Donnerstag, 17. Februar 2022

Manuskript zu Podcast Folge 6: Die größte Entdeckung aller Zeiten, Der Kern aller Dinge, Vesmas als Urkraft

 Hallo Leute,

herzlich willkommen zur Ausgabe Nummer sechs von Blick in die Zukunft. Heute werde ich über die größte Entdeckung aller Zeiten sprechen. Damit ist nicht die Elektrizität gemeint, auch nicht die Penicilline, oder die Tatsache, dass die Erde eine Kugel ist, obwohl das wichtige Meilensteine in der Entwicklung der Menschheit waren. Die größte und bedeutsamste Entdeckung ist noch gar nicht gemacht worden. Sie liegt vor uns im Feld der Möglichkeiten und wartet darauf, endlich von uns bemerkt zu werden. Es geht um die Frage, was die Welt im Innersten zusammenhält, oder woraus die Welt eigentlich besteht. Die Antwort lautet nicht Feuer, Wasser, Luft und Erde, auch nicht Gravitationskraft oder Elektromagnetismus. Ich nehme die Antwort an dieser Stelle vorweg und werde sie später näher erläutern: Es ist eine unbekannte Energieform, die die Grundlage von Raum, Zeit und Materie bildet. Sie ist extrem flüchtig, sie ändert ständig ihre Erscheinungsform und ist deshalb sehr schwer fassbar. Ich gebe ihr den vorläufigen Namen Vesmas. Auch diesen Begriff werde ich gleich genauer erklären.

Doch zuvor ist es nötig, einen kurzen Blick in die Geschichte zu werfen. Die Vesmas sind der Menschheit nicht völlig unbekannt. Ein besonderes Merkmal dieser Energie ist, dass sie mithilfe von Gedanken bewegt werden kann. Diese Idee haben bereits einige Wissenschaftler, Künstler und Mystiker vor mir formuliert. Stellvertretend für sie alle möchte ich Fritz Giese nennen. Giese war ein deutscher Psychologe, der von 1890 bis 1935 gelebt hat. Ab 1929 lehrte er als Professor an der TH Stuttgart, wo er ein Psychotechnisches Laboratorium betrieb. Fritz Giese hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, eines davon trägt den Titel: Die Lehre von den Gedankenwellen. 

Fritz Giese - ein großer Denker

Darin stellt Giese die Behauptung auf, dass - wie der Titel schon ankündigt - Gedanken aus Wellen bestehen. Ich zitiere: Und zwar Schwingungen, deren Natur den elektro-optischen gleicht und deren Wellenlänge zwischen denen der Elektrizität und denen des Lichtes steht. Man fasst Licht und Elektrizität als Energie auf. Folglich muss die Gedankenkraft auch Energie sein, da sie ja ein Mittelding von beiden ist. Wenn sie Energie ist, muss sie den Gesetzen über Energie folgen. Vor allem dem eingangs erwähnten: sie muss sich in andere Energieformen umwandeln lassen. Ende des Zitats, entnommen aus Seite 13.

Das Buch ist 1924 erschienen, es ist also schon längst überholt. Heutiger Stand der Wissenschaft ist, dass sich Gedanken bilden, wenn Nervenzellen im Gehirn interagieren. Elektromagnetische Wellen wie Radiowellen entstehen dabei nicht. Außerdem sind diese Wellen sehr gut erforscht. Würden sich dort irgendwo Gedankenwellen tummeln, hätte man das sicher bemerkt. Allerdings hat Giese einige sehr interessante Ideen formuliert, über die sich nachzudenken lohnt. Zwei davon möchte ich herausgreifen.

1. Wenn die Gedankenkraft Energie ist, muss sie den Gesetzen über Energie folgen, sie muss sich in andere Energieformen umwandeln lassen.

2. Das Nervensystem als Antenne.

Auf Seite 21 schreibt Giese: Gedankenwellen durcheilen den Raum, treffen auf Menschen. Der Mensch hat, wie das Licht, ganz besondere Empfindungsorgane auch für Gedanken: Nerven. Die Wellen treffen auf den menschlichen Körper. Sie finden dort einen Empfangsapparat, eine Antenne, ein Nervennetzwerk vor: das vegetative Nervensystem des Menschen. Ende des Zitats.

Damit ist Giese der Wahrheit bereits auf der Spur gewesen. Es stimmt: Gedankenkraft ist eine Form von Energie, und das Nervensystem funktioniert tatsächlich als Antenne, mit der man senden und empfangen kann. Aber es sind keine Wellen, die gesendet und empfangen werden.

Was ist es dann? Und wie soll man diese geistigen Emanationen nennen? Ich schlage vorläufig den Begriff Vesmas vor. Dabei handelt es sich um ein Akronym, gebildet aus den englischen Worten VE-ry, SMA-ll und S-tructures - zusammen Vesmas. Englisch ist die Weltsprache Nummer eins, deshalb habe ich mich für dieses Kunstwort entschieden.

Der Kern aller Dinge

Die Vesmas besitzen Eigenschaften von Teilchen und Wellen, aber sie sind weder Teilchen noch Welle. Sie sind die Vorstufe der Materie, etwas, das im Entstehen begriffen ist, aber noch nicht ganz angekommen ist in unserer Welt. Die Vesmas sind sehr klein, noch kleiner als die Elementarteilchen, sie durchziehen das gesamte Universum, und sie sind so fein strukturiert, dass sie durch Gedanken und sogar durch Gefühle bewegt werden können. Wenn sie sich vor unseren Augen manifestiert haben, nehmen wir sie wahr als Materie. Am ehesten kann man die Vesmas mit Wasser vergleichen. Wasser ist imstande, seinen Aggregatzustand zu verändern. Wir kennen es in gasförmiger, flüssiger und fester Form. Wasser kann beliebig oft seine Form wechseln, aber es wird niemals vollständig verschwinden – so wie die Vesmas.

Ein weiteres Kennzeichen der Vesmas ist ihre extreme Beweglichkeit. Sie ziehen sich auseinander und ballen sich zusammen, sie kommen in kleinen Gruppen vor oder in gewaltigen Mengen. Sie bilden den Raum, die Zeit und alles, was sich darin befindet. Weil dieses Erkenntnis so wichtig ist, wiederhole ich sie noch einmal: Die Vesmas bilden den Raum, die Zeit und alles, was sich darin befindet. Die Vesmas sind die Urkraft allen Lebens, sie sind der Grund, warum Existenz möglich ist.

Daraus ergibt sich, dass alles eine große Einheit bildet. Alle Menschen sind miteinander verbunden, die Menschen sind mit den Tieren und Pflanzen verbunden und mit dem Planeten Erde. Die Erde wiederum ist mit dem Mond verbunden, mit der Sonne, mit unserem Sonnensystem, unserer Galaxie, der Milchstraße, und die ist mit allen anderen Galaxien verbunden.

Außerdem sind wir mit anderen Welten verbunden. Andere Welten bedeutet: Paralleluniversen unterschiedlicher Art, sowie Welten, die wir selbst mit unseren Emanationen erzeugen. Diese Welten können vollständig eingerichtet sein oder nur in Form von Bruchstücken existieren. Das Thema „Andere Welten“ ist äußerst kompliziert und umfangreich. Ich werde es deshalb in späteren Folgen von Blick in die Zukunft behandeln.

Die Vesmas funktionieren ähnlich wie elektromagnetische Felder, sie ziehen an und stoßen ab, aber sie sind nicht magnetisch. Hier gilt dasselbe, was ich bereits zu den Wellen sagte. Wären die Vesmas elektromagnetisch geladen, hätten wir sie bereits entdeckt. Trotzdem besitzen sie eine Art von Ladung. Gleiches zieht Gleiches an, Ungleiches wird abgestoßen. Die Vesmas sind der Baustoff, mit dem alles erschaffen wird: jedes Lebewesen, jedes Ding und jedes Ereignis.

Die Baumeister sind alle Wesen und Dinge, die über ein Bewusstsein verfügen. Weil aber alles aus Vesmas besteht, besitzen auch alle Wesen und Dinge ein Bewusstsein. Das heißt: Selbst scheinbar unbelebte Dinge wie Wasser oder Gestein besitzen ein Bewusstsein, das sich allerdings stark von dem der Menschen unterscheidet. Ein Felsbrocken weiß nicht, dass er ein Felsbrocken ist. Begriffe wie Felsen, Mensch oder Tier kann er nicht unterscheiden. Aber der Felsbrocken weiß, dass er existiert. Deshalb können wir ihn sehen und anfassen. Auch der Felsbrocken erzeugt Vesmas und formt daraus seine äußere Gestalt. Das Baumaterial wird vom Bewusstsein erschaffen. In einem Satz zusammengefasst: Jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze und jedes Stück Materie funktioniert ähnlich wie ein Kraftwerk, das Energie aussendet, um damit seinen physischen Körper zu formen und gemeinsam mit anderen die Ereignisse seines Lebens zu erschaffen.

