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Dienstag, 26. Dezember 2023

Manuskript zu Vlog 27: Die Science-Fiction der Zukunft. Der Mensch ist multidimensional.

Hallo Leute

herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe 27. Das wird heute eine sehr kontroverse Folge werden, weil ich eine gewagte Behauptung aufstellen werde. Nämlich es gibt keine ECHTE Science-Fiction. Das heißt, es gibt fast keine Bücher, Filme und Fernsehserien, die wirklich in die Zukunft hinausblicken. Die meisten dieser Produkte handeln nur von der jeweiligen Gegenwart, in der sie entstanden sind.


 

Das liegt nicht daran, dass die Autoren zu wenig Fantasie oder Weitblick besaßen, sondern daran, dass sich die Menschheit immer noch auf einer sehr niedrigen Entwicklungsstufe befindet. Die wichtigsten naturwissenschaftlichen Entdeckungen sind noch nicht gemacht worden.

Welche das sind, erkläre ich in dieser Folge. Also, los geht’s.

 

Kapitel 1: Die bisherige Science-Fiction

Fangen wir am Anfang an. Die Zeitmaschine von H.G. Wells gilt als einer der ersten SF-Romane. Darin geht es um einen Erfinder, der die titelgebende Zeitmaschine gebaut hat. Er reist damit weit in die Zukunft und trifft auf eine Gesellschaft, die in zwei Gruppen gespalten ist: die Eloi und die Morlocks.


 

Die Eloi leben in fast paradiesischen Verhältnissen auf der Erdoberfläche. Sie brauchen nicht zu arbeiten und geben sich ganz dem Vergnügen hin. Die Morlocks sind affenartige Wesen, die unter der Erdoberfläche leben. An dieser Stelle kürze ich ein bisschen ab. Die Geschichte läuft darauf hinaus, dass sich die Morlocks als Menschenfresser entpuppen. Die Eloi sind ihre Nahrung.

Man könnte jetzt sagen, dass H.G. Wells einfach eine negative Sicht auf die Zukunft hatte. Das stimmt aber nicht. Er hat nicht über die Zukunft geschrieben, sondern über seine Gegenwart. Das England des späten 19. Jahrhunderts war eine extreme Klassengesellschaft. Es gab die reiche Oberschicht, bestehend aus altem Adel und Industriellen, und eine verarmte Unterschicht, die als Arbeiter und Bauern lebte bzw. vegetierte.


 

Davon handelt die Zeitmaschine. Sie ist im Grunde eine Groteske, die das Unrecht der damaligen Zeit anprangerte. Mit Science-Fiction hat das nicht viel zu tun. Weder werden neue Techniken oder wissenschaftliche Erkenntnisse vorgestellt – abgesehen davon, dass die Zeit als vierte Raumdimension betrachtet wird – noch werden gesellschaftliche Utopien erdacht. Es ist einfach nur Unterhaltung, wenn auch eine gut gemachte.

In Deutschland gilt Kurd Laßwitz als Begründer des Genres. Sein Roman Auf zwei Planeten erschien ebenfalls Ende des 19. Jahrhunderts. Darin geht es vordergründig um die Begegnung einer deutschen Expedition mit Marsmenschen. Nach allerlei Verwicklungen kommt es zum Krieg zwischen den Marsmenschen und den Engländern, den die Außerirdischen aufgrund ihrer überlegenen Technologie gewinnen. Später bricht ein weiterer Krieg zwischen den europäischen Mächten aus, weil sie alle die Kolonien der Engländer übernehmen wollen. Das eigentliche Thema des Romans ist also der Imperialismus des 19. Jahrhunderts.   


 

Zu den bekanntesten SF-Filmen gehört die Krieg der Sterne-Reihe. Ich will die Geschichte nicht nacherzählen, ihr kennt sie alle. Luke Skywalker, Darth Vader, „Ich bin dein Vater, Luke“, Han Solo, Prinzessin Leia, alle sind miteinander verwandt und so weiter.

Ist das wenigstens SF? Nein, ist es nicht. Die Motive, die hier abgearbeitet werden, stammen aus Grimms Märchen und den Westernfilmen des 20. Jahrhunderts. Es ist der ewige Kampf Gut gegen Böse, den man hier mit Laserschwertern führt statt mit Pistolen, und statt Pferden benutzt man Raumschiffe. Sehr innovativ ist das nicht.

 


Auffällig ist, dass bei den meisten SF-Büchern und Filmen eine negative Weltsicht vorherrscht. Es gibt sehr viele Dystopien, die von Atomkriegen, Diktaturen oder der Unterdrückung durch Außerirdische handeln. Demgegenüber stehen nur sehr wenige Utopien, also positive Visionen unserer Zukunft. Aber die sind wesentlich wahrscheinlicher, als die negativen. Warum das so ist, erfahrt ihr im nächsten Kapitel.

 

Kapitel 2: Die Science-Fiction der Zukunft

Die Wissenschaft wird bald zwei bedeutende Entdeckungen machen.

1. Der Mensch ist multidimensional. Wir alle leben an vielen Orten, zu vielen Zeiten. Der Tod ist nicht endgültig, er ist lediglich der Übergang in eine andere Welt. Im Anschluss an eine Ruhephase erfolgt eine weitere Geburt. All das geschieht in der Matrix, in der Illusionswelt. Der Mensch nutzt die materielle Welt, um durch viele Leben zu lernen und zu wachsen. Heute ordnet man diese Erkenntnisse noch in die Schubladen von Religion und Esoterik ein. Bald wird man sie dort herausholen und in die Schublade der Wissenschaft einordnen.


 

2. Der Mensch ist ein untrennbarer Teil der Umwelt. Seine Haut ist nicht die Grenze des Körpers. Das Leben ist ein Prozess. Wir befinden uns ständig im Austausch mit allen anderen Wesen und Dingen. Das Gefühl von Trennung ist eine Illusion. Der Energiekörper des Menschen befindet sich im gesamten Universum. Es hat keinen Anfang und kein Ende. Hinter der Matrix befindet sich eine „bunte Energiewolke“, bestehend aus unendlich vielen Energieteilchen, die die Basis unseres Universums bildet.

 


Die Menschen der Zukunft werden völlig anders fühlen und denken, als wir es heute tun. Deshalb wird bald auch eine andere Form der Science-Fiction entstehen.

1. Es wird keine Bücher und Filme mehr geben, die von Kriegen handeln. Höher entwickelte Menschen würden niemals ihre Mitmenschen angreifen, weil sie sich dann selbst angreifen würden. Sie würden ihre Mitmenschen auch nicht in Kategorien einteilen wie Gut und Böse, Schuldig und Unschuldig, Rechts und Links, Kommunisten und Kapitalisten und so weiter.


 

Und schon gar nicht würden sie auf die Idee kommen, den anderen etwas vorzuenthalten, z.B. Land, Wasser, Energie oder auch Sicherheit. Letztlich würden sie sich dadurch nur selbst schaden. Deshalb wird es in der SF der Zukunft keine Todessterne und Sternenzerstörer geben.

Stattdessen werden neue Kategorien auftauchen wie Samensetzer. Das sind Raumschiffe, die das Weltall durchqueren und Leben auf bisher unfruchtbare Planeten bringen. In manchen Fällen wird es zur Vermischung von Lebewesen kommen. Das heißt, die Besucher von fremden Planeten werden die DNS der Einheimischen mit ihrer eigenen anreichern.

