Freitag, 2. August 2024
Mittwoch, 27. Dezember 2023
Vlog 27: Es gibt noch keine echte Science-Fiction. Der Mensch ist multidimensional.
Dienstag, 26. Dezember 2023
Manuskript zu Vlog 27: Die Science-Fiction der Zukunft. Der Mensch ist multidimensional.
Hallo Leute
herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe 27. Das wird heute eine sehr kontroverse Folge werden, weil ich eine gewagte Behauptung aufstellen werde. Nämlich es gibt keine ECHTE Science-Fiction. Das heißt, es gibt fast keine Bücher, Filme und Fernsehserien, die wirklich in die Zukunft hinausblicken. Die meisten dieser Produkte handeln nur von der jeweiligen Gegenwart, in der sie entstanden sind.
Das liegt nicht daran, dass die Autoren zu wenig Fantasie oder Weitblick besaßen, sondern daran, dass sich die Menschheit immer noch auf einer sehr niedrigen Entwicklungsstufe befindet. Die wichtigsten naturwissenschaftlichen Entdeckungen sind noch nicht gemacht worden.
Welche das sind, erkläre ich in dieser Folge. Also, los geht’s.
Kapitel 1: Die bisherige Science-Fiction
Fangen wir am Anfang an. Die Zeitmaschine von H.G. Wells gilt als einer der ersten SF-Romane. Darin geht es um einen Erfinder, der die titelgebende Zeitmaschine gebaut hat. Er reist damit weit in die Zukunft und trifft auf eine Gesellschaft, die in zwei Gruppen gespalten ist: die Eloi und die Morlocks.
Die Eloi leben in fast paradiesischen Verhältnissen auf der Erdoberfläche. Sie brauchen nicht zu arbeiten und geben sich ganz dem Vergnügen hin. Die Morlocks sind affenartige Wesen, die unter der Erdoberfläche leben. An dieser Stelle kürze ich ein bisschen ab. Die Geschichte läuft darauf hinaus, dass sich die Morlocks als Menschenfresser entpuppen. Die Eloi sind ihre Nahrung.
Man könnte jetzt sagen, dass H.G. Wells einfach eine negative Sicht auf die Zukunft hatte. Das stimmt aber nicht. Er hat nicht über die Zukunft geschrieben, sondern über seine Gegenwart. Das England des späten 19. Jahrhunderts war eine extreme Klassengesellschaft. Es gab die reiche Oberschicht, bestehend aus altem Adel und Industriellen, und eine verarmte Unterschicht, die als Arbeiter und Bauern lebte bzw. vegetierte.
Davon handelt die Zeitmaschine. Sie ist im Grunde eine Groteske, die das Unrecht der damaligen Zeit anprangerte. Mit Science-Fiction hat das nicht viel zu tun. Weder werden neue Techniken oder wissenschaftliche Erkenntnisse vorgestellt – abgesehen davon, dass die Zeit als vierte Raumdimension betrachtet wird – noch werden gesellschaftliche Utopien erdacht. Es ist einfach nur Unterhaltung, wenn auch eine gut gemachte.
In Deutschland gilt Kurd Laßwitz als Begründer des Genres. Sein Roman Auf zwei Planeten erschien ebenfalls Ende des 19. Jahrhunderts. Darin geht es vordergründig um die Begegnung einer deutschen Expedition mit Marsmenschen. Nach allerlei Verwicklungen kommt es zum Krieg zwischen den Marsmenschen und den Engländern, den die Außerirdischen aufgrund ihrer überlegenen Technologie gewinnen. Später bricht ein weiterer Krieg zwischen den europäischen Mächten aus, weil sie alle die Kolonien der Engländer übernehmen wollen. Das eigentliche Thema des Romans ist also der Imperialismus des 19. Jahrhunderts.
Zu den bekanntesten SF-Filmen gehört die Krieg der Sterne-Reihe. Ich will die Geschichte nicht nacherzählen, ihr kennt sie alle. Luke Skywalker, Darth Vader, „Ich bin dein Vater, Luke“, Han Solo, Prinzessin Leia, alle sind miteinander verwandt und so weiter.
Ist das wenigstens SF? Nein, ist es nicht. Die Motive, die hier abgearbeitet werden, stammen aus Grimms Märchen und den Westernfilmen des 20. Jahrhunderts. Es ist der ewige Kampf Gut gegen Böse, den man hier mit Laserschwertern führt statt mit Pistolen, und statt Pferden benutzt man Raumschiffe. Sehr innovativ ist das nicht.
Auffällig ist, dass bei den meisten SF-Büchern und Filmen eine negative Weltsicht vorherrscht. Es gibt sehr viele Dystopien, die von Atomkriegen, Diktaturen oder der Unterdrückung durch Außerirdische handeln. Demgegenüber stehen nur sehr wenige Utopien, also positive Visionen unserer Zukunft. Aber die sind wesentlich wahrscheinlicher, als die negativen. Warum das so ist, erfahrt ihr im nächsten Kapitel.
Kapitel 2: Die Science-Fiction der Zukunft
Die Wissenschaft wird bald zwei bedeutende Entdeckungen machen.