Reale und wahrscheinliche Welten

Ich werde das Prinzip anhand von zwei Beispielen erläutern. Erstens: Ein Mann plant, den Abend mit seiner Frau zu verbringen. Er hat zwei Ideen. Entweder will er mit ihr einen Film im Kino anschauen oder in einem Restaurant ein dreigängiges Menü einnehmen. Deshalb geht er ins Internet, um einen Blick auf das Programm des örtlichen Filmtheaters zu werfen. Drei Filme werden gezeigt: ein Krimi, eine Komödie und ein Fantasyfilm. Der Mann stellt sich vor, wie er die Karten am Eingang kauft, das Foyer betritt, etwas Popcorn kauft und schließlich gemeinsam mit seiner Frau den Film in einem der Säle ansieht. Danach besucht er die Webseite eines Restaurants. Auf der Speisekarte ist eine Fülle von Gerichten aufgeführt, es gibt Fisch, Fleisch und vegetarische Speisen. Der Mann stellt sich vor, wie er und seine Frau ein Fischgericht auswählen und es gemeinsam bei Kerzenschein verzerren.

In dem Moment, in dem der Mann an seinen Computer sitzt und über den Verlauf des Abends nachdenkt, setzt er einen Schöpfungsprozess in Gang, der ihm selbst nicht bewusst ist. Mithilfe seines Nervensystems sendet er unzählige Vesmas aus, die zwei verschiedene Zukunftswelten erschaffen. In der einen Welt geht er mit seiner Frau ins Kino, in der anderen besucht er ein Restaurant. Der Begriff Zukunftswelt ist aber nicht ganz korrekt, weil die Zeit nicht in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft geteilt ist. Es gibt nur einen großen Moment, und der ist immer. In der Quantenphysik wird häufig von Wahrscheinlichkeiten gesprochen, z. B. von der Aufenthaltswahrscheinlichkeit,  mit der ein Teilchen an einem bestimmten Ort zu finden ist. Deshalb empfiehlt es sich, das Prinzip auch hier zu übernehmen. Im Moment der Planung erschafft der Mann zwei wahrscheinliche Welten. Es sind Ereignisse, die eintreten werden - oder auch nicht.

Später trifft sich der Mann mit seiner Frau. Sie entscheidet, dass beide den Abend im Kino verbringen werden. Das Ehepaar zieht sich an, verlässt das Haus und betritt das Filmtheater. Jetzt wird aus einer wahrscheinlichen Welt eine reale Welt. Sie wurde allerdings nicht vollständig von dem Mann erschaffen, sondern von allen, die an dem Vorgang beteiligt sind. Also auch von dem Architekten, der das Haus entworfen hat, von den Bauarbeitern, die es errichtet haben, von den Filmvorführern und Kartenverkäufern, die für den Betrieb notwendig sind, von all den Zuschauern, die es an diesem Abend betreten, und nicht zuletzt auch von dem Baumaterial selbst, also den Steinen, Teppichen und Fensterscheiben. Jeder einzelne Mauerstein besitzt ein Bewusstsein, mit dem er das Gebäude zusammenhält. In diesem Beispiel überschneiden sich viele Felder, die aus unzähligen Vesmas bestehen und gemeinsam eine reale Welt bilden.


Die andere wahrscheinliche Welt, die der Mann geschaffen hat, als er am Computer saß und über den Abend nachdachte, existiert aber ebenso und wird in alle Ewigkeit bestehen bleiben. Es ist jene Welt, in der das Ehepaar das Restaurant betritt und gemeinsam ein Fischgericht verspeist. Die Vesmas haben diese Welt vorgefertigt, als eine Art unfertigen Entwurf. Die Strukturen waren nicht stark genug, um daraus eine reale Welt zu erschaffen.

Auf diese Weise funktioniert das gesamte Weltgeschehen. Alles wird in Gedanken vorgeplant und in Gefühlen vorerlebt. Wenn die Muster eine bestimmte Intensität erreichen, wird daraus das, was wir als Wirklichkeit bezeichnen. Der Begriff Wirklichkeit ist überaus passend gewählt. Er besagt, dass jemand da ist, der etwas bewirkt – also in Gang setzt – und zugleich dessen Ergebnis – die Wirkung – erfährt. Nichts im Universum geschieht zufällig. Alles wird von uns erschaffen, bewusst oder unbewusst.

Selbst gewähltes Schicksal

Das zweite Beispiel handelt von einer unbewussten Schöpfung. Eine Frau geht nachts durch einen Stadtteil, der als unsicher bezeichnet wird. In den Medien hat sie viele Berichte über Raubüberfälle, Vergewaltigungen und Morde gesehen. Die Frau spürt Angst in sich aufsteigen, sie erinnert sich an Bilder von Mordopfern, die auf dem Asphalt lagen, und sie fürchtet, sie könnte das nächste Opfer sein. In Gedanken sieht sie sich blutend unter einer Laterne liegen. In diesem Augenblick sendet sie über ihr Nervensystem eine Fülle von Vesmas aus. Die kleinen Energieeinheiten bilden eine wahrscheinliche Welt, in der diese Frau von einem Räuber überfallen und niedergeschossen wird.

Zur selben Zeit bricht im selben Viertel ein Mann auf, um einen Raubüberfall zu begehen. Er weiß nichts von der ängstlichen Frau, die nur wenige Straßen entfernt ist. Mit seinem Nervensystem nimmt er ihre Vesmas auf und wird dadurch zielsicher zu seinem Opfer geführt. Verstärkt werden die Strukturen noch von all den Medienkonsumenten, die ebenfalls die Berichte über die Raubüberfälle gesehen haben und davon überzeugt sind, dass in diesem Stadtteil der Aufenthalt besonders gefährlich ist. All die ängstlichen Gedanken und Gefühle erzeugen schließlich genau das, was ihre Absender erwarten: Die Frau wird von dem Mann überfallen. Er richtet eine Pistole auf sie, sie gibt ihm all ihre Wertsachen. Allerdings drückt der Räuber nicht ab. Er dreht sich um und läuft davon.


In diesem Fall hat sich eine wahrscheinliche Welt teilweise in eine reale Welt umgewandelt. Die Frau wurde zwar überfallen, aber nicht niedergeschossen. Der erste Teil ihrer Emanationen war stark genug, um Wirklichkeit zu werden, der zweite nicht. Die Frau, der Mann und alle Medienkonsumenten haben zu dieser Schöpfung beigetragen.

Das bedeutet aber nicht, dass der Mann moralisch oder juristisch entlastet ist. Er hat die freie Wahl gehabt, entweder die Frau zu überfallen oder ein Leben ohne Kriminalität zu führen. Auch wenn die Zeit nicht vergeht und es keine Zukunft gibt, so wie es sich die meisten Menschen vorstellen, heißt das nicht, dass unser Leben vorherbestimmt ist. Wir können uns entscheiden zwischen unendlich vielen wahrscheinlichen Welten. Die Frage ist nur, inwieweit wir uns unserer Gedanken und Gefühle bewusst sind. Letztlich bestimmen wir selbst unser Schicksal.

Wo sind die Beweise?

Manch ein Hörer wird sich nun fragen: Wo sind die Beweise für all die kühnen Behauptungen? Die Existenz der Vesmas nachzuweisen, ist extrem schwierig. Wenn sie sich zu Materie zusammengeschlossen haben, sind sie keine Vesmas mehr und deshalb auch nicht mehr als solche messbar. Solange sie noch in ihrer Reinform existieren, sind sie extrem flüchtig. An dieser Stelle drängt sich der Vergleich mit den Neutrinos auf. Dabei handelt es sich um Elementarteilchen mit sehr geringer Masse. Eine gigantische Anzahl von Neutrinos bewegt sich ständig durch das Weltall. Jede Sekunde wird jeder Quadratzentimeter unserer Haut von mehr als sechzig Milliarden Neutrinos durchdrungen – und wir bemerken nichts davon. Auch die Wissenschaft hat sie lange nicht bemerkt. Im Jahr 1930 hat der Physiker Wolfgang Pauli sie erstmals vorgeschlagen, um atomare Zerfallsprozesse zu erklären. Nachgewiesen wurden die Neutrinos schließlich 1956 bei einem Experiment in einem Kernreaktor.