 


2. Es wird keine Dystopien mehr geben wie in George Orwells Roman 1984. Diktaturen basieren auf Angst. Der Große Bruder aus 1984 hat einen Überwachungsstaat eingerichtet, weil er sich vor seinem eigenen Volk fürchtet. Das ist ein typisches Verhalten von Diktatoren. Sie haben Angst davor, dass es zu einer Revolution kommt und sie gestürzt werden. Und im Anschluss daran fürchten sie, dass sie getötet werden.

Die Menschen der Zukunft werden wissen, dass sie multidimensional sind. Sie leben an vielen Orten und zu vielen Zeiten, sie können niemals sterben. Deshalb muss man auch keine Angst vor dem Tod haben. Man muss auch nicht gierig oder gewalttätig sein, um die eigene Macht zu sichern. Macht brauchen nur diejenigen, die schwach und ängstlich sind. Starke und weise Menschen brauchen keine Macht, keine Armee und keinen Staatsapparat. Diese Erkenntnisse werden sich schrittweise durchsetzen und eine neue Gesellschaft formen.


 

Es wird auch zu einem neuen politischen System kommen. Bisher kennen wir ausschließlich Machtpyramiden. Das heißt, an der Spitze steht eine Regierung, die getrennt von dem Volk ist, das unter ihr an der Basis lebt. Ob diese Regierung von einem König angeführt wird, einem Diktator oder einem demokratisch gewählten Präsidenten, ist eine zweitrangige Frage.

An dieser Stelle werden viele Leute protestieren und sagen: Die Demokratie ist die beste Staatsform, die wir bisher hatten. Stimmt, aber auch sie kann noch verbessert werden. Wenn ein ängstlicher und wütender Mann zum Präsidenten gewählt wird, ist das ein Nachteil für das gesamte Land. Als Beispiel könnte man Donald Trump anführen. Wahrscheinlich fallen euch noch weitere Personen ein, die nicht für hohe Staatsämter geeignet sind, aber dennoch in diese Ämter gewählt wurden.


 

In Zukunft wird es keine Herrschaftssysteme mehr geben, sondern nur noch Ausgleichssysteme. Dabei stehen alle Menschen auf derselben Stufe. Es gibt keine starken Führer mehr, weil die Menschen selbst stark und mutig sind. Sie wissen, dass sie multidimensional sind, dass sie zu vielen Zeiten an vielen Orten leben. Wer keine Angst vor dem Tod hat, hat auch keine Angst vor dem Leben.

Außerdem wissen sie, dass sie ein untrennbarer Teil ihrer Umwelt sind. Die Haut ist nicht die Grenze des menschlichen Körpers. Jeder Mensch ist Teil des Universums, mehr noch, JEDER MENSCH IST DAS GESAMTE UNIVERSUM. Deshalb wird man in Zukunft die Menschheit nicht mehr in Gut und Böse einteilen und den Guten das Gute und den Schlechten das Schlechte geben. Man wird allen Menschen Gutes tun, ebenso allen Pflanzen und Tieren. Wenn man seiner Umgebung hilft, hilft man sich selbst.

DAVON handelt die Science-Fiction der Zukunft.

 

Zusammenfassung:

 

  1. Die Menschheit befindet sich in einem Aufstiegsprozess. Alles verändert sich, auch die Kultur. Science-Fiction-Bücher und -Filme werden in Zukunft nicht mehr von Krieg, Gewalt und Unterdrückung handeln, sondern von Weisheit, Mitgefühl und Wohlwollen.
  2. Es wird in Zukunft zu zwei großen wissenschaftlichen Entdeckungen kommen. Der Mensch ist multidimensional, er lebt an vielen Orten, zu vielen Zeiten und ist deshalb unsterblich. Außerdem ist er ein untrennbarer Teil des gesamten Universums. Was er aussendet, kehrt zu ihm zurück. Diese Erkenntnisse werden das menschliche Verhalten von Grund auf verändern.

 

Wenn ihr gute Science-Fiction lesen wollt, dann schaut mal auf meine Seite Konrad-Pilger.blogspot.com. Dort findet ihr zwei Bücher, die ich geschrieben habe.

So, das war’s mal wieder für heute. Ich sage: Danke für die Aufmerksamkeit und wünsche wie immer alles Gute

Euer

Konrad Pilger

 

 

Mittwoch, 27. April 2022

Manuskript zu Podcast Folge 9: Ist der Pazifismus am Ende? Mehr über die Machtpyramide

 Hallo Leute,

herzlich willkommen zur Ausgabe Nr. 9 von Blick in die Zukunft. Heute spreche ich über den Militarismus und über die Machtpyramide, zwei Themen die sind eng miteinander verknüpft sind. Ich zeige aber auch eine Alternative auf, die nicht neu ist und sich bereits in vielen Gesellschaften bewährt hat. Anlass für diese Sendung ist einmal mehr der Krieg in der Ukraine. Täglich sehen wir Bilder aus den umkämpften Regionen, wir sehen Explosionen, zerstörte Häuser und rollende Panzer. Aufgrund dieser Eindrücke fordern viele Menschen, dass wir uns auf die Seite der Ukraine stellen sollen, wir sollen Waffen und Munition liefern, auch schwere Kriegswaffen wie Panzer und Flugzeuge. Außerdem sollen wir unsere eigene Armee aufrüsten und vergrößern, wir sollen neue Waffen entwickeln und an unsere Verbündeten liefern.

 


Nicht wenige Zeitgenossen behaupten sogar, dass der Pazifismus gescheitert ist, dass eine neue Phase des Kalten Krieges anbrechen würde, dass mit China eine neue aggressive Supermacht die Bühne betreten hätte und dass wir uns auf ein neues Wettrüsten gefasst machen sollten. Als Begründung dafür wird oft die Natur des Menschen genannt. Der Mensch ist angeblich schlecht, er sucht immer nur seinen Vorteil und versucht, andere zu beherrschen. Jeder von uns ist ein potenzieller Mörder, die Zivilisation ist nur ein dünner Firnis, darunter lauert die Barbarei. Konflikte und Kriege gehören nun mal zum Leben dazu. Daran kann man nicht ändern, es wird immer so weitergehen. Auch in der Zukunft werden die Menschen noch Kriege führen, nur mit besseren Waffen als heute.

Diese Haltung ist absoluter Blödsinn. Sie zeugt von einem totalen Unverständnis der Dinge. Viele Menschen glauben, dass nur das existiert, was man sinnlich wahrnehmen kann, also das, was man sehen, hören und anfassen kann und wovon andere Menschen berichten. Das ist ein gewaltiger Irrtum. Es existiert sehr viel mehr. Auch Dinge, die für uns nicht sichtbar sind, die sich scheinbar noch nicht ereignet haben, existieren bereits. Auch potenziell vorhandene Welten besitzen eine Form von Realität.

 


Anders ausgedrückt: Der Baum der Zeit besitzt eine gewaltige Größe. In der Folge Nummer acht von Blick in die Zukunft habe ich das Wesen der Zeit erklärt. Kurz zusammengefasst: Die Zeit vergeht nicht, alle Zeit ist jetzt. Es gibt nur einen großen Moment, von dem wir jedoch nur einen kleinen Ausschnitt wahrnehmen. Unser Blick reicht bis zum Horizont, unser Zeitgefühl beschränkt sich auf die gefühlte Gegenwart. Trotzdem existiert auch der Raum hinter dem Horizont, so wie auch die Millionen Jahre unserer Zukunft jetzt schon existieren.

