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Montag, 9. Januar 2023

Manuskript zu Podcast Folge 16: Gibt es andere Universen? Gab es einen Urknall? Können wir unser Universum verlassen?

Hallo Leute,

herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe Nr. 16. Heute geht es um folgende Fragen: Existieren außer unserem Universum noch weitere Universen? Wenn ja, wie sind sie gestaltet? Sind sie bewohnt? Und: Können wir sie erreichen? Wie üblich bei Konrad Pilgers Blick in die Zukunft werdet ihr auch heute wieder einige Überraschungen erleben.

Zunächst einmal muss ich mich für die vielen Kommentare bedanken, die mich über den Podcast, die Videos und den Blog erreicht haben. Fast alle waren positiv. Einige Leute haben jedoch kritisch angemerkt, dass das Meiste von dem, was ich hier ausbreite, noch gar nicht bewiesen ist. Das stimmt. Aus dem Grund heißt die Reihe ja auch Konrad Pilgers Blick in die Zukunft und nicht Blick in die Gegenwart.


 

Es gibt genügend Medien die das beschreiben, was heute allgemein bekannt ist. Aber nur wenige wagen es, darüber zu reden, was kommen wird, was jetzt bereits potenziell vorhanden ist, wir aber noch nicht wahrnehmen können. Das ist meine Aufgabe. Ich gebe Anregungen, ich lenke die Entwicklung in die optimale Richtung. Und glaubt mir, das gelingt mir mit absoluter Sicherheit.

Die heutige Ausgabe ist die Fortsetzung der Nummer 15, die die Frage behandelte: Was ist das Universum? Schnell eine Zusammenfassung: Ich sagte damals, dass das Universum kein Ort ist, sondern ein Zustand. Das Universum ist die Summe einer gewaltigen Menge von Energieeinheiten (Vesmas), die sich auf eine bestimmte Weise organisieren. Die Organisationsformen werden von uns als Realitätsrahmen wahrgenommen. Unendlich viele dieser Realitätsrahmen liegen nah beieinander.


 

Damit habe ich die erste Frage auch schon beantwortet: Ja, es gibt weitere Universen. Sehr, sehr viele sogar. Allerdings wird man in Zukunft Begriffe wie Universum oder Planet weniger häufig verwenden, als wir es heute tun. Der Begriff Realitätsrahmen ist präziser.

Kein Urknall, viele Big Bangs

Die Verwendung einer korrekten Sprache ist extrem wichtig. In der Wissenschaft wurde lange die Position vertreten, dass die Naturgesetze überall gelten müssten, also im gesamten Universum. Inzwischen haben sich die Meinungen geändert. Viele Wissenschaftler vermuten heute, dass sie nur in unserer Umgebung gelten und dass an anderen Orten andere Bedingungen herrschen könnten.

Diese kritischen Geister haben recht. Bereits in einigen Galaxien in unserer Nachbarschaft gelten anderen physikalische Gesetze oder zumindest leicht veränderte Gesetze. Die Gravitation beispielsweise verhält sich anders als bei uns. Aber das werden wir erst erkennen, wenn sich unsere Messmethoden verbessern. 


Auch über den Urknall herrschen heute verzerrte Vorstellungen. Die meisten Wissenschaftler glauben, dass es einen Urknall gegeben hat und dass dadurch Raum, Zeit und Materie entstanden sind. Das ist falsch. Ursache hierfür ist wieder einmal das lineare Denken. Der Mensch hat das Bedürfnis, alles in seine Erfahrungswelt hineinzupressen. Wir erleben einen Anfang und ein Ende unseres Lebens, einen Anfang des Sommers und ein Ende des Sommers, und alles geschieht auf einer Zeitachse. Folglich muss auch das Universum einen Anfang und ein Ende haben. Dieses Denken ist ein Anzeichen einer primitiven Zivilisation.

Fortgeschrittene Wesen denken nicht linear, sondern multidimensional. Sie wissen, dass Raum und Zeit keinen Anfang und kein Ende haben. Es gibt nur das Hier, und das Hier ist überall. Es gibt nur das Jetzt, und das Jetzt ist immer. Das beinhaltet auch die Erkenntnis, dass es nicht nur einen Urknall gegeben hat, sondern viele. Der Begriff Urknall ist sehr unglücklich gewählt, weil er suggeriert, dass er der Ursprung von etwas ist, aber dass ist er nicht. In diesem Fall ist der englische Begriff Big Bang besser, weil er im reinen Wortsinne nur eine große Explosion beschreibt.

An dieser Stelle bewegen wir uns in einen Bereich, der für Menschen nur sehr schwer zu verstehen ist. Wir sind es gewohnt, in einer geraden Linie zu denken. Nichtlineares Denken praktizieren nur sehr wenige Zeitgenossen. Deshalb ist es für die meisten nicht vorstellbar, dass es viele gewaltige Explosionen gegeben hat, von denen keine die erste war und keine die letzte sein wird. Es hat auch keine etwas erschaffen, weder Raum noch Zeit noch Materie. Durch die Explosionen wurde lediglich das, was schon immer da war, neu geformt. Das ist der wahre Kern des Lebens: Nichts wird neu erschaffen, alles existiert immer. Aber das Leben erfährt sich immer wieder neu.

 


Die großen Explosionen dauern immer noch an, und sie werden sich in alle Ewigkeit fortsetzen. Manche Leute bezeichnen die Big Bangs als das Atmen Gottes. Aber mit diesen Begriffen gleiten wir ab in die Reiche von Religion und Philosophie. Auch dazu werde ich mich in späteren Folgen äußern.

Es gibt einen ganz einfachen Hinweis darauf, dass es nicht nur einen Big Bang gegeben hat, sondern viele. Alles, was wir in der Natur beobachten, wiederholt sich. Nichts geschieht nur ein einziges Mal. Geburt und Tod können wir jeden Tag millionenfach beobachten. Das Wetter wiederholt sich, Jahreszeiten wiederholen sich, selbst das Klima wiederholt sich. Eiszeiten, Heißzeiten und gemäßigte Phasen wechseln einander ab. Wir können sogar die Geburt und den Tod von Sternen beobachten.

Wenn sich alles in der Natur unendlich oft wiederholt, warum soll dann ausgerechnet der Big Bang nur einmal stattgefunden haben? Für diese Annahme gibt es keinen Grund - außer dem Wunsch, alles in ein lineares Modell pressen zu wollen.


Natürlich gibt es einige Hinweise, die zu der Fehlannahme verleiten, dass es nur einen Urknall gab und durch ihn alles entstanden ist, zum Beispiel die kosmische Hintergrundstrahlung. Sie scheint überall ungefähr gleich zu sein. Dieses „Überall“ bezieht sich aber nur auf den Bereich, den wir beobachten können, jene 13,8 Milliarden Lichtjahre umfassende Raumkugel. Heute bezeichnen wir sie als groß. Das ist sie aber nicht. Sie ist nur ein winziger Ausschnitt des Universums, nicht mehr als eine Handvoll Sand, die jemand in die Luft geworfen hat.

Unser physikalisches Universum ist sehr viel größer. In anderen Bereichen herrscht eine andere Hintergrundstrahlung. Allerdings ist sie so weit entfernt, dass wir sie mit heutigen Mitteln nicht messen können. Späteren Generationen wird es aber gelingen. Sie werden aus den Messergebnissen völlig andere Schlüsse ziehen, als es heutige Wissenschaftler tun.

Weil es so viele unterschiedliche Bereiche im Universum gibt, in denen andere Naturgesetze gelten, kann man nicht von einem einheitlichen Universum sprechen. Besser ist der Begriff Realitätsrahmen. Er bezeichnet die Weise, wie die Bewohner eines Abschnittes in Raum und Zeit ihre Umgebung wahrnehmen. Realitätsrahmen werden noch extrem wichtig sein, wenn wir über Raumschiffe sprechen, die schneller als mit Lichtgeschwindigkeit fliegen. Ihre Besatzungen müssen sich darüber klar sein, in welchem Rahmen sie ankommen wollen. Mehr dazu in einer späteren Folge. 

Realitätsrahmen überall

Ein Autor wie ich kann natürlich vieles behaupten. Wissenschaftliche Theorien und Modelle für die Realitätsrahmen gibt es noch nicht. Aber es gibt Hinweise. Wenn man genau hinschaut, erkennt man sie. Auf der Erde sind wir von Geschöpfen umgeben, die in ihren eigenen Realitätsrahmen leben. Ich spreche von Tieren und Pflanzen. Ein Hund beispielsweise nutzt ebenso wie wir die Vesmas, die winzig kleinen Energieeinheiten, um seine Realität zu erschaffen. Dabei orientiert er sich aber weniger mit seinen Augen, als wir es tun, sondern mehr mit seiner Nase. Die Welt des Hundes ist eine, die zu einem großen Teil aus Gerüchen besteht. Das ist ein Beispiel für einen Realitätsrahmen, der – aus unserer Perspektive betrachtet – leicht verschoben ist.