Die Vesmas werden eine ähnliche Entwicklung nehmen. Die heutigen Detektoren sind nicht in der Lage Vesmas wahrzunehmen, weil sie vollkommen anders sind als alles, was bisher bekannt ist. Außerdem wird nicht gezielt danach gesucht, weil die meisten Wissenschaftler glauben, dass Geist und Materie voneinander getrennt sind. Wer etwas anderes behauptet, landet ganz schnell in der Esoterikecke. Und der Esoterikvorwurf ist der größte Karrierekiller in der Wissenschaft.

Beweisen kann man die Vesmas derzeit noch nicht. Aber die Wissenschaftler sind ihnen bereits auf der Spur - sie wissen es nur noch nicht. In der Quantenphysik kennt man das Phänomen der Verschränkung. Zwei verschränkte Teilchen zeigen dasselbe Verhalten, und zwar unabhängig von ihrem Ort. Wenn man die Eigenschaften des einen Teilchens ermittelt, stehen zeitgleich auch die Eigenschaften des zweiten Teilchens fest - selbst wenn es Millionen Lichtjahre entfernt ist.


Bislang gab es das Phänomen nur in der Welt des Mikrokosmos, also des winzig Kleinen. Vor Kurzem wurde es erstmals im Makrokosmos, in unserer Welt, nachgewiesen. Ein Team um den Wissenschaftler John Teufel vom National Institute of Technology in Boulder, Colorado, gelang es, die Schwingungsmuster von zwei jeweils zwanzig Mikrometer großen Aluminiumtrommeln zu verknüpfen. Die beiden Membrane oszillierten eine Millisekunde lang perfekt in der Phase mit der gleichen Frequenz. Hob oder senkte sich die eine, dann tat es die andere auch.

Jetzt stellt sich die Frage, woher weiß die zweite Membrane, dass sie sich ebenfalls heben oder senken muss. Es besteht doch keine Verbindung zwischen den beiden. Hier tappt die Wissenschaft noch im Dunklen. Die Antwort sind die Vesmas. Die beiden Trommeln besitzen ein sehr schwaches Bewusstsein. Sie wissen nicht, dass sie Trommeln sind, aber sie wissen, dass sie existieren. Deshalb können wir sie in unserer Welt wahrnehmen. Durch die Verschränkung haben die Wissenschaftler eine Verbindung zwischen den Trommeln hergestellt. Es ist nicht nur eine Verbindung von A nach B, sondern ein regelrechtes Netzwerk, das auch vom Bewusstsein der Wissenschaftler geschaffen wird, von allen Lesern der Artikel, die in den Fachzeitschriften erschienen sind, und sogar von allen Menschen, die jetzt diesen Podcast hören, das Video sehen oder den Artikel auf meinem Blog lesen. Wir alle sind an diesem Ereignis beteiligt. Ihr, liebe Hörerinnen und Hörer, wart sogar schon daran beteiligt, bevor ihr davon wusstest. Ihr habt also an einem „zukünftigen“ Ereignis teilgenommen, das jetzt schon wieder „Vergangenheit“ ist, aber immer noch existiert, weil es nur einen großen Moment gibt.

Diese ganze Geschichte klingt jetzt noch ziemlich verrückt. Genauso verrückt wie die Idee der Neutrinos, die Wolfgang Pauli 1930 vorgeschlagen hat. Aber schon 1956 wurden sie nachgewiesen. Wie lange dauert es, bis die Vesmas von der Wissenschaft entdeckt werden? Das ist schwer zu sagen, weil die Zukunft nicht vorherbestimmt ist. Das Netzwerk der Vesmas ist enorm flexibel. Ereignisse können „früher oder später“ - in Anführungsstrichen - stattfinden. Auf der Skala der Glaubwürdigkeit befinden sich die Vesmas derzeit noch auf minus neun. Wer mehr über diese Skala erfahren will, sollte meinen Podcast Nummer fünf hören. Je mehr Menschen über die Vesmas nachdenken und über sie sprechen, desto schneller werden sie von den Fachleuten entdeckt und anerkannt. Und dann wird es zu einem gewaltigen Schub in Wissenschaft und Technik kommen. Man wird Erfindungen machen, die heute noch unvorstellbar sind.


Zum Schluss möchte ich noch einen Appell an alle Wissenschaftler und Studenten richten. Konzentriert eure gesamte Aufmerksamkeit auf die Vesmas. Das solltet ihr nicht nur tun, weil ihr die Menschheit damit voranbringt, sondern auch aus eigenem Interesse. Für die Erforschung der Vesmas wird es Nobelpreise hageln. Nicht nur zwei oder drei, sondern Hunderte. Woher ich das weiß? Ganz einfach. Es ist bereits geschehen. Bei einer dieser Preisverleihungen war ich selbst anwesend, bzw. werde ich selbst anwesend sein. Es ist schwer, dafür die richtige grammatikalische Form zu wählen, weil es sich hierbei um ein vergangenes Ereignis aus der Zukunft handelt.

Bevor dieser Beitrag endet, fasse ich noch einmal die wichtigsten Aussagen zusammen:

1. Alles verfügt über ein Bewusstsein. Jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze und jede Form von Materie ist sich seiner selbst bewusst.

2. Alles bildet eine große Einheit, alles ist miteinander verbunden.

3. Vesmas werden von allen Bewusstseinsformen ausgesandt.

4. Wenn die Vesmas stark genug sind, entsteht daraus unsere sinnlich wahrnehmbare Welt.

All das, was ich in diesem Podcast erklärt habe, hört sich für heutige Ohren noch sehr unwahrscheinlich an, in etwa hundert Jahren jedoch wird es Allgemeinwissen sein. Mehr dazu in den späteren Folgen von Blick in die Zukunft. Für heute sage ich mal wieder: Danke für die Aufmerksamkeit. Alles Gute wünscht

Euer Konrad Pilger


Dienstag, 11. Januar 2022

Manuskript zu Podcast Folge 5: Revolutionäre Erfindungen, Skala der Glaubwürdigkeit, Jeder kann mithelfen

 Hallo Leute,

 herzlich willkommen zum Blick in die Zukunft, Ausgabe Nummer fünf. Heute spreche ich über einige der fantastischen Erfindungen, die auf uns zukommen. Sie existieren heute bereits, sie befinden sich im Feld der Möglichkeiten. Wir alle entscheiden gemeinsam, wie schnell sie auf unserer Ebene Realität werden.

Grundsätzlich muss man zwei Arten von Erfindungen unterscheiden:

1. Vorstellbare Erfindungen

2. Unvorstellbare Erfindungen

Ich werde für beide Arten Beispiele geben. Eine vorstellbare Erfindung kündigt sich in der Regel lange Zeit vorher an, bevor sie in unsere Welt eintritt. Als Beispiel nenne ich die Fliegerei. Bereits im antiken Griechenland kannte man die Legende des Ikarus. Zur Erinnerung: Ikarus war der Sohn des Daidalos und wurde gemeinsam mit seinem Vater auf Kreta gefangen gehalten. Daidalos galt als berühmter Baumeister, Künstler und Erfinder. Um der Gefangenschaft zu entgehen, konstruierte er ein Gestänge, an dem er Federn mit Wachs befestigte. Mit diesen Flügeln erhoben sich die beiden in die Luft, und wir wissen alle, wie die Sache ausgegangen ist. Ikarus ist zu hoch geflogen, die Sonne schmolz das Wachs von seinen Flügeln, woraufhin er ins Meer stürzte und ertrank.

 


Daidalos, bzw. der Schöpfer der Legende, war gedanklich bereits auf dem richtigen Weg. Er hatte den Flug der Vögel mit einem technischen Apparat nachgeahmt und bediente sich der Mittel seiner Zeit: Federn und Wachs. Der Gedanke des Fliegens wurde in der Geschichte der Menschheit immer wieder aufgegriffen. Während der Renaissance zeichnete Leonardo da Vinci eine ganze Reihe von Flugapparaten, die zwar alle nicht flugfähig waren, aber die Entwicklungslinie von Flugzeugen und Hubschraubern bereits andeuteten.

Den ersten gesteuerten Freiflug absolvierte vermutlich der Österreicher Jakob Degen im Jahr 1808, als er einen Heißluftballon mit beweglichen Flügeln kombinierte. Wenige Jahre später baute Albrecht Berblinger, genannt der Schneider von Ulm, den ersten Hängegleiter der Welt, mit dem er allerdings in die Donau stürzte. Otto Lilienthal studierte intensiv den Vogelflug, baute das erste Serienflugzeug der Welt, von dem immerhin neun Exemplare verkauft wurden, und entwickelte auch gleich noch den Vorläufer des Windkanals. Das erste Motorflugzeug der Welt baute vermutlich der Deutsch-Amerikaner Gustav Weißkopf im Jahr 1901, ein Jahr vor den Gebrüdern Wright.

