Geister nicht. Sie folgten physikalischen Strukturen, die sie zu ihrem Ziel brachten. Diese Strukturen – Vesmas – werden von unseren Wissenschaftlern bald entdeckt werden. Woher ich das weiß? Weil ich ihnen auch schon gefolgt bin.
Nichtlineares
Denken
Nebenbei bemerkt: Platon war einer der ersten nichtlinearen Denker. Seine Ideenlehre basiert auf der Annahme, dass es ein Reich gibt, das von unserer Welt getrennt ist und in dem die Zeit nicht vergeht. Damit hat er eine der größten Entdeckungen der Menschheit vorweg genommen. Dieses Reich existiert tatsächlich. Ich bezeichne es als das Überall oder die Überzeit. In einer späteren Folge werde ich es genauer beschreiben.
Das Prinzip des Entdeckens gilt natürlich auch für mich, Konrad Pilger. Nichts von dem, was ich hier vorstelle, stammt von mir. Die Vesmas, die wahrscheinlichen Welten, das Überall, die Überzeit, die überlichtschnellen Raumschiffe – nichts davon habe ich mir ausgedacht. Ich berichte nur von dem, was ich in anderen Realitätsrahmen sehe, und was mir andere Wesen, die ich dort treffe, erklären. Ich bin also nur ein Bote.
Die gegenständliche Meditation kann man sehr weit treiben. Man kann damit durch unser Universum reisen, man kann an Bord von Raumschiffen gehen, man kann sogar unseren Realitätsrahmen verlassen. Und man kann synästhetische Konzerte besuchen, so wie in Ausgabe 16 beschrieben. Es ist also nicht nur eine Methode, um geistig zu wachsen, man kann damit auch Spaß haben.
Auch die Methode zwei, die ich verwende, gehört zum nichtlinearen Bereich: Traumreisen. Während des Träumens kann man Welten betreten, in denen der Zeitverlauf aufgehoben ist. In Ausgabe 13 von Blick in die Zukunft habe ich dieses Thema ausführlich behandelt. Ich habe eine Systematik der Träume erstellt, die aus fünf Traumarten besteht. Nummer fünf ist der Reisetraum. Die Kernaussage lautet: Die reale Welt ist eine Schnittmenge aus den Projektionen (gleich Informationen), die von all denen hervorgebracht werden, die daran teilnehmen – also alle Menschen, Tiere, Pflanzen und scheinbar toten Gegenstände. Diese Ansammlung von Informationen kann mithilfe des luziden Träumens erreicht werden. Das gilt nicht nur für gegenwärtige Welten, sondern auch für vergangene und zukünftige.
Wer sich dafür interessiert, sollte sich noch einmal die Ausgabe Nummer 13 anhören. Zum selben Thema habe ich auch ein Hörbuch mit dem Titel Die Juwelen von Xahnos veröffentlicht. Das ist zwar eine Fantasy-Geschichte, aber sie erklärt die Grundzüge des luziden Träumens. Ihr könnt sie kostenlos auf Youtube hören.
Konrad zwei und
drei
Was ich bis hierhin sagte, klingt für die meisten Menschen wohl noch einigermaßen vernünftig. Träume kennt jeder aus eigener Erfahrung, das luzide Träumen ist bereits ansatzweise erforscht worden. Meditation breitet sich in unserem Kulturraum immer weiter aus, und Platon ist ein anerkannter Philosoph.
Jetzt bewegen wir uns aber in einen Bereich, in den die meisten Menschen mir wahrscheinlich nicht folgen können. Die dritte Methode, die ich anwende, ist die Kommunikation mit mir selbst. Genauer gesagt mit den Menschen, die ich später einmal sein werde. Ich spreche mit wahrscheinlichen Parallelpersönlichkeiten.
An dieser Stelle muss ich etwas ausholen. Die Ausgabe Nummer 14 von Blick in die Zukunft behandelte die Frage: Was ist der Mensch? Ich sagte damals, dass jeder Mensch Teil einer größeren Gesamtpersönlichkeit ist. In fernöstlichen Philosophien bezeichnet man sie als Atman. Der Kern des Wesens ist unzerstörbar und existiert ewig. Man erkennt hier eine Parallele zur Ideenlehre von Platon. Ein Teil von uns lebt außerhalb von Raum und Zeit.
Ein anderer Teil lebt auf der Erde. Dieser Teil wird viele Male geboren und stirbt viele Male. Manche bezeichnen es als Wiedergeburt. Dieser Begriff ist aber nicht ganz richtig, weil die Zeit nicht vergeht und alles parallel zueinander existiert. Zu dieser Erkenntnis sind bereits einige namhafte Wissenschaftler gelangt. Albert Einstein sagte, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nur Illusionen sind, wenn auch hartnäckige.
Machen wir schnell ein kleines Gedankenexperiment. Angenommen, ich bin heute dreißig Jahre alt. Dann lebt die Person, die ich als Kind war, heute noch, und die Person, die ich als Rentner sein werde, lebt heute bereits. Und angenommen, das Konzept der Wiedergeburt ist richtig. Dann leben heute noch die Personen, die ich im Mittelalter und in der Antike war. Und die Personen, die ich in fünfhundert oder in tausend Jahren sein werde, sind auch schon geboren worden. Aus meiner Perspektive leben sie in wahrscheinlichen Welten, sie sind also wahrscheinliche Parallelpersönlichkeiten von mir.