1. Der Mensch ist multidimensional. Wir alle leben an vielen Orten, zu vielen Zeiten. Der Tod ist nicht endgültig, er ist lediglich der Übergang in eine andere Welt. Im Anschluss an eine Ruhephase erfolgt eine weitere Geburt. All das geschieht in der Matrix, in der Illusionswelt. Der Mensch nutzt die materielle Welt, um durch viele Leben zu lernen und zu wachsen. Heute ordnet man diese Erkenntnisse noch in die Schubladen von Religion und Esoterik ein. Bald wird man sie dort herausholen und in die Schublade der Wissenschaft einordnen.
2. Der Mensch ist ein untrennbarer Teil der Umwelt. Seine Haut ist nicht die Grenze des Körpers. Das Leben ist ein Prozess. Wir befinden uns ständig im Austausch mit allen anderen Wesen und Dingen. Das Gefühl von Trennung ist eine Illusion. Der Energiekörper des Menschen befindet sich im gesamten Universum. Es hat keinen Anfang und kein Ende. Hinter der Matrix befindet sich eine „bunte Energiewolke“, bestehend aus unendlich vielen Energieteilchen, die die Basis unseres Universums bildet.
Die Menschen der Zukunft werden völlig anders fühlen und denken, als wir es heute tun. Deshalb wird bald auch eine andere Form der Science-Fiction entstehen.
1. Es wird keine Bücher und Filme mehr geben, die von Kriegen handeln. Höher entwickelte Menschen würden niemals ihre Mitmenschen angreifen, weil sie sich dann selbst angreifen würden. Sie würden ihre Mitmenschen auch nicht in Kategorien einteilen wie Gut und Böse, Schuldig und Unschuldig, Rechts und Links, Kommunisten und Kapitalisten und so weiter.
Und schon gar nicht würden sie auf die Idee kommen, den anderen etwas vorzuenthalten, z.B. Land, Wasser, Energie oder auch Sicherheit. Letztlich würden sie sich dadurch nur selbst schaden. Deshalb wird es in der SF der Zukunft keine Todessterne und Sternenzerstörer geben.
Stattdessen werden neue Kategorien auftauchen wie Samensetzer. Das sind Raumschiffe, die das Weltall durchqueren und Leben auf bisher unfruchtbare Planeten bringen. In manchen Fällen wird es zur Vermischung von Lebewesen kommen. Das heißt, die Besucher von fremden Planeten werden die DNS der Einheimischen mit ihrer eigenen anreichern.
2. Es wird keine Dystopien mehr geben wie in George Orwells Roman 1984. Diktaturen basieren auf Angst. Der Große Bruder aus 1984 hat einen Überwachungsstaat eingerichtet, weil er sich vor seinem eigenen Volk fürchtet. Das ist ein typisches Verhalten von Diktatoren. Sie haben Angst davor, dass es zu einer Revolution kommt und sie gestürzt werden. Und im Anschluss daran fürchten sie, dass sie getötet werden.
Die Menschen der Zukunft werden wissen, dass sie multidimensional sind. Sie leben an vielen Orten und zu vielen Zeiten, sie können niemals sterben. Deshalb muss man auch keine Angst vor dem Tod haben. Man muss auch nicht gierig oder gewalttätig sein, um die eigene Macht zu sichern. Macht brauchen nur diejenigen, die schwach und ängstlich sind. Starke und weise Menschen brauchen keine Macht, keine Armee und keinen Staatsapparat. Diese Erkenntnisse werden sich schrittweise durchsetzen und eine neue Gesellschaft formen.
Es wird auch zu einem neuen politischen System kommen. Bisher kennen wir ausschließlich Machtpyramiden. Das heißt, an der Spitze steht eine Regierung, die getrennt von dem Volk ist, das unter ihr an der Basis lebt. Ob diese Regierung von einem König angeführt wird, einem Diktator oder einem demokratisch gewählten Präsidenten, ist eine zweitrangige Frage.
An dieser Stelle werden viele Leute protestieren und sagen: Die Demokratie ist die beste Staatsform, die wir bisher hatten. Stimmt, aber auch sie kann noch verbessert werden. Wenn ein ängstlicher und wütender Mann zum Präsidenten gewählt wird, ist das ein Nachteil für das gesamte Land. Als Beispiel könnte man Donald Trump anführen. Wahrscheinlich fallen euch noch weitere Personen ein, die nicht für hohe Staatsämter geeignet sind, aber dennoch in diese Ämter gewählt wurden.
In Zukunft wird es keine Herrschaftssysteme mehr geben, sondern nur noch Ausgleichssysteme. Dabei stehen alle Menschen auf derselben Stufe. Es gibt keine starken Führer mehr, weil die Menschen selbst stark und mutig sind. Sie wissen, dass sie multidimensional sind, dass sie zu vielen Zeiten an vielen Orten leben. Wer keine Angst vor dem Tod hat, hat auch keine Angst vor dem Leben.
Außerdem wissen sie, dass sie ein untrennbarer Teil ihrer Umwelt sind. Die Haut ist nicht die Grenze des menschlichen Körpers. Jeder Mensch ist Teil des Universums, mehr noch, JEDER MENSCH IST DAS GESAMTE UNIVERSUM. Deshalb wird man in Zukunft die Menschheit nicht mehr in Gut und Böse einteilen und den Guten das Gute und den Schlechten das Schlechte geben. Man wird allen Menschen Gutes tun, ebenso allen Pflanzen und Tieren. Wenn man seiner Umgebung hilft, hilft man sich selbst.