All diesen Pioniertaten ist eines gemein: Sie orientierten sich am Vorbild des Vogelflugs. Die Erfindungen kamen nicht aus heiterem Himmel, sondern wurden von der Natur gewissermaßen angekündigt. Es waren also vorstellbare Erfindungen.

Ganz anders verhält es sich mit den wichtigsten Erfindungen unserer Zeit, dem Computer und dem Internet. Für sie gibt es kein Vorbild in der Natur. Kein Mensch der Antike oder der Renaissance hätte sich vorstellen können, dass es einmal Maschinen geben würde, die gewaltige Mengen an Rechenoperationen in Sekunden bewältigen und auch noch weltweit vernetzt sind. Die Menschheit wurde überrascht von einer bahnbrechenden Entwicklung. Dieses Prinzip wird sich noch sehr lange Zeit fortsetzen. Vor uns liegen Erfindungen, Entdeckungen und soziale Neuerungen, von denen die Menschheit noch keine Ahnung hat. 

Schneller als das Licht

Die Männer, die die ersten Flugapparate entwickelten, sahen sich gewaltigen Schwierigkeiten gegenüber. Dazu zählten der Mangel an geeigneten Materialien und Antriebsquellen –  Verbrennungsmotoren setzten sich ja erst im zwanzigsten Jahrhundert durch –,  aber auch die Skepsis ihrer Mitmenschen. Die meisten Gelehrten der Antike und des Mittelalters behaupteten, dass der Mensch niemals würde fliegen können, weil er schwerer als Luft ist und keine Flügel besitzt. Noch im Jahr 1902 sagte der Physiker William Thomson, nach dem die Einheit Kelvin benannt wurde, dass kein Ballon oder Flugzeug jemals einen praktischen Nutzen haben würde. Trotzdem ließen sich die Flugpioniere nicht entmutigen und gingen immer weiter den Weg, den sie als richtig erahnten. Heute profitieren wir von ihrer Arbeit. Innerhalb weniger Stunden können wir um die halbe Welt reisen, die ersten Menschen haben sogar schon einen Flug ins Weltall unternommen.

Interessanterweise erleben wir heute eine Parallele zu den Pioniertagen der Fliegerei. Die Gelehrten unserer Zeit behaupten, dass eine Reise zu den Sternen irrsinnig lange dauern würde, mindestens einige Jahrzehnte, oder sogar Jahrhunderte und Jahrtausende, und dass wir, wenn wir zu den Sternen hinaufblicken, die Vergangenheit sehen, weil das Licht Millionen von Jahren braucht, bis es uns erreicht. Die Lichtgeschwindigkeit ist eine absolute Grenze, die kein massebehafteter Körper durchbrechen kann, und falls doch, würde man dafür unendlich viel Energie benötigen. Diese Aussagen sind in dem gleichen Maße richtig wie die Grundüberzeugung ihrer Vorgänger, die lautete: Der Mensch wird niemals fliegen können, weil er schwerer als Luft ist und keine Flügel besitzt. Im Prinzip haben sie recht, ihre Beobachtungen sind richtig, aber die Schlüsse, die sie daraus ziehen, sind falsch.

Um es vorweg zu nehmen: Ja, es ist möglich, sich schneller als mit Lichtgeschwindigkeit zu bewegen. Im Universum gibt es Abermillionen Fahrzeuge, die genau das tun. Und auch die Behauptung, wir würden die Vergangenheit sehen, wenn wir unsere Köpfe zu den Sternen erheben, ist falsch, weil wir kein ausreichendes Verständnis vom Wesen der Zeit haben. Die „Zeit“ – in Anführungsstrichen – vergeht nicht. Es gibt nur einen großen Moment, und der ist immer. Deshalb ist jedes Raumschiff, das sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt, immer auch eine Zeitmaschine. Hoch entwickelte Zivilisationen sind dazu in der Lage, vorwärts, rückwärts und sogar seitwärts durch die Zeit zu reisen. Was damit gemeint ist, sich seitwärts durch die Zeit zu bewegen, werde ich in einem späteren Podcast erläutern.


Daraus ergibt sich eine Fülle spannender Fragen. Zum Beispiel: Wie navigiert man innerhalb der Zeit? Im Raum zu navigieren, ist relativ einfach. Wenn man einen Kompass zur Hand nimmt, sieht man eine Nadel, die nach Norden zeigt. Mit einem Fahrzeug kann man anschließend sein Ziel ansteuern. Wenn man aber auf einen Kalender oder eine Uhr blickt, weiß man nur, wo man sich innerhalb eines willkürlich angenommenen Systems zur Zeitbestimmung befindet. Aber wie erreicht man einen anderen Punkt in dem System? Die Antwort darauf ist äußerst kompliziert und erfordert viel „Zeit“. Ich werde sie in späteren Folgen von Blick in die Zukunft geben.

Die Skala der Glaubwürdigkeit

Zuvor ist aber notwendig, ein paar gedankliche Hilfskonstruktionen einzuführen. Eine davon ist die Skala der Glaubwürdigkeit. Damit werden wissenschaftliche Innovationen angekündigt und ihre Position innerhalb unseres Gruppenbewusstseins bestimmt. Ihr findet sie übrigens auch auf meinem Blog mit dem Namen Konrad-Pilger.blogspot.com. Stellt euch eine waagerechte Linie vor, die in zwei Hälften geteilt ist. Links ist der negative Bereich, rechts der positive. Links reicht die Skala bis minus zehn, rechts bis plus zehn, der Nullpunkt befindet sich in der Mitte.

Die Funktionsweise erkläre ich anhand des Beispiels der Fliegerei. In der Antike glaubten die Gelehrten wie bereits erwähnt, der Mensch würde niemals fliegen können. Das bedeutet: minus zehn auf der Skala der Glaubwürdigkeit. Flugapparate sind reine Spekulation, es gibt keinen Beweis dafür, dass sie jemals funktionieren werden. Zur gleichen Zeit ist aber auch die Legende von Ikarus entstanden, in der sich Daidalus einen Flugapparat mit Hilfe von Wachs und Federn bastelt. Damit wurde die Erfindung auf den Weg gebracht, sie bewegte sich von minus zehn zu minus neun. Nebenbei bemerkt: Geschichten zu erzählen dient nicht nur der Unterhaltung. Damit wird die Menschheit auch auf Erfindungen vorbereitet, die eines Tages in der realen Welt erscheinen werden.


Die Entwicklung der Fliegerei setzte sich fort. In der Renaissance tauchte Leonardo da Vinci auf und zeichnete seine Flugmaschinen – minus acht auf der Skala der Glaubwürdigkeit. 1808 gelang Jakob Degen der erste gesteuerte Freiflug – minus sechs. 1894 baute Otto Lilienthal seinen Normalsegelapparat in Kleinserie – minus vier. Die Realitätsschwelle liegt für eine bedeutende Erfindung ungefähr bei minus eins. An diesem Punkt wird intensiv in Werkstätten und Laboren gearbeitet, Patentanträge werden vorbereitet. Im Fall der Fliegerei geschah es um 1900 herum, als Gustav Weißkopf und die Gebrüder Wright ihre ersten Flugversuche unternahmen. Der Nullpunkt, die allgemeine Anerkennung, ist erreicht, wenn eine größere Anzahl von Menschen die Erfindung mit eigenen Augen sieht und bezeugt, dass sie funktioniert. Aus einem Geisterthema, das nur in den Köpfen weniger herumspukte, ist ein reales Thema geworden, das untrennbar mit unserer Lebenswelt verbunden ist.

Aber damit ist noch lange nicht Schluss. Flugtage werden veranstaltet, die ersten Passagiere dürfen mitfliegen, und leider wird die Erfindung auch militärisch genutzt. Der erste Aufklärungsflug und der erste Luftangriff der Geschichte fanden im Jahr 1911 während des italienisch-türkischen Krieges statt, was man mit der Position plus zwei gleichsetzen kann. Der erste Flug über den Atlantik befindet sich auf plus drei, die Aufnahme des Linienflugverkehrs auf plus fünf. Durch diese Ereignisse rückt die Erfindung auf der Skala immer weiter nach rechts, bis sie schließlich Teil unseres Alltags wird. Heute zweifelt niemand mehr an der Existenz von Flugzeugen und Hubschraubern, die meisten haben sie sogar schon einmal benutzt. Das bedeutet plus zehn auf der Skala der Glaubwürdigkeit.

Trotzdem sind Flugzeuge und Hubschrauber nicht erst in dem Moment entstanden, in dem sie von Leuten wie Jakob Degen und Gustav Weißkopf gebaut worden. Sie haben schon immer existiert, es gab sie schon, bevor die Zeit erschaffen wurde. Sie schweben über unseren Köpfen im Reich der Ideen und warten darauf, von uns realisiert zu werden. Es geschieht, sobald wir dafür reif sind. 