Hab ich euch zu viel versprochen? Klingt das nicht verrückt? Es ist aber nicht verrückt. Genau so ist es. Das ist eine der Quellen, die ich nutze. Ich kommuniziere mit anderen Teilen von mir. Ich nenne sie Konrad zwei und drei. Skeptiker werden jetzt vielleicht einwenden, dass ich unter Wahnvorstellungen leide, dass ich schizophren bin.
Das dachte ich am Anfang auch. Als ich meine erste Parallelpersönlichkeit entdeckte, wollte ich es nicht glauben. Ich schob alles beiseite. Ich dachte: Das kann nicht sein. Das ist total verrückt. So etwas wie Wiedergeburt gibt es nicht. Daran glauben nur Esoteriker. Ein vernünftiger Mensch weiß, dass er nur einmal lebt. Ich wurde eines Besseren belehrt. Aber auch das ist wieder eine so lange Geschichte, dass ich daraus eine eigene Folge machen werde.
Zurück zum Thema. Man kann mit zukünftigen Versionen seiner selbst sprechen. Die Methoden sind wieder die beiden erstgenannten: Träume und Meditation. Aber auch hier gilt, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. Man muss hart daran arbeiten, man muss es viele Male versuchen, ehe sich Erfolge einstellen.
Nutzen und
Gefahren
Kommen wir zur letzten Methode: außerkörperliche Erfahrungen. Darüber werde ich nur kurz sprechen, weil diese Methode gefährlich ist. Sie sollte nur von spirituell Fortgeschrittenen praktiziert werden, von Leuten, die stark, mutig und erfahren sind. Und auch die sollten sehr vorsichtig sein.
Worum geht es? Ihr kennt vermutlich Berichte von Nahtoderfahrungen. Einige Menschen behaupten, dass sie nach einem Unfall oder während einer Operation plötzlich ihren Körper verlassen haben. Sie schwebten in einigen Metern Höhe und sahen ihre Körper unter sich liegen. Manchmal begegneten ihnen auch andere Wesen, zum Beispiel verstorbene Verwandte. Einige sahen sogar das Licht am Ende des Tunnels und erhaschten einen kurzen Blick ins Jenseits.
Solche Erfahrungen kann man auch bewusst erzeugen, also ohne Unfall oder Operation. Wie das genau funktioniert, werde ich nicht verraten. Die Gefahren sind zu groß. Es ist aufregend, andere Welten zu entdecken. Man kann sich darin aber auch verirren, und dann wird es schwer, den Weg nach Hause zu finden. Außerdem sind einige Welten von Wesen bewohnt, die man als aggressiv und gewalttätig bezeichnen muss. Wer sich für die Methode interessiert, wird aber einen Weg finden. Die Spuren sind bereits gelegt worden.
Zurück zu den eingangs gestellten Fragen. Ja, Reisen mit dem Bewusstsein sind möglich. Wir alle unternehmen sie bereits, die meisten jedoch auf eine unkontrollierte Weise. Wer sich für dieses Thema öffnet, kann fantastische Ergebnisse erzielen. Luzides Träumen und gegenständliche Meditation sind ungefährlich und leicht zu erlernen. Andere Methoden wie die Kommunikation mit zukünftigen Persönlichkeiten sind schwer beherrschbar und erfordern viel Übung und Hingabe. Wer aber bereit ist, sich auf das Abenteuer einzulassen, wird Dinge entdecken, die er bis dahin nicht für möglich gehalten hätte.
Ich werde auch in Zukunft über meine Abenteuer berichten. Ich verspreche, dass ihr auf diesem Kanal noch einige Überraschungen erleben werdet. Doch für heute haben wir genug. Und so sage ich wieder einmal: Danke für die Aufmerksamkeit. Und: Alles Gute wünscht euer
Konrad Pilger
Freitag, 23. Dezember 2022
Freitag, 9. Dezember 2022
Manuskript zu Podcast Folge 15: Was ist das Universum? Alles ist ganz anders. Die Welt ist kein Ort.
Hallo Leute,
herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe Nr. 15. Heute geht es um folgende Fragen: Was ist das Universum? Welchen Platz nehmen wir darin ein? Und gibt es eine verborgene Absicht, einen Urgrund für die Entstehung des Universums? Natürlich werde ich die Fragen vollkommen anders beantworten, als es die etablierten Wissenschaftler tun. Auch heute wird es wieder einmal zu großen Überraschungen kommen.
Wenn man einen Wissenschaftler fragen würde, was ist das Universum, würde er vermutlich folgendes sagen: Wir müssen unterscheiden zwischen dem Universum und dem beobachtbaren Universum. Das erste Wort bezeichnet alles, was existiert. Also die Gesamtmenge des Raumes, der Zeit, der Materie und der Energie.