DAVON handelt die Science-Fiction der Zukunft.
Zusammenfassung:
- Die Menschheit befindet sich in einem Aufstiegsprozess. Alles verändert sich, auch die Kultur. Science-Fiction-Bücher und -Filme werden in Zukunft nicht mehr von Krieg, Gewalt und Unterdrückung handeln, sondern von Weisheit, Mitgefühl und Wohlwollen.
- Es wird in Zukunft zu zwei großen wissenschaftlichen Entdeckungen kommen. Der Mensch ist multidimensional, er lebt an vielen Orten, zu vielen Zeiten und ist deshalb unsterblich. Außerdem ist er ein untrennbarer Teil des gesamten Universums. Was er aussendet, kehrt zu ihm zurück. Diese Erkenntnisse werden das menschliche Verhalten von Grund auf verändern.
Wenn ihr gute Science-Fiction lesen wollt, dann schaut mal auf meine Seite Konrad-Pilger.blogspot.com. Dort findet ihr zwei Bücher, die ich geschrieben habe.
So, das war’s mal wieder für heute. Ich sage: Danke für die Aufmerksamkeit und wünsche wie immer alles Gute
Euer
Konrad Pilger
Montag, 1. August 2022
Sonntag, 1. Mai 2022
Mittwoch, 27. April 2022
Manuskript zu Podcast Folge 9: Ist der Pazifismus am Ende? Mehr über die Machtpyramide
Hallo Leute,
herzlich willkommen zur Ausgabe Nr. 9 von Blick in die Zukunft. Heute spreche ich über den Militarismus und über die Machtpyramide, zwei Themen die sind eng miteinander verknüpft sind. Ich zeige aber auch eine Alternative auf, die nicht neu ist und sich bereits in vielen Gesellschaften bewährt hat. Anlass für diese Sendung ist einmal mehr der Krieg in der Ukraine. Täglich sehen wir Bilder aus den umkämpften Regionen, wir sehen Explosionen, zerstörte Häuser und rollende Panzer. Aufgrund dieser Eindrücke fordern viele Menschen, dass wir uns auf die Seite der Ukraine stellen sollen, wir sollen Waffen und Munition liefern, auch schwere Kriegswaffen wie Panzer und Flugzeuge. Außerdem sollen wir unsere eigene Armee aufrüsten und vergrößern, wir sollen neue Waffen entwickeln und an unsere Verbündeten liefern.
Nicht wenige Zeitgenossen behaupten sogar, dass der Pazifismus gescheitert ist, dass eine neue Phase des Kalten Krieges anbrechen würde, dass mit China eine neue aggressive Supermacht die Bühne betreten hätte und dass wir uns auf ein neues Wettrüsten gefasst machen sollten. Als Begründung dafür wird oft die Natur des Menschen genannt. Der Mensch ist angeblich schlecht, er sucht immer nur seinen Vorteil und versucht, andere zu beherrschen. Jeder von uns ist ein potenzieller Mörder, die Zivilisation ist nur ein dünner Firnis, darunter lauert die Barbarei. Konflikte und Kriege gehören nun mal zum Leben dazu. Daran kann man nicht ändern, es wird immer so weitergehen. Auch in der Zukunft werden die Menschen noch Kriege führen, nur mit besseren Waffen als heute.
Diese Haltung ist absoluter Blödsinn. Sie zeugt von einem totalen Unverständnis der Dinge. Viele Menschen glauben, dass nur das existiert, was man sinnlich wahrnehmen kann, also das, was man sehen, hören und anfassen kann und wovon andere Menschen berichten. Das ist ein gewaltiger Irrtum. Es existiert sehr viel mehr. Auch Dinge, die für uns nicht sichtbar sind, die sich scheinbar noch nicht ereignet haben, existieren bereits. Auch potenziell vorhandene Welten besitzen eine Form von Realität.
Anders ausgedrückt: Der Baum der Zeit besitzt eine gewaltige Größe. In der Folge Nummer acht von Blick in die Zukunft habe ich das Wesen der Zeit erklärt. Kurz zusammengefasst: Die Zeit vergeht nicht, alle Zeit ist jetzt. Es gibt nur einen großen Moment, von dem wir jedoch nur einen kleinen Ausschnitt wahrnehmen. Unser Blick reicht bis zum Horizont, unser Zeitgefühl beschränkt sich auf die gefühlte Gegenwart. Trotzdem existiert auch der Raum hinter dem Horizont, so wie auch die Millionen Jahre unserer Zukunft jetzt schon existieren.
Große und kleine
Äste
Aus dem Baum der Zeit wachsen unendlich viele Äste, aber auf nur sehr wenigen finden Kriege statt. Sie sind relativ klein und unbedeutend. In unser Zahlensystem übersetzt: Die Phase der Kriege wird nur wenige Jahrtausende umfassen, sie ist schon fast beendet. Danach werden Millionen Jahre des Friedens folgen, in denen es zu einer heute unvorstellbaren Blüte der Zivilisation kommen wird. Wir sind bereits auf dem Weg dorthin. Die Anzahl der Konfliktherde hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich reduziert, wir führen seltener Kriege, und auch die Zahl der Opfer hat sich reduziert – obwohl natürlich jedes Opfer eines zu viel ist.