Mithelfen bei der Realisierung

Eine ähnliche Entwicklung kann man auch für den Bau von Fahrzeugen vorhersagen, die sich schneller als das Licht bewegen. Wenn man heute einen Wissenschaftler fragen würde, ob das möglich ist, würde er antworten: völlig unmöglich. Die physikalischen Gesetze verbieten so etwas. Niemand kann sie umgehen. Mit anderen Worten: minus zehn auf der Skala der Glaubwürdigkeit.

Hier zeigen sich zwei Parallelen zur Entwicklung der Fliegerei. Zum einen wurde sie lange Zeit von den Gelehrten ausgeschlossen oder als nutzlos bezeichnet, zum anderen wurde sie durch die Mythologie – zum Beispiel in der Legende von Ikarus – vorweg genommen. Heute sitzen wir nicht mehr um Lagerfeuer herum und erzählen uns Geschichten. Die modernen Mythen werden über Bücher, Filme und Fernsehserien verbreitet. Welches Genre ist dort besonders erfolgreich? Richtig, Science-Fiction. Und wie bewegen sich die Protagonisten in Science-Fiction-Geschichten? Meistens mit Raumschiffen, die schneller als das Licht fliegen. Das bedeutet: minus neun auf der Skala der Glaubwürdigkeit. Die Erfindung wird ganz langsam in unsere Realität geholt.

Jeder Mensch kann bei der Realisierung mithelfen. Die Skala der Glaubwürdigkeit kann man auch als ein Seil betrachten. Auf der rechten Seite ziehen die, die an die Erfindung glauben, die an den Fortschritt glauben, Leute wie Leonardo da Vinci, Nikola Tesla und Albert Einstein. Trotz größter Schwierigkeiten arbeiten sie immer weiter an ihren Projekten, sie geben nicht auf, ehe das Ziel erreicht ist. Unterstützt werden sie dabei von ihren Anhängern und ihren Geldgebern, aber auch von all denen, die einfach nur an die Machbarkeit der Erfindungen glauben. Wie wichtig diese gedankliche Unterstützung ist, wird der Menschheit bald bewusst werden. Auf der anderen Seite, der linken, stehen die Skeptiker, die Verhinderer und Blockierer. Sie würden eher tausend Gründe aufzählen, warum eine Sache nicht funktionieren kann, als nur einen einzigen Handschlag zum Gelingen beizutragen. Erfolg werden sie damit nicht haben. Letztlich kann niemand den Aufstieg der Menschheit aufhalten.

 

Technischer und wissenschaftlicher Fortschritt ist immer eine kollektive Leistung. Die Erfindungen werden nicht nur von den genialen Tüftlern REALISIERT, sondern von allen Menschen der jeweiligen Epoche. Warum das so ist, wird durch das eine Beispiel erklärt, dass ich euch noch schuldig bin. Zu Anfang dieses Textes sprach ich von zwei Arten von Erfindungen, den erwartbaren und den unerwartbaren. Die Fliegerei und das Reisen mit Überlichtgeschwindigkeit gehören zur ersten Gruppe. Beides wurde zuvor durch die Natur bzw. die Mythologie angekündigt. Die Fliegerei wurde bereits realisiert, die Raumschiffantriebe der zweiten Generation sind noch unterwegs zu uns.

Der Computer und das Internet hingegen trafen auf Menschheit, die darauf völlig unvorbereitet war. Die Bedeutung dieser Erfindungen wurde uns erst nach und nach bewusst. In dieselbe Kategorie fällt auch die Emanationsmaschine, von der ich bereits in der ersten Folge von Blick in die Zukunft gesprochen habe. Ich sagte damals, dass unterhalb der Elementarteilchen noch eine weitere Ebene existiert, die der Wissenschaft bislang unbekannt ist. Dort wirkt eine Kraft, die Einfluss auf das gesamte Weltgeschehen hat. Sie besitzt Eigenschaften von Teilchen und Wellen, ist aber weder Teilchen noch Welle. Ihre Strukturen sind so fein, dass sie sich durch Gedanken bewegen lassen. Letztlich sind auch Gedanken Teil dieser Kraft. Mithilfe der Emanationsmaschine werden wir diese ominöse Kraft sehen können. Wir werden begreifen, wie daraus Felder entstehen, die wiederum unsere Realität bilden. Weil das Thema so unglaublich komplex ist, werde ich es noch in vielen Folgen von Blick in die Zukunft behandeln.


Soviel kann ich aber jetzt schon sagen: Mit der Emanationsmaschine wird man Strukturen erkennen, die im Moment noch unvorstellbar sind, und das wird unsere gesamte Kultur von Grund auf verändern. Wir werden begreifen, dass wir alle Teil einer großen Gemeinschaft sind und dass jeder Mensch Einfluss auf diese Gemeinschaft hat. Wenn wir positiv denken, erzielen wir positive Resultate. Natürlich sind auch negative Resultate möglich. Deshalb gibt es eine Einschränkung für Erfindungen, die für kriegerische Zwecke missbraucht werden können. Ein Raumschiff, das mit Überlichtgeschwindigkeit fliegt, könnte man auch dazu benutzen, um fremde Völker auf fernen Planeten zu überfallen und zu unterwerfen. Wer das für ausgeschlossen hält, sollte sich mal die Geschichte des Kolonialismus auf der Erde anschauen. Leider sind wir für eine solche Erfindung noch nicht reif.

Wenn wir uns aber kollektiv weiter entwickeln, wenn wir uns friedlich und mitfühlend verhalten, dann wird diese Erfindung in unsere Reichweite kommen. Und wie das funktioniert, werde ich in einer späteren Ausgabe von Blick in die Zukunft erklären. Für heute sage ich: Danke für Eure Aufmerksamkeit. Alles Gute wünscht

Euer Konrad Pilger

Sonntag, 26. Dezember 2021

Manuskript zu Podcast Folge 4: Das Ende aller Kriege, Die Abschaffung aller Armeen, Schneller fliegen als das Licht

 Hallo Leute,

herzlich willkommen zur vierten Folge meines Podcasts. Heute machen wir einen großen Sprung in die Zukunft. Ich werde über einen Zustand sprechen, der uns heute noch als Utopie erscheint, der deutlich von dem abweicht, was wir als „normal“ empfinden und der für die meisten Menschen unvorstellbar ist: der ewige Weltfrieden und die Abschaffung aller Armeen.


Vor uns allen liegt ein goldenes Zeitalter. Weil wir keine Kriege mehr gegen uns selbst führen werden und weil wir keine teuren Armeen unterhalten müssen, werden wir viele Stufen auf der Evolutionsleiter emporsteigen. Diese positive Entwicklung wird noch eine sehr lange Zeit anhalten. Die Lebenserwartung der Menschheit beträgt Millionen Jahre. Eines Tages werden wir ein zivilisatorisches Niveau erreichen, das uns fast auf die Stufe der Götter hebt. 

Die Zukunft zerrt an uns

Später werden wir in der Rückschau erkennen, dass die Phase des Krieges relativ kurz war. Den Millionen Jahren, die die Menschheit in Frieden verbringen wird, stehen nur wenige Jahrtausende gegenüber, in denen Streit und Gewalt herrschten. Die Historiker der fernen Zukunft werden sich kaum mit dieser frühen Epoche befassen, weil es sich einfach nicht lohnt. Die Zeit ab dem dritten Jahrtausend wird so viele fantastische Entwicklungen beinhalten, dass kaum jemand Lust verspüren wird, einen Blick in unser dunkles Zeitalter zu werfen.

Woher weiß ich das so genau? Auf diese Frage gibt es zwei Antworten:

1. Tier- und Pflanzenarten können sehr alt werden. Es gibt auf der Erde einige Arten, die als lebende Fossilien bezeichnet werden. Zu den bekanntesten gehört der Quastenflosser. Obwohl dieser Fisch nur ein sehr kleines Gehirn besitzt, lebt seine Gattung bereits seit mehr als vierhundert Millionen Jahren. Und wenn ein so primitives Wesen in den Millionärsclub aufgenommen wird, dann schaffen wir das mit unseren großen Gehirnen und unserer Intelligenz erst recht.


2. Der Weg ist vorgezeichnet. Bereits in meinem ersten Podcast habe ich über den primitiven Hubschrauber gesprochen, den Leonardo da Vinci im fünfzehnten Jahrhundert gezeichnet hat, und ich habe Platons Ideenlehre kurz vorgestellt. Der griechische Philosoph war davon überzeugt, dass Ideen überzeitlich sind, d. h. sie entstehen und vergehen nicht und sind keinem Wandel unterworfen. Dieser Satz ist heute noch genauso bedeutsam wie er es vor 2500 Jahren war. Vor uns liegen großartige Erfindungen, wissenschaftliche Entdeckungen und soziale Entwicklungen, die unser Leben von Grund auf verändern werden. Diese Werke drängen in unsere Realität. Man kann es in einem Satz zusammenfassen: Die Zukunft zerrt an uns. 