Der zweite Begriff bezeichnet all das, was wir von unserem Standpunkt aus – dem Planeten Erde – sehen können. Das ist ein kugelförmiger Bereich, der sich theoretisch über 46,6 Milliarden Lichtjahre bis zum Beobachtungshorizont erstreckt. Das eigentliche Alter des Universums wird mit 13,8 Milliarden Jahre angegeben. So viel Zeit ist seit dem Urknall vergangen. Seitdem dehnt sich das Universum aus. Wenn wir den nächtlichen Sternenhimmel betrachten, sehen wir nicht das, was sich jetzt ereignet, sondern wir schauen in die Vergangenheit. Denn das Licht braucht ja eine gewisse Zeit, bis es uns auf der Erde erreicht. Es könnte also durchaus sein, dass viele der Sterne, die wir betrachten schon gar nicht mehr existieren.
Kein Urknall,
keine Ausdehnung
Das ist das Standardmodell des Universums, das heute in der Wissenschaft allgemein anerkannt ist. Es ist sehr interessant, es besitzt eine gewisse innere Logik, aber es ist leider völliger Schwachsinn. Nichts davon stimmt. Das Universum ist nicht durch einen Urknall entstanden, es ist keine 13,8 Milliarden Jahre alt, und es dehnt sich auch nicht aus. Was unsere Wissenschaftler beobachten, sind lokale Phänomene, die sie falsch interpretieren. Später wird die Urknalltheorie als einer der größten Irrtümer in die Geschichte der Menschheit eingehen.
Das Problem ist wieder einmal, dass unsere Wissenschaftler alles in eine menschliche Perspektive zwängen wollen. Das heißt konkret: Alles wird vom Planeten Erde aus beobachtet, mit einem geradlinigen Blick in den Weltraum. Der Beobachter ist ein Wesen, das maximal hundert Jahre alt wird, und das Teil einer Zivilisation ist, die selbst erst wenige Jahrtausende umfasst. Und damit haben wir auch schon die Ursache des Problems gefunden: das lineare Denken.
Heute lebende Menschen sind davon überzeugt, dass sich alles auf einer geraden Linie ereignet. Die Zeit verläuft von der Vergangenheit über die Gegenwart in Richtung Zukunft. Das Leben beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod. Also muss auch das Universum einen Anfang und ein Ende haben. Weil man es sich so gut vorstellen kann, besteht der Anfang aus einer gewaltigen Explosion – dem Urknall.
Begründet wird diese Haltung oft damit, dass die lineare Entwicklung Teil unseres täglichen Erlebens ist. Morgens geht die Sonne im Osten auf, abends geht sie im Westen unter. Noch nie war es umgekehrt. Es hat auch noch nie jemand erlebt, dass die Zeit plötzlich stehen bleibt oder gar, dass die Zeit rückwärts läuft. Aber stimmt das wirklich?
Nein, es stimmt nicht. Fast jede Nacht machen wir Erfahrungen, die der geraden Linie widersprechen. Im Traum verläuft die Zeit nicht immer linear. Oft sind wir plötzlich wieder jung. Wir nehmen die Perspektive von Kindern ein. Wir erleben Dinge noch einmal, die sich vor Jahrzehnten ereignet haben. Wir treffen Menschen, die nach unseren Begriffen tot sind. Aber im Traum leben sie plötzlich wieder. All das passt nicht in das Konzept der linearen Entwicklung.
Der Zeitrahmen der
Realität
Man könnte einwenden, dass Träume keine Realität sind, dass sich das wahre Leben im Wachzustand ereignen würde. Das ist falsch. Auch die Traumebene besitzt eine Form von Realität, nur ist sie anders organisiert als die des Tagesbewusstseins. Damit haben wir den Schlüssel zur Beantwortung der elementaren Fragen gefunden: Alles ist eine Frage der Organisation. Unser Universum ist ein Realitätsrahmen, in dem sich Energie nach bestimmten Mustern zusammenfügt.
Ich habe in der Reihe Blick in die Zukunft bereits oft über das Thema Zeit gesprochen. Einige von euch können die wichtigsten Informationen wahrscheinlich schon mitsprechen. Die Zeit vergeht nicht. Es gibt nur einen großen Moment, und der ist immer. Man sollte sich die Zeit nicht als einen Pfeil vorstellen, sondern als einen Baum, der in alle Richtungen wächst.
Heute werde ich eine weitere wichtige Information hinzufügen. Ich sagte bereits in früheren Ausgaben, dass die Zeit aus Vesmas besteht. Vesmas sind winzig kleine Energieeinheiten, die in gewaltigen Mengen vorkommen. Sie sind der Grundstoff des Universums. Sie erschaffen den Raum, die Materie und auch die Zeit. Vesmas besitzen Eigenschaften von Wellen und Teilchen, sind aber weder Welle noch Teilchen.
Eine ihrer Eigenschaften ist das Pulsieren. Vesmas erschaffen Wellenbewegungen, die von Lebewesen als ein Pulsieren wahrgenommen werden. Und was pulsiert ebenfalls? Das Blut in biologischen Körpern. Durch ihren Herzschlag sind alle Lebewesen getaktet und mit dem Pulsieren der Vesmas synchronisiert. Dadurch erleben wir das Phänomen der Zeit, das scheinbare Verstreichen der Zeit.