Große und kleine Äste

Aus dem Baum der Zeit wachsen unendlich viele Äste, aber auf nur sehr wenigen finden Kriege statt. Sie sind relativ klein und unbedeutend. In unser Zahlensystem übersetzt: Die Phase der Kriege wird nur wenige Jahrtausende umfassen, sie ist schon fast beendet. Danach werden Millionen Jahre des Friedens folgen, in denen es zu einer heute unvorstellbaren Blüte der Zivilisation kommen wird. Wir sind bereits auf dem Weg dorthin. Die Anzahl der Konfliktherde hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich reduziert, wir führen seltener Kriege, und auch die Zahl der Opfer hat sich reduziert – obwohl natürlich jedes Opfer eines zu viel ist.

Auch die politische Situation hat sich entspannt. Es gibt heute weniger Diktaturen als im zwanzigsten Jahrhundert. Natürlich herrschen in vielen Staaten noch undemokratische Verhältnisse, Menschenrechte gelten nur eingeschränkt, es mangelt an Rechtsstaatlichkeit und Pressefreiheit – aber die Tendenz zeigt eindeutig nach oben.


Auch in Russland hat sich einiges zum Besseren entwickelt, obwohl es nicht leicht zu erkennen ist. Das größte Land der Erde wird im Moment noch von einer Bande von Dinosauriern beherrscht, die viel Lärm machen und große Schäden anrichten. Ihr alle wisst, wer der Anführer der Dinosaurier ist: Wladimir Putin. Er stammt aus einer anderen Epoche. Putin ist in der Sowjetunion aufgewachsen und hat sich bis heute nicht von ihr gelöst. Er träumt noch immer von imperialer Größe, er will der Anführer einer Supermacht sein. Kleinere Länder sollen sich ihm unterordnen, wenn es nötig ist, führt er auch Kriege, um seine Ziele zu erreichen.

Aber daneben gibt es auch ein anderes, ein besseres Russland. Die jungen Leute sind nach dem Fall des Eisernen Vorhangs aufgewachsen. Sie haben die Freiheit kennengelernt, sie haben Verbindungen in alle Welt geknüpft. Sie wollen nicht in die Sowjetunion zurückkehren, weil das ein Rückschritt für sie wäre. Deshalb haben viele junge Leute Russland bereits verlassen, andere befinden sich in der inneren Emigration. Sie warten nur darauf, dass das System Putin zusammenbricht und ein demokratisches Russland entsteht.

Das System des Schreckens

Heute haben wir den Eindruck, dass Putin fest im Sattel sitzt, dass er ein starker und mächtiger Führer ist, doch das ist ein Denkfehler. Gewalt ist immer ein Zeichen von Schwäche. Putin braucht einen riesigen Staatsapparat, um Russland zu beherrschen. Aber all die Geheimdienstleute, die Polizisten, die Juristen und Journalisten, die ihm zuarbeiten, machen nur einen kleinen Teil des Volkes aus. Davon abzuleiten, dass die Russen schlecht sind, oder dass sogar der Mensch an sich schlecht ist, wäre ein totaler Irrtum. Der Teil ist nicht das Ganze.

Dann stellt sich aber die Frage, warum es trotzdem zum Krieg in der Ukraine gekommen ist. Die Antwort ist ganz leicht: Weil wir uns immer noch in einem frühen Stadium der Entwicklung befinden. Wir sind primitiv. Ein Indikator dafür ist die Machtpyramide, an die immer noch viele Menschen glauben. Diese Gesellschaftsform hat es Putin ermöglicht, die Macht zu ergreifen und seine Verbrechen zu begehen.


Das System ist einfach zu durchschauen. Oben sitzt ein Mann, der die Fäden in der Hand hält. Er besitzt viel Macht und Geld, er glaubt, dass er sich alles erlauben kann. Aufgrund seiner Position ist er unangreifbar, er fürchtet weder Kritiker noch Staatsanwälte. Unter ihm befinden sich viele weitere Stufen der Machtpyramide: Präsidenten, Minister, Abgeordnete, Oligarchen, Generäle, Admiräle, Direktoren usw. Ganz unten stehen die einfachen Bürger, bzw. die gemeinen Soldaten. Sie besitzen keine Titel, keine Macht und keine Reichtümer.

Der Krieg in der Ukraine wurde einzig und allein von einem Mann begonnen: Wladimir Putin. Er fühlte sich von der Nato bedroht, er wollte das Sowjetreich wieder auferstehen lassen. Deshalb gab er den Befehl zum Angriff. Die Militärkolonnen setzten sich in Bewegung, Flugzeuge warfen Bomben ab, Zivilisten flohen aus ihrer Heimat.

Für uns ist das alles schwer nachvollziehbar, aber wir schauen ja auch von außen auf die Geschehnisse. Aus der inneren Perspektive betrachtet, bietet die Machtpyramide scheinbar einige Vorteile. Diejenigen, die oben stehen, haben nichts zu befürchten. Die Kinder der Oligarchen ziehen nicht in den Krieg. Sie leben in Luxusvillen im Ausland, wo sie garantiert von keiner Bombe getroffen werden. Die Oligarchen selbst wittern eine Chance, noch reicher zu werden. Nach dem Krieg möchten sie die Ukraine unter sich aufteilen, möchten die Stahlwerke, die Kohlegruben und die riesigen landwirtschaftlichen Betriebe übernehmen. Die Offiziere der Armee sehen eine Chance auf Ruhm und Ehre, sie wollen sich Orden an die Brust heften lassen und innerhalb der Pyramide noch weiter aufsteigen.


Und die einfachen Soldaten? Sie haben die Möglichkeit, ihre niederen Instinkte auszuleben. Sie dürfen morden, rauben und vergewaltigen, ohne dafür die Konsequenzen tragen zu müssen. Wenn sie doch mal angeklagt werden, berufen sie sich auf den Befehlsnotstand. „Die Anweisungen kamen von oben. Wir hatten keine Wahl, wir mussten sie ausführen. Hätten wir uns geweigert, hätten uns schlimmste Strafen gedroht.“ Diese Ausrede kennt man auch in Deutschland. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs wurde sie  millionenfach benutzt.

                                  Der NS-Staat - Machtpyramide in ihrer schlimmsten Form  

Ähnlich funktioniert es an der Spitze der Pyramide. Albert Speer war im Dritten Reich einer der Hauptkriegsverbrecher. Nach dem Krieg hat er behauptet, er hätte nichts von den Massenmorden gewusst. Albert Speer, der Reichsminister für Bewaffnung und Munition, stand so weit über den Dingen, dass er angeblich nicht bemerkte, was unter ihm an der Basis der Pyramide geschah.

Das ist eines der wesentlichen Merkmale der Machtpyramide: die organisierte Verantwortungslosigkeit. Jeder hat zwar eine Aufgabe und einen Posten innerhalb der Pyramide, trotzdem trägt niemand Verantwortung für sein Handeln. Schuld sind immer die anderen.

Dieses Prinzip gilt in abgeschwächter Form auch in demokratischen Ländern. Angela Merkel hat während ihrer Kanzlerschaft Deutschland abhängig gemacht von Energieimporten aus Russland. Als der Krieg in der Ukraine begann, war unser Land beinahe handlungsunfähig. Hätten wir sofort einen Importstopp verhängt, wäre die Wirtschaft bei uns zusammengebrochen. Die Hauptschuld an dieser gefährlichen Lage trägt Angela Merkel.