Schneller als das Licht

Die Sache hat aber einen Haken. Viele der Erfindungen können missbraucht werden. Sie bieten unreifen Menschen die Möglichkeit, auf primitive Weise ihre Gefühle auszuleben. Man kann andere Menschen damit bedrohen, bestehlen oder unterdrücken. Ein Beispiel: Es ist möglich, mit Überlichtgeschwindigkeit zu fliegen. Unsere Wissenschaftler glauben heute, dass Lichtgeschwindigkeit eine absolute Grenze ist, die von massebehafteten Körpern nicht überschritten werden kann. Und falls doch, würde man unendlich viel Energie dafür benötigen. Das ist richtig. Doch es gibt einen Trick, mit dem man diese Grenze umgehen kann. Im Universum findet ein reger Flugverkehr mit Raumschiffen statt, die sich wesentlicher schneller als das Licht bewegen. Man kann gigantische Entfernungen ohne Zeitverlust zurücklegen, und man braucht dafür nur wenig Energie. In einem späteren Podcast werde ich mehr dazu sagen.

Aber warum besitzen wir diese Technologie noch nicht? Ganz einfach: Weil wir nicht reif dafür sind. Angenommen, man würde in irgendeinem Land ein solches Raumschiff entwickeln. Was würde die Regierung damit anstellen? Dreimal dürft ihr raten. Als Erstes würden sie Waffenstationen daran befestigen, damit man Bomben und Raketen abwerfen kann. Danach würden sie eine Transportmaschine entwickeln, mit der man Soldaten von A nach B bringen kann. Kein Land der Welt könnte sich gegen einen solchen Angriff wehren, weil er ohne Vorwarnung, quasi in Nullzeit erfolgen würde. In dem Augenblick, in dem die Soldaten in das Raumschiff einsteigen, steigen sie auch schon wieder aus.


Mit diesen Militärversionen der Raumschiffe, würden sie auf der Erde gewaltigen Schaden anrichten. Das wäre bereits schlimm genug. Aber man könnte damit auch andere bewohnte Planeten erreichen, von denen es sehr, sehr viele gibt, um die dortige Bevölkerung zu unterwerfen - und das wäre absolut unverzeihlich. Deshalb besteht für primitive Zivilisationen - so wie unsere - eine natürliche Obergrenze des Denkens. Wir bekommen keine Erfindung, für die wir nicht moralisch qualifiziert sind. Egal wie sehr sich unsere Wissenschaftler anstrengen, sie werden kein Raumschiff bauen können, das unsere Astronauten zu fremden Sonnensystemen bringt. 

Die üblichen Verdächtigen

Aber ich habe auch eine gute Nachricht für euch: Wir können uns qualifizieren, wir können die nächste Stufe auf der Evolutionsleiter erklimmen. Voraussetzung ist, dass wir unseren Militarismus überwinden. Wir brauchen ihn nicht. Krieg erfüllt keinen Zweck, Frieden ist der Normalzustand. Was müssen wir tun, um sicherzustellen, dass nie wieder ein Krieg ausbricht? Zunächst einmal sollten wir nicht gegen den Militarismus ankämpfen. Wenn man etwas bekämpft, macht man es nur stärker. Wir sollten die tieferen Ursachen erkennen und auflösen.

Doch was sind die Ursachen des Krieges? Es sind natürlich wie immer die Gefühle. Oft spielt Gier eine wichtige Rolle - Gier nach Macht, Land und Rohstoffen. Gier ist übersteigerte Angst. Auf persönlicher Ebene sind Menschen gierig, weil sie Angst vor dem Tod haben. Sie versuchen, so schnell wie möglich einen großen Teil vom Leben abzubekommen und werden deshalb gierig nach Geld, Sex und Statussymbolen. Politiker sind oft gierig, weil sie Angst haben vor dem politischen Gegner oder dem eigenen Volk. Deshalb versuchen sie, möglichst viel Macht und Einfluss zu gewinnen, um damit von ihrer eigenen Schwäche abzulenken. Und wenn es gar nicht anders geht, überfallen sie ein fremdes Land, um ihre Gier zu befriedigen. Das beste Beispiel dafür ist Saddam Husseins Angriff auf Kuwait im Jahr 1990.



Auch die normale Angst, also die Angst in Reinform ist oft Kriegstreiber. Der Kalte Krieg, der bis 1990 anhielt, basierte auf Angst. Der Westen hatte Angst vor dem Kommunismus, und der Osten hatte Angst vor dem Kapitalismus. Beiden Seiten gelang es nicht, sich selbst zu analysieren und zu erkennen, dass sie Opfer ihrer ungeklärten Gefühle waren. Es war bequemer für sie, der jeweils anderen Seite die Schuld zu geben und sich selbst als unschuldiges Opfer zu fühlen.

Konkrete Maßnahmen

Aber auch hier gibt es einen Ausweg. In der dritten Folge meines Podcasts habe ich vorgeschlagen, dass wir in der Schule das Fach Gefühlskunde einführen. Den Kindern werden dabei zwei wichtige Erkenntnisse vermittelt.

1. Gefühle sind unsere wahre Realität. Sie beeinflussen unsere Wahrnehmung der Welt und sie steuern unsere Entscheidungen.

2. Man sollte seine Gefühle weder verdrängen, noch sollte man sich von ihnen beherrschen lassen. Stattdessen sollte man sie bewusst wahrnehmen und ein inneres Gleichgewicht herstellen.

Das gilt aber nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Oft erleben wir es im Alltag, dass wir von unseren Gefühlen negativ beeinflusst werden. Etwa, wenn in genau dem Moment, in dem wir uns einer Kreuzung nähern, die Ampel auf Rot umspringt. Es bringt nichts, sich darüber zu ärgern. Durch einen lauten Fluch schaltet die Ampel auch nicht schneller um. Stattdessen sollten wir die Gelegenheit nutzen, um tief durchzuatmen und nach Innen zu horchen. Welches Gefühl ist jetzt dominant? Will ich mich wirklich sinnlos ärgern, oder will ich mich lieber für einen Moment entspannen und neue Kräfte sammeln?

Diese Form der Achtsamkeit hilft uns persönlich, und sie hilft uns auf kollektiver Ebene. Politiker, die bei sich selbst für einen Ausgleich sorgen, sind nicht gierig, nicht ängstlich und nicht wütend. Sie brauchen keine Feinde, weder im Inneren noch im Äußeren. Deshalb werden sie auch kein Land mehr bedrohen oder sogar angreifen.

Natürlich kann dieser Zustand nicht von heute auf morgen erreicht werden. Der Umbau der Gesellschaft sollte langsam und in vielen kleinen Schritten erfolgen. Neben dem Sicherheitsbedürfnis der Menschen muss man auch die zahlreichen Arbeitsplätze berücksichtigen, die mit dem Militärsektor verbunden sind. Ein möglicher Weg ist deshalb, die Armeen in technische Hilfsdienste umzuwandeln. Als Vorbild kann hier das Technische Hilfswerk (THW) dienen, das weltweit bei Katastrophen zum Einsatz kommt. Flugzeuge sollten zum Transport von Hilfsgütern eingesetzt werden, nicht zum Abwurf von Bomben. Junge Männer sollten Waldbrände und Dürren bekämpfen, aber nicht einander. Auf diese Weise bleiben die Arbeitsplätze bestehen, und Millionen Menschen erhalten auch in Zukunft eine berufliche Perspektive.


Derzeit erleben wir bereits eine ähnliche Entwicklung. Die Bundeswehr hilft mit bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie: Die Luftwaffe verlegt Intensivpatienten mit Spezialflugzeugen, in den Gesundheitsämtern helfen Soldaten aus, der Corona-Krisenstab der Bundesregierung wird von einem Generalmajor der Bundeswehr geleitet. Damit sind die ersten Schritte des Umwandlungsprozesses getan.

Ein historischer Präzedenzfall

Skeptiker werden jetzt sagen: „Das ist eine Illusion. Es wird immer böse Menschen geben, deshalb wird es auch immer Soldaten geben. Wir müssen uns ja schließlich verteidigen. Die bösen Menschen sind schuld, sie haben angefangen.“ Wer seine Ängste auf diese Weise rechtfertigt, wird die Entwicklung verzögern, aber nicht aufhalten. 