Es spielt keine Rolle, wie schnell oder langsam unser Herz schlägt. Wir alle wissen ja, dass unser Herz bei Anstrengung – z.B. beim Sport – schnell schlägt und bei Entspannung – z.B. auf der Couch beim Fernsehen – langsam schlägt. Das hat einen psychologischen Effekt, aber keinen physikalischen. Die Synchronisation mit den Vesmas wird dadurch nicht verändert. Sie erfolgt in dem Moment, in dem wir diesen Realitätsrahmen durch unsere Geburt betreten und wird in dem Moment aufgehoben, in dem wir ihn durch unseren Tod verlassen. Der Tod ist nur ein Übergang in einen anderen Realitätsrahmen.
Der räumliche
Rahmen der Realität
Es gibt nicht nur eine zeitliche Synchronisation, sondern auch eine räumliche. Jedes Wesen hat den Eindruck, es würde sich an einem bestimmten Punkt im Raum befinden. Der Raum ist ebenso wie die Zeit eine Illusion. Auch der Raum wird von Vesmas geschaffen. Menschen haben den Eindruck, dass das Universum größtenteils aus leerem Raum besteht. Beispielsweise die Strecke zwischen Erde und Mond oder Erde und Sonne. Dieser Eindruck täuscht. Der Raum ist angefüllt mit Vesmas. Ohne diese Energieeinheiten wäre gar kein Abstand zwischen den Planeten möglich. Sie definieren den Raum, sie bestimmen Länge, Breite und Höhe.
Viele Wissenschaftler glauben heute, das Universum wäre angefüllt mit dunkler Materie oder dunkler Energie. Auch das ist völliger Blödsinn. Die Vesmas sind für jene Effekte zuständig, die der dunklen Materie zugeschrieben werden. Nach dem derzeitigen Stand wird man die Vesmas um das Jahr 2070 herum entdecken. Dann werden sich alle wichtigen Fragen beinahe von selbst beantworten.
Ebenso wie mit der Zeit, sind wir auch mit dem Raum synchronisiert. Wie das genau funktioniert, werde ich nicht verraten. Wenn ich das täte, könnten heutige Wissenschaftler mit den Informationen Maschinen bauen, für die die Menschheit noch nicht reif ist. Ich spreche von Zeitmaschinen und Raumschiffen, die schneller als das Licht fliegen. Ich gebe nur einen Hinweis: Die Gravitation spielt eine entscheidende Rolle.
Der Mensch ist
immer und überall
Eine wichtige Frage habe ich noch nicht beantwortet: Welchen Platz nimmt der Mensch im Universum ein? Die Antwort wird wahrscheinlich diejenige sein, die am meisten verblüfft. Sie lautet: jeden Platz. Jeder Mensch ist überall. Ihr, meinen lieben Zuhörer, seid überall, im gesamten Universum. Ihr seid auf der Erde, ihr seid auf dem Mond, ihr seid auf der Sonne, ihr seid in der Sonne, ihr seid im nächsten Sonnensystem, ihr seid in der nächsten Galaxie, und ihr seid in der Galaxie, die am weitesten von uns entfernt ist. Es gibt keinen Patz, an dem ihr nicht seid.
Das Gleiche gilt für die Zeit. Es gibt keine Zeit, in der ihr nicht seid. Ihr lebt jetzt im dritten Jahrtausend, aber ihr seid auch im zweiten und ersten Jahrtausend, ihr seid vor der Zeitenwende, Millionen Jahre, Milliarden Jahre vor dem scheinbaren Heute, ihr ward sogar schon bei der Erschaffung des Universums dabei. Und ihr seid jetzt auch schon in der scheinbaren Zukunft, im vierten, fünften, sechsten Jahrtausend, in Millionen und Milliarden Jahren Entfernung. Ihr werdet sogar den letzten Moment des Universums miterleben, der sich jetzt schon ereignet hat.
Der Grund dafür ist ganz einfach, ich habe ihn bereits in der vorherigen Ausgabe von Blick in die Zukunft verraten. Ihr seid Teil einer größeren Gesamtpersönlichkeit. Die Hindus nennen sie Atman. Diese Gesamtpersönlichkeit hat das Universum erschaffen, damit auch den Raum, die Zeit und die Materie. Dieses Wesen spaltet sich auf in viele Teilpersönlichkeiten, die individuelle Leben erfahren. Man nennt es auch das Prinzip der Wiedergeburt, obwohl dieser Begriff nicht ganz richtig ist. Denn die Leben ereignen sich nicht hintereinander, sondern parallel zueinander.
Das, was ihr in diesem Moment, an diesem Ort erfahrt, ist nur ein Teil einer größeren Gesamterfahrung. Euer Wesen ist multidimensional. Der größte Teil davon befindet sich im Überall und in der Überzeit. Nur ein kleiner Teil befindet sich dort, wo ihr jetzt diese Worte hört bzw. lest. Die Begriffe Überall und Überzeit werden eines Tages zum Grundwortschatz der Physik gehören. In Forschung und Lehre wird man sie jeden Tag benutzen.
Die einzig wahre Raumfahrt
Ich muss noch einmal das Thema Raumfahrt ansprechen. Dasselbe Prinzip wird auch von hochstehenden Zivilisationen benutzt, um die gigantischen Entfernungen im Weltall zurückzulegen. Ja, es gibt Ufos. Die meisten Sichtungen von Ufos oder fliegenden Untertassen lassen sich auf normale Weise erklären. Es handelt sich um Flugzeuge oder Hubschrauber oder um Wetterphänomene. Bei einer geringen Anzahl handelt es sich jedoch um echte Raumschiffe, die aus fremden Sonnensystemen oder sogar Galaxien stammen.