 

Es gab mit Sicherheit auch mahnende Stimmen in der damaligen Pyramide, doch sie konnten nichts bewirken. Ein einfacher Mitarbeiter, z.B. aus dem Wirtschaftsministerium, hätte keine Chance gehabt, zur Bundeskanzlerin vorzudringen und ihr seine Argumente vorzutragen. Merkel war umgeben von Ja-Sagern, die nicht wagten ihr zu widersprechen. Die wenigen Merkel-Kritiker, z.B. Friedrich Merz, wurden schnell von ihr beseitigt. So etwas geht nur, wenn man an der Spitze einer Pyramide steht. 

Das System des Ausgleichs

In einer hoch entwickelten Gesellschaft wäre so etwas nicht möglich. Dort gibt es keine Machtpyramiden. Alle stehen auf gleicher Höhe, niemand besitzt mehr Macht als ein anderer. Wenn dort jemand wie Wladimir Putin versuchen würde, einen Krieg gegen die Ukraine anzuzetteln, würde er nur Gelächter erzeugen. Einige würden sagen: „Mach deinen Krieg doch alleine. Mal sehen, wie weit du kommst.“

Andere hingegen würden versuchen, Putin zu heilen. Er ist zwar nicht krank im Wortsinne, doch er leidet unter einem starken psychischen Ungleichgewicht. Angst und Wut treiben ihn zu seinen Taten. Bald wird es eine Maschine geben, mit der man erkennen kann, in welcher physischen und psychischen Verfassung sich ein Mensch befindet. Vesmas spielen hier eine entscheidende Rolle. Diese winzig kleinen Energieeinheiten, die von allen Wesen und Dingen ausgesandt werden, habe ich in Folge sechs von Blick in die Zukunft vorgestellt. Mit wenigen gezielten Maßnahmen kann man jede Krankheit heilen. Mehr dazu in späteren Folgen dieser Reihe.


In einer Gesellschaft der Stufe zwei würde jemand wie Putin kein öffentliches Amt bekommen. Dort leiten Ausgleicher oder Ausgleicherinnen die politischen Prozesse. Die Inhaber dieser wichtigen Ämter werden nicht einfach ernannt, so wie es bei Putin der Fall war, sondern der Bewerbungsprozess wird öffentlich zelebriert. Jeder geeignete Kandidat wird mit seinen Stärken und Schwächen ausführlich vorgestellt. Herkunft, Geschlecht, Hautfarbe oder Parteizugehörigkeit sind unwichtig. Die Bürger werden am Prozess beteiligt, etwa dadurch, dass sie Fragen stellen oder Einwände erheben dürfen. Am Ende entscheidet das Parlament oder die Bevölkerung.

Aber auch Verbrechen wie die, die von Putins Soldaten in der Ukraine begangen werden, wären dort undenkbar. In einer hoch entwickelten Gesellschaft ist der Mensch ehrlich zu sich selbst. Er analysiert nicht nur die äußeren Umstände, sondern beschäftigt sich auch mit seiner eigenen psychischen Lage. Ständig ist er sich darüber bewusst, welches Gefühl sein Handeln bestimmt. Angst und Wut? Oder Verständnis und Mitgefühl? Im Ausgleichsverfahren ist Flucht vor der Verantwortung nicht möglich. Die Waage zeigt jedes Ungleichgewicht an, hinter den Schalen kann man sich nicht verstecken.


Woher weiß ich nun all das, was ich hier ausbreite? Ganz einfach: Im Grunde ist es bereits geschehen. Alle Zeit ist jetzt. Der Baum der Zeit existiert heute schon in seiner vollen Ausdehnung. Der Pazifismus ist nicht gescheitert, im Gegenteil, der Militarismus ist gescheitert. Das System der Machtpyramide werden die Menschen Schritt für Schritt abschaffen, weil es zu viele Nachteile besitzt. Es ist kompliziert, teuer, schwerfällig und undemokratisch. Außerdem birgt es die Gefahr in sich, dass irgendwo auf der Welt ein neuer Putin an die Macht kommt. Das System der Ausgleicher hingegen ist einfach, effektiv, transparent und gerecht. Deshalb wird es sich durchsetzen. Und dann wird es zu kulturellen, technischen und wissenschaftlichen Höchstleistungen kommen. Unzählige Erfindungen und Entdeckungen drängen bereits in unsere Welt. Mehr zu diesen Themen werdet ihr in den nächsten Folgen von Blick in die Zukunft erfahren.

Für heute sage ich mal wieder: Danke für die Aufmerksamkeit. Und: Alles Gute wünscht euer 

Konrad Pilger

Freitag, 11. März 2022

Manuskript zu Podcast Folge 7: Putins Krieg in der Ukraine, Die Formel für ewigen Frieden

Hallo Leute,

herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe Nummer sieben. Der Anlass für die heutige Sendung ist leider sehr traurig. In der Ukraine tobt ein furchtbarer Krieg. Tausende Menschen wurden bereits getötet, Millionen sind auf der Flucht, unzählige Dörfer und Städte liegen in Schutt und Asche. Viele Zeitgenossen schauen fassungslos zu und fragen sich: Wieso kann so etwas heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, geschehen? Hat die Menschheit denn nichts aus den Erfahrungen der Vergangenheit gelernt? Sind wir nicht bereits auf der Leiter der Evolution emporgestiegen?


Die Antwort lautet: Nein, sind wir nicht. Wir stehen immer noch ganz unten, auf der untersten Stufe der Leiter. Das kann man an unterschiedlichen Merkmalen ablesen. Eines davon ist die Tatsache, dass die Vesmas immer noch nicht entdeckt sind. Vesmas sind winzig kleine Energieeinheiten, aus denen Raum, Zeit und Materie bestehen. Ich habe das Thema Vesmas in meinem Podcast Nummer sechs behandelt. Ein anderes Merkmal besteht darin, dass die Menschheit in Gruppen gespalten ist und Krieg gegen sich selbst führt. Eine hoch entwickelte Gesellschaft würde das nicht tun. Sie ist sich darüber bewusst, dass alle Individuen Teil einer großen Gemeinschaft sind. Wenn alle zusammenarbeiten, profitieren auch alle davon. In einer Zivilisation der Stufe zwei kennt man die Vesmas, es gibt dort keine Krankheiten, und man reist mit Überlichtgeschwindigkeit.

Zurück zum Krieg in der Ukraine. Es besteht kein Zweifel, dass Wladimir Putin der Hauptschuldige ist. Er hat den Angriff auf das Nachbarland befohlen, und er hat alle Bitten um Frieden zurückgewiesen. Viele Beobachter haben in letzter Zeit über Putins Gesundheitszustand spekuliert. Putin zeigt einige psychische Auffälligkeiten. Er duldet keinen Widerspruch, er umgibt sich nur mit Ja-Sagern. Seine Minister und Offiziere behandelt er wie Schulbuben, die er vor laufenden Kameras zurechtweist. Es stellt sich die Frage, wie jemand mit solchen Charakterschwächen an die Spitze eines der mächtigsten Länder der Welt gelangen konnte.