Auch die politische Situation hat sich entspannt. Es gibt heute weniger Diktaturen als im zwanzigsten Jahrhundert. Natürlich herrschen in vielen Staaten noch undemokratische Verhältnisse, Menschenrechte gelten nur eingeschränkt, es mangelt an Rechtsstaatlichkeit und Pressefreiheit – aber die Tendenz zeigt eindeutig nach oben.
Auch in Russland hat sich einiges zum Besseren entwickelt, obwohl es nicht leicht zu erkennen ist. Das größte Land der Erde wird im Moment noch von einer Bande von Dinosauriern beherrscht, die viel Lärm machen und große Schäden anrichten. Ihr alle wisst, wer der Anführer der Dinosaurier ist: Wladimir Putin. Er stammt aus einer anderen Epoche. Putin ist in der Sowjetunion aufgewachsen und hat sich bis heute nicht von ihr gelöst. Er träumt noch immer von imperialer Größe, er will der Anführer einer Supermacht sein. Kleinere Länder sollen sich ihm unterordnen, wenn es nötig ist, führt er auch Kriege, um seine Ziele zu erreichen.
Aber daneben gibt es auch ein anderes, ein besseres Russland. Die jungen Leute sind nach dem Fall des Eisernen Vorhangs aufgewachsen. Sie haben die Freiheit kennengelernt, sie haben Verbindungen in alle Welt geknüpft. Sie wollen nicht in die Sowjetunion zurückkehren, weil das ein Rückschritt für sie wäre. Deshalb haben viele junge Leute Russland bereits verlassen, andere befinden sich in der inneren Emigration. Sie warten nur darauf, dass das System Putin zusammenbricht und ein demokratisches Russland entsteht.
Das System des
Schreckens
Heute haben wir den Eindruck, dass Putin fest im Sattel sitzt, dass er ein starker und mächtiger Führer ist, doch das ist ein Denkfehler. Gewalt ist immer ein Zeichen von Schwäche. Putin braucht einen riesigen Staatsapparat, um Russland zu beherrschen. Aber all die Geheimdienstleute, die Polizisten, die Juristen und Journalisten, die ihm zuarbeiten, machen nur einen kleinen Teil des Volkes aus. Davon abzuleiten, dass die Russen schlecht sind, oder dass sogar der Mensch an sich schlecht ist, wäre ein totaler Irrtum. Der Teil ist nicht das Ganze.
Dann stellt sich aber die Frage, warum es trotzdem zum Krieg in der Ukraine gekommen ist. Die Antwort ist ganz leicht: Weil wir uns immer noch in einem frühen Stadium der Entwicklung befinden. Wir sind primitiv. Ein Indikator dafür ist die Machtpyramide, an die immer noch viele Menschen glauben. Diese Gesellschaftsform hat es Putin ermöglicht, die Macht zu ergreifen und seine Verbrechen zu begehen.
Das System ist einfach zu durchschauen. Oben sitzt ein Mann, der die Fäden in der Hand hält. Er besitzt viel Macht und Geld, er glaubt, dass er sich alles erlauben kann. Aufgrund seiner Position ist er unangreifbar, er fürchtet weder Kritiker noch Staatsanwälte. Unter ihm befinden sich viele weitere Stufen der Machtpyramide: Präsidenten, Minister, Abgeordnete, Oligarchen, Generäle, Admiräle, Direktoren usw. Ganz unten stehen die einfachen Bürger, bzw. die gemeinen Soldaten. Sie besitzen keine Titel, keine Macht und keine Reichtümer.
Der Krieg in der Ukraine wurde einzig und allein von einem Mann begonnen: Wladimir Putin. Er fühlte sich von der Nato bedroht, er wollte das Sowjetreich wieder auferstehen lassen. Deshalb gab er den Befehl zum Angriff. Die Militärkolonnen setzten sich in Bewegung, Flugzeuge warfen Bomben ab, Zivilisten flohen aus ihrer Heimat.
Für uns ist das alles schwer nachvollziehbar, aber wir schauen ja auch von außen auf die Geschehnisse. Aus der inneren Perspektive betrachtet, bietet die Machtpyramide scheinbar einige Vorteile. Diejenigen, die oben stehen, haben nichts zu befürchten. Die Kinder der Oligarchen ziehen nicht in den Krieg. Sie leben in Luxusvillen im Ausland, wo sie garantiert von keiner Bombe getroffen werden. Die Oligarchen selbst wittern eine Chance, noch reicher zu werden. Nach dem Krieg möchten sie die Ukraine unter sich aufteilen, möchten die Stahlwerke, die Kohlegruben und die riesigen landwirtschaftlichen Betriebe übernehmen. Die Offiziere der Armee sehen eine Chance auf Ruhm und Ehre, sie wollen sich Orden an die Brust heften lassen und innerhalb der Pyramide noch weiter aufsteigen.