Diese hochentwickelten Völker betreiben keine lineare Raumfahrt, so wie wir es tun. Die Menschen benutzen heutzutage meist Triebwerke, die nach dem Rückstoßprinzip arbeiten. Dabei wird irgendein Stoff verbrannt, z.B. Wasserstoff. Durch den entstehenden Rückstoß, auch Schub genannt, wird das Raumschiff vorangetrieben. Diese Antriebsart ist primitiv. Große Entfernungen lassen sich damit nicht zurücklegen.
Wesen der Stufe zwei betreiben die nichtlineare Raumfahrt. Das heißt, sie begeben sich bewusst ins Überall und in die Überzeit. Sie sind dann nicht mehr an einem bestimmten Punkt im Universum, sondern potenziell an jedem Punkt. Wenn sie das Überall wieder verlassen, befinden sie sich am gewünschten Zielpunkt. Auf diese Weise lassen sich Milliarden Lichtjahre innerhalb von Sekunden zurücklegen. Für diese Art des Reisens braucht man nur sehr wenig Energie. Aber das werde ich aus den bekannten Gründen nicht näher erläutern.
Kommen wir zurück zur Ausgangsfrage: Was ist das Universum? Man kann die Frage mit einem Satz beantworten: Das Universum ist kein Ort, sondern ein Zustand. Das Universum ist die Summe einer gewaltigen Menge von Energie (Vesmas), die sich auf eine bestimmte Weise organisieren. Die Organisationsformen werden von uns als Realitätsrahmen wahrgenommen. Unendlich viele dieser Realitätsrahmen liegen nah beieinander.
Primitive Wesen sind nicht in der Lage, die Realitätsrahmen zu erkennen. Sie glauben, sie würden sich an einem Ort befinden (z.B. auf dem Planeten Erde) und sind mehr oder weniger zufällig an diesem Ort entstanden. Hochentwickelte Wesen erkennen die Realitätsrahmen. Sie wissen, dass sie selbst die Rahmen erschaffen haben und nutzen sie für ihre Zwecke. Zum Beispiel für Zeitreisen oder interstellare Reisen.
Damit haben wir auch die letzte Frage beantwortet. Gib es einen verborgenen Grund für die Existenz des Universums? Ja, gibt es. Wir haben das Universum als Lebensraum und als Erfahrungsraum erschaffen. Ich sagte bereits in der letzten Ausgabe, dass wir alle von der höchsten Bewusstseinsebene kommen und auch dahin zurückkehren werden. Dort oben herrschen perfekte Bedingungen, eine unendliche Harmonie. Dort kann man allerdings nicht die Erfahrung des Nichtperfekten machen, des Mangels an Harmonie. Beispielsweise Konflikte und Gewalt. Deshalb haben wir alle gemeinsam dieses Universum eingerichtet. Hier unten können wir das erleben, was wir dort oben nicht erleben können. Das ist das ganze Geheimnis.
So, das war mal wieder eine Menge Stoff für heute. Bald gibt es mehr von mir zu hören. Auch das Thema Raumfahrt werde ich noch ein bisschen vertiefen. Schon deshalb, weil demnächst ein Science-Fiction-Roman von mir erscheinen wird. In dem Roman werde ich all die großen Themen ausführlich behandeln.
Für heute sage ich mal wieder: Danke für eure Aufmerksamkeit. Und: Alles Gute wünscht euer
Konrad Pilger
Donnerstag, 17. November 2022
Sonntag, 30. Oktober 2022
Manuskript zu Podcast Folge 14: Was ist der Mensch? Was ist der Sinn des Lebens? Die wahre Evolution.
Hallo Leute,
herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe Nummer vierzehn. Heute geht es um die grundlegenden Fragen: Was ist der Mensch? Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Und was ist der Sinn des Lebens? Auch heute kann ich mal wieder versprechen, dass zu großen Überraschungen kommen wird.
Wenn man einen Wissenschaftler nach der Definition des Menschen fragen würde, würde er wahrscheinlich sagen, dass der Mensch ein Säugetier ist, das zur Familie der Menschenaffen gehört. Er ist ein Zweibeiner, der aufrecht geht und auf dem Planeten Erde das intelligenteste Wesen ist. Entstanden ist der Mensch mehr oder weniger zufällig durch den Prozess der Evolution. Alles begann in der sogenannten Ursuppe, einer Mischung aus anorganischen Substanzen, in der sich einzellige Lebewesen bildeten, es kam zur ersten Zellteilung, später entwickelten sich höhere Lebewesen, die das Meer verließen, um das Land zu besiedeln.
An Land erwies es sich als praktisch, aufrecht zu gehen, weil man so einen besseren Überblick hat und leichter auf Bäume klettern kann. Ein ominöses Wesen tauchte auf, das heute als gemeinsamer Vorfahr von Menschen und Affen gilt. Aus ihm entwickelte sich über mehrere Stufen hinweg der Homo sapiens, der heute lebende, moderne Mensch, der die Erde beherrscht und sich anschickt, den Weltraum zu erobern.