 

Damit sind wir auch schon beim nächsten Thema. Realitätsrahmen hängen nicht wie Bilderrahmen an der Wand. Sie sind flexibel, sie lassen sich auf vielfache Weise verschieben. Dieses Neuausrichten der Realität findet so häufig statt, dass wir es kaum noch bemerken. Wenn wir beispielsweise ein spannendes Buch lesen oder einen Film sehen, fühlen wir uns manchmal so, als ob wir uns in der Handlung befinden würden. Wir vergessen unsere Umgebung und glauben, wir würden eine Reise durchs Mittelalter machen oder einen fremden Planeten besuchen. Auch das ist ein verschobener Realitätsrahmen.

Auf noch extremere Weise passiert es nachts in unseren Träumen. In Ausgabe Nummer 13 von Blick in die Zukunft habe ich das Thema Träume bereits ausführlich behandelt. Dieser Bereich ist erst ansatzweise erforscht worden. Die Welt der Träume ist viel größer und bedeutender, als wir es uns heute vorstellen. Wissenschaftler glauben, dass sich das Traumgeschehen auf den Kopf des Schlafenden beschränkt. Das ist falsch. Unser biologischer Körper ist nur eine unserer Existenzformen. Er hat die Aufgabe, einen Realitätsrahmen abzustecken. Nämlich jenen, in dem ihr jetzt diese Worte hört.

Nachts, in unseren Träumen, verlassen wir diesen Rahmen und tauchen in andere Rahmen ein. In der Ausgabe 13 habe ich eine Klassifikation der Träume erstellt. Eine sehr wichtige Traumart ist der Massentraum. Er wird nicht nur von einer Person geträumt, sondern von Tausenden, manchmal sogar von Millionen. Der Massentraum ist der Wissenschaft noch völlig unbekannt, dabei ist er für die Entwicklung der Menschheit von elementarer Bedeutung. Ohne ihn würden wir immer noch als Jäger und Sammler durch die Wildnis streifen.


 

Politische Systeme zum Beispiel werden zuerst erträumt, bevor sie erlebt werden. In den Träumen gestalten wir sie in Idealform, in der Realität jedoch funktionieren sie nicht immer wie gewünscht. Die Demokratie war ein großer Erfolg, der Kommunismus eine große Enttäuschung. Trotzdem musste beides ausprobiert werden.

Auch das, was hier und jetzt geschieht, ist die Folge eines Massentraums. Wir erleben derzeit eine sehr wichtige Etappe in der Geschichte. Die Menschheit richtet sich neu aus. Wir überwinden die Phase der Kriege. Das, was jetzt in der Ukraine geschieht, ist das letzte Aufbäumen der dunklen Mächte. Danach wird sich der Frieden schrittweise über den gesamten Erdball ausbreiten. Aber es wird noch einige Zeit dauern. Es liegt bereits vor uns im Feld der Möglichkeiten. Um im Bild zu bleiben: Das Feld wurde zuvor in den Massenträumen bestellt. Sie sind ein Realitätsrahmen, der ständig von uns genutzt wird. Er befindet sich nicht innerhalb unseres physikalischen Universums, sondern bildet ein eigenes Universum.

Eigenschaften fremder Universen

Meistens stellen wir uns Realitätsrahmen als physikalische Universen vor, die aus Raum, Zeit und Materie bestehen. Davon gibt es sehr viele. Daneben existieren aber auch Universen, in denen Raum, Zeit und Materie unbekannt sind. Was dort stattdessen vorherrscht, kann ich leider nicht beschreiben, weil unsere Sprache dafür keine Worte kennt. Andere Wesen haben dafür Begriffe, die ich mit meinen Stimmbändern nicht ausdrücken kann.

Ich kann aber von einigen interessanten Phänomen berichten. Auf der Erde kennt man die Synästhesie. Damit ist die Kopplung von verschiedenen Formen der sinnlichen Wahrnehmung gemeint. Beispielsweise gibt es Menschen, die Töne auch als Farben erleben. Wenn sie einen tiefen Ton hören, sehen sie vielleicht die Farbe Rot, während ein heller Ton von ihnen als gelblich wahrgenommen wird.


Dieses Phänomen kennt man auch in anderen Realitätsrahmen – nur in viel extremerer Weise. Es gibt Welten, in denen sind Töne und Farben permanent miteinander verbunden. Wenn dort ein Orchester spielt, erscheinen über den Köpfen der Musiker geometrische Formen in schillernden Farben. Mit Worten sind diese Konzerte kaum zu beschreiben.

Trotzdem werde ich es versuchen. Ich schildere euch den Besuch eines synästhetischen Konzerts. Stellt euch eine sanfte Hügellandschaft vor, ähnlich dem Kraichgau in Baden-Württemberg. Auf den Hügeln habe sich Tausende Menschen versammelt. In einer Talsenke wurde eine Bühne aufgebaut. Die Instrumente sind beinahe so angeordnet wie auf der Erde. Das heißt, vorne befinden sich die hellen Stimmen wie Geigen und Bratschen, dahinter die Klarinetten, Trompeten und Posaunen, und ganz hinten sind die lauten Instrumente, die Pauken und Schlagzeuge. Natürlich gibt es auch einen Dirigenten. Er steht auf einem Pult vor dem Orchester.

Es geht langsam los. Während der ersten Takte sieht man Wellen aus farbigem Licht, die über den Köpfen der Musiker aufsteigen. Die Wellen vereinigen sich zu einem Gebilde, das ständig sein Aussehen verändert. Mal sieht es aus wie eine riesige Trommel, dann wie ein Wald, wie der Meeresboden, wie eine Säulenhalle, wie ein Gebirge oder wie ein Tier, das aus seinem Schlaf erwacht, sich streckt und plötzlich davonläuft. Je nach Größe des Orchesters, können diese Gebilde kilometerweit in den Himmel aufsteigen. Manchmal nehmen sie den gesamten Horizont ein.

 


Töne und Bilder verhalten sich synchron zueinander. Wenn die Musik leise ist, sind die Bilder beinahe transparent, man sieht Wolken oder Sterne hindurchscheinen. Wird sie lauter, nimmt die Intensität der Farben zu, Wolken und Sterne werden verdeckt. Wenn das Tempo langsam ist, bewegen sich die Bilder fast in Zeitlupe. Erhöht sich das Tempo der Musik, beschleunigen sich auch die Bilder am Himmel. Während des großen Finales braut sich ein Sturm aus Farben und Klängen zusammen, der sich in einem gewaltigen Donnerschlag entlädt. Danach klingt das Konzert aus in einer sanften Welle, die in den Köpfen der Musiker verschwindet.

Ihr, meine lieben Zuhörer, habt vielleicht schon Konzerte besucht, die euch beeindruckt oder begeistert haben. Aber glaubt mir, solange ihr kein synästhetisches Konzert erlebt habt, wisst ihr nicht, was Musik ist. Die Klangwelt der Erde ist nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was in anderen Welten existiert. Es gibt viel mehr Töne als die, die wir Menschen kennen. Es gibt auch mehr Farben und mehr Arten von Licht. Es gibt ein Licht, das extrem hell ist, aber trotzdem nicht blendet.

All das ist auf unterschiedliche Arten zu erfahren. Es gibt mehr als nur die fünf Sinne, die uns Menschen zur Verfügung stehen, also Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten. Man kann seine Umgebung noch mit anderen biophysikalischen Organen wahrnehmen. Hier stoßen wir wieder auf dasselbe Problem. Was ich damit meine, kann ich leider nicht mit Worten ausdrücken, weil es dafür keine Worte gibt in den Sprachen der Erde.


 

Ich nenne ein letztes Beispiel, das mich besonders beeindruckt hat. In manchen Welten sind Pflanzen musikalisch. Wenn man sich zu ihnen hinabbeugt, kann man nicht nur ihren Duft riechen, sondern auch eine Melodie hören. Kleine Pflanzen wie Gänseblümchen verströmen meistens nur einen Ton, der an- und abschwillt. Einige Bäume hingegen sind in der Lage, ganze Sinfonien zu spielen. Trotzdem sind die Wiesen und Wälder von Stille erfüllt. Man hört diese Töne nur, wenn man signalisiert, dass man sie hören möchte.