Neben dem Krieg gab es über Jahrtausende hinweg ein zweites großes Menschheitsverbrechen: die Sklaverei. In allen Ländern und Kulturen wurden unzählige Menschen gefangen genommen und zur Arbeit gezwungen, oft unter grausamen Bedingungen. Sklaven mussten in der Landwirtschaft, in Bergwerken und Fabriken schuften, sie mussten auf Galeeren rudern, in den Krieg ziehen oder zum Vergnügen ihrer Herrschaften gegeneinander kämpfen. Unzählige Frauen und Kinder wurden sexuell ausgebeutet. Das Leid, das dabei entstand, ist unermesslich.

Im 17. Jahrhundert formierte sich endlich eine Gegenbewegung, die dazu führte, dass rund zweihundert Jahre später die Sklaverei fast überall abgeschafft wurde. Doch zuvor kam es zu harten Auseinandersetzungen. Befürworter der Sklaverei argumentierten ähnlich wie Befürworter des Militarismus: „Das ist eine Illusion. Es wird immer Arbeit geben, deshalb wird es auch immer Sklaven geben. Wer soll denn sonst die Arbeit machen? Wir doch nicht! Wir sind die Chefs! Leider können wir die Arbeiter auch nicht anständig bezahlen, weil die Produkte sonst viel zu teuer werden.“


Heute wissen wir, dass sich die Gegner der Sklaverei letztlich durchsetzten. Eine ähnliche Entwicklung kann man auch für den Militarismus vorhersagen. Alle Armeen werden schrittweise durch technische Hilfswerke ersetzt werden – und es wird keine zweihundert Jahre dauern. Wenn das erreicht ist, können wir mit Überlichtgeschwindigkeit durch das Universum reisen und fremde Lebensformen, von denen einige sehr, sehr intelligent sind, entdecken.

Doch zuvor müssen wir unsere Kultur auf eine höhere Stufe heben. Wir brauchen eine bessere Geisteswissenschaft, die offen ist für neue Einflüsse, eine bessere Schulausbildung, und wir brauchen bessere Filme und Bücher, mit denen wir die neuen Ideen verbreiten. Ich selbst bin mit gutem Beispiel vorangegangen und habe zwei Bücher geschrieben, die von einer Kultur mit einem höheren Bewusstsein handeln. Wer mehr darüber erfahren will, sollte meinen Blog besuchen. Die Adresse lautet: konrad-pilger.blogspot.com.

Das war’s für heute. Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit und wünsche alles Gute

Euer Konrad Pilger

Sonntag, 12. Dezember 2021

Manuskript zu Podcast Folge 3: Die Wut der Querdenker, Gefühle als Urkraft, Neues Schulfach Gefühlskunde

 Hallo Leute,

herzlich Willkommen zur dritten Folge meines Podcasts. Was ich heute erkläre, ist enorm wichtig und wird die Grundlage für viele weitere Folgen bilden. Es geht um die wahre Realität des Menschen, und die ist anders, als es die meisten Zuhörer vermuten würden. Heutzutage ist die Vorstellung weit verbreitet, dass wir Menschen vernunftbasierte Wesen sind, dass wir die Welt durch unsere Sinne wahrnehmen, die Informationen mit unserem Verstand verarbeiten und logische Entscheidungen treffen. Das ist falsch. Wir erfahren unser Leben vor allem durch Gefühle, weniger durch Gedanken. Unsere gesamte Wahrnehmung wird von Gefühlen beeinflusst, alle Entscheidungen werden von Gefühlen gesteuert. Wenn wir uns darüber bewusst werden und danach handeln, können wir extreme Fortschritte machen. Innerhalb weniger Jahrzehnte werden wir mehrere Stufen auf der Evolutionsleiter hinaufsteigen. Es sind Entwicklungen möglich, die sich die meisten Menschen heute noch gar nicht vorstellen können.

Diese These werde ich anhand eines Phänomens erläutern, dass im Moment breiten Raum in den Medien einnimmt: Ich spreche von den Querdenkern. Damit ist eine radikale Minderheit gemeint, die sich im Sommer 2020 gebildet hat und seitdem versucht, staatliche Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie zu verhindern. In Deutschland fanden zahlreiche Demonstrationen statt, viele davon ohne Genehmigung, teilweise wurde Gewalt ausgeübt.


Aber auch in anderen Ländern gibt es radikale Kräfte, die die staatliche Gesundheitspolitik bekämpfen. Besonders hervorstechend  ist der Fall von Marcus Lamb, einem amerikanischen Fernsehprediger und Impfgegner. In seinen Sendungen hatte er behauptet, Impfungen würden das Immunsystem töten oder zu neurologischen Schäden führen. Deshalb empfahl er, sich nicht impfen zu lassen und stattdessen zu beten und im Fall einer Ansteckung nicht zugelassene Medikamente einzunehmen. Marcus Lamb erkrankte selbst an Corona und starb im November 2021. Wäre er rechtzeitig geimpft worden, würde er wahrscheinlich heute noch leben.

Gemeinsame Basis aller Menschen

Jetzt könnte man daraus den Schluss ziehen, dass die Menschheit in zwei Gruppen gespalten ist. In Querdenker, die von ihrer Wut gesteuert sind und deshalb die Impfung verweigern, und in die Mehrheit der Menschen, die von der Vernunft gesteuert sind und sich deshalb impfen lassen. Das ist ein Irrtum. In beiden Fällen sind Gefühle die Grundlage der Entscheidungen.

Bei den Querdenkern ist es wie bereits erwähnt ihre Wut, manchmal sogar Hass. Wut ist übersteigerte Angst. Die Querdenker haben Angst vor den Nebenwirkungen der Impfung, sie glauben, sie könnten daran schwer erkranken oder sogar sterben. Ihre Angst ist so groß, dass sie die Impfung nicht bloß verweigern und ansonsten normal weiterleben. Nein, sie wollen auch, dass die Welt von ihrer Entscheidung erfährt, sie wollen andere überzeugen, es ihnen gleichzutun.

Missionarischer Eifer ist kein neues Phänomen. Wenn jemand auf die Straße geht und Lärm macht, wenn jemand Plakate hochhält und Parolen brüllt, ist das in vielen Fällen ein Zeichen einer emotionalen Notlage. Die Person leidet unter einem emotionalen Ungleichgewicht und versucht, ihr Leid zu lindern. Nur leider geht sie den völlig falschen Weg. Auf der Straße trifft sie sich mit anderen, gleichgesinnten Personen – so wie auch in den sozialen Medien –, man bestätigt sich gegenseitig in seiner Meinung und radikalisiert sich noch weiter. Andersdenkende werden zu Feinden erklärt, im schlimmsten Fall wird Gewalt gegen sie ausgeübt.

Auf meinem Blog Konrad Pilger Blogspot findet ihr dazu ein vielsagendes Symbolbild. Es zeigt einen Filmprojektor, der die Zeichnung eines großen Corona-Virus an eine Wand wirft. Damit ist im Grunde alles gesagt: Querdenker projizieren ihre Angst und Wut in die Krankheit und leben dadurch ihre Gefühle aus. Der Bildwerfer wird gerne auf Einrichtungen wie Krankenhäuser, Arztpraxen und Ministerien gerichtet, weil sie große Projektionsflächen bieten. Auch Menschen können Opfer dieser übersteigerten Gefühle werden: Gesundheitsminister, Ärzte, Krankenschwestern, Wissenschaftler und jeder, der eine andere Meinung vertritt. Es geht dabei nicht um die Objekte oder die Personen, die damit angestrahlt werden, sondern immer nur um die Gefühlslage desjenigen, der den Projektor bedient.

 

Der Gefühls-Projektor

Kommen wir jetzt zum Gegenbeispiel, den Impfwilligen. Diese Menschen sind nicht allein von der Vernunft gesteuert, also der Fähigkeit, Erkenntnisse zu gewinnen und danach zu handeln. Vernunft ist ein Instrument des Geistes, so wie die Fähigkeit Sprache zu benutzen oder sich die Zukunft vorzustellen. Aber Vernunft ist keine Ausdrucksform der Seele. Seele wiederum ist kein wissenschaftlicher Begriff, deshalb werde ich das weniger genaue Wort Psyche benutzen. Den Unterschied zwischen Geist und Seele werde ich in einem späteren Podcast erläutern.