Das bringt uns zu einem weiteren Merkmal, an dem man eine primitive Zivilisation erkennt: der Obrigkeitsstaat. Die russische Föderation ist wie eine Pyramide aufgebaut. Ganz oben steht der Präsident der Föderation, Wladimir Putin. Darunter folgen der Ministerpräsident, erste Vizeministerpräsident, der Vizeministerpräsident, die Minister, die Abgeordneten des Parlaments und viele mehr. Wie bei jeder Pyramide besitzt der Mann an der Spitze die meiste Macht, der zweite Mann hat etwas weniger Macht, der dritte Mann noch weniger, und so geht es weiter. Diejenigen, die ganz unten stehen, besitzen überhaupt keine Macht. Sie müssen die Befehle befolgen, die von oben nach unten durchgereicht werden. So war es möglich, dass ein Mann allein einen furchtbaren Krieg anzetteln konnte. 

Ausgleichen ist besser als herrschen

In einer Zivilisation der Stufe zwei ist so etwas unmöglich. Dort gibt es keine Machtpyramiden. Das politische und gesellschaftliche System muss man sich wie eine Waage vorstellen. Vor der Waage stehen Menschen, die sich alle auf gleicher Höhe befinden. Keiner steht über dem anderen, niemand besitzt mehr Macht als ein anderer. Wenn es zu einem Konflikt kommt, wird ein Ausgleichsprozess eröffnet. Dann bedient ein weiser Mann oder eine weise Frau die Waage. Jeder Mensch, der ein berechtigtes Interesse hat, darf in diesem Prozess sprechen, er darf seine Ansichten vertreten und darf die Offenlegung aller wichtigen Informationen verlangen. Es gibt keine Geheimnisse, das gesamte Verfahren ist öffentlich. Am Ende wird der Mann oder die Frau, der oder die den Prozess leitet, für einen gerechten Ausgleich zwischen den Parteien sorgen. Das nennt man das System der Ausgleicher.


 

Kein Ausgleicher besitzt echte politische Macht. Niemand kann einen anderen Menschen dazu zwingen, eine Waffe zu ergreifen und in ein fremdes Land einzumarschieren. Das ist schon deshalb nicht möglich, weil ja alle auf gleicher Höhe stehen. Deshalb leben in einer Zivilisation der Stufe zwei alle Menschen in Frieden miteinander, es gibt keine Spaltung in unterschiedliche Gruppen, und niemand bekämpft irgendjemanden.

Viele Hörer fragen sich nun wahrscheinlich, ob so etwas schon mal ausprobiert wurde. Die Antwort lautet: ja. Nicht nur einmal, unzählige Male. Im Universum gibt es Millionen Planeten, auf denen das System der Ausgleicher praktiziert wird. Deshalb sind uns diese Zivilisationen überlegen. Sie haben uns entdeckt, aber wir haben sie nicht entdeckt. Und warum wissen wir nichts von ihnen? Ganz einfach: Weil wir immer noch ganz unten stehen, auf der niedrigsten Stufe der Evolution. 

Vermeintliche Vorteile

Im Moment gibt es auf der Erde noch sehr viele Menschen, die an die Machtpyramide glauben. Das hat zwei Gründe, und beide haben mit Gefühlen zu tun. Gefühle sind unsere wahre Realität, Gedanken sind lediglich Hilfskonstruktionen, um die Gefühle auszuleben. Zum einen ist es der Wunsch, selbst aufzusteigen. Wer eine mittlere Position in der Pyramide erreicht hat, besitzt Macht, Geld und Ansehen – und kann auf andere Menschen, die weiter unter stehen, herabschauen. Man fühlt sich stark, man fühlt sich überlegen.

Der andere Grund, weshalb viele Zeitgenossen nicht auf die Pyramide verzichten wollen, ist der Wunsch nach einem starken Beschützer. Die meisten Menschen werden von ihrer Angst getrieben. Sie haben Angst vor Krankheiten, vor dem Tod, vor Einsamkeit, Hunger und Armut. Diese Angst braucht eine Projektionsfläche. Das können andere Menschen sein, politische Parteien oder Religionen. Ängstliche Menschen brauchen aber auch eine Gegenkraft, die sie vor dem Bösen oder Schlechten beschützt. Diese Gegenkraft muss möglichst stark und mächtig sein. Das kann sie nur sein, wenn sie oben an der Spitze der Pyramide steht. Übersetzt in unser heutiges politisches System heißt das: Der Linke will, dass ein linker Politiker über das Land herrscht, und der Rechte will, dass ein rechter Politiker herrscht. Diese Angsthasen werden das System der Ausgleicher ablehnen, weil sie dann mit anderen, vermeintlich schlechteren Menschen auf gleicher Höhe stehen würden.

 


Exakt dasselbe Prinzip lässt sich auch im Krieg um die Ukraine beobachten. Putin hat Angst vor der Nato. Er projiziert all seine negativen Gefühle auf die Regierung seines Nachbarlandes. Er hat sogar angekündigt, das Land entnazifizieren zu wollen, was einfach nur Schwachsinn ist. Viele Russen folgen Putin, weil sie ihn als den Weißen Ritter betrachten, der ihr Land beschützt. Die Ukraine ist in ihren Augen der feuerspuckende Drachen, den es zu töten gilt. 

Der Wandel hat schon begonnen

Doch nicht alle Russen denken so. Auch in Russland gibt es eine Opposition. Sie wird zwar unterdrückt und bekämpft, aber sie leistet tapfer Widerstand gegen das System Putin. Vor allem junge Menschen haben sich von dem Despoten abgewandt. Sie glauben seinen Lügen nicht mehr, sie wollen den Krieg in der Ukraine nicht, sie wollen ein neues, ein besseres Russland, ein Russland ohne Putin. Diese mutigen jungen Menschen werden sich durchsetzen. Das alte System der Angst und der Gewalt wird verschwinden – vielleicht geschieht es in einem Jahr, vielleicht in zehn Jahren, vielleicht aber auch schon sehr viel früher.

Fast die gesamte Welt hat Putins Krieg verurteilt. Viele Regierungen unterstützen die Unkraine, sie liefern Waffen und Hilfsgüter, und sie nehmen Flüchtlinge auf. Außerdem sind Sanktionen in Kraft getreten, die der Wirtschaft in Russland großen Schaden zufügen. Die Inflation steigt an, der Rubel stürzt ab. Wahrscheinlich wird Putin bald die wirtschaftliche Basis für seinen Krieg verlieren.


Darüber hinaus gibt eine Möglichkeit, die Ereignisse zu beeinflussen, die den meisten Menschen heute völlig unbekannt ist: Ich spreche von der Kraft der Gedanken und der Gefühle. In meinem letzten Podcast habe ich die Vesmas vorgestellt. Das sind kleine Energieeinheiten, die von allen Wesen und Dingen ausgestrahlt werden. Sie erschaffen unsere physische Realität, unsere Körper, unsere Häuser, unsere Autos und unsere Panzer und Raketen. Alles besteht aus Vesmas, die sich zu Materie verdichten.

Aber auch alle Ereignisse werden von Vesmas erschaffen. Die Energieeinheiten sind so fein strukturiert, dass sie mithilfe von Gedanken und Gefühlen bewegt werden können. Wenn in einer Gesellschaft eine große Angst vorherrscht, wird sich dieses Gefühl in irgendeiner Form manifestieren, z. B. in einer Pandemie oder in einem Krieg. Wenn aber viel Mut und Zuversicht herrschen, wird sich eine positive Entwicklung ergeben, z. B. eine lange Phase des Friedens und ein wirtschaftlicher Aufschwung. Der Mensch ist kein Opfer äußerer Umstände, er ist der Schöpfer seiner Wirklichkeit. 