Das, was ich euch eben schilderte, meine lieben Freunde, ist nur ein kleiner Ausschnitt der Phänomene, die man in anderen Realitätsrahmen erleben kann. Und ich habe noch gar nicht über die Wesen gesprochen, die in diesen Welten leben. Es gibt Wesen, die völlig anders sind als wir, und es gibt Wesen, die uns sehr ähnlich sind. Die menschliche Familie ist viel größer, als wir glauben. Aber das würde den Rahmen dieser Folge sprengen. Später mehr dazu. 

Fehlende Beweise

An dieser Stelle werden Skeptiker wahrscheinlich Folgendes einwenden: Konrad Pilger ist ein Spinner. Er kann diese Behauptungen doch gar nicht beweisen. Stimmt, kann ich nicht. Das sagte man lange Zeit auch über die Synästheten, die Farben und Klänge zugleich wahrnehmen. Man bezeichnete sie als Fantasten oder Wichtigtuer. Erst durch die Einführung der Kernspintomographie wurde nachgewiesen, dass bei Synästheten während des Musikhörens verschiedene Gehirnbereiche gleichzeitig aktiv sind. Die Kopplung der sinnlichen Wahrnehmung findet also tatsächlich statt.

Ähnlich wird man auch die fremden Universen behandeln, und das noch für eine sehr lange Zeit. Die Argumente lauten ungefähr so: Es ist sinnlos, sich damit zu beschäftigen, weil alle wissenschaftlichen Instrumente, die wir benutzen, Teil der vierdimensionalen Raumzeit sind. Wir können damit nicht aus diesem Universum hinausschauen. Deshalb wird man fremde Universen niemals nachweisen können. Man wird sie auch niemals besuchen können. Damit ist das Thema erledigt.


 

Diese Skeptiker und Evolutionsbremsen hat es schon immer gegeben. Zum Glück haben sich Leute wie Otto Lilienthal und die Gebrüder Wright nicht von ihnen beeindrucken lassen. Sonst müssten wir den Ozean heute noch mit Dampfschiffen überqueren. Selbstverständlich ist es möglich, andere Universen – genauer gesagt Realitätsrahmen – zu besuchen. Es findet auch ein reger Reiseverkehr zwischen den Welten statt.

Grundsätzlich bieten sich zwei Wege an: technische Reisen und Bewusstseinsreisen. Ich werde beide kurz erläutern. Beginnen wir mit Punkt eins, technische Reisen. Mit hochentwickelten Raumschiffen ist es möglich, schneller als mit Lichtgeschwindigkeit zu fliegen, man kann vorwärts und rückwärts durch die Zeit reisen, man kann sogar seitwärts durch die Zeit reisen. Was ich damit meine, werde ich in einer späteren Ausgabe erklären.

Ebenso ist es möglich, in andere Universen einzutauchen. Aber auch hier ist der Begriff Universum nicht ausreichend. Passender ist – wie schon gesagt – der Begriff Realitätsrahmen. Wenn man weiß, wie diese Rahmen organisiert sind, kann man sich an sie anpassen. Entscheidend sind hierbei zwei Faktoren: Vesmas und Gravitation. Wenn man sich auf diesen beiden Feldern gut auskennt, kann man jeden gewünschten Punkt in Raum und Zeit erreichen, und sogar Punkte, die sich nicht in Raum und Zeit befinden. Auch das werde ich später näher erläutern.


 

Die Menschheit wird solche Raumschiffe auch bekommen, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt. Der Grund ist klar: Wir sind im Moment noch zu weit unten auf der Evolutionsleiter. Als Beispiel dient wieder die Ukraine. Wenn jemand wie Wladimir Putin eine solche Technologie in die Finger bekäme, würde er sie benutzen, um erst seine Nachbarländer zu erobern und danach die ganze Welt. Und wenn er mit dieser Welt fertig wäre, würde er die nächste angreifen. Doch zum Glück gibt es Kräfte im Universum, die dafür sorgen, dass die Wladimir Putins auf den bewohnten Planeten nicht zu stark werden.

Dieses Thema, die überlichtschnellen Raumschiffe, ist so kompliziert und umfassend, dass ich ihm mehrere Folgen von Blick in die Zukunft widmen werde. Das gilt auch für die zweite Möglichkeit, um sich durch Raum und Zeit zu bewegen, dem Reisen mit dem Bewusstsein. Das Thema werde ich in der nächsten Folge behandeln.

Zurück zu den eingangs gestellten Fragen: Ja, es gibt viele weitere Universen. Dabei handelt es sich um Ansammlungen von Energie, die von ihren Bewohnern unterschiedlich erlebt werden. Wir nehmen sie als Sterne und Planeten wahr. Es gibt nicht nur einen Big Bang, sondern viele. Innerhalb eines Universums gelten unterschiedliche Naturgesetze. Der Begriff Realitätsrahmen ist deshalb passender als der Begriff Universum. Mit technischen Mitteln oder mit dem Bewusstsein kann man fremde Realitätsrahmen erkunden.

Ich werde auch in Zukunft von meinen Reisen in fremde Realitätsrahmen berichten. Aber für heute haben wir genug. Wieder einmal sage ich: Danke für eure Aufmerksamkeit. Und: Alles Gute wünscht euer

Konrad Pilger

Sonntag, 30. Oktober 2022

Manuskript zu Podcast Folge 14: Was ist der Mensch? Was ist der Sinn des Lebens? Die wahre Evolution.

Hallo Leute,

herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe Nummer vierzehn. Heute geht es um die grundlegenden Fragen: Was ist der Mensch? Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Und was ist der Sinn des Lebens? Auch heute kann ich mal wieder versprechen, dass zu großen Überraschungen kommen wird.




Wenn man einen Wissenschaftler nach der Definition des Menschen fragen würde, würde er wahrscheinlich sagen, dass der Mensch ein Säugetier ist, das zur Familie der Menschenaffen gehört. Er ist ein Zweibeiner, der aufrecht geht und auf dem Planeten Erde das intelligenteste Wesen ist. Entstanden ist der Mensch mehr oder weniger zufällig durch den Prozess der Evolution. Alles begann in der sogenannten Ursuppe, einer Mischung aus anorganischen Substanzen, in der sich einzellige Lebewesen bildeten, es kam zur ersten Zellteilung, später entwickelten sich höhere Lebewesen, die das Meer verließen, um das Land zu besiedeln.

An Land erwies es sich als praktisch, aufrecht zu gehen, weil man so einen besseren Überblick hat und leichter auf Bäume klettern kann. Ein ominöses Wesen tauchte auf, das heute als gemeinsamer Vorfahr von Menschen und Affen gilt. Aus ihm entwickelte sich über mehrere Stufen hinweg der Homo sapiens, der heute lebende, moderne Mensch, der die Erde beherrscht und sich anschickt, den Weltraum zu erobern.

Das ist eine sehr interessante Geschichte, doch leider ist sie zu großen Teilen falsch. Der Mensch ist nicht zufällig entstanden, sondern er ist das Ergebnis einer bewussten Planung. Der Mensch hat sich selbst erschaffen. Er ist auf die Erde gekommen, weil er auf diesem Planeten leben wollte, weil er hier sich hier selbst erfahren wollte - in seiner gesamten Vielfalt, mit all seinen Möglichkeiten.

Die Zeit vergeht nicht

Einer der wesentlichen Gründe für die Unwissenheit des Menschen ist, dass wir versuchen, alles in unsere Erfahrungswelt hineinzuzwängen. Jede neue wissenschaftliche Entdeckung wird mit menschlichen Maßstäben beurteilt. Das ist nicht von Vorteil. Besser wäre es, wenn man die Dinge aus einer universellen Perspektive beurteilen würde.

 


Das beste Beispiel dafür ist die Zeit. Noch immer haben wir das Phänomen der Zeit nicht verstanden. Was wir als Verstreichen der Zeit empfinden, ist nichts anderes als Bewegung. Ein Tag ist eine Drehung der Erde um ihre eigene Achse. Der Alterungsprozess ist Bewegung. Wenn Falten in unserem Gesicht auftreten, ist das eine sehr langsame Bewegung unserer Haut.

Dabei gibt es deutliche Hinweise darauf, dass die Zeit nicht vergeht. Vorgänge, die sich vorwärts ereignen, können sich auch rückwärts ereignen. Immer mehr Wissenschaftler zweifeln an dem Konzept des Zeitpfeils, in dem die Zeit nur in eine Richtung verläuft. Schon Albert Einstein sagte, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nur Illusionen sind, wenn auch sehr hartnäckige.

Das sollte uns zu denken geben. Wenn die Zeit nicht verstreicht, kann es auch keine Evolution geben. Jedenfalls nicht in dem Sinn, dass das eine aus dem anderen heraus entstanden ist. Der Mensch ist nicht in diese Welt gekommen, weil er und der Affe denselben Vorfahren hatten. Was wir als Entwicklungsgeschichte bezeichnen, ist nichts weiter als ein Ausdrücken verschiedener Formen. Es findet durchaus eine Evolution statt, aber sie wird heutzutage vollkommen falsch verstanden. Ursache des Problems ist auch hier das lineare Denken. Der Prozess des Erlebens oder des sich Ausdrückens ereignet sich nicht auf einer einzigen Zeitschiene.