Und die einfachen Soldaten? Sie haben die Möglichkeit, ihre niederen Instinkte auszuleben. Sie dürfen morden, rauben und vergewaltigen, ohne dafür die Konsequenzen tragen zu müssen. Wenn sie doch mal angeklagt werden, berufen sie sich auf den Befehlsnotstand. „Die Anweisungen kamen von oben. Wir hatten keine Wahl, wir mussten sie ausführen. Hätten wir uns geweigert, hätten uns schlimmste Strafen gedroht.“ Diese Ausrede kennt man auch in Deutschland. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs wurde sie millionenfach benutzt.
Der NS-Staat - Machtpyramide in ihrer schlimmsten Form
Ähnlich funktioniert es an der Spitze der Pyramide. Albert Speer war im Dritten Reich einer der Hauptkriegsverbrecher. Nach dem Krieg hat er behauptet, er hätte nichts von den Massenmorden gewusst. Albert Speer, der Reichsminister für Bewaffnung und Munition, stand so weit über den Dingen, dass er angeblich nicht bemerkte, was unter ihm an der Basis der Pyramide geschah.
Das ist eines der wesentlichen Merkmale der Machtpyramide: die organisierte Verantwortungslosigkeit. Jeder hat zwar eine Aufgabe und einen Posten innerhalb der Pyramide, trotzdem trägt niemand Verantwortung für sein Handeln. Schuld sind immer die anderen.
Dieses Prinzip gilt in abgeschwächter Form auch in demokratischen Ländern. Angela Merkel hat während ihrer Kanzlerschaft Deutschland abhängig gemacht von Energieimporten aus Russland. Als der Krieg in der Ukraine begann, war unser Land beinahe handlungsunfähig. Hätten wir sofort einen Importstopp verhängt, wäre die Wirtschaft bei uns zusammengebrochen. Die Hauptschuld an dieser gefährlichen Lage trägt Angela Merkel.
Es gab mit Sicherheit auch mahnende Stimmen in der damaligen Pyramide, doch sie konnten nichts bewirken. Ein einfacher Mitarbeiter, z.B. aus dem Wirtschaftsministerium, hätte keine Chance gehabt, zur Bundeskanzlerin vorzudringen und ihr seine Argumente vorzutragen. Merkel war umgeben von Ja-Sagern, die nicht wagten ihr zu widersprechen. Die wenigen Merkel-Kritiker, z.B. Friedrich Merz, wurden schnell von ihr beseitigt. So etwas geht nur, wenn man an der Spitze einer Pyramide steht.
Das System des
Ausgleichs
In einer hoch entwickelten Gesellschaft wäre so etwas nicht möglich. Dort gibt es keine Machtpyramiden. Alle stehen auf gleicher Höhe, niemand besitzt mehr Macht als ein anderer. Wenn dort jemand wie Wladimir Putin versuchen würde, einen Krieg gegen die Ukraine anzuzetteln, würde er nur Gelächter erzeugen. Einige würden sagen: „Mach deinen Krieg doch alleine. Mal sehen, wie weit du kommst.“
Andere hingegen würden versuchen, Putin zu heilen. Er ist zwar nicht krank im Wortsinne, doch er leidet unter einem starken psychischen Ungleichgewicht. Angst und Wut treiben ihn zu seinen Taten. Bald wird es eine Maschine geben, mit der man erkennen kann, in welcher physischen und psychischen Verfassung sich ein Mensch befindet. Vesmas spielen hier eine entscheidende Rolle. Diese winzig kleinen Energieeinheiten, die von allen Wesen und Dingen ausgesandt werden, habe ich in Folge sechs von Blick in die Zukunft vorgestellt. Mit wenigen gezielten Maßnahmen kann man jede Krankheit heilen. Mehr dazu in späteren Folgen dieser Reihe.
In einer Gesellschaft der Stufe zwei würde jemand wie Putin kein öffentliches Amt bekommen. Dort leiten Ausgleicher oder Ausgleicherinnen die politischen Prozesse. Die Inhaber dieser wichtigen Ämter werden nicht einfach ernannt, so wie es bei Putin der Fall war, sondern der Bewerbungsprozess wird öffentlich zelebriert. Jeder geeignete Kandidat wird mit seinen Stärken und Schwächen ausführlich vorgestellt. Herkunft, Geschlecht, Hautfarbe oder Parteizugehörigkeit sind unwichtig. Die Bürger werden am Prozess beteiligt, etwa dadurch, dass sie Fragen stellen oder Einwände erheben dürfen. Am Ende entscheidet das Parlament oder die Bevölkerung.
Aber auch Verbrechen wie die, die von Putins Soldaten in der Ukraine begangen werden, wären dort undenkbar. In einer hoch entwickelten Gesellschaft ist der Mensch ehrlich zu sich selbst. Er analysiert nicht nur die äußeren Umstände, sondern beschäftigt sich auch mit seiner eigenen psychischen Lage. Ständig ist er sich darüber bewusst, welches Gefühl sein Handeln bestimmt. Angst und Wut? Oder Verständnis und Mitgefühl? Im Ausgleichsverfahren ist Flucht vor der Verantwortung nicht möglich. Die Waage zeigt jedes Ungleichgewicht an, hinter den Schalen kann man sich nicht verstecken.