Das ist eine sehr interessante Geschichte, doch leider ist sie zu großen Teilen falsch. Der Mensch ist nicht zufällig entstanden, sondern er ist das Ergebnis einer bewussten Planung. Der Mensch hat sich selbst erschaffen. Er ist auf die Erde gekommen, weil er auf diesem Planeten leben wollte, weil er hier sich hier selbst erfahren wollte - in seiner gesamten Vielfalt, mit all seinen Möglichkeiten.
Die Zeit vergeht
nicht
Einer der wesentlichen Gründe für die Unwissenheit des Menschen ist, dass wir versuchen, alles in unsere Erfahrungswelt hineinzuzwängen. Jede neue wissenschaftliche Entdeckung wird mit menschlichen Maßstäben beurteilt. Das ist nicht von Vorteil. Besser wäre es, wenn man die Dinge aus einer universellen Perspektive beurteilen würde.
Das beste Beispiel dafür ist die Zeit. Noch immer haben wir das Phänomen der Zeit nicht verstanden. Was wir als Verstreichen der Zeit empfinden, ist nichts anderes als Bewegung. Ein Tag ist eine Drehung der Erde um ihre eigene Achse. Der Alterungsprozess ist Bewegung. Wenn Falten in unserem Gesicht auftreten, ist das eine sehr langsame Bewegung unserer Haut.
Dabei gibt es deutliche Hinweise darauf, dass die Zeit nicht vergeht. Vorgänge, die sich vorwärts ereignen, können sich auch rückwärts ereignen. Immer mehr Wissenschaftler zweifeln an dem Konzept des Zeitpfeils, in dem die Zeit nur in eine Richtung verläuft. Schon Albert Einstein sagte, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nur Illusionen sind, wenn auch sehr hartnäckige.
Das sollte uns zu denken geben. Wenn die Zeit nicht verstreicht, kann es auch keine Evolution geben. Jedenfalls nicht in dem Sinn, dass das eine aus dem anderen heraus entstanden ist. Der Mensch ist nicht in diese Welt gekommen, weil er und der Affe denselben Vorfahren hatten. Was wir als Entwicklungsgeschichte bezeichnen, ist nichts weiter als ein Ausdrücken verschiedener Formen. Es findet durchaus eine Evolution statt, aber sie wird heutzutage vollkommen falsch verstanden. Ursache des Problems ist auch hier das lineare Denken. Der Prozess des Erlebens oder des sich Ausdrückens ereignet sich nicht auf einer einzigen Zeitschiene.
Die wahre Evolution
Besser ist es, wenn man sich die Evolution ebenso wie die Zeit als einen Baum vorstellt. Der Baum besitzt keinen Anfang und kein Ende. Er wächst aus einem Mittelpunkt heraus, und er besitzt unendlich viele Äste, die sich in alle Richtungen ausbreiten. Der Baum wird immer größer, aber er wird niemals sterben.
Ein Beispiel: Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei? Die Antwort lautet: Weder noch. Nach unserer Zeitvorstellung ist das Ei mit der festen Schale in einem langen Evolutionsprozess entstanden. Zuerst gab es nur eine Art Schleim, mit zahllosen weichen Eiern. Die Hülle der Eier wurde im Laufe der Zeit – genauer gesagt im Laufe der Bewegung – zu der festen Schale, die wir heute kennen. Aus Tausenden Eiern wurde ein einziges. Aber diese Vorstellung ist falsch, weil wir das Leben nur aus unserer persönlichen Perspektive heraus betrachten.
Tatsächlich existiert die Bewegung in ihren vollen Breite, das heißt, der gesamte Prozess, mit allen Varianten des Eis – von weich bis hart. Die Bewegung hat immer existiert, und sie wird immer existieren. Darüber hinaus gibt es noch sehr viel mehr Ei- und Hühnervarianten, doch die können wir mit unseren Sinnen nicht wahrnehmen. Auf anderen Ästen des Baumes der Zeit leben wahrscheinlich Hühner, die grüne oder blaue Eier legen. Oder es gibt Hühner, die nicht einzelne Eier legen, sondern die sich aus einem Schleim heraus entwickeln, der dem Laich der Fische ähnelt. Dies geschieht in den wahrscheinlichen Welten, die ebenfalls eine Form von Realität besitzen.
Das multidimensionale Wesen
All diese Welten zusammen – die materielle Welt, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen – und die wahrscheinlichen Welten, ergeben zusammen eine Gesamtwirklichkeit. Der Mensch hat diese Gesamtwirklichkeit bewusst erschaffen, er ist kein zufälliges Produkt davon. Ursache war der Wunsch, sich selbst in allen Facetten zu erfahren.
In einem Leben, das nur in einer Version gelebt wird, ist der Erfahrungsprozess nicht zu bewältigen. Deshalb leben wir alle viele Leben in verschiedenen Varianten. Ich sprach bereits in Ausgabe dreizehn von Blick in die Zukunft über das Thema Wiedergeburt. Der Begriff selbst ist nicht ganz korrekt, weil er beinhaltet, dass die Geburt wiederholt in einer bestimmten Reihenfolge geschieht. Das ist falsch. Weil die Zeit sich nicht linear bewegt, können sich die Leben auch nicht nacheinander ereignen.