Die wahre Evolution

Besser ist es, wenn man sich die Evolution ebenso wie die Zeit als einen Baum vorstellt. Der Baum besitzt keinen Anfang und kein Ende. Er wächst aus einem Mittelpunkt heraus, und er besitzt unendlich viele Äste, die sich in alle Richtungen ausbreiten. Der Baum wird immer größer, aber er wird niemals sterben.


Ein Beispiel: Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei? Die Antwort lautet: Weder noch. Nach unserer Zeitvorstellung ist das Ei mit der festen Schale in einem langen Evolutionsprozess entstanden. Zuerst gab es nur eine Art Schleim, mit zahllosen weichen Eiern. Die Hülle der Eier wurde im Laufe der Zeit – genauer gesagt im Laufe der Bewegung – zu der festen Schale, die wir heute kennen. Aus Tausenden Eiern wurde ein einziges. Aber diese Vorstellung ist falsch, weil wir das Leben nur aus unserer persönlichen Perspektive heraus betrachten.

Tatsächlich existiert die Bewegung in ihren vollen Breite, das heißt, der gesamte Prozess, mit allen Varianten des Eis – von weich bis hart. Die Bewegung hat immer existiert, und sie wird immer existieren. Darüber hinaus gibt es noch sehr viel mehr Ei- und Hühnervarianten, doch die können wir mit unseren Sinnen nicht wahrnehmen. Auf anderen Ästen des Baumes der Zeit leben wahrscheinlich Hühner, die grüne oder blaue Eier legen. Oder es gibt Hühner, die nicht einzelne Eier legen, sondern die sich aus einem Schleim heraus entwickeln, der dem Laich der Fische ähnelt. Dies geschieht in den wahrscheinlichen Welten, die ebenfalls eine Form von Realität besitzen. 

Das multidimensionale Wesen

All diese Welten zusammen – die materielle Welt, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen –  und die wahrscheinlichen Welten, ergeben zusammen eine Gesamtwirklichkeit. Der Mensch hat diese Gesamtwirklichkeit bewusst erschaffen, er ist kein zufälliges Produkt davon. Ursache war der Wunsch, sich selbst in allen Facetten zu erfahren.

 


In einem Leben, das nur in einer Version gelebt wird, ist der Erfahrungsprozess nicht zu bewältigen. Deshalb leben wir alle viele Leben in verschiedenen Varianten. Ich sprach bereits in Ausgabe dreizehn von Blick in die Zukunft über das Thema Wiedergeburt. Der Begriff selbst ist nicht ganz korrekt, weil er beinhaltet, dass die Geburt wiederholt in einer bestimmten Reihenfolge geschieht. Das ist falsch. Weil die Zeit sich nicht linear bewegt, können sich die Leben auch nicht nacheinander ereignen.

Besser ist der Begriff Parallelpersönlichkeit. Jeder Mensch lebt zu vielen Zeiten an vielen Orten. Wir sind Männer und Frauen, wir sind arm und reich, glücklich oder unglücklich, gebildet oder ungebildet, manchmal sterben wir schon als Kinder, und manchmal werden wir hundert Jahre alt.

Manch ein Hörer wird diese Aussage nicht verstehen. Er wird sagen, Parallelpersönlichkeiten gehören in den Bereich der Religion oder Esoterik. Das ist falsch. Die multidimensionale Persönlichkeit des Menschen ist Teil der Wissenschaft – nur noch nicht der heutigen Wissenschaft, sondern der „zukünftigen“.

Über das Thema Wiedergeburt ist schon viel publiziert worden. Das Problem ist, dass man sie derzeit nicht eindeutig beweisen kann. Auf verschiedenen Wegen ist es möglich, Erinnerungen an frühere Leben wachzurufen. Einer davon ist Hypnose. Ich rate jedoch davon ab. Man sollte verschiedene Leben nicht durcheinanderbringen. Jedes Leben hat eine bestimmte Aufgabenstellung, der man sich widmen sollte. Damit hat man genug zu tun. 

Der Planer

Der Prozess verläuft keineswegs zufällig, sondern geplant und koordiniert. Eine sehr wichtige Rolle spielt dabei das Höhere Selbst. Damit ist ein Teil unserer Persönlichkeit gemeint, der gewissermaßen über uns steht. Er entscheidet, wann und wo wir geboren werden, und er stellt einen Lebensplan auf. Dieser Plan beinhaltet Erfahrungen, die gemacht werden sollten. Zum Beispiel die Erfahrung von Überfluss, wenn wir ein reiches Leben führen, oder die Erfahrung von Mangel, wenn wir in Armut leben.

 


Das Höhere Selbst ist aber kein Puppenspieler, der uns an Fäden festhält und uns durch das Leben führt. Der freie Wille ist keine Illusion. Wir können den geplanten Weg einschlagen – oder einen völlig anderen. Die gewünschte Erfahrung muss dann aber in einer anderen Welt nachgeholt werden.

Interessanterweise ist dieser Teil unserer Persönlichkeit der Menschheit schon längst bekannt. In der indischen Philosophie bezeichnet man ihn als Atman. Laut Wikipedia handelt es sich dabei um das absolute Selbst, die unzerstörbare ewige Essenz des Geistes. Dieser Wesenskern ist nicht erkennbar, er ist unveränderlich und existiert ewig.

Jetzt stellt sich die Frage, warum wir nichts von Atman oder dem Höheren Selbst wissen? Warum zeigt sich dieser Teil von uns nicht? Warum gibt er uns nicht Tipps und Hinweise, die das Leben erleichtern könnten? Die Antwort ist einfach: Weil das Gesamtkonzept dann nicht funktionieren würde. Wir könnten zum Beispiel nicht die Erfahrung von Einsamkeit machen, wenn wir wüssten, dass wir ständig von Wesen aller Art umgeben sind. Es würde auch niemand ein Fußballspiel ansehen, wenn das Ergebnis schon vorher feststeht. Kein Wissenschaftler würde eine komplizierte Versuchsanordnung errichten, wenn ihm das Ergebnis einfach so in den Schoß fallen würde. Wir müssen uns selbst anstrengen. 

Angst als Machtmittel

Eine weitere Frage drängt sich auf: Warum bringt man im westlichen Kulturraum der Idee der Wiedergeburt oder der Parallelpersönlichkeiten so wenig Wertschätzung entgegen? Das hängt mit unserem Entwicklungsstand zusammen. Der Mensch ist primitiv, er lebt noch immer seine niederen Instinkte aus. Das sieht man zum Beispiel an den vielen Kriegen, die rund um den Erdball geführt werden, und an den vielen Verbrechen, die in allen Gesellschaften verübt werden.

Wir beschäftigen uns noch immer damit, Angst und Wut auszuleben. Ängstliche Menschen versuchen, Macht zu gewinnen. Macht bedeutet Reichtum. Wer reich ist, muss nicht hungern oder unter freiem Himmel campieren. Macht bedeutet auch, über andere zu herrschen. Wer andere beherrscht, fühlt sich nicht von ihnen bedroht.


 

Ein wichtiges Herrschaftsmittel ist die Vorstellung vom einmaligen Leben. Wer nur einmal lebt, bekommt keine zweite Chance. Alles muss in diesem einen Leben erledigt werden. Im Weltlichen heißt das: Du musst möglichst viel Erfolg haben, beruflich und privat. Du musst viel Geld verdienen, eine Karriere machen, ein großes Haus besitzen, ein schnelles Auto fahren, jedes Jahr einen aufregenden Urlaub verbringen.

In der Theologie heißt das: Du musst ein gottgefälliges Leben führen. Du musst anständig sein, darfst keine Sünde begehen. Falls dein Leben Gott nicht gefällt, kommst du in die Hölle. Du wirst für immer leiden. Also tu das, was wir – die Theologen – dir sagen. Dafür erwarten wir natürlich eine Entschädigung. Du musst uns Geld spenden oder Kirchensteuern zahlen. Es ist ja nur zu deinem Besten.

Um es klar und deutlich zu sagen: Es handelt sich hierbei nicht um eine organisierte Verschwörung. Politiker und Theologen kommen nicht zusammen, um gemeinsam zu planen, wie man die Bevölkerung mithilfe von Religion unterdrücken kann. Diese Menschen leben unbewusst ihre Gefühle aus. Sie haben Angst. Und die Angst bekämpfen sie, indem sie Macht anhäufen. 