Was kann man tun?

Was heißt das im Falle des Krieges in der Ukraine? Ganz einfach: Wir sollten unsere Aufmerksamkeit auf die positiven Seiten des Konfliktes konzentrieren. Zum Beispiel die Tatsache, dass fast die gesamte Welt diesen Krieg verurteilt. Dass viele Institutionen, die zuvor geschwächt waren, wie die Nato, die Uno und die EU, jetzt wieder enger zusammenrücken. Gemeinsam sollten wir die Opfer des Krieges unterstützen, indem wir möglichst viele Flüchtlinge bei uns aufnehmen und möglichst viele Hilfsgüter in die umkämpften Regionen liefern.

Selbst wenn wir nur darüber nachdenken und darüber sprechen, erzielen wir bereits Resultate. Dadurch formieren sich eine große Menge von Vesmas zu einer wahrscheinlichen Welt. Wenn wir uns eine friedliche Ukraine vorstellen, in der zerstörte Häuser wieder aufgebaut werden, in der Kinder zur Schule gehen und Erwachsene ihrer Arbeit nachgehen, schaffen wir die Vorstufe zu einer neuen Realität. Die Reihenfolge ist immer dieselbe: Gedanken, Worte, Taten. Schöpfer dieser Realität sind nicht nur die Menschen, die direkt daran beteiligt sind, also Russen und Ukrainer, sondern auch die Menschen, die Tausende Kilometer entfernt sind – das bedeutet: jeder einzelne von uns.

 


Außerdem bietet uns dieser Konflikt die Chance, zu lernen und zu wachsen. Wir sollten darüber nachdenken, was Wirklichkeit ist, was die Grundlagen unserer Existenz sind. Wir sollten unsere Wissenschaftler dazu drängen, die Vesmas zu erforschen. Wir sollten unsere Philosophen dazu drängen, über das System der Ausgleicher nachzudenken. Und wir sollten Werbung für die Ideen machen, die in diesem Podcast vorgestellt werden. Deshalb mein Aufruf an euch alle: Teilt diesen Podcast und teilt dieses Video. Macht Freunde und Bekannte darauf aufmerksam. Dadurch verändert ihr die Welt, in der wir leben. Solange das System der Machtpyramide existiert, besteht immer die Gefahr, dass ein neuer Wladimir Putin an die Macht kommt. Ihr könnt dazu beitragen, dass Kriege wie der, der jetzt in der Ukraine tobt, nie wieder ausbrechen. Eure Macht ist größer, als ihr denkt.

Über die Macht der Gedanken und der Gefühle erfahrt ihr mehr in späteren Ausgaben von Blick in die Zukunft. Ihr könnt mir glauben, es kommen noch einige Überraschungen auf euch zu. Für heute sage ich mal wieder: Danke für eure Aufmerksamkeit.

Alles Gute wünscht

Eurer Konrad Pilger

Freitag, 3. Dezember 2021

Manuskript zu Podcast-Folge 2: Corona-Versagen der Politik, Ausgleicher machen es besser

Hallo Leute,

herzlich willkommen zur zweiten Folge meines Podcasts. Heute werde ich das Prinzip des Ausgleichens näher erläutern. Als Beispiel dient die Politik, und hier besonders der Umgang mit der Corona-Pandemie. Doch dabei bleibt es nicht. Das Ausgleicher-Prinzip wird sich in Zukunft auf alle Lebensbereiche ausdehnen, auch auf die Wirtschaft, die Kultur, die Geisteswissenschaften und vor allem auf die Medizin. Eines Tages werden wir dazu in der Lage sein, durch einen intelligenten Ausgleich von Kräften alle Krankheiten zu heilen. Mehr noch, wir werden sogar verhindern, dass Krankheiten wie Corona entstehen, und wir werden die Lebenszeit der Menschen deutlich verlängern. Ein Lebensalter von mehr als zweihundert Jahren ist möglich. Aber dieses Thema ist so komplex, dass ich ihm mehrere Folgen des Podcasts widmen werde.



Jetzt aber zur heutigen Folge: Politik. Im Moment scheint es in den Medien nur ein Thema zu geben: die Corona-Pandemie. Es ist Anfang Dezember 2021, Deutschland befindet sich am Beginn der vierten Welle. In den Nachrichten sieht man Bilder von langen Schlangen von Menschen, die sich impfen lassen möchten. Einige von ihnen wollen die Booster-Impfung erhalten, also die Auffrischung einer älteren Immunisierung, andere wollen ihre zweite Spritze bekommen, und wieder andere sind noch gar nicht geimpft. Verglichen mit anderen Industrienationen ist die Impfrate bis jetzt relativ niedrig. Laut Statista waren im November 69 Prozent der Bevölkerung zweifach geimpft. In Frankreich waren es bereits 79 Prozent, in Portugal 86 Prozent und im Stadtstaat Gibraltar sogar über 100 Prozent.

Auch in anderen Bereichen schneidet unser Land schlecht ab. Beispiel Schule. Laut einem Bericht des ifo Instituts haben Schulschließungen Kinder und Jugendliche besonders stark eingeschränkt. So hatten die Schulen in den Niederlanden, Spanien und Schweden deutlich kürzer geschlossen als in Deutschland, außerdem waren die Einschränkungen für Schulkinder größer als für Erwachsene. Und natürlich liegen wir auch bei der Digitalisierung ganz weit hinten. Ich zitiere: Andere europäische Länder nutzen schon seit mehreren Jahren digitale Techniken in der Schule, konnten daher einfacher auf Distanzlehre umstellen und ihre Schüler besser mit Wissen versorgen.“ 

Totales Versagen der Politik

Jetzt könnte man argumentieren, dass wir es hier mit völlig neuen Problemen zu tun haben, die es so noch nie zuvor gegeben hat und die Politik deshalb überfordert ist. Das ist falsch. Wir hatten bereits drei andere Corona-Wellen, in denen die deutschen Politiker ebenfalls versagten. Hier ein kurzer Rückblick: Die Corona-Pandemie begann Ende 2019 in China, wurde von den dortigen Behörden aber zunächst verschleiert. Der erste Fall trat in Deutschland bereits am 27. Januar 2020 auf. Die Bundesregierung reagierte zögerlich und unkoordiniert. Noch am 18. Februar verschenkte Außenminister Maas tonnenweise medizinische Hilfsgüter wie Schutzmasken an China, obwohl das Land der weltgrößte Produzent derartiger Güter ist. Wenig später fehlte das Material bei der Bekämpfung der Pandemie in Deutschland.

Das dilettantische Verhalten der Regierung setzte sich fort. Gesundheitsminister Spahn weigerte sich, den Reiseverkehr mit China einzuschränken, so wie es andere Länder taten, es fand nicht mal eine Fiebermessung von Reisenden an den Flughäfen statt. Außerdem kam es zu einem Mangel an Schutzausrüstung wie Mund-und-Nasenschutz und Atemschutzmasken, obwohl Ärzte und Pharmavertreter bereits im Vorfeld darauf hinwiesen, dass derartiges Material knapp werden würde. Das Gesundheitsministerium hielt es nicht für nötig, ihre Warnungen zur Kenntnis zu nehmen. Nicht einmal die Mitteilungen dieser Fachleute wurden beantwortet.