Besser ist der Begriff Parallelpersönlichkeit. Jeder Mensch lebt zu vielen Zeiten an vielen Orten. Wir sind Männer und Frauen, wir sind arm und reich, glücklich oder unglücklich, gebildet oder ungebildet, manchmal sterben wir schon als Kinder, und manchmal werden wir hundert Jahre alt.
Manch ein Hörer wird diese Aussage nicht verstehen. Er wird sagen, Parallelpersönlichkeiten gehören in den Bereich der Religion oder Esoterik. Das ist falsch. Die multidimensionale Persönlichkeit des Menschen ist Teil der Wissenschaft – nur noch nicht der heutigen Wissenschaft, sondern der „zukünftigen“.
Über das Thema Wiedergeburt ist schon viel publiziert worden. Das Problem ist, dass man sie derzeit nicht eindeutig beweisen kann. Auf verschiedenen Wegen ist es möglich, Erinnerungen an frühere Leben wachzurufen. Einer davon ist Hypnose. Ich rate jedoch davon ab. Man sollte verschiedene Leben nicht durcheinanderbringen. Jedes Leben hat eine bestimmte Aufgabenstellung, der man sich widmen sollte. Damit hat man genug zu tun.
Der Planer
Der Prozess verläuft keineswegs zufällig, sondern geplant und koordiniert. Eine sehr wichtige Rolle spielt dabei das Höhere Selbst. Damit ist ein Teil unserer Persönlichkeit gemeint, der gewissermaßen über uns steht. Er entscheidet, wann und wo wir geboren werden, und er stellt einen Lebensplan auf. Dieser Plan beinhaltet Erfahrungen, die gemacht werden sollten. Zum Beispiel die Erfahrung von Überfluss, wenn wir ein reiches Leben führen, oder die Erfahrung von Mangel, wenn wir in Armut leben.
Das Höhere Selbst ist aber kein Puppenspieler, der uns an Fäden festhält und uns durch das Leben führt. Der freie Wille ist keine Illusion. Wir können den geplanten Weg einschlagen – oder einen völlig anderen. Die gewünschte Erfahrung muss dann aber in einer anderen Welt nachgeholt werden.
Interessanterweise ist dieser Teil unserer Persönlichkeit der Menschheit schon längst bekannt. In der indischen Philosophie bezeichnet man ihn als Atman. Laut Wikipedia handelt es sich dabei um das absolute Selbst, die unzerstörbare ewige Essenz des Geistes. Dieser Wesenskern ist nicht erkennbar, er ist unveränderlich und existiert ewig.
Jetzt stellt sich die Frage, warum wir nichts von Atman oder dem Höheren Selbst wissen? Warum zeigt sich dieser Teil von uns nicht? Warum gibt er uns nicht Tipps und Hinweise, die das Leben erleichtern könnten? Die Antwort ist einfach: Weil das Gesamtkonzept dann nicht funktionieren würde. Wir könnten zum Beispiel nicht die Erfahrung von Einsamkeit machen, wenn wir wüssten, dass wir ständig von Wesen aller Art umgeben sind. Es würde auch niemand ein Fußballspiel ansehen, wenn das Ergebnis schon vorher feststeht. Kein Wissenschaftler würde eine komplizierte Versuchsanordnung errichten, wenn ihm das Ergebnis einfach so in den Schoß fallen würde. Wir müssen uns selbst anstrengen.
Angst als
Machtmittel
Eine weitere Frage drängt sich auf: Warum bringt man im westlichen Kulturraum der Idee der Wiedergeburt oder der Parallelpersönlichkeiten so wenig Wertschätzung entgegen? Das hängt mit unserem Entwicklungsstand zusammen. Der Mensch ist primitiv, er lebt noch immer seine niederen Instinkte aus. Das sieht man zum Beispiel an den vielen Kriegen, die rund um den Erdball geführt werden, und an den vielen Verbrechen, die in allen Gesellschaften verübt werden.
Wir beschäftigen uns noch immer damit, Angst und Wut auszuleben. Ängstliche Menschen versuchen, Macht zu gewinnen. Macht bedeutet Reichtum. Wer reich ist, muss nicht hungern oder unter freiem Himmel campieren. Macht bedeutet auch, über andere zu herrschen. Wer andere beherrscht, fühlt sich nicht von ihnen bedroht.
Ein wichtiges Herrschaftsmittel ist die Vorstellung vom einmaligen Leben. Wer nur einmal lebt, bekommt keine zweite Chance. Alles muss in diesem einen Leben erledigt werden. Im Weltlichen heißt das: Du musst möglichst viel Erfolg haben, beruflich und privat. Du musst viel Geld verdienen, eine Karriere machen, ein großes Haus besitzen, ein schnelles Auto fahren, jedes Jahr einen aufregenden Urlaub verbringen.
In der Theologie heißt das: Du musst ein gottgefälliges Leben führen. Du musst anständig sein, darfst keine Sünde begehen. Falls dein Leben Gott nicht gefällt, kommst du in die Hölle. Du wirst für immer leiden. Also tu das, was wir – die Theologen – dir sagen. Dafür erwarten wir natürlich eine Entschädigung. Du musst uns Geld spenden oder Kirchensteuern zahlen. Es ist ja nur zu deinem Besten.