Unendliche Freiheit

Im Vergleich dazu bietet das Konzept der Parallelpersönlichkeiten viel mehr Vorteile. Man kann frei von Angst leben. Wir werden niemals sterben. Der Tod ist nur ein Übergang in eine andere Welt. Wir werden auch nicht endgültig von unseren Lieben getrennt sein. Wenn ein Freund oder ein Familienangehöriger stirbt, ist das nur eine Trennung auf Zeit. Er oder sie ist vorangegangen, man selbst kommt später nach. Man sieht sich immer wieder.

Es ist auch nicht schlimm, wenn etwas in diesem Leben nicht gelingt. Angenommen, jemand träumt davon, eine große Karriere als Musiker zu machen. Aus irgendeinem Grund gelingt es nicht. Vielleicht, weil man falsche Entscheidungen getroffen hat. Man engagiert einen Manager, der mit der Kasse durchbrennt, oder man spielt Musik, die nicht den Geschmack des Publikums trifft. Völlig egal. Wenn es in diesem Leben nicht gelingt, dann eben im nächsten.

 


Das soll nicht heißen, dass man sich als Musiker nicht anstrengen soll. Oder dass man nicht um einen geliebten Menschen trauern soll. Aber es bedeutet, dass man nicht übermäßig leiden muss unter Erfolglosigkeit oder Trauer. Und schon gar nicht muss man daran verzweifeln. Es gibt immer Auswege. Das Multiversum stellt uns unendlich viel Zeit und Energie zur Verfügung.

Angesichts dieser phänomenalen Größe eines jeden Menschen erscheinen die Konflikte, die uns hier auf der Erde beschäftigen, als kleingeistig, dumm und lächerlich. Wir streiten uns über Land, wir streiten uns darüber, ob eine Grenze etwas weiter östlich oder westlich verlaufen sollte, wer in einer politischen Frage recht hat, wer in einem Konflikt angefangen hat oder wie die korrekte Bezeichnung einer Person lautet. All das basiert auf Angst. Angst davor, dass man nicht genügend Platz zum Leben hat, genug zu Essen oder zu Trinken. Angst davor, dass jemand einem etwas wegnehmen könnte. Angst davor, dass ein schlechter oder böser Mensch Macht gewinnen könnte.

Die Idee von Mangel, die Idee der einen Chance und des einen Lebens ist ein gewaltiger Irrtum. Tatsächlich ist es so, dass alles in unendlicher Fülle zur Verfügung steht. Es gibt mehr als genug Raum, Zeit und Energie. Wir müssen uns nur darüber bewusst werden. 

Der göttliche Kreislauf

Zwei Fragen sind noch offen: Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Beide Fragen sind eng miteinander verknüpft. Bei der Beantwortung hilft uns wieder die indische Philosophie. Dort kennt man den Begriff Brahman. Damit ist die höchste Bewusstseinsebene gemeint. Das, was ganz oben ist, der Himmel, die Chefetage. Die unveränderliche, die unendliche Wirklichkeit, die für uns leider unvorstellbar ist.

 


Wir alle sind von dort oben aufgebrochen und wir werden dorthin zurückkehren. In der Zwischenzeit machen wir unsere Erfahrungen in der realen Welt, die wir täglich mit unseren Sinnen erfahren, und in unzähligen wahrscheinlichen Welten, die auch sinnlich erfahrbar sind – nur nicht mit dem Tagesbewusstsein, das jetzt diese Worte hört oder liest.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Mensch ein multidimensionales Wesen ist. Wir alle leben an vielen Orten und zu vielen Zeiten. Wir erfahren uns selbst in zahllosen Varianten, als Männer, Frauen, Kinder, Kleine, Große, Arme, Reiche, Kluge und Dumme. Wir besitzen unendlich viel Zeit und Energie. Es besteht kein Anlass, um vor irgendetwas Angst zu haben. Es ist auch nicht nötig, um etwas zu trauern oder zu verzweifeln. Alles wird von uns selbst erschaffen. Ein Mal oder eine Million Mal. Die Erfahrung kann einen Tag dauern oder ein ganzes Jahrtausend. Man kann einen Fehler unendlich oft wiederholen, oder man lernt schon beim ersten Mal daraus. Es liegt alles in unserer Hand. Das ist der Sinn des Lebens. Sich selbst erfahren und dabei lernen und wachsen.

Mehr lernen könnt ihr auch in den nächsten Folgen von Blick in die Zukunft. Ich kann euch versprechen, es wird auch weiterhin zu großen Überraschungen kommen. Für heute sage ich mal wieder: Danke für eure Aufmerksamkeit. Und: Alles Gute wünscht

Euer Konrad Pilger

Sonntag, 3. April 2022

Manuskript zu Podcast Folge 8: Was ist Zeit? Der Baum der Zeit

 Hallo Leute,

herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe Nr. 8. Heute spreche ich über das Wesen der Zeit. Ich werde den Unterschied zwischen der physikalischen und der psychologischen Zeit erklären, ich werde den größten Irrtum der Menschheit korrigieren, und ich werde einen Weg zum ewigen Frieden aufzeigen.

Doch zuvor möchte ich daran erinnern, dass Menschen in Bildern denken. Wenn wir uns die Zeit vorstellen, haben wir oftmals einen Pfeil vor Augen. Er beginnt in der Vergangenheit und weist über die Gegenwart in die Zukunft. Die Zeit ist unumkehrbar, glauben wir. Was vergangen ist, kann nie wieder erreicht werden, und was die Zukunft bringt, wissen wir nicht, wir müssen die Zukunft abwarten. Die Idee vom Zeitpfeil ist über den gesamten Globus verbreitet und in der Wissenschaft allgemein anerkannt. Bis hierhin würden vermutlich die meisten „Zeitgenossen“ zustimmen.

 


Diese Vorstellung ist der größte Schwachsinn aller Zeiten, und sie ist ein Beweis dafür, auf was für einer niedrigen Evolutionsstufe wir uns befinden. Tatsächlich ist es so, dass die Zeit überhaupt nicht vergeht. Sie ist immer. Es gibt nur einen großen Moment, er hat keinen Anfang und kein Ende. Ein Ereignis ist niemals wirklich vorbei, es besteht andauernd und kann jederzeit umgeformt werden. Alle Menschen haben Zugriff auf die Vergangenheit und die Zukunft. Wir alle verändern ständig das, was wir erlebt haben und erleben werden. Nichts hört jemals auf. Einige Wissenschaftler haben bereits ähnliche Vermutungen angestellt und sie unter Namen wie Präsentismus oder Blockuniversum zusammengefasst. Keine dieser Theorien reicht jedoch aus, um das Phänomen der Zeit auch nur annähernd zu beschreiben.

Der Baum der Zeit

Wenn wir schon ein Symbol für die Zeit brauchen, sollten wir uns einen Baum vorstellen. Dieser Baum hat unzählige Äste, die in alle Richtungen wachsen und immer neue Zweige bilden. Die Äste sind nicht unbeweglich oder gar morsch, sondern sie sind vital, voller Energie, sie verändern ständig ihr Aussehen. Der Baum hat keinen Anfang und kein Ende, er wird niemals sterben und kann in keiner Weise begrenzt werden. Dieser Baum ist alles, was ist. Es gibt nichts, was außerhalb davon existiert.

 


Ich erkläre das Prinzip anhand eines praktischen Beispiels. Wir gehen in ein Museum der Griechischen Antike und betrachten dort eine Statue. Genauer gesagt ist es ein Rest davon. Wir sehen einen Torso, der aus weißem Marmor besteht. Der Kopf, die Arme und die Beine fehlen, wir erkennen aber noch, dass es sich um eine Frau handelt. Nach unserer Vorstellung ist der Torso das, was der Lauf der Zeit von der Statue übrig gelassen hat. Die vollständige Statue existiert nicht mehr, sie ist für immer verloren. Diese Annahme ist grundfalsch. Tatsächlich existiert die Statue noch immer, und sie wird niemals aufhören zu existieren.


Eine richtige Vorstellung vom Wesen der Zeit sieht folgendermaßen aus: Im antiken Griechenland wählt ein Bildhauer in einem Steinbruch einen Marmorblock aus. Er engagiert eine Frau, die für ihn Modell steht, und fertigt nach ihrem Vorbild eine Statue an. Anschließend bemalt er die Statue. Für ihre Haare verwendet er ein dunkles Braun, das Kleid, das die Frau trägt, erhält ein blaugelbes Rautenmuster. Nach zwei Wochen erklärt der Bildhauer das Werk für vollendet.