Genau dasselbe Problem hat sich jetzt, im Dezember 2021, wiederholt. Es gibt zu wenig Material, diesmal ist es Impfstoff, und es wird schlecht verteilt. Viele Ärzte berichten, dass sie zu wenig Impfstoff bekommen und dass deshalb unzählige Impftermine verschoben werden müssen. Gleichzeitig werden immer mehr Patienten in die Intensivstationen eingewiesen, vielleicht sind sie bald überlastet und es wird zu Todesfällen wegen mangelnder Versorgung kommen. Grund dafür ist wieder einmal schlechte Planung.

Der Fehler liegt im System

 An dieser Stelle könnte man einwenden, dass es sich hierbei um einen Einzelfall handelt. Jens Spahn war ein besonders unfähiger Minister, im Großen und Ganzen läuft es aber ziemlich gut in der Politik. Falsch, wir haben es hier mit einem strukturellen Problem zu tun. Deshalb noch ein zweites Beispiel: Digitalisierung. Als Angela Merkel Kanzlerin wurde, stand Deutschland im Bereich Mobilfunk und Internetgeschwindigkeit an der Spitze Europas. Während ihrer 16-jährigen Regentschaft sind wir auf einen der letzten Plätze zurückgefallen, obwohl zahlreiche Fachleute auf die Schwächen ihrer Politik hingewiesen haben. Unter anderem wurde gefordert, den Ausbau der Glasfasernetze voranzutreiben und die komplizierten Genehmigungs- und Förderverfahren zu vereinfachen. Die Regierung versprach viel, tat aber fast nichts.



In beiden Fällen liegt der Fehler im System begründet. Heute ist unsere Regierung wie eine Pyramide aufgebaut. Jens Spahn, der Gesundheitsminister, und Andreas Scheuer, der Minister für Digitale Infrastruktur, standen auf der zweithöchsten Stufe, direkt unter der Bundeskanzlerin. Sie konnten während ihrer Amtszeit weitgehend selbständig agieren, ohne dass sie jemand kontrollierte oder ihnen Anweisungen erteilte.

Das einfache Wahlvolk stand und steht noch immer weit unter den Ministern, auf der niedrigsten Stufe. Während der Legislaturperiode hat der Bürger oder die Bürgerin keine Möglichkeit, um auf das Ministerium einzuwirken. Ein Minister hat im wahrsten Sinne des Wortes Narrenfreiheit. Er kann seine Arbeit engagiert und leidenschaftlich machen und große Erfolge erzielen – oder er kann dumm, faul und inkompetent sein und großen Schaden anrichten. 

Es gibt eine Alternative

Es bringt aber nichts, sich immer nur aufzuregen. Besser ist es, eine Alternative aufzuzeigen. Eine effiziente Lösung für unsere politischen Probleme ist das Prinzip des Ausgleichens. In der Corona-Pandemie wäre alles völlig anders gekommen, wenn die Bundeskanzlerin eine Ausgleicherin gewesen wäre. Dabei würde sie nicht an der Spitze einer Pyramide stehen, unerreichbar für das einfache Volk, sondern sie würde eine symbolische Waage bedienen, um Konflikte zu lösen, Interessen auszugleichen und das Land bestmöglich zu regieren.

Aber auch das Volk besitzt mehr Rechte im neuen System. Ich konzentriere mich in dieser Folge des Podcasts auf das Initiativrecht der Bürger. Konkret hätte es im Fall der Corona-Pandemie folgendermaßen funktioniert: Fachleute wie Ärztevertreter oder Forscher aus der Pharmaindustrie hätten das Recht gehabt, ein Ausgleichsverfahren zu beantragen. Das kann man sich ähnlich wie eine „aktuelle Stunde“ vorstellen, bei der der Gesundheitsminister den Bürgern Rede und Antwort stehen muss. Er müsste erklären, warum er nicht auf die Warnungen der Ärzteschaft gehört hat, warum er so wenig Material bestellt hat und den Flugverkehr mit Risikoländern nicht eingestellt hat. Gleichzeitig haben die Fachleute auch ein Vorschlagsrecht. Sie dürfen ihrerseits Berechnungen anstellen über den Verbrauch von Material und über die Vorräte, die man rechtzeitig anlegen sollte.



Und mehr noch: Sie dürfen auch Vorschläge über die konkreten Abläufe machen. Wer wird geimpft, in welcher Reihenfolge, an welchen Orten, zu welchen Zeiten, wann ist eine Booster-Impfung notwendig, wie wird sie organisiert. Ähnliches gilt für die Schulen. Lehrerinnen und Lehrer dürfen ein eigenes Verfahren beantragen. Sie dürfen die Probleme schildern, die sich durch den Ausfall des Unterrichts ergeben, und sie dürfen Vorschläge für die Lösung der Probleme unterbreiten. Das gilt natürlich auch für den Handel, für die Reisebranche, für die Veranstaltungsbranche, das Hotelgewerbe und alle anderen, die von der Corona-Krise betroffen sind. Alle Fachleute, die ein berechtigtes Interesse haben, dürfen ihren Fachminister zur Rede stellen und sie dürfen Vorschläge zur Verbesserung seiner Politik machen. Der Minister muss dazu Stellung beziehen, er darf sich nicht wegducken und sich seiner Verantwortung entziehen.

Die Ausgleicherin ist in diesem Fall also eine Vermittlerin zwischen dem Minister auf der einen Seite und den unabhängigen Experten und Bürgern auf der anderen Seite. Im nächsten Schritt wird sie jene Vorschläge auswählen, die am meisten Erfolg versprechen, und von Experten bewerten lassen. Beim nächsten Kabinettstreffen wird die Kanzlerin dem Minister die nun geprüften und verbesserten Konzepte vorlegen und aufgrund ihrer Richtlinienkompetenz verlangen, dass sie umgesetzt werden. Dadurch wird man Krisen wie die Corona-Pandemie schnell und effektiv lösen. 

Heutige Lage ist unzureichend

Natürlich gibt es heute bereits ähnliche Instrumente. Wir kennen zum Beispiel die Fragestunde im Bundestag. Die Vertreter der Regierung beantworten dabei Fragen der Abgeordneten – ebenso gut könnten sie aber auch ein Lied singen oder eine Seite aus dem Telefonbuch vorlesen. Die praktische Bedeutung dieser Veranstaltung ist gleich null. Auch wenn erkannt wird, dass die Regierung Fehler gemacht hat, muss sie ihr Verhalten nicht ändern. Eine Abrechnung erfolgt erst bei der nächsten Wahl – und dann wird es für viele Corona-Kranke zu spät sein.

Ein Ausgleicher hingegen würde die Arbeit der Regierung ständig überwachen und verbessern, er würde die Bürger in die politische Arbeit einbinden, die Prozesse beschleunigen und bis zum erfolgreichen Ende begleiten. Auch kurzfristige Eingriffe in die Tagespolitik sind möglich.