Um es klar und deutlich zu sagen: Es handelt sich hierbei nicht um eine organisierte Verschwörung. Politiker und Theologen kommen nicht zusammen, um gemeinsam zu planen, wie man die Bevölkerung mithilfe von Religion unterdrücken kann. Diese Menschen leben unbewusst ihre Gefühle aus. Sie haben Angst. Und die Angst bekämpfen sie, indem sie Macht anhäufen.
Unendliche
Freiheit
Im Vergleich dazu bietet das Konzept der Parallelpersönlichkeiten viel mehr Vorteile. Man kann frei von Angst leben. Wir werden niemals sterben. Der Tod ist nur ein Übergang in eine andere Welt. Wir werden auch nicht endgültig von unseren Lieben getrennt sein. Wenn ein Freund oder ein Familienangehöriger stirbt, ist das nur eine Trennung auf Zeit. Er oder sie ist vorangegangen, man selbst kommt später nach. Man sieht sich immer wieder.
Es ist auch nicht schlimm, wenn etwas in diesem Leben nicht gelingt. Angenommen, jemand träumt davon, eine große Karriere als Musiker zu machen. Aus irgendeinem Grund gelingt es nicht. Vielleicht, weil man falsche Entscheidungen getroffen hat. Man engagiert einen Manager, der mit der Kasse durchbrennt, oder man spielt Musik, die nicht den Geschmack des Publikums trifft. Völlig egal. Wenn es in diesem Leben nicht gelingt, dann eben im nächsten.
Das soll nicht heißen, dass man sich als Musiker nicht anstrengen soll. Oder dass man nicht um einen geliebten Menschen trauern soll. Aber es bedeutet, dass man nicht übermäßig leiden muss unter Erfolglosigkeit oder Trauer. Und schon gar nicht muss man daran verzweifeln. Es gibt immer Auswege. Das Multiversum stellt uns unendlich viel Zeit und Energie zur Verfügung.
Angesichts dieser phänomenalen Größe eines jeden Menschen erscheinen die Konflikte, die uns hier auf der Erde beschäftigen, als kleingeistig, dumm und lächerlich. Wir streiten uns über Land, wir streiten uns darüber, ob eine Grenze etwas weiter östlich oder westlich verlaufen sollte, wer in einer politischen Frage recht hat, wer in einem Konflikt angefangen hat oder wie die korrekte Bezeichnung einer Person lautet. All das basiert auf Angst. Angst davor, dass man nicht genügend Platz zum Leben hat, genug zu Essen oder zu Trinken. Angst davor, dass jemand einem etwas wegnehmen könnte. Angst davor, dass ein schlechter oder böser Mensch Macht gewinnen könnte.
Die Idee von Mangel, die Idee der einen Chance und des einen Lebens ist ein gewaltiger Irrtum. Tatsächlich ist es so, dass alles in unendlicher Fülle zur Verfügung steht. Es gibt mehr als genug Raum, Zeit und Energie. Wir müssen uns nur darüber bewusst werden.
Der göttliche
Kreislauf
Zwei Fragen sind noch offen: Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Beide Fragen sind eng miteinander verknüpft. Bei der Beantwortung hilft uns wieder die indische Philosophie. Dort kennt man den Begriff Brahman. Damit ist die höchste Bewusstseinsebene gemeint. Das, was ganz oben ist, der Himmel, die Chefetage. Die unveränderliche, die unendliche Wirklichkeit, die für uns leider unvorstellbar ist.
Wir alle sind von dort oben aufgebrochen und wir werden dorthin zurückkehren. In der Zwischenzeit machen wir unsere Erfahrungen in der realen Welt, die wir täglich mit unseren Sinnen erfahren, und in unzähligen wahrscheinlichen Welten, die auch sinnlich erfahrbar sind – nur nicht mit dem Tagesbewusstsein, das jetzt diese Worte hört oder liest.
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Mensch ein multidimensionales Wesen ist. Wir alle leben an vielen Orten und zu vielen Zeiten. Wir erfahren uns selbst in zahllosen Varianten, als Männer, Frauen, Kinder, Kleine, Große, Arme, Reiche, Kluge und Dumme. Wir besitzen unendlich viel Zeit und Energie. Es besteht kein Anlass, um vor irgendetwas Angst zu haben. Es ist auch nicht nötig, um etwas zu trauern oder zu verzweifeln. Alles wird von uns selbst erschaffen. Ein Mal oder eine Million Mal. Die Erfahrung kann einen Tag dauern oder ein ganzes Jahrtausend. Man kann einen Fehler unendlich oft wiederholen, oder man lernt schon beim ersten Mal daraus. Es liegt alles in unserer Hand. Das ist der Sinn des Lebens. Sich selbst erfahren und dabei lernen und wachsen.
Mehr lernen könnt ihr auch in den nächsten Folgen von Blick in die Zukunft. Ich kann euch versprechen, es wird auch weiterhin zu großen Überraschungen kommen. Für heute sage ich mal wieder: Danke für eure Aufmerksamkeit. Und: Alles Gute wünscht
Euer Konrad Pilger
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Hallo Leute, herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe 26. In der vorigen Ausgabe erklärte ich, wie hoch entwickelte Völker...

