Die wahre Ausdrucksform der Psyche sind unsere Gefühle. Auch die scheinbar rationalen Menschen, die sich impfen lassen, werden von ihren Gefühlen angetrieben. In diesem Fall ist Angst ebenso im Spiel. Wiederum ist es Angst vor Krankheit und Tod – nur diesmal in umgekehrter Weise. Diese Menschen fürchten, dahinzusiechen und zu sterben, wenn sie die Impfung NICHT bekommen. Aber da ist noch eine weitere, stärkere Emotion, nämlich Liebe. Diese Menschen empfinden Liebe zu sich selbst, zum eigenen Leben, zum eigenen Körper. Und mehr noch, dieses Gefühl wird auch auf andere Menschen ausgedehnt: Liebe zu Freunden und Verwandten, Liebe zu allen Mitmenschen, die ebenfalls durch eine Impfung geschützt werden. Je mehr Menschen geimpft sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir Corona bald unter Kontrolle bekommen. Wir werden die Krankheit vorerst nicht ausrotten können, aber wir werden ihre Folgen abmildern können. Die Impfwilligen wissen das und bringen dadurch Nächstenliebe zum Ausdruck. 

Eine Verbindung zum Urmenschen

Ich gebe noch ein letztes Beispiel, um meine These zu verdeutlichen. Auf meinem Blog findet ihr auch ein Bild mit dem Titel Dino-SUV. Das ist ein Kinderspielzeug, das aus zwei Elementen besteht. Unten seht ihr das Fahrgestell eines Geländewagens, mit breiten Reifen und hoher Bodenfreiheit, darauf befindet sich der riesige Kopf eines Dinosauriers. Der Fahrer würde quasi hinter den Augen des Tieres sitzen. Der Dino-SUV ist ein wunderbares Symbol für das unvernünftige, emotionale Wesen des Menschen.

Dino-SUV

Seit Jahren sehen wir immer mehr Pseudogeländewagen, genannt SUVs im Straßenverkehr. Wer braucht diese Autos? Eigentlich niemand. Sie sind groß, schwer und verbrauchen unnötig viele Ressourcen. Aber warum kaufen so viele Menschen SUVs? Natürlich aus emotionalen Gründen. Der Fahrer oder die Fahrerin fühlt sich stark und mächtig, er oder sie glaubt, darin bei Unfällen besser geschützt zu sein, was durch Statistiken leider nicht bewiesen wird. Außerdem fühlt man sich anderen Menschen überlegen, weil man buchstäblich auf sie herabschauen kann. Ich bin hier oben, und du bist da unten. Ich Chef, du nix.

Wenn wir vernunftbasierte Wesen wären, würden wir alle kleine Autos mit kleinen Motoren fahren. Sie verbrauchen wenig, beanspruchen wenig Verkehrsfläche, und man kommt mit ihnen genauso gut von A nach B. Doch kleine Vernunftautos haben einen entscheidenden Nachteil: Mit ihnen kann man seine Ängste nicht bekämpfen. Man fühlt sich in ihnen klein und machtlos. Sicherheit und Prestige gewinnt man nur, wenn man ein großes Auto  mit einem bekannten Markennamen fährt. 

Die positive Seite der Angst

Angst ist aber grundsätzlich kein negatives Gefühl, im Gegenteil, sie ist sehr wichtig für unser Überleben. Angenommen, wir stehen an einem Abgrund, vielleicht auf den Klippen einer Meeresküste. Dann hält die Angst uns davon ab, leichtsinnig zu werden. Das Gefühl verhindert, das wir zu nah an die Kante herangehen und abstürzen, vielleicht, weil ein Windstoß aufkommt oder der Felsen unter unseren Füßen abbricht. Und wenn eine Pandemie wie Corona auftritt, dann bringt die Angst die Menschen dazu, sich impfen zu lassen. Angst besitzt also wie jedes Gefühl auch positive Seiten. Es kommt darauf an, ein Gleichgewicht zu erreichen. Wir sollten uns über unsere Gefühle bewusst sein. Wir sollten kein Gefühl unterdrücken und uns von keinem Gefühl beherrschen lassen. Beide Schalen der Waage sollten auf gleicher Höhe sein.

Kommen wir zurück zur Ausgangsfrage: Wie soll man mit Querdenkern umgehen? Wie kann man ihnen helfen? Die bittere Wahrheit ist: Den meisten kann man überhaupt nicht helfen. Sie sind Dogmatiker, Betonköpfe, die nicht von ihren Überzeugungen abrücken. Mit Argumenten kann man sie nicht beeindrucken. Man kann ihnen haufenweise Material vorlegen, das die Wirksamkeit von Impfungen belegt – Studien, Statistiken, persönliche Erfahrungsberichte – doch sie werden alles zurückweisen und stattdessen eigene „Beweise“ vorlegen, die einer Überprüfung in der Regel nicht standhalten. Kurz gesagt: Bei den meisten Querdenkern ist Hopfen und Malz verloren. Sie werden entweder durch Schaden klug werden – sprich eine Corona-Infektion – oder sie werden gar nicht mehr klug. 

Neues Schulfach: Gefühlskunde

Das Beste, was wir machen können, ist zu verhindern, dass neue extremistische Bewegungen entstehen. Deshalb sollten wir schon im Kindesalter ansetzen und in der Schule das Fach Gefühlskunde einführen. Den Kindern wird dabei das vermittelt, was ich hier bereits sagte.

1. Gefühle sind unsere wahre Realität. Sie beeinflussen unsere Wahrnehmung der Welt und sie steuern unsere Entscheidungen.

2. Man sollte seine Gefühle weder verdrängen, noch sollte man sich von ihnen beherrschen lassen. Stattdessen sollte man sie bewusst wahrnehmen und ein inneres Gleichgewicht herstellen.

Neben dem theoretischen Unterricht wird es auch praktische Übungen geben. Sinnvoll sind Rollenspiele, die extreme Gefühle erzeugen. Beispiel: Ein Schüler wird in Gegenwart der gesamten Klasse ungerecht behandelt, er wird beleidigt und herumgeschubst. Einmal erlebt er die Gefühle aus Sicht des Opfers und einmal aus Sicht des Täters. Hinterher wird die Situation gemeinsam analysiert und nach Auswegen gesucht.

 


So etwas findet heute bereits in Ansätzen statt, vor allem im Bereich der Sozialkunde. In Zukunft wird man dafür ein eigenes Fach einrichten, mit dem Titel Gefühlskunde. Auch in diesem Fall bin ich natürlich nicht der Erste, der auf diese Idee gekommen ist. Stellvertretend für alle Menschen, die sich mit ähnlichen Projekten befassen, möchte ich nur einen Namen nennen: Professor Reinhard Haller aus Österreich. Haller ist Psychotherapeut und ein erfolgreicher Sachbuchautor, der mehrere Bücher über die Bedeutung der Gefühle geschrieben hat. Er hat vorgeschlagen, dass Emotionsunterricht ein neues Schulfach werden soll, vor allem um damit Gewalt und Kriminalität zu bekämpfen.

Die Lehrer der Zukunft werden deshalb nicht nur Vermittler von Wissen sein, sondern auch Ausgleicher. Je früher die Menschen zu einem emotionalen Ausgleich gelangen, am besten schon im Grundschulalter, desto weniger Probleme werden sie als Erwachsene haben. Auch die Gesellschaft profitiert davon. Menschen, die die Bedeutung der Gefühle kennen, sind weniger anfällig für politischen oder religiösen Extremismus. Sie werden erkennen, wenn ein Politiker oder ein Prediger versucht, Angst oder Wut bei seinen Anhängern auszulösen und werden nicht auf die Tricks hereinfallen. Auf lange Sicht – innerhalb der nächsten fünfzig oder hundert Jahre – werden deshalb alle radikalen Bewegungen aussterben. Das Schulfach Gefühlskunde wird nicht die alleinige Ursache sein, aber es wird einen wichtigen Beitrag zum Weltfrieden liefern. 

Unfreiwillige Bestätigung

Kurzfristig sollten wir uns aber keine großen Hoffungen machen. Noch befinden wir uns auf einer niedrigen Bewusstseinsebene, auch diese Erkenntnis muss sich erst durchsetzen. Nachdem dieser Podcast veröffentlich wurde, werde ich viele Reaktionen von den Querdenkern erhalten. Sie werden sagen: „Du hast doch keine Ahnung. Informier dich doch mal. Geh auf diese oder jene Internetseite. Du bist ein Idiot.“

Damit werden sie genau das bestätigen, was ich hier in diesem Podcast gesagt habe. Gefühle sind unsere wahre Realität. Sie treiben uns zu unseren Taten an. Im Fall der Querdenker sind Angst und Wut die Triebfedern, in meinem Fall sind es Mut und Liebe. Letztlich werde ich der Gewinner sein.

So, das soll für heute genug gewesen sein. Auf das Thema Gefühle werde ich noch in vielen weiteren Podcasts eingehen. Wer heute schon mehr erfahren will oder die erwähnten Symbolbilder sehen will, sollte die Seite Konrad-Pilger.Blogspot.com besuchen.

Ich sage Danke für die Aufmerksamkeit und wünsche alles Gute

Euer Konrad Pilger