Woher weiß ich nun all das, was ich hier ausbreite? Ganz einfach: Im Grunde ist es bereits geschehen. Alle Zeit ist jetzt. Der Baum der Zeit existiert heute schon in seiner vollen Ausdehnung. Der Pazifismus ist nicht gescheitert, im Gegenteil, der Militarismus ist gescheitert. Das System der Machtpyramide werden die Menschen Schritt für Schritt abschaffen, weil es zu viele Nachteile besitzt. Es ist kompliziert, teuer, schwerfällig und undemokratisch. Außerdem birgt es die Gefahr in sich, dass irgendwo auf der Welt ein neuer Putin an die Macht kommt. Das System der Ausgleicher hingegen ist einfach, effektiv, transparent und gerecht. Deshalb wird es sich durchsetzen. Und dann wird es zu kulturellen, technischen und wissenschaftlichen Höchstleistungen kommen. Unzählige Erfindungen und Entdeckungen drängen bereits in unsere Welt. Mehr zu diesen Themen werdet ihr in den nächsten Folgen von Blick in die Zukunft erfahren.
Für heute sage ich mal wieder: Danke für die Aufmerksamkeit. Und: Alles Gute wünscht euer
Konrad Pilger
Donnerstag, 6. Januar 2022
Sonntag, 26. Dezember 2021
Manuskript zu Podcast Folge 4: Das Ende aller Kriege, Die Abschaffung aller Armeen, Schneller fliegen als das Licht
Hallo Leute,
herzlich willkommen zur vierten Folge meines Podcasts. Heute machen wir einen großen Sprung in die Zukunft. Ich werde über einen Zustand sprechen, der uns heute noch als Utopie erscheint, der deutlich von dem abweicht, was wir als „normal“ empfinden und der für die meisten Menschen unvorstellbar ist: der ewige Weltfrieden und die Abschaffung aller Armeen.
Vor uns allen liegt ein goldenes Zeitalter. Weil wir keine Kriege mehr gegen uns selbst führen werden und weil wir keine teuren Armeen unterhalten müssen, werden wir viele Stufen auf der Evolutionsleiter emporsteigen. Diese positive Entwicklung wird noch eine sehr lange Zeit anhalten. Die Lebenserwartung der Menschheit beträgt Millionen Jahre. Eines Tages werden wir ein zivilisatorisches Niveau erreichen, das uns fast auf die Stufe der Götter hebt.
Die Zukunft zerrt an uns
Später werden wir in der Rückschau erkennen, dass die Phase des Krieges relativ kurz war. Den Millionen Jahren, die die Menschheit in Frieden verbringen wird, stehen nur wenige Jahrtausende gegenüber, in denen Streit und Gewalt herrschten. Die Historiker der fernen Zukunft werden sich kaum mit dieser frühen Epoche befassen, weil es sich einfach nicht lohnt. Die Zeit ab dem dritten Jahrtausend wird so viele fantastische Entwicklungen beinhalten, dass kaum jemand Lust verspüren wird, einen Blick in unser dunkles Zeitalter zu werfen.
Woher weiß ich das so genau? Auf diese Frage gibt es zwei Antworten:
1. Tier- und Pflanzenarten können sehr alt werden. Es gibt auf der Erde einige Arten, die als lebende Fossilien bezeichnet werden. Zu den bekanntesten gehört der Quastenflosser. Obwohl dieser Fisch nur ein sehr kleines Gehirn besitzt, lebt seine Gattung bereits seit mehr als vierhundert Millionen Jahren. Und wenn ein so primitives Wesen in den Millionärsclub aufgenommen wird, dann schaffen wir das mit unseren großen Gehirnen und unserer Intelligenz erst recht.
2. Der Weg ist vorgezeichnet. Bereits in meinem ersten Podcast habe ich über den primitiven Hubschrauber gesprochen, den Leonardo da Vinci im fünfzehnten Jahrhundert gezeichnet hat, und ich habe Platons Ideenlehre kurz vorgestellt. Der griechische Philosoph war davon überzeugt, dass Ideen überzeitlich sind, d. h. sie entstehen und vergehen nicht und sind keinem Wandel unterworfen. Dieser Satz ist heute noch genauso bedeutsam wie er es vor 2500 Jahren war. Vor uns liegen großartige Erfindungen, wissenschaftliche Entdeckungen und soziale Entwicklungen, die unser Leben von Grund auf verändern werden. Diese Werke drängen in unsere Realität. Man kann es in einem Satz zusammenfassen: Die Zukunft zerrt an uns.
Schneller als das
Licht
Die Sache hat aber einen Haken. Viele der Erfindungen können missbraucht werden. Sie bieten unreifen Menschen die Möglichkeit, auf primitive Weise ihre Gefühle auszuleben. Man kann andere Menschen damit bedrohen, bestehlen oder unterdrücken. Ein Beispiel: Es ist möglich, mit Überlichtgeschwindigkeit zu fliegen. Unsere Wissenschaftler glauben heute, dass Lichtgeschwindigkeit eine absolute Grenze ist, die von massebehafteten Körpern nicht überschritten werden kann. Und falls doch, würde man unendlich viel Energie dafür benötigen. Das ist richtig. Doch es gibt einen Trick, mit dem man diese Grenze umgehen kann. Im Universum findet ein reger Flugverkehr mit Raumschiffen statt, die sich wesentlicher schneller als das Licht bewegen. Man kann gigantische Entfernungen ohne Zeitverlust zurücklegen, und man braucht dafür nur wenig Energie. In einem späteren Podcast werde ich mehr dazu sagen.