Die Geschichte der Statue ist damit aber nicht beendet. Von nun an entwickelt der Baum der Zeit unendlich viele Äste, die alle mit dieser Statue zu tun haben. Damit dieses Beispiel nicht zu kompliziert wird, konzentriere ich mich auf drei Äste: Im ersten wird die Statue von einem Erdbeben zerstört, im zweiten wird sie durch einen Krieg beschädigt, und im dritten bleibt sie über Jahrtausende hinweg vollkommen intakt. All diese Szenarien besitzen eine Form von Realität. In jeder dieser drei Zeitlinien können wir die Statue, oder das was davon übrig geblieben ist, ansehen und anfassen.


 Zu Anfang sagte ich, dass wir in ein Museum gehen und dort einen Torso aus weißem Marmor betrachten. Wir befinden uns also auf dem Ast Nummer eins: Die Statue wurde kurz nach ihrer Erschaffung durch ein Erdbeben zerstört. Zweitausend Jahre später wird sie von Archäologen entdeckt und ausgegraben. Allerdings fehlen der Kopf, die Arme und Beine. Außerdem hat sich die Farbe fast vollständig gelöst, man findet nur ein paar winzige blaugelbe Partikel. Deshalb wird nur der Rest der Statue in dem Museum ausgestellt.

Später einmal – in etwa zehntausend Jahren – wird es möglich sein, die Statue vollständig zu rekonstruieren. Die Archäologen dieser Epoche werden nicht irgendeinen Kopf auf den Rumpf setzen, sondern genau den, den der Bildhauer im antiken Griechenland erschaffen hat und der nach unseren Vorstellungen unrettbar verloren ist. Spätere Generationen werden sich darüber bewusst sein, dass alles für immer besteht und – wenn es gewünscht wird – immer wieder erlebt werden kann. Aber das ist ein Thema für eine andere Ausgabe von Blick in die Zukunft.

 

Damit ist das Prinzip deutlich geworden. Wir sitzen heute auf einem ganz bestimmten Punkt eines Astes der Zeit. Wir sehen nur das, was sich in unmittelbarer Nähe befindet, nämlich den weißen Torso. Trotzdem existiert heute noch die Originalstatue, die der Bildhauer vor zweitausend Jahren geschaffen hat, und heute existiert schon die Originalstatue, die die Archäologen in zehntausend Jahren erschaffen werden. Das ist der Zeitast Nummer eins. Außerdem existieren die Äste Nummer zwei und drei, in denen die Statue durch einen Krieg beschädigt wird, beziehungsweise in der sie vollkommen intakt bleibt. Alle drei Äste wachsen unabhängig voneinander. 

Reale und wahrscheinliche Welten

 Bis hierhin war die Sache noch relativ einfach, jetzt fängt es an, kompliziert zu werden. Wir müssen grundsätzlich zwei Arten von Welten unterscheiden: reale und wahrscheinliche Welten. In einer realen Welt kann man die Statue ansehen und anfassen, man kann sie mit Farbe bemalen, man kann sie umstoßen und kaputt schlagen. In einer solchen Welt sind die Vesmas stark genug, um sich als Materie zu manifestieren. Vesmas sind winzig kleine Energieeinheiten, die von allen Bewusstseinsformen erzeugt werden. Wer mehr über Vesmas erfahren will, sollte meinen Podcast Nummer sechs hören oder sich das Video ansehen.

Aus den Vesmas bestehen neben der Materie auch der Raum und alle Ereignisse, die wir gemeinsam erleben. Allerdings nur, wenn die Gedanken und Gefühle, die sie hervorbringen, stark genug sind. Wenn sie zu schwach sind, manifestieren sie sich nicht in einer realen Welt. In unserem Beispiel betrachtet der Künstler später noch einmal sein Werk. Er ist nicht zufrieden damit. Die Farbe des Kleides gefällt ihm nicht. Er stellt sich vor, wie er statt eines blaugelben Kleides ein rotes oder ein schwarzes Kleid gemalt hätte. In diesem Fall erschafft er zwei wahrscheinliche Welten: eine mit einem roten und eine mit einem schwarzen Kleid. Anders ausgedrückt: Auf dem Baum der Zeit wachsen zwei weitere Äste. Wenn er anschließend die Farbe von der Statue kratzt und sie rot anmalt, wird aus einer der wahrscheinlichen Welten eine reale Welt.


Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass seine Gedanken und Gefühle so stark sind, dass er zurück in den Schöpfungsprozess springt und die Statue von Anfang an mit einem roten Kleid bemalt. In diesem Fall würden wir in unserer Welt keine blaugelben Farbspuren finden, sondern rote. Die Vergangenheit ist also nicht festgeschrieben, der Zeitverlauf ist nicht unumkehrbar. Jedes Ereignis kann verändert werden. Grundlage hierfür sind die Vesmas. Sie sind extrem flexibel. Die kleinen Energieeinheiten dehnen sich aus und ziehen sich zusammen, man kann sie wie Marmor bearbeiten – nur dass man dafür keinen Hammer und keinen Meißel braucht. Die Werkzeuge sind unsere Gedanken und Gefühle. Mit ihnen können wir alles erschaffen, was wir wollen, und gleich wieder verändern.


Das tun wir auch, ständig, in jedem Augenblick unseres Lebens. Ihr alle, liebe Hörerinnen und Hörer, seid gerade mitten in einem Schöpfungsprozess. Ihr erschafft jetzt eine wahrscheinliche Welt, in der ein weißer Torso in einem Museum steht. Und noch eine, in der eine vollständige Statue in dem Museum steht, und eine, in der sie ein blaugelbes Kleid trägt, und eine, in der sie ein rotes Kleid trägt, und immer so weiter. Diese wahrscheinlichen Welten sind nicht vollendet, nicht abgeschlossen. Wenn ihr später diese Folge noch einmal hört oder darüber nachdenkt, werdet ihr die Welt ein bisschen verändern. Vielleicht hat die Frau einmal glatte Haare und einmal eine Lockenfrisur, vielleicht trägt sie einmal Sandalen und ist ein anderes Mal barfuss. Alles wird von euch gestaltet. 

Eine gigantische Kraft

Mit diesem Beispiel habe ich ganz nebenbei noch eine weitere Frage beantwortet: Haben wir einen freien Willen, oder ist die Zukunft vorherbestimmt? Die Antwort liegt auf der Hand: Natürlich ist unser Willen frei und unbegrenzt, die Zukunft lässt sich ebenso wie die Vergangenheit unendlich oft umgestalten. Viel wichtiger ist eine andere Frage: Wie hoch sind wir entwickelt? Sind wir uns über unsere Möglichkeiten bewusst, oder torkeln wir wie Betrunkene durch eine Welt, die wir nicht verstehen?

Ein letztes Beispiel: In einem beliebigen Land tobt ein blutiger Krieg. In den Nachrichten sehen wir Bilder von Tod und Zerstörung. Bomben fallen auf Städte herab, Häuser stehen in Flammen, Zivilisten fliehen vor den Kämpfen. Viele Menschen sind nun geneigt zu glauben, dass die Ereignisse unausweichlich sind. Der Krieg wird erst enden, wenn eine von beiden Parteien besiegt ist.

 

Ein solches Denken ist falsch. Was wir in den Nachrichten sehen, ist nur ein Ast der Zeit. Daneben sprießen unendlich viele weitere Äste, und auf den meisten herrscht Frieden. Er wird zum Beispiel dadurch erreicht, dass die militärische Führung des Angreifers einsieht, dass der Krieg nicht zu gewinnen ist. Oder dadurch, dass es im Heimatland zu Protesten und Streiks kommt. Oder dadurch, dass ein internationaler Boykott der Wirtschaft großen Schaden zufügt. Oder durch eine Kombination dieser Faktoren.

Diese alternativen Zeitverläufe müssen nicht erst geschaffen werden, sie existieren bereits. In dem Moment, in dem Bomben auf die Städte fallen, gibt es parallel dazu eine Welt, in der ein Friedensabkommen geschlossen wird. Wir alle gemeinsam haben sie mit unseren Gefühlen und Gedanken geschaffen. Die Vesmas bilden ein gigantisches Netzwerk, an dem die gesamte Weltbevölkerung beteiligt ist. Jeder Mensch trägt zum Weltgeschehen bei. Niemand ist unbeteiligt, niemand ist von den Ereignissen abgeschnitten.


Der Normalzustand ist Frieden. Wenn wir aber davon überzeugt sind, dass von Zeit zu Zeit ein Krieg ausbricht, wir das Ereignis also in einer wahrscheinlichen Welt vorbereiten, dann wird es auch in der realen Welt geschehen. Wenn wir davon überzeugt sind, dass die Einwohner eines bestimmten Landes schlecht sind, dann werden sie auch schlecht sein. Sie werden Terroranschläge begehen, Aufstände anzetteln und Kriege beginnen. Wir haben mit unseren Vesmas, die wir ständig aussenden, dazu beigetragen. 