Ebenso ist es heute längst üblich, dass Minister von Fachleuten beraten werden. Aber da ist ein interessantes Phänomen zu beobachten. Die meisten Politiker umgeben sich mit Beratern, die dieselbe Meinung wie sie vertreten. Als Beispiel dient noch einmal Andreas Scheuer, der auch Verkehrsminister war und als solcher das Desaster um die PKW-Maut zu verantworten hatte. Es war von Anfang an klar, dass sie so wie sie Scheuer geplant hatte, gegen EU-Recht verstoßen würde. Unabhängige Juristen haben das bestätigt. Die sogenannten „Experten“ in Scheuers Ministerium hörten jedoch nicht auf die Kritik und versuchten das Vorhaben durchzusetzen. Das Ende vom Lied: Die PKW-Maut kam nicht, dem Staat entstand ein Schaden von vermutlich mehreren Hundert Millionen Euro. Das Ministerium besitzt zwar ein Gutachten über die genaue Schadenshöhe, hält es aber unter Verschluss. Und warum tat Scheuer das? Ganz einfach: Weil er es konnte. Er stand weit oben in der Pyramide und nutzte seine Macht aus. Niemand hat ihn kontrolliert, niemand hat ihn rechtzeitig gestoppt.

Kurios ist auch folgende Methode: Politiker geben über ihre Ministerien oder über die Stiftungen ihrer Parteien wissenschaftliche Studien in Auftrag. Die Studien werden von Leuten durchgeführt, die der jeweiligen Partei nahestehen. Anschließend berufen sich die Politiker auf die Studien, die sie selbst finanziert haben. Sie schmoren also in ihrem eigenen Saft. Das ist einer der Gründe für die politische Erstarrung in Deutschland. Im System der Ausgleicher sind solche Fehlentwicklungen nicht möglich. 

Mut zur Innovation

Das schöpferische Potenzial an der Spitze der Pyramide ist allein schon deshalb beschränkt, weil sich dort nur wenige Personen befinden. Oben stehen vielleicht ein paar Hundert Berufspolitiker und Spitzenbeamte, die das Land und seine wichtigen Institutionen beherrschen. Darunter stehen über achtzig Millionen Menschen, die trotz all ihrer Kenntnisse und Erfahrungen nicht am Prozess des Regierens und Gestaltens beteiligt sind – das ist nicht nur unvernünftig, das ist verrückt.





Kommen wir noch einmal zurück zur Corona-Krise. Ärzte sind keine Idioten, Apotheker und Forscher aus der Pharmaindustrie ebenso wenig. Es sind Fachleute, die jeden Tag mit der Pandemie zu tun haben. Diese Menschen besitzen ein enormes Fachwissen, sie besitzen Mut, Energie, Tatkraft und Kreativität. Aber ihnen sind die Hände gebunden, weil unser politisches System wie eine Pyramide aufgebaut ist. Wer oben steht, entscheidet alles. Wer unten steht, muss alles ertragen, jede Fehlentscheidung, jede Fehlplanung und jede politische Dummheit, die man sich nur vorstellen kann. Dieses System muss dringend reformiert werden.

Es geht dabei nicht nur um organisatorische Abläufe, sondern um eine tief greifende Veränderung unserer Gesellschaft. Der Obrigkeitsstaat hat endgültig ausgedient. Hierarchien werden aufgelöst. Niemand steht mehr über dem anderen. Ein Amt auszuüben bedeutet, dem Volk zu dienen und nicht, das Volk zu beherrschen. Man kann es in einem einzigen kurzen Satz zusammenfassen: Ausgleichen ist besser als herrschen. 

Ein Traum wird Wirklichkeit

Einige Leute werden jetzt wahrscheinlich sagen: Das mit den Ausgleichern klappt niemals. Es ist ein schöner Traum, mehr aber nicht. Unser Parteiensystem ist fest etabliert. Die Politiker lassen sich die Macht nicht aus der Hand nehmen. Die werden das Volk nicht am politischen Prozess beteiligen, denn dadurch würden sie ja selbst etwas abgeben müssen. Unser System bleibt so, wie es ist. Mindestens für die nächsten hundert Jahre.

Das ist ein gewaltiger Irrtum. Die Dinge ändern sich schneller, als man denkt. Dafür gibt es eine historische Parallele: der Niedergang des Kommunismus. Noch Mitte der Achtzigerjahre dachten viele Menschen, die Mauer würde die nächsten hundert Jahre stehen bleiben. Und dann ging alles ganz schnell. 1990 flog die DDR auf den Müllhaufen der Geschichte, die Sowjetunion folgte ein Jahr später. Die Entwicklung ist damit aber nicht abgeschlossen. Auch das System der Pyramide wird eines Tages verschwinden.

Woher weiß ich das so genau? Ganz einfach: Es ist der nächste vernünftige Schritt. An dieser Stelle sollten wir uns noch mal das Symbol der Treppe in Erinnerung rufen. Auf meinem Blog Konrad Pilger Blogspot seht ihr eine Treppe, die die Entwicklung der Menschheit darstellt. Am Anfang waren wir primitiv und aggressiv, doch dann sind wir allmählich aufgestiegen. 500 vor Christus entstand die erste Demokratie in Griechenland, im Jahr 930 wurde auf Island das älteste noch bestehende Parlament eingerichtet und so weiter. Diese geistige Evolution wird sich für eine lange Zeit fortsetzen.

Viele Menschen sind heute unzufrieden mit dem Zustand unserer Demokratie. Sie wollen sie nicht abschaffen, aber besser machen. Sie wollen mehr Mitbestimmung, sie wollen einfachere Strukturen, die leichter zu durchschauen sind und mit denen man Probleme wirksam lösen kann, anstatt sie immer nur vor sich her zu schieben. Deshalb ist es völlig logisch, dass wir die aufgeblähten Machtapparate schrittweise reduzieren und sie durch Systeme des Ausgleichs ersetzen. Die Pyramide wird verschwinden, die Waage wird sich durchsetzen.

Und wann wird es geschehen? Das kann man heute noch nicht sagen. Vielleicht in zwanzig Jahren, vielleicht in fünfzig oder hundert Jahren. Aber es wird geschehen, garantiert, mit hundertprozentiger Sicherheit. Es liegt schon vor uns im Feld der Möglichkeiten. So wie die alte Form der Demokratie, die Stufe eins, schon immer existiert hat, so war auch das System der Ausgleicher, die Stufe zwei, schon immer vorhanden. Wir müssen uns nur darüber bewusst werden. Wir müssen den Mut haben, die nächste Stufe auf der Leiter Evolution zu erklimmen. Und wenn wir es nicht tun, dann tut es eben die nächste Generation. Es wird ganz sicher geschehen.

Deshalb gibt es auch keinen Grund für Pessimismus. Vor uns allen liegt eine wunderbare Zukunft. Aus zwei Gründen:

1. Es wird mehr Mitbestimmung geben. Aus der repräsentativen Demokratie, in der nur wenige Menschen Macht besitzen, wird eine echte Volksdemokratie, an der sich jeder beteiligen darf.

2. Weil viel mehr Menschen ihre Ideen einbringen dürfen – darunter auch echte, unabhängige Experten – werden Probleme wirklich gelöst und nicht nur weiter in die Zukunft verschoben. Die Politiker werden viel bessere Entscheidungen treffen, die unser Land und unsere Gesellschaft deutlich voranbringen.

So, das soll für heute genug sein. Das System der Ausgleicher ist damit aber erst ansatzweise erklärt, es gibt noch wesentlich mehr Unterschiede zur alten Form der Demokratie. Viele weitere Informationen folgen in den nächsten Podcasts. Wer jetzt schon mehr erfahren will, kann meine Bücher lesen. Bestellen könnt Ihr sie über konrad-pilger.blogspot.com.

Ich bedanke mich für Eure Aufmerksamkeit und wünsche alles Gute

Euer Konrad Pilger