Aber warum besitzen wir diese Technologie noch nicht? Ganz einfach: Weil wir nicht reif dafür sind. Angenommen, man würde in irgendeinem Land ein solches Raumschiff entwickeln. Was würde die Regierung damit anstellen? Dreimal dürft ihr raten. Als Erstes würden sie Waffenstationen daran befestigen, damit man Bomben und Raketen abwerfen kann. Danach würden sie eine Transportmaschine entwickeln, mit der man Soldaten von A nach B bringen kann. Kein Land der Welt könnte sich gegen einen solchen Angriff wehren, weil er ohne Vorwarnung, quasi in Nullzeit erfolgen würde. In dem Augenblick, in dem die Soldaten in das Raumschiff einsteigen, steigen sie auch schon wieder aus.
Mit diesen Militärversionen der Raumschiffe, würden sie auf der Erde gewaltigen Schaden anrichten. Das wäre bereits schlimm genug. Aber man könnte damit auch andere bewohnte Planeten erreichen, von denen es sehr, sehr viele gibt, um die dortige Bevölkerung zu unterwerfen - und das wäre absolut unverzeihlich. Deshalb besteht für primitive Zivilisationen - so wie unsere - eine natürliche Obergrenze des Denkens. Wir bekommen keine Erfindung, für die wir nicht moralisch qualifiziert sind. Egal wie sehr sich unsere Wissenschaftler anstrengen, sie werden kein Raumschiff bauen können, das unsere Astronauten zu fremden Sonnensystemen bringt.
Die üblichen Verdächtigen
Aber ich habe auch eine gute Nachricht für euch: Wir können uns qualifizieren, wir können die nächste Stufe auf der Evolutionsleiter erklimmen. Voraussetzung ist, dass wir unseren Militarismus überwinden. Wir brauchen ihn nicht. Krieg erfüllt keinen Zweck, Frieden ist der Normalzustand. Was müssen wir tun, um sicherzustellen, dass nie wieder ein Krieg ausbricht? Zunächst einmal sollten wir nicht gegen den Militarismus ankämpfen. Wenn man etwas bekämpft, macht man es nur stärker. Wir sollten die tieferen Ursachen erkennen und auflösen.
Doch was sind die Ursachen des Krieges? Es sind natürlich wie immer die Gefühle. Oft spielt Gier eine wichtige Rolle - Gier nach Macht, Land und Rohstoffen. Gier ist übersteigerte Angst. Auf persönlicher Ebene sind Menschen gierig, weil sie Angst vor dem Tod haben. Sie versuchen, so schnell wie möglich einen großen Teil vom Leben abzubekommen und werden deshalb gierig nach Geld, Sex und Statussymbolen. Politiker sind oft gierig, weil sie Angst haben vor dem politischen Gegner oder dem eigenen Volk. Deshalb versuchen sie, möglichst viel Macht und Einfluss zu gewinnen, um damit von ihrer eigenen Schwäche abzulenken. Und wenn es gar nicht anders geht, überfallen sie ein fremdes Land, um ihre Gier zu befriedigen. Das beste Beispiel dafür ist Saddam Husseins Angriff auf Kuwait im Jahr 1990.
Auch die normale Angst, also die Angst in Reinform ist oft Kriegstreiber. Der Kalte Krieg, der bis 1990 anhielt, basierte auf Angst. Der Westen hatte Angst vor dem Kommunismus, und der Osten hatte Angst vor dem Kapitalismus. Beiden Seiten gelang es nicht, sich selbst zu analysieren und zu erkennen, dass sie Opfer ihrer ungeklärten Gefühle waren. Es war bequemer für sie, der jeweils anderen Seite die Schuld zu geben und sich selbst als unschuldiges Opfer zu fühlen.
Konkrete Maßnahmen
Aber auch hier gibt es einen Ausweg. In der dritten Folge meines Podcasts habe ich vorgeschlagen, dass wir in der Schule das Fach Gefühlskunde einführen. Den Kindern werden dabei zwei wichtige Erkenntnisse vermittelt.
1. Gefühle sind unsere wahre Realität. Sie beeinflussen unsere Wahrnehmung der Welt und sie steuern unsere Entscheidungen.
2. Man sollte seine Gefühle weder verdrängen, noch sollte man sich von ihnen beherrschen lassen. Stattdessen sollte man sie bewusst wahrnehmen und ein inneres Gleichgewicht herstellen.
Das gilt aber nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Oft erleben wir es im Alltag, dass wir von unseren Gefühlen negativ beeinflusst werden. Etwa, wenn in genau dem Moment, in dem wir uns einer Kreuzung nähern, die Ampel auf Rot umspringt. Es bringt nichts, sich darüber zu ärgern. Durch einen lauten Fluch schaltet die Ampel auch nicht schneller um. Stattdessen sollten wir die Gelegenheit nutzen, um tief durchzuatmen und nach Innen zu horchen. Welches Gefühl ist jetzt dominant? Will ich mich wirklich sinnlos ärgern, oder will ich mich lieber für einen Moment entspannen und neue Kräfte sammeln?