Jeder Mensch besitzt Macht

Umgekehrt können wir die Macht der Vesmas auch für positive Zwecke nutzen. Wir können jederzeit von einem Ast auf den anderen springen. Besonders wichtig ist dabei die Rolle der Medien. In einer hoch entwickelten Gesellschaft würden Zeitungen und Fernsehsender nicht ständig Bilder von Tod und Zerstörung zeigen, sondern Bilder von Leben und Aufbau. Das heißt nicht, dass sie Nachrichten verschweigen würden. Die wesentlichen Fakten müssen genannt werden. In einer solchen Zivilisation kennt man aber die Macht der Vesmas, man weiß, dass die Grundbausteine des Lebens zu einem großen Teil von Gefühlen gesteuert werden.

Deshalb werden die Medien dort keine Angst machen, sondern Mut. Sie werden auf die tieferen Ursachen hinweisen, die Kriege erzeugen. Machtgier ist die Folge von Angst. Sie bringt Menschen dazu, eine Machtpyramide zu errichten und andere Menschen zu unterdrücken und auszubeuten. In hoch entwickelten Gesellschaften gibt es deshalb keine Machtpyramiden, sondern Systeme des Ausgleichs. Die stärkste Gesellschaft ist nicht die, in der wenige Menschen Macht besitzen, sondern die, in der alle Menschen Macht besitzen.


Das System der Ausgleicher werde ich in späteren Folgen von Blick in die Zukunft näher erläutern. Für heute reicht es zu sagen, dass alle Menschen mit ihren Emanationen die Welt gestalten, in der sie leben. Das geschieht auf individueller und auf kollektiver Basis. Diese Botschaft kann man gar nicht oft genug wiederholen. Wir selbst sind die Schöpfer unseres Schicksals. Keine äußere Macht ist einzig und allein schuld an einer Situation. Das heißt nicht, dass die Soldaten, die ein fremdes Land überfallen, unschuldig sind, und dass die Opfer des Angriffs die eigentlichen Verursacher des Leids sind. Auch die Invasoren haben die freie Wahl, auch für sie gibt es wahrscheinliche Welten, in denen sie den Krieg nicht beginnen. Wenn sich die Kämpfer für einen Angriff entscheiden, tragen sie dafür die moralische und juristische Verantwortung.

Die Opfer sind aber nicht dazu verdammt, Oper zu sein. Wenn ihr Wille stark genug ist, wenn sie die richtigen Gefühle zulassen – Mut, Tapferkeit, Solidarität, Mitgefühl –, wenn sie in Gedanken die richtigen Bilder erzeugen – Bilder des Sieges, des Wiederaufbaus und des Friedens – dann können sie von einem Zeitverlauf zu einem anderen wechseln. Dann wird aus einer wahrscheinlichen Welt sehr schnell eine reale Welt.

Die Frage nach dem Wesen der Zeit muss also auf zweifache Weise beantwortet werden. Es gibt eine physikalische und eine psychologische Zeit. Im physikalischen Sinne ist die Zeit ein Baum, der in alle Richtungen wächst. Im psychologischen Sinne ist die Zeit ein winzig kleiner Abschnitt eines Astes, den wir sehen, hören und anfassen können. Unsere kleinen menschlichen Gehirne sind nicht dazu in der Lage, den gesamten Baum der Zeit mit all seinen Verästelungen zu erfassen, so wie wir auch nicht den gesamten Raum erfassen können.


Wenn wir unser Bewusstsein jedoch ausdehnen, können wir auch andere Äste, andere Zeitverläufe erahnen – auch wenn wir sie mit unseren äußeren Sinnen nicht wahrnehmen. Die Emanationen unserer Psyche erlauben es uns, die Zeitverläufe zu manipulieren und sogar in sie einzutauchen. Die scheinbare Vergangenheit ist nicht vorbei, sie lässt sich verändern. Auch die scheinbare Zukunft ist nicht vorherbestimmt, wir sind imstande sie frei zu gestalten. Die einzigen Grenzen, die für uns existieren, sind die Grenzen unserer Vorstellungskraft.

Weitere Tipps zur Manipulation von Raum, Zeit und Materie werde ich in den nächsten Folgen von Blick in die Zukunft geben. Für heute sage ich mal wieder: Danke für die Aufmerksamkeit und alles Gute wünscht

Euer Konrad Pilger


Freitag, 11. März 2022

Manuskript zu Podcast Folge 7: Putins Krieg in der Ukraine, Die Formel für ewigen Frieden

Hallo Leute,

herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe Nummer sieben. Der Anlass für die heutige Sendung ist leider sehr traurig. In der Ukraine tobt ein furchtbarer Krieg. Tausende Menschen wurden bereits getötet, Millionen sind auf der Flucht, unzählige Dörfer und Städte liegen in Schutt und Asche. Viele Zeitgenossen schauen fassungslos zu und fragen sich: Wieso kann so etwas heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, geschehen? Hat die Menschheit denn nichts aus den Erfahrungen der Vergangenheit gelernt? Sind wir nicht bereits auf der Leiter der Evolution emporgestiegen?


Die Antwort lautet: Nein, sind wir nicht. Wir stehen immer noch ganz unten, auf der untersten Stufe der Leiter. Das kann man an unterschiedlichen Merkmalen ablesen. Eines davon ist die Tatsache, dass die Vesmas immer noch nicht entdeckt sind. Vesmas sind winzig kleine Energieeinheiten, aus denen Raum, Zeit und Materie bestehen. Ich habe das Thema Vesmas in meinem Podcast Nummer sechs behandelt. Ein anderes Merkmal besteht darin, dass die Menschheit in Gruppen gespalten ist und Krieg gegen sich selbst führt. Eine hoch entwickelte Gesellschaft würde das nicht tun. Sie ist sich darüber bewusst, dass alle Individuen Teil einer großen Gemeinschaft sind. Wenn alle zusammenarbeiten, profitieren auch alle davon. In einer Zivilisation der Stufe zwei kennt man die Vesmas, es gibt dort keine Krankheiten, und man reist mit Überlichtgeschwindigkeit.

Zurück zum Krieg in der Ukraine. Es besteht kein Zweifel, dass Wladimir Putin der Hauptschuldige ist. Er hat den Angriff auf das Nachbarland befohlen, und er hat alle Bitten um Frieden zurückgewiesen. Viele Beobachter haben in letzter Zeit über Putins Gesundheitszustand spekuliert. Putin zeigt einige psychische Auffälligkeiten. Er duldet keinen Widerspruch, er umgibt sich nur mit Ja-Sagern. Seine Minister und Offiziere behandelt er wie Schulbuben, die er vor laufenden Kameras zurechtweist. Es stellt sich die Frage, wie jemand mit solchen Charakterschwächen an die Spitze eines der mächtigsten Länder der Welt gelangen konnte.

Das bringt uns zu einem weiteren Merkmal, an dem man eine primitive Zivilisation erkennt: der Obrigkeitsstaat. Die russische Föderation ist wie eine Pyramide aufgebaut. Ganz oben steht der Präsident der Föderation, Wladimir Putin. Darunter folgen der Ministerpräsident, erste Vizeministerpräsident, der Vizeministerpräsident, die Minister, die Abgeordneten des Parlaments und viele mehr. Wie bei jeder Pyramide besitzt der Mann an der Spitze die meiste Macht, der zweite Mann hat etwas weniger Macht, der dritte Mann noch weniger, und so geht es weiter. Diejenigen, die ganz unten stehen, besitzen überhaupt keine Macht. Sie müssen die Befehle befolgen, die von oben nach unten durchgereicht werden. So war es möglich, dass ein Mann allein einen furchtbaren Krieg anzetteln konnte. 

Ausgleichen ist besser als herrschen

In einer Zivilisation der Stufe zwei ist so etwas unmöglich. Dort gibt es keine Machtpyramiden. Das politische und gesellschaftliche System muss man sich wie eine Waage vorstellen. Vor der Waage stehen Menschen, die sich alle auf gleicher Höhe befinden. Keiner steht über dem anderen, niemand besitzt mehr Macht als ein anderer. Wenn es zu einem Konflikt kommt, wird ein Ausgleichsprozess eröffnet. Dann bedient ein weiser Mann oder eine weise Frau die Waage. Jeder Mensch, der ein berechtigtes Interesse hat, darf in diesem Prozess sprechen, er darf seine Ansichten vertreten und darf die Offenlegung aller wichtigen Informationen verlangen. Es gibt keine Geheimnisse, das gesamte Verfahren ist öffentlich. Am Ende wird der Mann oder die Frau, der oder die den Prozess leitet, für einen gerechten Ausgleich zwischen den Parteien sorgen. Das nennt man das System der Ausgleicher.


 

Kein Ausgleicher besitzt echte politische Macht. Niemand kann einen anderen Menschen dazu zwingen, eine Waffe zu ergreifen und in ein fremdes Land einzumarschieren. Das ist schon deshalb nicht möglich, weil ja alle auf gleicher Höhe stehen. Deshalb leben in einer Zivilisation der Stufe zwei alle Menschen in Frieden miteinander, es gibt keine Spaltung in unterschiedliche Gruppen, und niemand bekämpft irgendjemanden.

Viele Hörer fragen sich nun wahrscheinlich, ob so etwas schon mal ausprobiert wurde. Die Antwort lautet: ja. Nicht nur einmal, unzählige Male. Im Universum gibt es Millionen Planeten, auf denen das System der Ausgleicher praktiziert wird. Deshalb sind uns diese Zivilisationen überlegen. Sie haben uns entdeckt, aber wir haben sie nicht entdeckt. Und warum wissen wir nichts von ihnen? Ganz einfach: Weil wir immer noch ganz unten stehen, auf der niedrigsten Stufe der Evolution. 

Vermeintliche Vorteile

Im Moment gibt es auf der Erde noch sehr viele Menschen, die an die Machtpyramide glauben. Das hat zwei Gründe, und beide haben mit Gefühlen zu tun. Gefühle sind unsere wahre Realität, Gedanken sind lediglich Hilfskonstruktionen, um die Gefühle auszuleben. Zum einen ist es der Wunsch, selbst aufzusteigen. Wer eine mittlere Position in der Pyramide erreicht hat, besitzt Macht, Geld und Ansehen – und kann auf andere Menschen, die weiter unter stehen, herabschauen. Man fühlt sich stark, man fühlt sich überlegen.

Der andere Grund, weshalb viele Zeitgenossen nicht auf die Pyramide verzichten wollen, ist der Wunsch nach einem starken Beschützer. Die meisten Menschen werden von ihrer Angst getrieben. Sie haben Angst vor Krankheiten, vor dem Tod, vor Einsamkeit, Hunger und Armut. Diese Angst braucht eine Projektionsfläche. Das können andere Menschen sein, politische Parteien oder Religionen. Ängstliche Menschen brauchen aber auch eine Gegenkraft, die sie vor dem Bösen oder Schlechten beschützt. Diese Gegenkraft muss möglichst stark und mächtig sein. Das kann sie nur sein, wenn sie oben an der Spitze der Pyramide steht. Übersetzt in unser heutiges politisches System heißt das: Der Linke will, dass ein linker Politiker über das Land herrscht, und der Rechte will, dass ein rechter Politiker herrscht. Diese Angsthasen werden das System der Ausgleicher ablehnen, weil sie dann mit anderen, vermeintlich schlechteren Menschen auf gleicher Höhe stehen würden.

 


Exakt dasselbe Prinzip lässt sich auch im Krieg um die Ukraine beobachten. Putin hat Angst vor der Nato. Er projiziert all seine negativen Gefühle auf die Regierung seines Nachbarlandes. Er hat sogar angekündigt, das Land entnazifizieren zu wollen, was einfach nur Schwachsinn ist. Viele Russen folgen Putin, weil sie ihn als den Weißen Ritter betrachten, der ihr Land beschützt. Die Ukraine ist in ihren Augen der feuerspuckende Drachen, den es zu töten gilt. 

Der Wandel hat schon begonnen

Doch nicht alle Russen denken so. Auch in Russland gibt es eine Opposition. Sie wird zwar unterdrückt und bekämpft, aber sie leistet tapfer Widerstand gegen das System Putin. Vor allem junge Menschen haben sich von dem Despoten abgewandt. Sie glauben seinen Lügen nicht mehr, sie wollen den Krieg in der Ukraine nicht, sie wollen ein neues, ein besseres Russland, ein Russland ohne Putin. Diese mutigen jungen Menschen werden sich durchsetzen. Das alte System der Angst und der Gewalt wird verschwinden – vielleicht geschieht es in einem Jahr, vielleicht in zehn Jahren, vielleicht aber auch schon sehr viel früher.

Fast die gesamte Welt hat Putins Krieg verurteilt. Viele Regierungen unterstützen die Unkraine, sie liefern Waffen und Hilfsgüter, und sie nehmen Flüchtlinge auf. Außerdem sind Sanktionen in Kraft getreten, die der Wirtschaft in Russland großen Schaden zufügen. Die Inflation steigt an, der Rubel stürzt ab. Wahrscheinlich wird Putin bald die wirtschaftliche Basis für seinen Krieg verlieren.


Darüber hinaus gibt eine Möglichkeit, die Ereignisse zu beeinflussen, die den meisten Menschen heute völlig unbekannt ist: Ich spreche von der Kraft der Gedanken und der Gefühle. In meinem letzten Podcast habe ich die Vesmas vorgestellt. Das sind kleine Energieeinheiten, die von allen Wesen und Dingen ausgestrahlt werden. Sie erschaffen unsere physische Realität, unsere Körper, unsere Häuser, unsere Autos und unsere Panzer und Raketen. Alles besteht aus Vesmas, die sich zu Materie verdichten.

Aber auch alle Ereignisse werden von Vesmas erschaffen. Die Energieeinheiten sind so fein strukturiert, dass sie mithilfe von Gedanken und Gefühlen bewegt werden können. Wenn in einer Gesellschaft eine große Angst vorherrscht, wird sich dieses Gefühl in irgendeiner Form manifestieren, z. B. in einer Pandemie oder in einem Krieg. Wenn aber viel Mut und Zuversicht herrschen, wird sich eine positive Entwicklung ergeben, z. B. eine lange Phase des Friedens und ein wirtschaftlicher Aufschwung. Der Mensch ist kein Opfer äußerer Umstände, er ist der Schöpfer seiner Wirklichkeit. 

Was kann man tun?

Was heißt das im Falle des Krieges in der Ukraine? Ganz einfach: Wir sollten unsere Aufmerksamkeit auf die positiven Seiten des Konfliktes konzentrieren. Zum Beispiel die Tatsache, dass fast die gesamte Welt diesen Krieg verurteilt. Dass viele Institutionen, die zuvor geschwächt waren, wie die Nato, die Uno und die EU, jetzt wieder enger zusammenrücken. Gemeinsam sollten wir die Opfer des Krieges unterstützen, indem wir möglichst viele Flüchtlinge bei uns aufnehmen und möglichst viele Hilfsgüter in die umkämpften Regionen liefern.

Selbst wenn wir nur darüber nachdenken und darüber sprechen, erzielen wir bereits Resultate. Dadurch formieren sich eine große Menge von Vesmas zu einer wahrscheinlichen Welt. Wenn wir uns eine friedliche Ukraine vorstellen, in der zerstörte Häuser wieder aufgebaut werden, in der Kinder zur Schule gehen und Erwachsene ihrer Arbeit nachgehen, schaffen wir die Vorstufe zu einer neuen Realität. Die Reihenfolge ist immer dieselbe: Gedanken, Worte, Taten. Schöpfer dieser Realität sind nicht nur die Menschen, die direkt daran beteiligt sind, also Russen und Ukrainer, sondern auch die Menschen, die Tausende Kilometer entfernt sind – das bedeutet: jeder einzelne von uns.

 


Außerdem bietet uns dieser Konflikt die Chance, zu lernen und zu wachsen. Wir sollten darüber nachdenken, was Wirklichkeit ist, was die Grundlagen unserer Existenz sind. Wir sollten unsere Wissenschaftler dazu drängen, die Vesmas zu erforschen. Wir sollten unsere Philosophen dazu drängen, über das System der Ausgleicher nachzudenken. Und wir sollten Werbung für die Ideen machen, die in diesem Podcast vorgestellt werden. Deshalb mein Aufruf an euch alle: Teilt diesen Podcast und teilt dieses Video. Macht Freunde und Bekannte darauf aufmerksam. Dadurch verändert ihr die Welt, in der wir leben. Solange das System der Machtpyramide existiert, besteht immer die Gefahr, dass ein neuer Wladimir Putin an die Macht kommt. Ihr könnt dazu beitragen, dass Kriege wie der, der jetzt in der Ukraine tobt, nie wieder ausbrechen. Eure Macht ist größer, als ihr denkt.

Über die Macht der Gedanken und der Gefühle erfahrt ihr mehr in späteren Ausgaben von Blick in die Zukunft. Ihr könnt mir glauben, es kommen noch einige Überraschungen auf euch zu. Für heute sage ich mal wieder: Danke für eure Aufmerksamkeit.

Alles Gute wünscht

Eurer Konrad Pilger