Diese Form der Achtsamkeit hilft uns persönlich, und sie hilft uns auf kollektiver Ebene. Politiker, die bei sich selbst für einen Ausgleich sorgen, sind nicht gierig, nicht ängstlich und nicht wütend. Sie brauchen keine Feinde, weder im Inneren noch im Äußeren. Deshalb werden sie auch kein Land mehr bedrohen oder sogar angreifen.
Natürlich kann dieser Zustand nicht von heute auf morgen erreicht werden. Der Umbau der Gesellschaft sollte langsam und in vielen kleinen Schritten erfolgen. Neben dem Sicherheitsbedürfnis der Menschen muss man auch die zahlreichen Arbeitsplätze berücksichtigen, die mit dem Militärsektor verbunden sind. Ein möglicher Weg ist deshalb, die Armeen in technische Hilfsdienste umzuwandeln. Als Vorbild kann hier das Technische Hilfswerk (THW) dienen, das weltweit bei Katastrophen zum Einsatz kommt. Flugzeuge sollten zum Transport von Hilfsgütern eingesetzt werden, nicht zum Abwurf von Bomben. Junge Männer sollten Waldbrände und Dürren bekämpfen, aber nicht einander. Auf diese Weise bleiben die Arbeitsplätze bestehen, und Millionen Menschen erhalten auch in Zukunft eine berufliche Perspektive.
Derzeit erleben wir bereits eine ähnliche Entwicklung. Die Bundeswehr hilft mit bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie: Die Luftwaffe verlegt Intensivpatienten mit Spezialflugzeugen, in den Gesundheitsämtern helfen Soldaten aus, der Corona-Krisenstab der Bundesregierung wird von einem Generalmajor der Bundeswehr geleitet. Damit sind die ersten Schritte des Umwandlungsprozesses getan.
Ein historischer
Präzedenzfall
Skeptiker werden jetzt sagen: „Das ist eine Illusion. Es wird immer böse Menschen geben, deshalb wird es auch immer Soldaten geben. Wir müssen uns ja schließlich verteidigen. Die bösen Menschen sind schuld, sie haben angefangen.“ Wer seine Ängste auf diese Weise rechtfertigt, wird die Entwicklung verzögern, aber nicht aufhalten.
Neben dem Krieg gab es über Jahrtausende hinweg ein zweites großes Menschheitsverbrechen: die Sklaverei. In allen Ländern und Kulturen wurden unzählige Menschen gefangen genommen und zur Arbeit gezwungen, oft unter grausamen Bedingungen. Sklaven mussten in der Landwirtschaft, in Bergwerken und Fabriken schuften, sie mussten auf Galeeren rudern, in den Krieg ziehen oder zum Vergnügen ihrer Herrschaften gegeneinander kämpfen. Unzählige Frauen und Kinder wurden sexuell ausgebeutet. Das Leid, das dabei entstand, ist unermesslich.
Im 17. Jahrhundert formierte sich endlich eine Gegenbewegung, die dazu führte, dass rund zweihundert Jahre später die Sklaverei fast überall abgeschafft wurde. Doch zuvor kam es zu harten Auseinandersetzungen. Befürworter der Sklaverei argumentierten ähnlich wie Befürworter des Militarismus: „Das ist eine Illusion. Es wird immer Arbeit geben, deshalb wird es auch immer Sklaven geben. Wer soll denn sonst die Arbeit machen? Wir doch nicht! Wir sind die Chefs! Leider können wir die Arbeiter auch nicht anständig bezahlen, weil die Produkte sonst viel zu teuer werden.“
Heute wissen wir, dass sich die Gegner der Sklaverei letztlich durchsetzten. Eine ähnliche Entwicklung kann man auch für den Militarismus vorhersagen. Alle Armeen werden schrittweise durch technische Hilfswerke ersetzt werden – und es wird keine zweihundert Jahre dauern. Wenn das erreicht ist, können wir mit Überlichtgeschwindigkeit durch das Universum reisen und fremde Lebensformen, von denen einige sehr, sehr intelligent sind, entdecken.
Doch zuvor müssen wir unsere Kultur auf eine höhere Stufe heben. Wir brauchen eine bessere Geisteswissenschaft, die offen ist für neue Einflüsse, eine bessere Schulausbildung, und wir brauchen bessere Filme und Bücher, mit denen wir die neuen Ideen verbreiten. Ich selbst bin mit gutem Beispiel vorangegangen und habe zwei Bücher geschrieben, die von einer Kultur mit einem höheren Bewusstsein handeln. Wer mehr darüber erfahren will, sollte meinen Blog besuchen. Die Adresse lautet: konrad-pilger.blogspot.com.
Das war’s für heute. Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit und wünsche alles Gute
Euer Konrad Pilger
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Hallo Leute, herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe 26. In der vorigen Ausgabe erklärte ich, wie hoch entwickelte Völker...







